Ein Frühlingssturm sorgte am Abend des 26. März 2010 für zahlreiche Einsätze der Feuerwehren in der Samtgemeinde Altes Amt Ebstorf. Gegen 18:40 Uhr lief der erste Alarm für die Ebstorfer Wehr auf und vier weitere folgten Schlag auf Schlag.
So mussten bei heftigen Sturmböen und Starkregen Fahrbahnen von umgestürzten Bäumen befreit werden. Zeitweise kam es auch zu vorsorglichen Straßensperrrungen aufgrund von Überflutungen. Zwischen Stadorf und Altenebstorf fielen zwei Stromleitungsmasten dem Wind zum Opfer. Dort wurde die Straße ebenfalls durch die Feuerwehr über Stunden gesperrt.
In der Nähe des Ebstorfer Bahnhofs gab es kein Weiterkommen für die Regionalbahn, auch hier blockierte ein Baum die Bahngleise.
Knappe drei Stunden nach dem ersten Alarm konnten die letzten Fahrzeuge wieder einrücken und aufgerüstet werden. In der Ortschaft Velgen sind währenddessen bis in die frühen Morgenstunden Wassermassen von Feuerwehr und THW gepumpt worden. Dort war ein Haus komplett vom Wasser umringt.
Text und Fotos: Philipp Schulze (Pressewart Feuerwehr Ebstorf)
"Feuer unbekannt"
Geschrieben von: Ph. Schulze
Ein aufmerksamer Autofahrer meldete von Velgen aus in der Nacht von Samstag zu Sonntag einen Feuerschein, vermutlich nahe der Ortschaft Alten Ebstorf. Um 00:08 Uhr alarmierte die Leitstelle die Feuerwehr Ebstorf zu einem „Feuer unbekannt“ zwischen Altenebstorf und Allenbostel. Beim Eintreffen der Brandschützer brannten nahe der Kreisstraße 23 auf einer Weide circa 24 Rundballen sowie Geäst.
Aufgrund der abseits liegenden Lage der Brandstelle wurden zusätzlich die Feuerwehr Allenbostel und die Tanklöschfahrzeuge aus Eimke und Wriedel-Schatensen nachgefordert. Mit den beiden anrückenden Tanklöschfahrzeugen wurde vor Ort ein Pendelverkehr eingerichtet.
Über zwei Hohlstrahlrohre wurde das Feuer mit Netzmittel nach und nach abgelöscht. Mit einem ebenfalls angeforderten Trecker als auch mit zahlreichen Dunghaken und Forken konnte das Brandgut auseinandergezogen werden.
Nach rund drei Stunden konnten die letzten Fahrzeuge wieder von der Einsatzstelle abrücken.
Im Einsatz:
Feuerwehr Ebstorf
Feuerwehr Allenbostel
Feuerwehr Wriedel-Schatensen
Feuerwehr Eimke
stellv. Gemeindebrandmeister
Polizei
Text und Fotos: Philipp Schulze (Pressewart Feuerwehr Ebstorf)
Spielende Kinder entfachen Flächenbrand
Geschrieben von: André Pieper
Die letzten Schneereste neben der Einsatzstelle sind noch nicht weggetaut und schon beginnt für die Feuerwehren die Saison der Flächenbrände. In den Seewiesen in Bad Bodenteich steht am Freitagvormittag eine 1500 qm große Gras- und Schilffläche in Brand. Ein Nachbar bemerkte bei der Gartenarbeit die Rauchentwicklung und alarmierte die Polizei, die wiederum unverzüglich die Stützpunktfeuerwehr Bodenteich hinzuzog. Um 11.24 rückten 9 Feuerwehrleute mit einem Tanklöschfahrzeug 20/25 zu der Brandstelle in der Nähe des Robin-Hood-Castels aus. Die Zufahrt an die eigentliche Brandstelle konnte wegen dem morastigen Boden nicht erfolgen, so dass etwa 150 Meter Schläuche ausgerollt werden mussten. Mit einem Hohlstrahlrohr konnte der Brand mit dem Wasservorrat aus dem Fahrzeugtank dann aber relativ schnell gelöscht werden. Die Ursache für den Brand war schnell gefunden, spielende Kinder hatten das Feuer verursacht. Aus sie bzw. deren Eltern werden jetzt die Kosten für den Einsatz der Feuerwehr zukommen. Für die Brandschützer war der Einsatz nach etwa 30 Minuten beendet.
Kreisfeuerwehrbereitschaft
Geschrieben von: M. Daasch
Das Jahr 2009 begann für die Führungskräfte der KFB am 14.März. An diesem Tag fand der zweite Teil unserer Fortbildung an der Landesfeuerwehrschule in Celle statt.
Wir haben uns noch einmal mit dem Führungsvorgang beschäftigt.
Anhand von Planübungen und taktischen Aufgaben versuchten wir das, im November 2008, Gelernte richtig um zu setzten. Ein gelungener Tag an der Landesfeuerwehrschule.
Eine Zugführerbesprechung fand im Anschluss an der Veranstaltung statt.
Die erste Übung der KFB wurde am 25. April im Raum Unterlüß/ Landkreis Celle durchgeführt. Alle Züge nahmen an dieser Übung teil.
Am Vormittag wurde der 2., 3. und der 5. Zug eingesetzt.
Leider waren dem Kameraden der die Übung ausgearbeitet hatte, wohl die Führungsstrukturen einer KFB nicht bekannt und so kam es zu einem ziemlichen Durcheinander, was dazu führte, dass die Führungsgruppe und die gesamte Führung der KFB in der Führungsstruktur übergangen wurden und somit die gesamte Übung ohne die Führungsgruppe ablief.
Zwischenzeit hatte die Versorgungskomponente des 5. Zuges sich ebenfalls am Feuerwehrhaus Unterlüß eingerichtet und mit der Vorbereitung für die Verpflegung aller eingesetzten Einheiten begonnen. Was hier passierte kann nur als Meisterleistung dargestellt werden. Die gemeldete Anzahl der Teilnehmer hat sich im laufe des Tages fast verdoppelt. Auch dieses führte zu Problemen. Durch Nachkauf von Lebensmitteln konnte dieses aber kompensiert werden, sodass niemand hungrig nach Hause bzw. zur zweiten Übung fahren musste.
Nach den Unwägbarkeiten am Vormittag wurden alle Erwartungen nun auf den Nachmittag gesetzt. Alles sollte besser werden, leider wurden wir auch hier enttäuscht.
Die zweite Einsatzstelle lag an der Bahnlinie Hannover – Hamburg.
Eingesetzt wurden hier der 1., 4. und 6. Zug.
Kein leichtes Übungsgebiet, nur ein schmaler Waldweg führt hier parallel zur Bahnstrecke.
Im Einsatzfall äußerst gefährlich. Ein Passieren von zwei Fahrzeugen oder Wenden war hier nicht möglich. Das Einsatzgebiet war in keiner Form gekennzeichnet, was sinnloses Schläuche ausrollen zur folge hatte. Die Übung wurde dann abgebrochen.
Am 10. Oktober fand die zweite Kreisbereitschaftsübung in diesem Jahr statt.
Diese Übung wird wohl als die teuerste Bewegungsfahrt aller Zeiten in die Geschichte der KFB eingehen.
Von Vorteil waren die Erfahrungen mit dem Element Wasser, die in den vergangenen Jahren an Jeetzel und Elbe sammeln konnten. Nur dieses Mal kam das Wasser von Oben. An der Übung nahm der 1., 4., 5. und 6. Zug teil.
Es sollte das Ablösen von 2 Kreisfeuerwehrbereitschaften in der Realität in einem Einsatzgebiet geübt werden.
Als Übungsobjekt wurde das Hovenhoopsmoor im Bereich Gnarrenburg/ Augustendorf im Landkreis Rotenburg genutzt. Die KFB Lüneburg war schon seit Freitag im Einsatzgebiet eingesetzt.
Doch kam es leider auch hier wieder zu der ein- oder anderen Panne wobei sich die sintflutartigen Regenfälle als Größte herausstellte. Um die Sicherheit der Einsatzkräfte nicht zu gefährden wurde entschieden die Übung abzubrechen.
Trotzdem erfolgte eine Übergabe der Einsatzstelle. Jeder Zugführer der KFB Uelzen wurde vom jeweiligen Zugführer der Lüneburger Bereitschaft in den jeweiligen Abschnitt eingewiesen.
Danach erfolgte eine theoretische Einweisung der Uelzener Einsatzkräfte durch die Zugführer, sowie das Räumen der Einsatzstelle (Aufrollen von ca. 4 km B- und C-Schläuchen).
Die Versorgungskomponente hatte sich wieder einmal in einem Feuerwehrhaus einquartiert und dort für uns Verpflegung bereitgestellt. Während der Übung wurden sogar heiße Getränke ins Moor geliefert, bei einer Temperatur von 8°C durchaus sinnvoll.
Am 13. Oktober 2009 wurden in der FTZ die neuen gebrauchten Kräder und der Gerätewagen- Logistik durch den 1. Kreisrat an die Bereitschaft übergeben. Ein Dankeschön an die Mitarbeiter der FTZ Kameraden des 5. Zuges die den Innenausbau des Kofferaufbaus erledigten.
Die Fahrzeuge haben sich im Verlauf der letzen Übung am 10. Oktober 2009 schon bewährt.
Veränderungen in der KFB:
Die Züge wurden wieder von 1 bis 6 durchnummeriert. Verwechselungen sind so nicht mehr möglich.
Das TSF-W aus Dalldorf wurde in den 5. Zug aufgenommen.
Das LF 8 aus Natendorf wurde in den 6. Zug verschoben.
Die FW Brockhimbergen stellt ihr TSF als Ersatz für das TSF der FW Höver
Am 08. Dezember fand das Treffen der Kreisbereitschaftsführer der PD Lüneburg in der FTZ Hambühren statt. Hieran haben die 2 stellvertretenden Kreisbereitschaftsführer teilgenommen.
Ein Dankeschön geht an alle Kameradinnen und Kameraden für die Motivation und hervorragende Zusammenarbeit trotz aller Umstände und Regenfälle und an Roland Eichler für die besondere Unterstützung in diesem Jahr.