Freiwillige Feuerwehr Uelzen trainiert unter realen Bedingungen die Brandbekämpfung unter Atemschutz | Drucken |

Nach interner und intensiver Vorausbildung ging es am Samstag, den 27. Februar 2010 mit insgesamt 20 Mann zu einem „Flash Over Training“ nach Braunschweig. Dort betreibt die Firma Dräger zusammen mit der Berufsfeuerwehr Braunschweig ein Trainingscenter für Feuerwehren in ihrer Wache Süd.

Der Samstag begann mit einer theoretischen Einführung zum Verhalten und den Risiken bei der Brandbekämpfung. Der Schwerpunkt dabei, die Grundlagen und Hintergründe von Brandszenarien in Innenräumen und das Erkennen von Gefahren und deren Risikoeinschätzung. Richtig eingeheizt wurde den Teilnehmern in einem feststoffbefeuerten Brandcontainer. Hierbei wurde den Atemschutzträgern vermittelt, in welch kurzer Zeit sich ein Brand entwickeln kann und die Rauchentwicklung die Sicht versperrt. Dabei wurde ihnen die Ausbreitung der pyrolytischen Gase in der Rauchschicht und die thermischen Veränderungen im Verlaufe eines Brandes praxisgerecht dargestellt. Mit Hilfe eines Hohlstrahlrohres konnten die Teilnehmer Rauchgase kühlen und Flammen darin abwehren. Zudem wurden die hohen Temperaturen von bis zu 1000 Grad spürbar, die nur mit einer modernen Schutzausrüstung ausgehalten werden können. Im Anschluss konnte jeder Teilnehmer sein Wissen beim Vorgehen im Innenangriff vertiefen.. Beginnend mit der richtigen Öffnung der Tür zum Brandraum und das taktisch richtige Vorgehen zum eigentlichen Brandort, bis hin zum Ablöschen des Brandes. Deutlich wurden dabei die physischen undpsychischen Belastungen durch Rauch und Wärme und die Wirkung der Schutzkleidung.


Ohne die tatkräftige Unterstützung des Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Uelzen e.V. wäre dieses kostspielige Training für die 20 freiwilligen Brandschützer aus Uelzen nicht möglich gewesen.  Das eine besondere Ausbildung für Brandeinsätze wichtig ist haben in der Vergangenheit Einsätze gezeigt, bei denen auch Mitglieder von freiwilligen Feuerwehren Opfer bei Brandeinsätzen wurden. Die tödlichen Feuerfallen sind nicht nur eine Gefahr für Bewohner von Häusern und Wohnungen, sondern auch für die Einsatzkräfte. Der Tag in Braunschweig mit der Kombination aus Ausbildung, moderner Schutzkleidung und einer gewissen Einsatzerfahrung unter realen Bedingungen bringen das nötige Know-how für die Einsatzkräfte. Das Training war für die Teilnehmer nicht nur lehrreich, es bereitete ihnen auch viel Spaß.

 
Bericht: Matthias Vogel (SPW)
Bilder: Tobias Schill (1), Matthias Vogel (2) (FW Uelzen)

 

 

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