Amphibienfahrzeug für die Kreisfeuerwehr

Am 01.04.2022 wird das neue Amphibienfahrzeug der Kreisfeuerwehr Uelzen in Dienst gestellt. Es handelt sich dabei um ein Fahrzeug, dass sowohl an Land als auch auf und unter Wasser operieren kann.

Angeschafft wurde das experimentelle Sonderfahrzeug um dem gestiegenen Frachtaufkommen auf dem Elbe-Seiten-Kanal genauso Rechnung zu tragen wie den erhöhten touristischen Aktivitäten an und auf den Badegewässern im Landkreis Uelzen.
Als ein Vorteil nennt der stellvertretende Kreisbrandmeister und Abschnittsleiter Süd der Kreisfeuerwehr Uelzen, A. Pieper-Christensen, den Vorteil, dass das Fahrzeug ohne spezielle Anlagen direkt in das Wasser fahren kann. Die Tauchfähigkeit des Fahrzeuges erweitert zudem die Effizienz bei der Suche unter Wasser. Auch sieht A. Pieper-Christensen die Kreisfeuerwehren im Bereich der Wasserrettung gut für die Zukunft aufgestellt.
Kreisschirrmeister und Brandtaucher S. Standke hebt besonders die technische Ausstattung des Amphibienfahrzeuges hervor. So ist mit der kompakten Druckluftanlage im Kofferraum ein gut ausbalanciertes Fahrzeug entwickelt worden. Der doppelte Schraubenantrieb, der über den hybriden Fahrzeugmotor angetrieben wird, lässt hohe Geschwindigkeiten auf und unter Wasser genau so zu wie eine für die Form der Karosserie außergewöhnliche Wendigkeit. Lediglich der Wartungsaufwand ist bei diesem Fahrzeug ein Wehrmutstropfen. So müssen nach jedem Einsatz im Wasser alle Durchführungen von Bauteilen durch die Druckkabine auf Undichtigkeiten untersucht werden.
Bootslöschmeister S. Stark und Hauptbootsmann H. Otto haben als erste Kammeraden der Feuerwehr die Ausbildung zum führen des Fahrzeuges im Wasser durchlaufen. So wurden über einen Zeitraum von 1,5 Jahren Lehrgängen in der Marineschule besucht um sich unter anderem mit den Besonderheiten der Navigation und Verkehrskunde bei Tauchfahrten vertraut zu machen. Die Navigation stellt besonders bei Unterwasserfahrten eine besondere Herausforderung da und wurde ausgiebig im Zuge der Lehrgänge geübt. Im Zuge der Lehrgänge haben Stark und Otto ebenfalls den Lehrgang zum Multiplikator für Seefahrzeuge durchlaufen um die Ausbildung innerhalb des Landkreises eigenständig auf dem Fahrzeug durchführen zu können.
A. Pieper-Christensen gibt als Ausblick in die Zukunft preis, dass mit der Anschaffung des Fahrzeuges die Feuerwehren im Landkreis Uelzen neben der bereits bewiesenen Schlagfertigkeit zu Land und zu Wasser noch Potenzial bei der Luftrettung und Luftbeobachtung haben und kündigt weitere Investitionen in dem Bereich an.