Die Aufregung war groß, als am vergangenen Samstagnachmittag die Jugendlichen der Jugendfeuerwehren Wriedel, Ebstorf, Schwienau, Hanstedt, und Vinstedt im Ebstorfer Gerätehaus aufeinander trafen. Insgesamt 38 Mitglieder erschienen dort, um am ersten gemeinsamen Aktionsnachmittag auf Gemeindeebene teil zu nehmen. Die Ausrichter, Tatjana Rüger und Gina Schneidemesser, planten hierzu neben Grillen und DVD gucken, einige Spiele und Aufgaben, in denen die Jugendlichen die Möglichkeit hatten, sich untereinander besser kennen zu lernen. Trotz einiger Schauer war der Nachmittag ein voller Erfolg und für alle steht fest: „Nächstes Jahr wird es einen 2. Aktionstag geben!“
Text/ Bild: Gina Schneidemesser
Ein Wettlauf gegen die Zeit bei schweren Verkehrsunfällen
Geschrieben von: Andreas König
Führungskräfte von 27 Freiwilligen Feuerwehren der Samtgemeinde Bevensen fit gemacht
Schwerer Verkehrsunfall auf einer Landstraße eine Person wird in dem Fahrzeugwrack eingeklemmt und schwer verletzt. Neben dem Rettungsdienst wird die Freiwillige Feuerwehr alarmiert. Häufig ist die ersteintreffende Wehr nicht mit einem sogenannten Rettungssatz ausgestattet und wertvolle Zeit für die Rettung des Patienten verstreicht oft ungenutzt. Eine aufwendige Ausbildung, mangelnde Tagesalarmsicherheit in den Wehren, Anschaffungs- und Wartungskosten machen es notwendig, Rettungssätze mit Hydraulischem Rettungsgerät nur an einigen strategisch günstigen Punkten zu stationieren. Die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungssatzes zu nutzen, war Thema der ersten Ausbildung für Führungskräfte aller Freiwilligen Feuerwehren in der Samtgemeinde Bevensen.
Insgesamt 37 Teilnehmer darunter vier Frauen nahmen an der Truppmann 1 Ausbildung (TM 1), den bisherigen Grundlehrgang teil. Alle die an der Prüfung teilnahmen haben bestanden – über diese Nachricht freuten sich die 35 Teilnehmer. Zwei Teilnehmer konnten aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Prüfung teilnehmen und werden diese im Mai nachholen.
Sechs Wochen lang absolvierten die Teilnehmer bei eisigen Wetter und Schnee die 60 Stunden Theorie und Praxis mit Stadtausbildungsleiter Gerrit Möhring und seinem Ausbilderteam. Die Unterrichts- und Praxisthemen setzten sich aus Rechtsgrundlagen, Unfallverhütung, Fahrzeug- und Gerätekunde, Löschwasserversorgung, Retten und Selbstretten, Technische Hilfeleistung, Verbrennen und Löschen und das Arbeiten der Gruppe im Löscheinsatz zusammen.
Grundvoraussetzung für alle Teilnehmer ist der 16-stündige Grundlehrgang in Erster Hilfe. Die Ausbildung wurde in diesem Jahr gemeindeübergreifend durchgeführt. So wurden zusätzlich zu den Brandschützern aus der Stadt Uelzen zwei Brandschützer aus Emmendorf ausgebildet. Die Feuerwehr Emmendorf stellte dazu auch ihr Einsatzfahrzeug zur Ausbildung zur Verfügung. Über die Leistung der Brandschützer aus Uelzen, Kirchweyhe, Holdenstedt, Hansen, Gr. Liedern, Kl. Süstedt, Masendorf, Molzen, Oldenstadt, Veerßen und Emmendorf war auch Kreisausbildungsleiter Stefan Standke sehr zufrieden, er nahm gemeinsam mit anderen Führungskräften die schriftliche und praktische Prüfung ab. Stadtausbildungsleiter Gerrit Möhring dankte den Teilnehmern für ihre Leistung und ganz besonders dem Ausbilderteam für ihre hervorragende Arbeit. Der Abschluss des Lehrganges wurde im Saal der Feuerwehr Uelzen gefeiert.
Hoher Sachschaden durch Blitzeinschlag, Bewohner unverletzt
Geschrieben von: André Pieper
Ein Sachschaden der sicherlich im hohen fünfstelligen Bereich liegen dürfte, entstand bei einem Blitzeinschlag in einem historischen und liebevoll renovierten Gebäude in Overstedt am Dienstagabend. Menschen kamen wie durch ein Wunder nicht zu Schaden. Den eintreffenden Feuerwehrleuten aus Bad Bodenteich und Wieren bot sich dabei ein zunächst unübersichtliches Bild. Die gesamte Landesstraße 270 war im Kurvenbereich der Ortsdurchfahrt mit Trümmerteilen übersät, im eigentlich betroffenen Gebäude prangte ein ca. 1x2m großes Loch im Gebäudegiebel. Ein gegenüberliegendes Gebäude wurde durch umherfliegende Trümmerteile ebenfalls beschädigt, hier durchschlugen Gesteinsbrocken Außenrollos und die dahinterliegende Fenster, weiterhin wurde das massive Dach beschädigt.Durch die Feuerwehr wurde ein Angriffstrupp unter Atemschutz zur Erkundung in das 1. Obergeschoss und in den Dachstuhlbereich eingesetzt. Hier wurde dann das gesamte Ausmaß des Schadens deutlich. Im Bereich des Wohnzimmers im 1. Obergeschoß war die gesamte Decke von ca. 35qm eingestürzt, der gesamte Raum somit zerstört. Ein schwefelartiger Geruch ließ noch immer einen Brand vermuten. Somit wurde auch der Dachstuhl kontrolliert, ein Feuer konnte aber nicht entdeckt werden. Das Gebäudewurde außerdem belüftet. Eine Bewohnerin erlitt einen Schock und wurde durch den Rettungsdienst behandelt. Insgesamt kann man trotz des hohen Schadens noch von Glück reden, denn die betroffene Familie wollte gerade in das Wohnzimmer gehen um dort den restlichen Abend zu verbringen. Bei dem Blitzeinschlag handelte es sich vermutlich um einenkalten Schlag. Dieser verursacht eine zwar sehr starke, aber auch äußerst kurze Entladung und deshalb eher kein Feuer. Er kann dafür aber selbst Steine zur Explosion bringen, weil in ihnen oder eben auch in Holz enthaltenes Wasser in einem winzigen Sekundenbruchteil verdampft und so wie Sprengstoff wirkt.
In der Umgebung des Schadensorts wurden etliche Elektrogeräte beschädigt, der gesamte Sachschaden ist somit noch nicht abschließend zu beurteilen. Die Landesstraße 270 war für die Dauer des Feuerwehreinsatzes komplett gesperrt und wurde anschließend von der Feuerwehr und von Anwohnern gereinigt. Die Feuerwehren aus Bad Bodenteich und Wieren waren mit 40 Einsatzkräften und sechs Fahrzeugen an der Einsatzstelle und konnten diese nach etwa einer Stunde wieder verlassen.