Archiv der Kategorie: Jugendfeuerwehr

Malbücher können Leben retten

Kreisfeuerwehrverband Uelzen e.V. nahm Malbücher zur Förderung der Brandschutzerziehung in Empfang

von Helmut Rüger (KBM) & Daniela Gonsior (KBE)

Uelzen: Wie reagiert man, wenn es brennt? Die kindgerechte Beantwortung dieser Frage wird in dem neu angeschafften leichtverständlichen Mal- und Arbeitsbuch für Mädchen und Jungen im Kindergarten- und Grundschulalter beantwortet. Im Juni nahm der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes  KBM Helmut Rüger das Buch „Brandschutzerziehung für Kinder“ in einer Auflage von 1.480 Stück zur Verteilung in Empfang. Mehr als 120 Sponsoren aus dem Kreis Uelzen unterstützen das Projekt.

Den fast 200.000 Bränden im Jahr fallen auch immer wieder Kinder zum Opfer. Nicht selten sind sie gleichzeitig unfreiwillige Brandverursacher. Spiel- und Entdeckertrieb, ein falscher Umgang mit Kerze und Feuerzeug sind oftmals die Auslöser – mit fatalen Folgen. „Vor diesem Hintergrund ist die präventive Brandschutzerziehung eine wichtige Aufgabe“, erklärt Kreisbrandmeister Helmut Rüger. So entstand die Idee zu einem kindgerechten Mal- und Arbeitsbuch, das durch Unterstützung der  Feuerwehren zusammen mit Pädagogen ständig weiterentwickelt wird. Der Herausgeber vermittelt Vor- und Grundschulkindern spielerisch die Gefahren und Nutzen von Feuer.

Kindgerechte Inhalte, kindgerecht gezeichnet

Am 20.06.2017 war es soweit: Die Brandschutzerzieherinnen und Brandschutzerzieher im   Kreisfeuerwehrverband Uelzen konnten die Bücher in Empfang nehmen. Sie erzählen in kleinen Episoden Geschichten von Mario und seiner Schwester Olivia – jede versehen mit einem Mal-Motiv. Sie durchleben verschiedene Situationen und erfahren, wie sie sich im Notfall verhalten und Hilfe herbeirufen können. Sie lernen, Verantwortung zu übernehmen und achtsam mit Feuer umzugehen, um sich selbst und andere nicht zu gefährden. Die auszumalenden Bilder vertiefen richtiges Verhalten und machen es spielend erlernbar. Gleichzeitig können Pädagogen, Erzieher und Eltern die Abbildungen mit den Kindern besprechen und üben.

Mehr als 120 Sponsoren haben den Kreisfeuerwehrverband Uelzen dabei unterstützt, das Malbuch in einer Auflage von 1.480 Stück herauszugeben und wurden dafür auf einer „Dankeschön-Seite“ erwähnt. „Auf diese Weise möchten wir uns bei allen Unterstützern sehr herzlich bedanken“, so Helmut Rüger weiter. Die Feuerwehr verteilt die Malbücher kostenlos in Kindergärten und Grundschulen im Rahmen ihrer Brandschutzerziehung.

Dienstbesprechung der Kreisbrandschutzerzieher Niedersachsens

iBericht & Foto: A. Lehmann (Referent des Kreisfeuerwehrverbandes Uelzen e.V.)

Uelzen. Die meiste Arbeit der Kreisbrandschutzerzieher läuft im Hintergrund ab. Sei es die Terminkoordination mit Kindergärten, die Organisation von Fortbildungen oder die Beschaffung von Unterrichtsmaterialien, als Kreisbrandschutzerzieher hat man ein vielseitiges Aufgabenspektrum. Einmal im Jahr wird sich auf Landesebene zur Dienstversammlung getroffen. Diese Veranstaltung bietet die Möglichkeit zum Austausch der Kreisverantwortlichen untereinander. Darüber hinaus werden neue Erkenntnisse gebündelt weitergegeben, diskutiert und optimiert.

Die diesjährige Dienstversammlung der Kreisbrandschutzerzieher fand am vergangenen Samstag, den 19. November 2016, in Uelzen statt. Kreisbrandmeister Helmut Rüger begrüßte zusammen mit dem Ortsbrandmeister der Scherpunktfeuerwehr Uelzen Reiner Seidel die Gäste. Meike Beinert führte die Anwesenden als Verantwortliche vom Landesfeuerwehrverband Niedersachsen e.V. durch die Tagesordnung.

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Die Kreisbrandschutzerzieher Niederschachsens in Uelzen… (Foto KFV Uelzen e.V.)

Die Brandschutzerzieher berichteten zunächst von Aktivitäten des vergangenen Jahres. Mit Ihrer Arbeit leisteten die Brandschutzerzieher einen wesentlichen Beitrag für die Brandsicherheit in ganz Niedersachsen. Von der Kinderkrippe bis zur Berufsschule wurden die Heranwachsenden für den Brandschutz sensibilisiert.

Nicht nur der Brandschutzerziehung, sondern auch der Aufklärung hatten sich die Brandschutzerzieher angenommen. Neben Brandschutzaufklärung bei Senioren und Menschen mit Behinderung berichteten die Brandschutzerzieher vermehrt auch von aktiver Aufklärung in Flüchtlingsunterkünften. Eine wichtige Sache, wie die Anwesenden bestätigten. Sprachliche Barrieren wurden mit Händen und Füßen überwunden. Die Aufklärungsmaßnahmen stoßen auf reges Interesse.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde als ausgewähltes Beispiel für die vielfältige Arbeit der Brandschutzerzieher das Uelzener Pilotprojekt „Feuerwehr AG“ in einer Kooperativen Gesamtschule präsentiert. Das Projekt befindet sich derzeit im dritten Durchführungsjahr. Schüler von der fünften bis zur achten Klasse werden im Rahmen eines freiwilligen Nachmittagsprogramms nicht nur an den Brandschutz, sondern auch an das Thema Feuerwehr herangeführt.

Vielfalt ist unsere Stärke! Mit diesem Jahresmotto umwirbt derzeit der Landesfeuerwehrverband Niedersachsen e.V. die Vielschichtigkeit unserer Feuerwehren. Bei der vergangenen Dienstversammlung der Kreisbrandschutzerzieher konnte man einen Teil dieser Vielschichtigkeit erleben.

Gemeinsam in die Zukunft – Feuerwehren gründen ortsübergreifende Jugendfeuerwehr

Text: Arne Lehmann (OrtsW Barum), Bilder:Feuerwehr Bevensen-Ebstorf

Vinstedt. Nun ist es kein Geheimnis mehr. Die Ortswehren Barum, Hohenbünstorf, Golste in Natendorf, Vinstedt sowie Tätendorf-Eppensen gehen zukünftig bei der Jugendarbeit gemeinsame Wege. Sie haben die „Jugendfeuerwehr um den Eschenberg„ gegründet.

Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren haben in der neuen Jugendfeuerwehr die Möglichkeit, mehrere Ortswehren gleichzeitig kennen zu lernen. Die gemeinsame Ausbildung der Feuerwehrmänner und -frauen von morgen schafft überörtliche Kameradschaft. Nebenbei wird wertvolles Hintergrundwissen zur Ausstattung der jeweiligen Nachbarwehren vermittelt. Der gemeinsame Übungsdienst bietet Abwechslung. Übungsabende werden in den verschiedenen Feuerwehrhäusern wechselseitig angeboten.

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Foto Feuerwehr Bevensen-Ebstorf

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass sich die Jugendlichen gegenseitig ergänzen können. Denn auch bei der Jugendfeuerwehr hat die Löschgruppe als taktische Einheit Relevanz, weshalb man bei einem Übungsabend mindestens neun Jugendliche benötigt. Da sich in einem Ort aufgrund der vielseitigen Freizeitangebote nur selten diese Anzahl zusammenfindet, versprechen sich die Ortswehren durch die Bündelung ihrer Kompetenzen eine bessere Auslastung der Übungsabende. „Es ist für alle Beteiligten besser„, resümierte Jugendfeuerwehrwart Matthias Burmester bei der letzten Organisationssitzung. Eine höhere Teilnehmerzahl mache nicht nur den Erwachsenen, sondern vor allem den Jugendlichen mehr Spaß.

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Foto Feuerwehr Bevensen-Ebstorf

Seit Anfang des Jahres trafen sich die Wehrführungen in regelmäßigen Abständen, um das visionäre Vorhaben in die Tat umzusetzen. Nachdem die Vorstellungen der einzelnen Ortswehren auf einen Nenner gebracht waren, wurden die jeweiligen Gemeindejugendwarte der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf um Rat gefragt. Die gewünschten Regelungen wurden protokollarisch festgehalten und in einer Absichtserklärung das Vorhaben dann schließlich der Samtgemeinde übergeben. Nachdem die Verwaltung kürzlich die offizielle Genehmigung erteilt hat, kann es nun endlich mit der eigentlichen Jugendarbeit losgehen.

Derzeit findet der regelmäßige Übungsabend der Jugendfeuerwehr jeden zweiten Donnerstag im Monat statt. Im Sommer wird dann regelmäßiger geübt. Der nächste Dienst ist am 10. November 2016. Interessierte Jugendliche können sich gerne bei den jeweiligen Ortswehren melden.

Jugendfeuerwehr Ebstorf backt mit Bürgermeister Uwe Beecken

Text und Fotos: Philipp Schulze / Pressesprecher Feuerwehr Ebstorf

Ebstorf. Vor einigen Wochen war es auf einem Freitagnachmittag irgendwie alles ein bischen anders als sonst bei der Feuerwehr Ebstorf. Was war passiert? Dort, wo sonst eines der    Einsatzfahrzeuge    der    ehrenamtlichen    Brandschützer    seinen    Stellplatz    in    der    großen    Fahrzeughalle    hat    und    an    Versorgungsleitungen    angeschlossen    ist,    standen    nun    Tische,    Wagen    mit    Blechen,    und    es    duftete    nach    frischem    Teig.    Der    Boden    war    leicht    bedeckt    mit    Mehlstaub.

    Doch    der    Reihe    nach.    Anfang    des    Jahres    hatte    der    ehemaligen    Gilde-Hauptmann    Uwe    Beecken    und    jahrlange    Förderer    der    Feuerwehr    des    Klosterfleckens    angeboten,    zusammen    mit    den    Kids    der    Jugendfeuerwehr    zu    backen.    Unter    anderem,    um    sich    für    die    Jahrzehnte    lange    Zusammenarbeit    zwischen    der    Gilde    und    Feuerwehr    zu    bedanken.    Gesagt,    getan,    so    ist    Uwe    wohl    treffend    zu    beschreiben.    Als    Bäckermeister    versteht    er    sein    Handwerk,    und    im    September    war    es    dann    soweit.    Mit    seinem    Trecker    und    einem    mobilen    Feldbackofen    rollte    Uwe    auf    den    Hof    der    Feuerwehr.    Ohne    viel    Gerede    ging    es    dann    auch    schon    los.    Zusammen    mit    seiner    Helferin    Kerstin    Frenzel    wurde    der    vorgefertigte    Teig    in    Form    von    Broten,    Schnecken    und    Pizzen    gebracht.    Wie    ein    Schwarm    von    fleißigen    Helfern    flitzen    die    Kids    samt    Betreuern    durch    die    Halle.    „Hier    noch    schnell    etwas    mehr“,    rief    Uwe.    An    anderer    Stelle    wies    er    kurz    darauf    hin,    den    Teig    nicht    allzu    lange    in    den    Händen    zu    halten,    da    er    sonst    zu    klebrig    wird.

Die    15    Jugendlichen    und    ihre    Betreuer    hatten    sichtlich    Spaß    beim    Backen.    Einer    der    Jugendlichen    sagte    mit    einem    Lächeln    im    Gesicht:    „Das    sieht    ja    hier    aus    wie    in    einer    großen    Bäckerei.“

Nach    und    nach    kamen    dann    die    prall    gefüllten    Backbleche    in    den    rund    200°C    heißen    Ofen.    Dann    hieß    es,    gespannt    auf    die    „Ergebnisse“    zu    warten.    Zwanzig    Minuten    später    war    es    dann    soweit.    Uwe    blickte    auf    die    ersten    Bleche.    Ein    kritischer    Blick    und    er    konnte    sagen:    „Es    ist    vollbracht.“    Nun    wurden    die    Bleche    wieder    aus    dem    Ofen    geholt.    In    der    „Feuerwehr-Backstube“,    in    der    bis    vor    wenigen    Augenblicken    noch    hektisches    Treiben    herrschte,    kehrte    Ruhe    ein.    Alle    Beteiligten    standen    mit    Tellern    in    der    Hand    vor    den    Blechen,    wo    ihre    Pizzen    warteten.    Am    Ende    waren    sich    alle    einig,    dass    das    Backen    mit    Uwe    einfach    klasse    war    und    gern    wiederholt    werden    könnte.    Auch    Uwe    freute    sich    sehr    über    die    positive    Resonanz    und    betonte    zugleich,    wie    wichtig    die    Arbeit    der    Jugendfeuerwehr    mit    den    Nachwuchsbrandschützern    ist.    „Ich    selbst    habe    vor    knapp    zwanzig    Jahren    bei    einem    Brand    feststellen    müssen,    wie    schnell    man    auf    die    ehrenamtlichen    Einsatzkräfte    angewiesen    sein    kann.    Ohne    Wenn    und    Aber    lassen    sie    oft    ihre    Arbeit    liegen,    um    anderen    Bürgern    zu    helfen.“    Das    war    allein    im    Klosterflecken    im    Jahr    2015    rund    80    Mal    der    Fall.

Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf
Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf
Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf
Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf

Uwe    Beecken,    der    zugleich    auch    als    Bürgermeister    im    Amt    ist,    betonte    zudem,    dass    er    sich    von    mehr Hausbesitzern wünschen würde, dem Förderkreis der Feuerwehr Ebstorf beizutreten. Oder sich gar selbst aktiv für seine Nachbarn und Mitmenschen einzusetzen.

Jugendfeuerwehr Varendorf-Bornsen fährt Doppelsieg ein

Text und Foto: A. König

Kreisjugendfeuerwehrwettbewerb und Abnahme Brandfloh in Bad Bevensen

Bad Bevensen. Ein gewisser Geräuschpegel und Kinderlachen ist für den Sportplatz der KGS Bad Bevensen nicht ungewöhnlich. Wenn es sich aber um einen Sonntag handelt und sich zu diesen Geräuschen noch das Geklapper von Kupplungen von Feuerwehrschläuchen mischt, lässt das auf eine besondere Veranstaltung schließen. Schallende Lautsprecherdurchsagen vom Platz, Bratwurstgeruch, Kaffeeduft und die Spitze einer Hüpfburg, die über die Baumwipfel ragt, lassen letzte Zweifel weichen: Hier findet eine Großveranstaltung statt. So geschehen vergangenen Sonntag auf dem Gelände der KGS Bad Bevensen und dem dazugehörigen Sportplatz.

Die Jugendfeuerwehr Bad Bevensen war anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens  der diesjährige Ausrichter der Kreisjugendfeuerwehrwettbewerbe des Landkreises Uelzen. Insgesamt folgten 19 Jugendfeuerwehren mit 23 startenden Gruppen der Einladung. Hunderte von Kindern und Jugendlichen bevölkerten den Sportplatz und das umliegende Gelände. Begleitet von vielen Betreuern, Elternteilen, Gästen oder einfach nur Zuschauern, die von dieser Veranstaltung erfahren haben.

Der Kreiswettbewerb ist für die jungen Brandschützer in zwei Aufgabengebiete aufgeteilt. Im sogenannten A-Teil muss die startende Jugendfeuerwehr möglichst fehlerfrei einen dreiteiligen Löschangriff aufbauen und dabei zeigen, dass alle feuerwehrtechnischen Kenntnisse vorhanden sind: Herrichten einer Wasserentnahmestelle, verlegen von Schlauchleitungen und anlegen von Knoten und Stichen sind nur einige Dinge der umfangreichen Tätigkeiten. Bei dieser Übung müssen die Trupps noch verschiedene Hindernisse überwinden wie zum Beispiel einen Graben überspringen, über eine Leiterwand klettern, durch einen Kriechtunnel kriechen und eine Hürde überqueren. Insgesamt also sehr anspruchsvoll. Beim B-Teil muss überwiegend das sportliche Können unter Beweis gestellt werden. Hier gilt es, bei einem Staffellauf über 400m eine möglichst schnelle Zeit zu erreichen. Auf dem Rundkurs müssen die neun Läufer neben dem Staffellauf verschiedenste Aufgaben aus dem Feuerwehralltag bewältigen. So zum Beispiel möglichst ordentlich einen C-Schlauch aufrollen, ein Strahlrohr an eine Schlauchleitung kuppeln oder mit einem Leinenbeutel ein Ziel treffen.

Gegen 10 Uhr startete die erste Gruppe in den Wettbewerb. Bei bewölktem Himmel, aber überwiegend gutem Wetter, konnten sich die Zuschauer ein Bild vom Leistungsstand der Jugendlichen machen. Alle Gruppen erfüllten mit beeindruckender Disziplin und hohem Ehrgeiz die geforderten Aufgaben. Am Ende konnte sich die Jugendfeuerwehr Varendorf-Bornsen mit 1410 Punkten durchsetzen. Stolz wurde bei der Siegerehrung der Wanderpokal entgegengenommen. Auf Platz zwei folgte die Jugendfeuerwehr Schwemlitz-Bankewitz mit 1385 Punkten. Die Jugendfeuerwehr Reinstorf schaffte mit 1382 Punkten den Sprung aufs Treppchen und belegte den dritten Platz.

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Zusätzlich zu den Wettbewerben gab es noch ein buntes Rahmenprogramm. Die Jugendfeuerwehr Feuerwehr Bad Bevensen hat eine Hüpfburg organisiert und ein Spiel ohne Grenzen mit insgesamt vier Stationen angeboten. Das kam bei den Kindern und Jugendlichen sehr gut an. Verschnauft wurde abseits des Sportplatzes auf den vielen Sitzgelegenheiten zwischen zahlreichen Speise- und Getränkeständen. Trotz des durchwachsenen Wetters war der Eisstand förmlich umzingelt und ständig belagert. Das Spiel ohne Grenzen konnte die Jugendfeuerwehr Varendorf-Bornsen ebenfalls für sich entscheiden und durfte sich verdienterweise Doppelsieger nennen.

Kurz nach 17 Uhr fand die Siegerehrung statt. Viele Gäste wie der Landrat Dr. Heiko Blume, der Kreisbrandmeister Helmut Rüger, Stadtbürgermeister Martin Feller und viele weitere, ließen es sich nicht nehmen Grußworte und Glückwünsche auszusprechen. Der ausgesprochene Dank und die Bewunderung für die vorbildliche Jugendarbeit richtete sich vor allem an die vielen Jugendwarte und Betreuer. Ebenso wurden die hervorragende Organisation und der reibungslose Ablauf der Veranstaltung gelobt. Die Jugendwarte der Schwerpunktfeuerwehr Bad Bevensen Benjamin Thormählen, Patrick Franceson und Annika Rühmann nahmen die anerkennenden Worte gerne entgegen. Ortsbrandmeister Matthias Wedel stellte nochmal klar, wie wichtig die Nachwuchsförderung ist. Nicht von ungefähr wird in Bad Bevensen auf eine erfolgreiche 50-jährige Jugendfeuerwehrgeschichte zurückgeblickt. „Die Kinder- und Jugendarbeit ist uns eine Herzensangelegenheit“ betonte Wedel. Insgesamt waren die Verantwortlichen der Kreisjugendfeuerwehr Uelzen mit den Ergebnissen der Gruppen und dem Verlauf des Wettbewerbs sehr zufrieden.

Am Vormittag wurde auf dem KGS-Sportplatz, neben dem laufenden Wettbewerb der Jugendfeuerwehr, noch der „Brandfloh“ der Kinderfeuerwehr abgenommen. Bei diesem Kinderfeuerwehr-Abzeichen handelt es sich um einen Ausbildungsnachweis für Mitglieder der Kinderfeuerwehren in Niedersachsen. Die Kinder mussten hierfür verschiedenste Aufgaben erledigen. An einer Station musste eine Kerze durch Entzug von Sauerstoff, unter zur Hilfenahme von einem Glas gelöscht werden. Der physikalische Vorgang musste zudem erklärt werden. Weiterhin sollten die Kinder drei brennbare Materialien einem geeigneten Löschmittel zuordnen. An einer anderen Station ging es um Erste-Hilfe-Maßnahmen. Die Teilnehmer sollten zeigen, dass sie einfache und wirksame Sofortmaßnahmen kennen und anwenden können, zum Beispiel wie die Notrufnummer lautet oder wie man kleine Schnittwunden erstversorgt. An drei weiteren Stationen mussten noch viele interessante Aufgaben gelöst werden. Bei allen Stationen stand der Spaß und das Teamwork an erster Stelle.

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Das Kinderfeuerwehrabzeichen Brandfloh wurde im Landkreis Uelzen erstmalig abgenommen. Anika Wolff, Fachbereichsleiterin Kinderfeuerwehr, freute sich fast 50 Kinder aus insgesamt sechs Kinderfeuerwehren begrüßen zu dürfen. Alle Kinder bestanden die Abnahme und erhielten zum Abzeichen eine entsprechende Urkunde.

Unterstützt wurde die Feuerwehr Bad Bevensen bei der Abnahme des Brandflohs von der Feuerwehr Röbbel. Hierfür einen recht schönen Dank. Ebenso geht der Dank an die Feuerwehr Jelmstorf. Diese begleitete am Sonntag zeitgleich den Gemeindewandertag. Dieser endete auf dem Gelände der KGS endete. Viele Wanderer bekamen so mehr zufällig einen Einblick in die Jugendarbeit der Feuerwehr.

Villa Kunterbunt besucht Feuerwache

 Bericht: J.Schalwig Feuerwehr Hanstedt I

DRK-Kindergarten Hanstedt I besucht die Freiwillige Feuerwehr
Hanstedt I.

Mit großer Begeisterung machten sich 11 Kinder des DRK Kindergarten am Morgen des 08. Aprils im Rahmen ihrer Projektwoche „Feuerwehr“ auf den Weg zur Wache der Feuerwehr Hanstedt I. Jugendwart Christian Schuster sowie Maren Wille erwarteten die neugierigen Nachwuchsbrandschützer schon in voller Vorfreude. Bevor sie gemeinsam den Kindern die Gerätschaften sowie die Ausstattung einer Ortsfeuerwehr mit Grundausstattung zeigten, wurde ausgiebig im Schulungsraum der Feuerwehr gefrühstückt. Die Besichtigung und das „Probesitzen“ in den Fahrzeugen sowie die Ausrüstung eines Atemschutz-geräteträgers machten besonderen Eindruck. Spielerisch erlernten die Kinder wie wichtig es ist einen Notruf abzusetzen und sich vor Bränden zu schützen. Einen Simulierten Schuppenbrand mussten die Kinder mit Hilfe eines D-Rohres, der vergleichbar mit einem Gartenschlauch ist, löschen. Es hat allen sehr viel Spaß gemacht und eine Wiederholung der Besichtigung im kommenden Jahr ist schon in Planung.

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Spiel der Generationen

Text: Simon Steinwede (stellv. Jugendfeuerwehrwart)
Fotos: Jonas Schalwig

Am 30. April war es wieder einmal so weit. Alle zwei Jahre findet an
IMG_8117-1der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Uelzen ein „Spiel der Generationen“ statt. Worum es dabei geht? Die teilnehmenden
Gruppen setzen sich aus jeweils fünf Mitgliedern der Jugendfeuerwehr und vier Mitgliedern der Einsatzabteilung einer Wehr zusammen. Auch aus dem Klosterflecken Ebstorf startete eine Gruppe – unter Leitung von Hans-Günther Siewert.

Und das sogar recht erfolgreich. An den einzelnen Stationen war Teamwork gefordert und Spaß geboten. Denn: IMG_8162-8Schwammwurf, Saugkraft oder Balltransport waren nur einige der Leistungen, die von den Teilnehmern abgefordert wurden. Das Resultat: Die Ebstorfer belegten den 22. Von insgesamt 39 Plätzen und kamen erschöpft, aber glücklich um 18:30 Uhr am Standort in der Sprengelstraße wieder an.

Nachwuchsbrandschützer zeigen ihr Können

Abnahme    der    Jugendflamme    Stufe    1    in    Ebstorf   

Text und Fotos: Philipp Schulze / Gemeindepressewart, Bevensen-Ebstorf

Eine    Mischung    aus    Gelassenheit    und    Anspannung    war    in    den    29    Gesichtern    der    Jugendfeuerwehrleute    am    27.    Februar    im    Gerätehaus    Ebstorf    zu    sehen.    Doch    was    war    da    los?    Es    stand    die    Abnahme    der    „Jugendflamme,    der    Stufe    1“    auf    dem    Plan.    Eine    von    insgesamt    vier    Auszeichnungen,    die    die    ehrenamtlichen    Brandschützer    von    morgen    durch    Absolvieren    verschiedener    Aufgaben    verliehen    bekommen    können.        So    stellten    sich    die    Kids    aus    den    Jugendfeuerwehren    Ebstorf,    Hanstedt    I,    Himbergen    und    Wriedel-Schatensen    der    Herausforderung    und    den    kritischen    Blicken    der    „Prüfer“,    die    durch    ihre    gelassenen    und    ruhige    Art    den    Jugendlichen    die    teilweise    vorhandene    Anspannung    nahmen.        Als    Aufgaben    galt    es    unter    anderem    die    stabile    Seitenlage    durchzuführen,    das    Absetzen    eines    Notrufes    mit    den    sogenannten    fünf    W-Fragen    (Wo    ist    es    passiert,    Was    ist    Passiert    Wie    viele    Verletzte,    Welche    Verletzungen,    Warten    auf    Rückfragen),    fehlerfrei    drei    von    vier    Knoten    anzufertigen    und    das    Erklären    von    ausgewählten    Löscharmaturen.        Nach    knapp    vier    Stunden    löste    sich    dann    auch    beim    Letzten    die    Anspannung    und    Aufregung.    Allen    der    29    Jugendlichen    konnte    die    Jugendflamme    der    Stufe    1    nach    erfolgreichem    Absolvieren    der    Aufgaben    übergeben    werden.        Der    stellvertretende    Gemeindebrandmeister    und    Vater    eines    der    ausgezeichneten    Kinder,    Carsten    Mente,    verfolgte    die    Veranstaltung    mit    Begeisterung    und    erinnerte    sich    dabei    an    seine    eigene    Zeit    in    der    Jugendfeuerwehr    zurück:    „Die    Jugendfeuerwehr    ist    ein    Garant    für    unsere    Zukunft“,    so    Carsten.    Und    weiter:    „Wenn    motivierte    Jugendliche    ihr    Wissen    derart    erfolgreich    unter Beweis stellen und gleichzeitig schon einmal die Zusammenarbeit mit anderen Wehren proben, bin ich um nachfolgende Generationen von Einsatzkräften nicht Bange.”

24 Stunden Übung der Jugendfeuerwehr Ebstorf

Text und Fotos: Philipp Schulze / Pressesprecher Feuerwehr Ebstorf

„Einsatz für die Jugendfeuerwehr Ebstorf“ hieß es vor wenigen Tagen im Gerätehaus der Feuerwehr im Klosterflecken bei der diesjährigen 24 Stunden-Übung. Nach ersten Angaben soll ein Bauarbeiter in einem Kiesberg verschüttet worden sein, hieß es in der Alarmmeldung über Funk. Zusammen mit Helfern und den Jugendfeuerwehrwarten Nils und Simon machten sich die neun Nachwuchsbrandschützer mit den Einsatzfahrzeugen auf dem Weg zum Unglücksort.

Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf
Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf

Vor Ort erkundete die 14-jährige Yara als Gruppenführerin die Lage und befragte einen Zeugen, der vermutlich den Vorfall beobachtet hatte. Kurz danach machten sich die Kids mit ihren Händen und Schaufeln auf die Suche nach dem vermissten „Dummy“.

Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf
Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf

Nach rund 20 Minuten konnte dieser dann gerettet werden. Die acht Jungs und ihre Gruppenführerin waren sichtlich begeistert von der Einsatzübung und kehrten mit ausgelassener Stimmung zum Gerätehaus zurück.
Dort folgte dann am Nachmittag eine theoretische Ausbildung zum Thema “Verbrennungslehre” durch Rolf-Dieter Lüllau mit anschließender Vorführung einer Fettexplosion. Ein weiterer Ausbildungsteil war der Umgang mit den sogenannten Hebekissen.

Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf
Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf

Gegen 20:30 Uhr ertönt dann erneut das Funkgerät – „Ein unbekanntes Feuer in Altenebstorf“ war hier die Einsatzmeldung. So ging es wieder rauf auf die Fahrzeuge und los zum Brandherd. Auf einem Feld stand ein Holzstapel im Vollbrand. Die Kids bekämpften mit zwei Strahlrohren die Flammen, während im Hintergrund die Blaulichter der Einsatzfahrzeuge zuckten. Parallel zu den Löscharbeiten kontrollierte Yara die Brandstelle mit der Wärmebildkamera auf weitere Glutnester.
Im weiteren Verlauf der 24-stündigen Übung, wo unter anderem der Freizeitanteil auch nicht zur kurz gekommen ist, fanden noch gemeinsame Essen statt sowie Fußballspiele und DVD-Abend.
Zwei weitere Übungseinsätze wurden dann bis zum darauffolgenden Nachmittag abgearbeitet. Dort galt es, im Dunkeln eine vermisste Person im Wald zu suchen und eine Person mit Hilfe von Hebekissen unter einem Pkw zu befreien.
Zum Abschluss der knapp 24 Stunden waren sich die Kids auf jeden Fall einig, dass es sehr viel Spaß gemacht hat und sie einen guten Einblick von den Tätigkeiten der „großen Brandschützer“ bekommen zu haben.
Ein Dank gilt an dieser Stelle nochmals allen Helfern sowie der Firma Kiess-Schulz und dem Landwirt Oelkers für die Unterstützung sowie die Bereitstellung des Geländes, das die Feuerwehr für die Übungen nutzten durfte.

Leistungsspangenabnahme in Suderburg

Text & Fotos: Philipp Schulze / Pressesprecher OrtsW Ebstorf

Teamgeist – Mit diesem einen Wort lässt sich wohl sehr schnell erklären, worauf es in der Feuerwehr unter anderem ankommt. Und Teamgeist wird schon bei den Jugendfeuerwehren sehr groß geschrieben. Vor wenigen Tagen machten sich insgesamt 32 Jugendfeuerwehr-Gruppen mit jeweils neun Jugendfeuerwehrleuten aus sieben Landkreisen auf dem Weg nach Suderburg, um sich bei der dortigen Abnahme der Leistungsspange den kritischen Augen des Abnahmeteams zu stellen.

Doch Vorweg gesagt: Die Leistungsspange ist das höchste Leistungsabzeichen für ein Mitglied innerhalb der Deutschen Jugendfeuerwehr.

Foto © Philipp Schulze / phs-foto.de
Foto © Philipp Schulze / phs-foto.de

In gleich fünf Disziplinen aus dem Bereich der Feuerwehr sowie dem Sport mussten die ehrenamtlichen Brandschützer von morgen ihr Können gemeinsam unter Beweis stellen. Dazu zählten: das Kugelstoßen, der 1.500-Meter-Staffellauf, ein Test mit Fragen, eine Löschübung und die sogenannte Schnelligkeitsübung mit Feuerwehrschläuchen.

Bei strahlendem Sonnenschein absolvierten die einzelnen Gruppen auf dem Sportplatz in Suderburg ihre Aufgaben. Die Aufregung einiger Jugendlichen war ihnen dabei sprichwörtlich ins Gesicht geschrieben. Doch die Anspannung war nach erfolgreichem Abschließen der fünf Station durch lautes Jubeln und Klatschen weit über den Sportplatz zu hören.

Foto © Philipp Schulze / phs-foto.de
Foto © Philipp Schulze / phs-foto.de

Zum Ende eines langen Tages konnten 30 Jugendfeuerwehr-Gruppen die teilweise lang ersehnte Leistungsspange mit nach Hause nehmen. Dazu gehörten auch Gruppen aus der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf, der Samtgemeinde Rosche sowie der Stadt Uelzen. Die zahlreichen Übungsdienste und die gute Ausbildung in den einzelnen Jugendfeuerwehren hatten dabei ihren positiven Anteil.