Die Flammen breiten sich auf den Dachboden aus

Feuer im Mehrfamilienhaus in Bad Bevensen

Bericht A. König (PW FFw Bevensen-Ebstorf); Foto Ph. Schulze (Pressesprecher OrtsW Ebstorf)

Bad Bevensen. Am Samstagmorgen, kurz vor sieben Uhr, wurde der Leitstelle in Uelzen ein Feuer im Obergeschoss eines bewohnten Mehrfamilienhauses in der Bad Bevensener Johann-Sebastian-Bach-Straße gemeldet. Den Notruf setzte ein Bewohner des betroffenen Hauses selber ab. Ob und wie viele Personen sich noch im Gebäude befanden, war zu diesem Zeitpunkt unklar. Angesichts dieser Meldung alarmierte die Leitstelle mehrere Feuerwehren mit dem Einsatzstichwort „F3 – Feuer Mehrfamilienhaus im Obergeschoss, Menschen in Gefahr“ sowie das DRK mit der SEG und die Polizei.

Vor dem Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte war der Rettungsdienst des DRK bereits am Unglücksort eingetroffen und konnte dem Einsatzleiter Matthias Wedel, Ortsbrandmeister der Feuerwehr Bad Bevensen, schon erste wertvolle Informationen liefern. Die Bewohner der unteren Wohnungen konnten sich eigenständig nach draußen in Sicherheit bringen. Ob sich in der Brandwohnung noch die Bewohnerin und deren Hund befanden, war zu diesem Zeitpunkt nach wie vor unklar. Schon aus der Ferne war trotz der extrem verrauchten Straße der Feuerschein im Bereich der Gaube weithin sichtbar.

Löscharbeiten aus dem Korb der Drehleiter

Wedel schickte sofort einen Angriffstrupp über das Treppenhaus zur Menschenrettung und Brandbekämpfung ins Obergeschoss. Aus der Tür der Brandwohnung drang massiv heißer Brandrauch. Der Trupp suchte die verrauchte Wohnung ab, lokalisierte schnell das Feuer und begann zügig mit der Brandbekämpfung. Die anfangs in der Wohnung vermutete Person befand sich glücklicherweise nicht in der Wohnung. Für den Hund kam leider jede Hilfe zu spät, er wurde nur noch leblos aufgefunden. Das Feuer hatte sich inzwischen von der Gaube unter der Dachhaut auf den Dachboden ausgebreitet. Der Dachboden war völlig verqualmt und stand teilweise in Flammen. Von der Drehleiter aus wurden die Dachpfannen auf der rechten Gebäudehälfte aufgenommen, auf der rückwärtigen Gebäudehälfte wurden die Dachpfannen von mehreren tragbaren Leitern aus aufgenommen. Durch diese Maßnahme wurde der heiße Brandrauch abgeführt und die Angriffstrupps konnten über die Bodenluke den Dachboden betreten und einen gezielten und effektiven Löschangriff durchführen. Aus dem Korb der Drehleiter wurden die Löschmaßnahmen unterstützt. Dank dieses schnellen und aggressiven Vorgehens der eingesetzten Trupps konnte die weitere Brandausbreitung und weitere Schäden verhindert werden. Nach einer knappen halben Stunde war das Feuer unter Kontrolle. Vereinzelte Glutnester wurden noch abgelöscht, der Dachstuhl sowie die Brandwohnung mit der Wärmebildkamera abschließend kontrolliert und die Wohnungen mittels Lüfter rauchfrei gemacht.

Aufnehmen der Dachpfannen auf der Gebäuderückseite

Die Brandwohnung ist aufgrund der starken Rauchentwicklung unbewohnbar. Für den gesamten Einsatz wurden nur wenige hundert Liter Löschwasser eingesetzt und somit größere Wasserschäden vermieden. Die Brandursache war zum Ende der Löscharbeiten noch nicht bekannt.

Im Einsatz waren die Feuerwehren Bad Bevensen, Altenmedingen, Barum, Groß Hesebeck, Himbergen, Jastorf, Jelmstorf, Röbbel und Römstedt. Des Weiteren war das DRK mit einem Notartzeinsatzfahrzeug, mehreren Rettungswagen, sowie die SEG des DRK mit einem Einsatzleitwagen und mehreren Kräften vor Ort. Zusammen mit der Polizei waren insgesamt über 130 Kräfte im Einsatz.