Archiv der Kategorie: Kreisfeuerwehreinheiten

Hier werden alle Berichte der Bereitschaften, Gefahrgutzüge, Absturzsicherung etc. (Zugverbünde auf Kreisebene) zugeordnet.

Keine Übung wie jede andere: Gefahrgutzug Nord übt in Ebstorf

Text: Tom Reher / Pressesprecher Feuerwehr – Fotos: Philipp Schulze / Pressesprecher Feuerwehr

Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr des Klosterfleckens Ebstorf trafen sich heute Abend (24.04.2017) zu ihrem regulären Übungsdienst. Was niemand ahnte: Der stellvertretende Ortsbrandmeister René Ohland hatte eine spezielle Übung ausgearbeitet, bei der es um den Fund eines Gefahrguts – in diesem Fall einem unbekannten atomaren Stoff – ging. Ort des Szenarios: am Wittmersweg nahe des Wiesensees.

Nachdem die Ebstorfer Wehr um Einsatzleiter und Ortsbrandmeister Carsten Mente weiträumig abgesperrt und Erstmaßnahmen ergriffen hatte, kam auch der Gefahrgutzug Nord der Kreisfeuerwehr unter der Leitung des Zugführers Mirko Feldmann mit hinzu. Dieser besteht aus zusätzlichen Einheiten der Ortsfeuerwehren Bad Bevensen, Bienenbüttel, Wriedel-Schatensen und einer Kommunikationsgruppe und führt unter anderem spezielle Spür- und Messtechniken mit sich. Ziel dieser nicht alltäglichen Übung war, das Zusammenspiel zwischen der örtlichen Feuerwehr und eben dieses Zuges zu trainieren. Mehrmals im Jahr finden derartige Dienste statt, die darüber hinaus auch der Bevölkerung die Einsatzmöglichkeiten der Feuerwehren und den Ausbildungsstand der ehrenamtlichen Helfer nahebringen. So ließen sich auch in Ebstorf eine Reihe von interessierten Anwohnern gerne über Sinn und Zweck des heutigen Manövers informieren.

Und am Ende konnte seitens der Übungsleitung, des Einsatzleiters und vom Zugführer ein durchaus positives Fazit dieser gelungenen Übung verkündet werden.

 

Jahresrückblick des Gefahrgutzuges Nord

Text: FF-Presseteam SG Bevensen-Ebstorf,  Fotos: Feuerwehr

Nordkreis. Im neunten Jahr seit der Gründung des Gefahrgutzuges Nord blickt Zugführer Mirco Feldmann auf ein ausbildungsintensives Jahr zurück. Neben den Diensten am eigenen Standort haben die Gefahrgutgruppen der Feuerwehren Bad Bevensen, Bienenbüttel, Ebstorf und Wriedel-Schatensen, die den Gefahrgutzug Nord bilden, im laufenden Jahr zwölf gemeinsame Dienste absolviert.

Foto © Philipp Schulze / phs-foto.de
Foto © Philipp Schulze / phs-foto.de

Ein Schwerpunkt war die Einweisung in das Anlegen der einheitlich neu beschafften Chemikalienschutzanzüge (CSA). Im Rückblick hob Feldmann insbesondere die drei großen Übungen in Bienenbüttel, in Ebstorf im eng bebauten Wohngebiet und in Gr. Hesebeck mit jeweils ca. 40 Feuerwehrleuten und anderen Blaulichtorganisationen wie DRK und Polizei hervor. Eine besondere Herausforderung bei der Übung im Ebstorfer Wohngebiet stellte wegen des knappen Platzes die effektive Aufstellung  der Großfahrzeuge und die Bereitstellung der Einsatzmittel dar. Außerdem war eine intensive Öffentlichkeitsarbeit erforderlich, weil das Großaufgebot an Einsatzkräften bei den Anwohnern großes Interesse weckte. Um dem Informationsbedarf gerecht zu werden, richtete das Presseteam der Feuerwehr vor Ort eine Pressestelle ein. Zugführer Feldmann ist dazu übergegangen, die Kommunikationsgruppen und das Presseteam der Feuerwehren standardmäßig zu den Diensten und Übungen des Gefahrgutzuges Nord einzuladen, weil so gewährleistet ist, dass im Einsatzfall die Zusammenarbeit gut funktioniert. Überregional nahmen die Führungskräfte der drei Gefahrgutzüge im Landkreis an dem 5. Symposium ABC-Gefahren der Universität  Siegen teil.

Foto © Philipp Schulze / phs-foto.de
Foto © Philipp Schulze / phs-foto.de

Außerdem wurde für den Gefahrgutzug des Nachbarlandkreis Heidekreis eine groß angelegte Gefahrgutübung ausgerichtet. Einsätze: Die realen Einsätze im laufenden Jahr beschränkten sich auf kleinere Umwelteinsätze, wie Öl auf Gewässer, bei Erdarbeiten beschädigte Gasleitung oder auslaufendes Hydrauliköl bei einem umgestürzten  Kartoffelroder. Diese kleinen Einsätze wurden von den jeweiligen Gefahrgutgruppen vor Ort abgearbeitet. Eine Alarmierung des Gefahrgutzuges Nord war im laufenden Jahr nicht erforderlich. Ausblick: Für das kommende Jahr ist eine gemeinsame Großübung mit den drei Gefahrgutzügen im Landkreis Uelzen (Mitte/ Nord/ Süd) geplant.

Fachzug Logistik verpflegt zwei Kreisfeuerwehrbereitschaften

Text und Bilder: Jörg-Michael Eggers (Pressewart der Feuerwehren der SG Rosche)

Uelzen. Am 8. Oktober gab es für den Fachzug Logistik der Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd eine besondere Herausforderung: Es waren gleich zwei Kreisfeuerwehrbereitschaften zu verpflegen. Zum einen hatte die Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord eine Übung angekündigt, zum anderen war die Kreisfeuerwehrbereitschaft Umwelt des Heidekreises zu Gast, um ihre zweijährlich stattfindende Alarmübung durchzuführen.
Die Kameraden um Zugführer Markus Vogel trafen sich um 7:00 Uhr an der FTZ in Uelzen. Zuerst wurde Kaffee gekocht und Brötchen geschmiert. Für die Feuerwehrkameraden des Heidekreises war es eine Alarmübung, das bedeutet, niemand war darüber in Kenntnis gesetzt. Darum waren die Frauen und Männer froh über das gereichte Frühstück, als sie bei der FTZ in Uelzen ankamen.
Komplex wurde es dann zum Mittag.

Verpflegung der Kreisfeuerwehrbereitschaft Umwelt des Heidekreises
Verpflegung der Kreisfeuerwehrbereitschaft Umwelt des Heidekreises

Nach Abarbeitung der Lage im Uelzener Hafen und Ankunft bei der FTZ bekamen die Feuerwehrkameraden aus dem Heidekreis Currywurst und Kartoffelsalat aus der Feldküche.

Eintreffen der Kreisfeuerwehrbereitschaft Uelzen NORD
Eintreffen der Kreisfeuerwehrbereitschaft Uelzen NORD

Kaum war die Kreisfeuerwehrbereitschaft Umwelt des Heidekreises abgerückt, standen auch schon die Kameraden der Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord des LK Uelzen an der Essensausgabe. Auch sie durften sich erst einmal komplett satt essen, bevor es heimwärts ging. Insgesamt wurden an diesem Tag knapp 200 Personen verpflegt. Nachdem die zweite Kreisfeuerwehrbereitschft wieder abgerückt war, wurden die Geräte gereinigt und das Material wieder eingepackt. Am frühen Abend konnten dann auch die Kameraden des Fachzuges Logistik ins wohlverdiente Wochenende.

Kreisfeuerwehrbereitschaft Umwelt des Heidekreises übt in Uelzen

Text: Thomas Klamet (Pressesprecher Kreisfeuerwehr Heidekreis) und Christoph Paul (Pressesprecher Feuerwehr Uelzen), Bilder: Christoph Paul

Uelzen (tk/cpa) Am frühen Morgen gegen 06:40Uhr des 08.10.2016 wurden die Mitglieder der Kreisfeuerwehrbereitschaft Umwelt des Heidekreises alarmiert. Die Kreisfeuerwehrbereitschaft Umwelt setzt sich aus Mitgliedern der Feuerwehren aus dem ganzen Landkreis zusammen. Nach dem Sammeln am Bereitstellungsraum in Munster, ging es im geschlossenen Marschverband weiter nach Uelzen. Dort angekommen klärte der Kreisbrandmeister auf, dass es sich um die zweijährliche Alarmübung handelt. Nach einem gemeinsamen Frühstück erfolgte die Alarmierung zum eigentlichen Übungsobjekt, dort soll es zu einem unklaren Gefahrgutunfall gekommen sein.

kfb-u%cc%88bung-vse-1 Bei der ersten Erkundung durch den Fachzug Atemschutz/Strahlenschutz stellte der erste Angriffstrupp fest, dass mehrere Gebinde leck geschlagen waren, und sich 2 Personen durch die auslaufenden Chemikalien verletzt hatten. Diese wurden als Erstmaßnahme in die Dekontamination gebracht und im Anschluss rettungsdienstlich versorgt.

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Im Weiteren erfolgten die Identifizierung der verschiedenen Gefahrstoffgebinde und erste Maßnahmen zur Abdichtung. Parallel dazu wurden durch den Fachzug Messen/Spüren Messungen vorgenommen, ob eine Gefährdung für die Umgebung bestand. Im weiteren Verlauf wurden die auslaufenden Gebinde abgedichtet und umgepumpt.

Der Fachzug Dekontamination reinigte die eingesetzten Chemikalienschutzanzüge. Im Einsatz waren 75 Kräfte mit 20 Fahrzeugen.

Nach Übungsabschluss erfolgte ein gemeinsames Mittagessen, bei dem die beiden Kreisbrandmeister Helmut Rüger (LK Uelzen) und Hartmut Staschinski (LK Heidekreis) lobende Worte für die Arbeit der Ehrenamtlichen fanden. Einige kleine Verbesserungspotenziale wurden erkannt und in naher Zukunft aufgearbeitet. Die Kreisfeuerwehrbereitschaft Umwelt feiert in diesem Jahr ihr 10-jähriges Bestehen.

Ein besonderer Dank gilt der Firma Vereinigte Saatzuchten Ebstorf-Rosche eG für die Bereitstellung des Übungsgeländes und den Zugführern der 3 Gefahrgutzüge des Landkreises Uelzen für die Vorbereitung der Übung.

Großübung der Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord in Hösseringen

Am Samstag, den 08.10.2016, führten die Einsatzkräfte der Kreisfeuerwehrbereitschaft NORD des Landkreises Uelzen mit über 100 ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und -männern, verteilt auf über 25 Feuerwehrfahrzeuge, eine Einsatzübung im Museumsdorf Hösseringen durch. Der auf dem Museumsgelände liegende Brümmerhof bot aufgrund der historisch schützenswerten Gebäude, dem aktiven Museumsbetrieb mit Besuchern und der bedingten Löschwasserversorgung ein ideales Übungsobjekt.

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Übungsleiter Axel Kelle wies die Kreisbereitschaftsführer Dietmar Krause und Heinz Sander, die sich zuvor mit Ihren vier Zügen in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Uelzen gesammelt hatten, in die Lage ein. Er berichtete zunächst von einem Ausfall der zentralen Wasserversorgung im Museumsdorf aufgrund eines technischen Defekts bei der Druckerhöhungspumpe. Darüber hinaus gebe es eine unbekannte Anzahl von Besuchern, die sich noch in dem in Vollbrand befindlichen Brümmerhof befänden. Menschenleben waren also in Gefahr; es war besondere Eile geboten.

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Der dritte Zug der Kreisbereitschaft wurde direkt am Brandobjekt eingesetzt. Ein 5.000 Liter fassender Pufferspeicher diente als Löschwasserversorgung. Unter Atemschutz wurde die Menschrettung vorgenommen. Die Tanklöschfahrzeuge des ersten Zuges der Kreisbereitschaft versorgten den Pufferspeicher mit dem nötigen Löschwasser im Pendelverkehr. Parallel kümmerte sich der zweite Zug um eine feste Wasserversorgung. Hierzu wurde die naheliegende Hardau angestaut und eine Wasserleitung über eine Strecke von ca. 1.500 Meter zum Brümmerhof verlegt. Das sich mittlerweile fiktiv ausgebreitete Feuer konnte somit erfolgreich bekämpft werden.

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Als sich die Lage aufgrund eines in der Nähe fiktiv ausgebrochenen Waldbrandes noch einmal änderte, konnten die Führungskräfte erneut Ihr Können unter Beweis stellen. Kurzerhand erhielten die Tanklöschfahrzeuge neue Einsatzbefehle. Auch dieses Szenario konnte schnell abgearbeitet werden, sodass der Übungsvormittag um kurz vor 12:00 Uhr nach insgesamt fünf Stunden ehrenamtlicher Einsatzbereitschaft beendet werden konnte.

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Auch der Versorgungszug der Kreisbereitschaft konnte an diesem Vormittag üben. Die Kreisbereitschaft Nord wurde in der Feuerwehrtechnischen Zentrale nach den Vormittagsstrapazen noch bestens mit Currywurst und Kartoffelsalat versorgt. In der anschließenden Übungsbesprechung bedankten sich Kreisbereitschaftsführer Dietmar Krause und der stellvertretende Kreisbrandmeister Hans-Jürgen Cordes noch einmal ausdrücklich für das Engagement der Ehrenamtlichen und betonten die fachliche Leistungsfähigkeit der einzelnen Ehrenamtlichen.

Große Einsatzübung mit Gefahrstoffen im Wohngebiet

Text Tom Reher (Pressesprecher der Feuerwehr des Klosterfleckens Ebstorf)

Feuerwehren und DRK probten den realistischen Notfall – unter gespannten Blicken der Bevölkerung   

Ebstorf/Landkreis (fpr). Blaulichter zuckten, Feuerwehrleute in Vollschutzanzügen retten und bergen in einem abgesperrten Bereich, Rotkreuzhelfer versorgen Verletzte, Anwohner stehen vor ihren Häusern und staunen. Gestern Abend (8. August) ging im Bereich Koppelring/Haferkamp des Klosterfleckens Ebstorf nichts mehr. 15 Einsatzfahrzeuge von Feuerwehren und dem DRK standen aufgereiht in den Straßen, und für die Bewohner der Einfamilienhäuser war der Feierabend mehr als aufregend. Grund dafür: In einem Wohnhaus auf dem Eckgrundstück schien eine wahre Katastrophe ausgebrochen zu sein. Und dennoch war das realistische Spektakel zum Glück „nur“ eine Einsatzübung.

Schon um 19:00 Uhr hatten sich die Kräfte der Ortsfeuerwehr Ebstorf, des Gefahrgutzuges Nord der Kreisfeuerwehr und der DRK-Bereitschaft Uelzen am Feuerwehrhaus in der Sprengelstraße versammelt. Nach einer knappen Einweisung wurden die Einheiten abgefordert und fuhren im Verband die Bahnhofstraße hinunter bis zum Koppelring. Jedes Quartal organisiert der Gefahrgutzug eine Zugübung. Diese finden meist reihum zusammen mit den örtlichen Feuerwehren, die Mannschaften für diesen Fachzug stellen, in deren Kommunen statt. So kommt man herum im Nordkreis und lernt die Gegebenheiten vor Ort kennen. Außerdem wird die enge Zusammenarbeit mit den jeweiligen Feuerwehren intensiviert.

Foto © Philipp Schulze / phs-foto.de
Foto © Philipp Schulze / phs-foto.de

Während sonst derartige Übungen, bei denen es stets um größere Schadenslagen mit Gefahrstoffen geht, eher in landwirtschaftlichen Betrieben oder Industriegebieten am Rande der Ortschaften erfolgen, hatte der stellvertretende Zugführer des Gefahrgutzuges, Timo Schärling aus Ebstorf, als Übungsleiter das Szenario bewusst nicht außerhalb des Klosterfleckens, sondern mitten in das Wohngebiet am Koppelring verlagert. Hier wurden bereits im Vorwege die Anwohner mit Handzetteln und persönlichen Ansprachen auf die Einsatzübung hingewiesen und für die Bevölkerung per Facebook „Entwarnung“ gegeben. So konnten die Menschen beruhigt das Geschehen vor ihrer Haustür oder von den Balkonen aus verfolgen.

Nach und nach rückten die vielen Einsatzfahrzeuge an. Die beteiligten Einheiten präsentierten wahrlich ein Bild von fachlicher Kompetenz und moderner Ausstattung. Beispielhaft wurden die Zuschauer über den Ablauf und das Vorgehen der Helfer informiert. Damit hatte die Übung sogar den Nebeneffekt, dass die mehr als 40 Feuerwehrleute und fünf DRK-Helfer durch diese Art von Öffentlichkeitsarbeit Werbung für ihre Organisationen machten. Durch die Beteiligung der DRK-Bereitschaft Uelzen, die wie im Realfall mit zwei Rettungs- und einem Einsatzleitwagen in die Übung eingebunden war, wurde somit auch die Kooperation zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst um ein weiteres Mal erfolgreich erprobt. Denn: Bei der Rettung von zwei Verletztendarstellern – so das Resümee – erfolgte die Teamarbeit von Feuerwehrleuten und Rettungssanitätern Hand in Hand.

Bevor jedoch die „Verletzten“ von dem ersten Rettungstrupp aus dem abgesperrten Gefahrenbereich im Umkreis von 50 Metern rund um das Gebäude zur weiteren Betreuung übergeben werden konnten, mussten diese zunächst dekontaminiert werden. Eine Person war nämlich laut Vorgabe des Übungsleiters bei der Entsorgung von Kanistern und Fässern aus der Garage verunglückt und war mit den gefährlichen Stoffen in Berührung gekommen. Zunächst unbekannte Flüssigkeiten liefen aus. Sie mussten entziffert und recherchiert werden, was durchaus einige Zeit in Anspruch nahm. Die zweite Person stellte eine Einsatzkraft der Feuerwehr dar, die im Rahmen der Erkundung unter einem speziellen Chemie-Vollschutzanzug plötzlich Probleme bekam und ausfiel.

Foto © Philipp Schulze / phs-foto.de
Foto © Philipp Schulze / phs-foto.de

Während anfangs die Freiwillige Feuerwehr Ebstorf erste Maßnahmen ergriff und der stellvertretende Ortsbrandmeister Björn Kernen die Gesamteinsatzleitung übernahm, rückten nach und nach die Fahrzeuge des Gefahrgutzuges mit ihren Spezialausrüstungen für größere Schadenslagen an, um die Ebstorfer Kräfte zu unterstützen. Der Gefahrgutzug Nord des Kreisfeuerwehrverbandes setzt sich aus Einheiten der Feuerwehren Bad Bevensen, Bienenbüttel, Wriedel-Schatensen und auch Ebstorf zusammen. Darüber hinaus kamen bei dieser Übung auch noch zwei Fahrzeuge des Landkreises, unter anderem ein Wechsellader mit Container zum Zug. Die Führung des Gefahrgutzuges übernahm an diesem Abend vertretungsweise Michael von Geyso.

Aufgrund der Urlaubszeit war die Zahl der Einsatzkräfte insgesamt leicht reduziert, sodass zum Beispiel Atemschutzgeräteträger bis an ihre Grenzen gingen. Eine Vielzahl von Spezialgeräten zur Erkundung, Bergung und zum Schutz der Umwelt sowie der Brandbekämpfung wurden den Fahrzeugen entnommen. Daher wurde, weil das Übungsziel erreicht war, die Einsatzübung nach gut zwei Stunden vom Übungsleiter mittendrin gestoppt und beendet. Denn schließlich mussten die Ausrüstungen auch wieder auf den Fahrzeugen verstaut und die Einsatzbereitschaft hergestellt werden. Darüber hinaus sollte das abgesperrte Übungsgebiet nicht allzu spät wieder für die Anlieger frei gegeben werden.

Einsatzübung Ebstorf 048Bei einer anschließenden Besprechung erhielten alle eingesetzten Kräfte ein Resümee über ihre geleistete Arbeit. Der Übungsleiter zeigte sich erfreut von der Motivation und dem fachlichen Know-how aller beteiligten Einsatzkräfte. Dies bestätigte auch der DRKBereitschaftsleiter Sascha Heinze aus Uelzen. Doch trotz hohem Ausbildungsstand ist eine derartige Übung sinnvoll, um gelerntes Wissen anzuwenden und durch wiederholtes Training zu festigen. Und so habe der Gefahrguteinsatz im Ebstorfer Wohngebiet auch Möglichkeiten aufgezeigt, einzelne Schwachpunkte zu optimieren und wo es Grenzen der Hilfeleistung durch ehrenamtliche Kräfte gibt.

Zum Beispiel stellt die bewusste Entscheidung, die Großschadenslage in einem Wohngebiet zu simulieren, Schwierigkeiten bei der Ordnung des Raumes – insbesondere die sinnvolle Aufstellung der vielen Einsatzfahrzeuge auf einem beengten Platz – dar. Die Anwohner im Bereich Koppelring/Haferkamp und angrenzenden Straßen konnten sich jedenfalls nach einem spannenden Abend noch sicherer fühlen und waren um ein vielfältiges Hintergrundwissen über die Bekämpfung von Gefahrgutunfällen durch Feuerwehren und den DRK-Rettungsdienst reicher.

Ebstorf, den 09.08.2016

Barumer Ortswehr übernimmt neues LF 10

Bericht: S. Düsel; Bild: M. Meyer – Pressteam OrtsW Barum

Am vergangenen Samstag fand in Barum die offizielle Fahrzeugübergabe des  neuen LF 10, welches nicht nur der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf, sondern auch der Kreisbereitschaft zur Verfügung steht, statt.

Mit Blaulicht und Martinshorn fuhr der 300PS-starke Iveco Magirus mit laufendem Dachwerfer am Barumer Feuerwehrhaus vor. Neben den aktiven Mitgliedern waren zu diesem Ereignis auch die Kameraden der Altersabteilung nahezu vollständig angetreten.

Ortsbrandmeister Hans-Jürgen Lehmann begrüßte neben seinen Kameradinnen und Kameraden insbesondere Samtgemeindebürgermeister Hans-Jürgen Kammer, Gemeindebrandmeister Wilhelm Ripke, Vertreter des Feuerwehrschutzausschusses, den Bürgermeister der Gemeinde Barum Hermann Kalinowski und Pastorin Susanne Hallwaß als Gäste. Außerdem waren aber auch Vertreter der Kreisfeuerwehr, der Nachbarwehren und der befreundeten Wehr aus Barum (LK Lüneburg) sowie viele Barumer Bürger der Einladung gefolgt und nahmen an diesem für die Barumer Wehr historischen Tag teil…

Das erste Grußwort hielt der Samtgemeindebürgermeister und unterstrich hierin die aus seiner Sicht wichtige Neubeschaffung des LF 10. Er freute sich ganz besonders, dass er dem scheidenden Ortbrandmeister Hans-Jürgen Lehmann dieses Fahrzeug noch in seiner Amtszeit übergeben kann. Im Anschluss an seine Rede überreichte Hans-Jürgen Kammer obligatorisch den Schlüssel an der GemBM Wilhelm Ripke.

2016-01-16 Übergabe LF10 Presse (02)

Dieser stellte ebenso wie sein Vorredner, die Bedeutung des neuen Fahrzeuges für den Brandschutz in der Samtgemeinde in den Vordergrund. Im Anschluss an sein kurzes Grußwort übergab er den Schlüssel offiziell an den Barumer Ortsbrandmeister.

Weitere Informationen auf der Website der Ortswehr Barum (Homepage).

Neues Einsatzfahrzeug für die Ortswehr Barum

Barum. In der vergangenen Woche war es soweit. Die Barumer Ortswehr holte Ihr neues Einsatzfahrzeug von den Magirus-Werken in Ulm ab. Über ein Jahr lang hatte eine extra für die Neuanschaffung gegründete Arbeitsgruppe den Fahrzeugbau des Löschfahrzeuges (LF 10) begleitet. „Die investierte Zeit hat sich gelohnt“, resümiert der Ortsbrandmeister Hans-Jürgen Lehmann: „Das Auto vervielfältigt unsere einsatztaktischen Möglichkeiten enorm! Im Einsatzfall können wir jetzt viel schneller vorgehen“.

Dass die Auslieferung noch 2015 erfolgte, freut die Brandschützer. Seit der Rohbaubesprechung im November war man nur bedingt einsatzbereit, da sich die wichtigsten Gerätschaften zur Montage in den Magirus-Werken in Ulm befanden.

Trotz Weihnachtszeit beginnt für die ehrenamtlichen Brandschützer jetzt eine zeitintensive Sonderausbildung. „Wir müssen unsere Vorgehensweise im Brandfall grundlegend ändern“, erläutert der Ortsbrandmeister. Für die Ehrenamtlichen seien es anstrengende Weihnachtstage, doch der Umgang mit dem Gerät müsse funktionieren. Der Einsatzfall kann jederzeit eintreten. In der vergangenen Woche wurde bis auf den vierten Advent jeden Tag geschult. „Unsere Kameraden stellen sich der neuen Verantwortung“, lobt der stellvertretende Ortsbrandmeister Henning Meyer seine Einsatzabteilung. Gewissenhaft wird sich die Anordnung im neuen Fahrzeug eingeprägt, die Materialentnahme geprobt und neue Vorgehensweisen besprochen.

2015-12-19 Sonderausbildung LF 10 (klein2)
Fotos : Stefan Düsel (OrtsW Barum)

Neu für die Barumer ist insbesondere der Löschwassertank. Mit 2.400 l Wasser kann man an der Einsatzstelle unverzüglich die Brandbekämpfung einleiten. Mit einem Wasserwerfer, der auch vom Dach des Fahrzeuges montiert werden kann, lässt sich nunmehr eine deutlich höhere Löschwirkung erzielen. In der Mannschaftkabine befinden sich vier Atemschutzgeräte, die bereits während der Anfahrt angelegt werden können. Für dunkle Einsatztage hält das Fahrzeug einen Lichtmast bereit. Die Einsatzstelle ist dadurch mit Ankunft des Fahrzeuges unverzüglich ausgeleuchtet.

Die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf hat mit der Investition nicht nur in einen zeitgemäßen Brandschutz, sondern auch in das Ehrenamt allgemein investiert. Die Arbeit der Feuerwehrleute ist sicherer geworden. Selbstverständlichkeiten wie Airbags und Anschnallgurte waren bei dem über 30 Jahre alten Vorgängerfahrzeug nur bedingt vorhanden. Auch ABS, Servolenkung und Fahrzeugrefelktoren gab es nicht. „Mit den LF 10 würdigt die Samtgemeinde auch unsere Leistung als Ehrenämtler“, bekräftigt der Ortsbrandmeister die Neuanschaffung. Eine feierliche Fahrzeugübergabe wird im Januar 2016 statt finden.

Acht Jahre Gefahrgutzug Nord

Foto, privat – Bericht C. König (PW FFw Bevensen-Ebstorf)

8. Jahresabschluss des Gefahrgutzuges Nord. Als besonderes Schmankerl zum Jahresabschluss des Gefahrgutzuges Nord konnte Zugführer Mirco Feldmann den Wachabteilungsführer Dirk Koke von der Technik- und Umweltschutzwache Hamburg für einen Vortrag über die Spür- und Messgeräte, die bei der Analytischen Taskforce ( ATF) zum Einsatz kommen, gewinnen. Die Experten der Hamburger Berufsfeuerwehr können mit ihrer speziellen Messtechnik und dem nötigen Know-how tausende chemische Stoffe sowie nukleare und radiologische Gefahren identifizieren, selbst über Entfernungen von mehreren Kilometern hinweg. Im Anschluss an den Vortrag sprach Koke den Freiwilligen Feuerwehrleuten eine Einladung zum Besuch der Hamburger Wache aus. Im Jahresrückblick ließ Zugführer Feldmann die acht Dienste des Gefahrgutzuges Nord Revue passieren, in dessen Rahmen Übungen mit kleinen bis mittelgroßen Gefahrgutunfällen zu bewältigen waren. Dabei setzten die Einsatzkräfte unter anderem die Spezialgeräte und Messmittel der Feuerwehrtechnischen Zentrale Uelzen ein. Im großen Rahmen trafen sich die drei Gefahrgutzüge des Landkreises mit 80 Einsatzkräfte in Uelzen am Kanal, um dort das Eindämmen und Auffangen großer Mengen Öl auf dem Gewässer, z. B. durch Havarie eines Tankschiffes, zu üben. Zudem leisteten die Feuerwehren Bad Bevensen, Bienenbüttel, Ebstorf und Wriedel-Schatensen, aus deren Gefahrgutgruppen sich der Gefahrgutzug Nord zusammensetzt, an ihren Standorten noch ergänzende Ausbildung zum Thema Gefahrgut. In drei Realeinsätzen konnten Mitglieder des Gefahrgutzuges Nord kleinere Umwelteinsätze – auslaufendes Öl und kontaminiertes Löschwasser – abarbeiten, ohne den gesamten Gefahrgutzug zu alarmieren. Im Ausblick auf 2016 erwähnte Feldmann als wesentlichen Posten die Ersatzbeschaffung einheitlicher Chemikalienschutzanzüge (CSA) und den damit verbundenen Ausbildungsbedarf in den einzelnen Gefahrgutgruppen. Bisher gab es in den Gruppen Mehrweganzüge unterschiedlichster Art, die inzwischen durch Ablauf des Haltbarkeitsdatums nicht mehr eingesetzt werden dürfen. Die zentrale Beschaffung von Einweganzügen bringt hohes Einsparpotenzial mit sich, bei teilweise noch höherer Schutzwirkung, wie Feldmann zu berichten wusste. Zum Abschluss des Dienstabends dankte Feldmann den Mitgliedern des Gefahrgutzuges für das kontinuierliche Engagement in den vergangenen acht Jahren, zusätzlich zum „normalen“ Feuerwehrdienst. Die Feuerwehrführung, bestehend aus Kreisbrandmeister, Abschnittsleiter und den Gemeindebrandmeistern, die als Gäste teilnahmen, würdigten in ihren Grußworten ebenfalls die große Einsatzbereitschaft.

Feldmann und Koke
von links: Oberbrandmeister Mirco Feldmann und Brandamtmann Dirk Koke

Funk- und Fahrübung des 2. Fachzugs Nord

Bild und Text: S. Düsel (Fw Barum)

IMG_0257 (FILEminimizer)Am gestrigen Samstag traf sich die Kreisfeuerwehreinheit erneut um die jährliche Funk- und Fahrübung durchzuführen. Verschiedene Koordinaten, wie Löchwasserteiche, Feuerwehrhäuser, und andere markante Punkte wurden angefahren. Jede Ortswehr fuhr in einem für sie unbekannten Einsatzgebiet. Es wurden teilweise Fragen zu bestimmten Koordinaten gestellt, die beantwortet werden mussten.

Am Ende der Übung stand eine kleine Manöverkritik. Der Dienst war nach rund 3 Std. beendet

Der nächste Dienst für den 2. Fachzug Nord findet am 10.09.2015 statt