Uelzens Feuerwehren üben den Ernstfall

Großübung im Klinikum Uelzen: Alle Ortsfeuerwehren der Stadt waren am Dienstagabend im Einsatz. Sie testeten nicht nur die Zufahrtswege für den Ernstfall. Es ist kurz vor 19 Uhr am Dienstagabend als die Uelzener Feuerwehr nach Auslösung der Brandmeldeanlage im Klinikum alarmiert wird. Als die ersten Einsatzkräfte vor Ort sind stellt sich folgende Lage dar: Eine starke Rauchentwicklung im Keller im Bereich der Technik und 17 Personen werden vermisst. Schnell ist dem Einsatzleiter klar „Wir brauchen weitere Einsatzkräfte“! Sofort werden alle Ortsfeuerwehren der Stadt Uelzen zur Unterstützung nachalarmiert. In der Zwischenzeit organisierte sich das Krisenteam des Klinikums und sprach mit der Feuerwehr die weiteren Maßnahmen ab. Die Großübung wurde durchgeführt nicht nur um vor Ort die Zusammenarbeit mit dem Krisenteam des Klinikums zu üben. Hauptziel war es, die Koordination und Ausführung einer Großschadenslage zwischen den Ortswehren der Stadt zu proben. Besonders sollte dabei die Wasserversorgung in dem Gebiet auf Herz und Nieren geprüft werden. Auch der Aufbau von Führungsstrukturen mit ihrer Einsatzstellenkommunikation, die Abschnittsbildung vor Ort und die Durchführung und Überwachung des Atemschutzeinsatzes mit Menschenrettung sollten geübt werden. Nach rund einer Stunde war Übungsende, alle vermissten Personen wurden durch die Feuerwehr gerettet und die gestellten Übungsaufgaben gelöst. In der anschließenden Nachbesprechung wurde das sehr gute Zusammenspiel aller Beteiligten gelobt. Uelzens Stadtbrandmeister Axel Ziegeler betonte in seiner Rede die Wichtigkeit einer Wasserversorgungsstrecke für die zusätzliche Absicherung der Wasserversorgung vor Ort. Insgesamt waren 139 Einsatzkräfte der Feuerwehr, darunter 17 Statisten der Jugendfeuerwehr und 20 Einsatzkräfte des DRK mit 23 Einsatzfahrzeugen vor Ort.