Archiv der Kategorie: Einsätze & Übungen

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Sturmtief Xavier entwurzelt Bäume und lässt Äste brechen

Text: Matthias Wedel, OBM FF Bad Bevensen   Bilder: Feuerwehr

Gefahr durch herabstürzende lose Bäume und Äste. Die Zufahrt nach Medingen über die Medinger Allee und Waldstraße ist bis auf Weiteres gesperrt. 18 Gefahrenstellen durch lose Äste und umgestürzte Bäume galt es für die Freiwillige Feuerwehr Bad Bevensen zu beseitigen. Bis in den Landkreis Lüneburg wurde die Hilfe der Drehleiter angefordert. So galt es in Melbeck einen Baum abzutragen, welcher auf ein Haus zu stürzen drohte. In Jelmstorf zerstörte ein Baum den Dachstuhl eines Wohnhauses. Um mit einer Plane ein provisorisches Notdach zu installieren, kürzte die Freiwillige Feuerwehr Jelmstorf mit Motorkettensägen den Baum. Mit Unterstützung eines Absturzsicheres aus Bad Bevensen wurden die letzten Meter Stamm entfernt und die Plane über den defekten Dachstuhl gezogen. Im Birkenweg und in der Haydenstraße in Bad Bevensen begruben umgestürzte Bäume parkende Autos unter sich. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Die Bäume wurden durch die Einsatzkräfte mit Motorkettensägen entfernt. In der Medinger Straße stürzte ein entwurzelter Baum auf den Gehweg und Straße. Auch hier beseitigten die Brandschützer aus Bad Bevensen die Gefahrenstelle. Über acht Stunden zogen sich die Aufräumarbeiten für die 20 freiwilligen Feuerwehrfrauen- und Männer aus Bad Bevensen hin. Gesperrt bleiben vorerst die Zufahrtstraßen nach Medingen. Die Waldstraße ist durch umgestürzte große Eichen blockiert. Aus dem Waldstück drohen weitere Bäume auf die Medinger Allee und Waldstraße zu fallen.

Einsatzübung: Calenberger Land in Flammen

Text und Fotos: Henk Bison,
Team Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadtfeuerwehr Barsinghausen

Kreisfeuerwehrbereitschaft Uelzen Süd auf dem Weg ins Calenberger Land.
Kreisfeuerwehrbereitschaft Uelzen Süd auf dem Weg ins Calenberger Land.

Am 15. September startete die Kreisfeuerwehrbereitschaft Uelzen Süd zu ihrer 24-Stunden-Übung ins Calenberger Land.

 

Folgende Ausgangslage wurde angenommen:
Seit mehreren Wochen herrscht im Calenberger Land rund um die Stadt Barsinghausen Trockenheit. Regen ist seit 2,5 Monaten ausgeblieben. Die Temperaturen bewegen sich kontinuierlich tagsüber um 30 Grad Celsius. Im gesamten Stadtgebiet kommt es immer wieder zu Flächen- und Waldbränden, bei denen auch Gebäude beschädigt werden. Die örtlichen Einsatzkräfte arbeiten größere Einsatze im Schichtsystem ab. Unterstützung aus anderen Kommunen ist nicht mehr möglich. Zur Verstärkung sind seit dem 12. September mehrere Feuerwehrbereitschaften aus Niedersachsen im Brandabschnitt 2 tätig. Am Freitagmittag, 15. September fordert die Einsatzleitung aus Barsinghausen mind. 2 weitere Feuerwehrbereitschaften an. Zur Unterstützung kommen die FB1 Region Hannover und die KFB Uelzen Süd nach Barsinghausen. Die KFB Uelzen Süd wird gegen Abend eintreffen. Die RFB1 erst gegen Samstagmorgen, da noch Erholungszeit aus vorangegangenen Einsätzen nötig ist. Die KFB Uelzen Süd steht am Freitag, 15. September ab 21:30 Uhr einsatzbereit im Bereitstellungsraum Schulzentrum Spalterhals zur Verfügung.

Essensausgabe in der Sporthalle am Schulzentrum Spalterhals
Essensausgabe in der Sporthalle am Schulzentrum Spalterhals

Der Fachzug Logistik hatte bereits am frühen Abend am Schulzentrum erreicht und die Verpflegung für die ca. 135 Feuerwehrleute vorbereitet.

Gegen 21:45 werden der Einsatzleitung Barsinghausen kurz nacheinander 3 weitere Einsätze per Fax aus der Regionsleitstelle gemeldet.

Bergung einer verletzten Person
Bergung einer verletzten Person

1. Landringhausen, Maschinenhalle Feldmark. Hier ist es nach Wartungsarbeiten in der Halle zu einem Feuer gekommen. 2 Arbeiter werden vermisst. Eingesetzt ist hier der 2. Zug (Wasserförderung) der Bereitschaft Uelzen Süd. 2 Trupps unter Atemschutz sind mit der Suche nach den beiden Arbeitern beauftragt. Die Wasserversorgung wird durch einen Löschwasserbrunnen auf dem Gelände und von einem Unterflurhydranten in ca. 600m Entfernung aufgebaut.
2. Kirchdorf, Angerstraße:
Feuer in einem Einfamilienhaus und ein durch Funkenflug entstandener Flächenbrand auf einem benachbarten Feld, mit Gefährdung eines abgestellten Gefahrgut LKW. Nachdem die FF Kirchdorf am Einsatzort angekommen ist, ergibt sich folgende Lage: der Dachstuhl des Hauses hat durchgezündet, 2 Personen werden vermisst, Zusammenbruch des Trinkwassernetzes. Durch die Einsatzleitung wird der erste Zug (Wassertransport) zur Unterstützung entsandt.

Einsatzkräfte unter Atemschutz
Einsatzkräfte unter Atemschutz

Mehrere Trupps unter Atemschutz unterstützen die Kirchdorfer Feuerwehr bei der Menschenrettung im Gebäude. Die Tanklöschfahrzeuge liefern das Löschwasser für die Brandbekämpfung am Haus und für den Flächenbrand. Eine Wasserentnahmestelle wird in Barsinghausen in der Röntgenstraße eingerichtet. Von hier bringen die Tanklöschfahrzeug im Pendelverkehr das Wasser zur Einsatzstelle.
3. Bantorf, Laverastraße:

Menschenrettung
Menschenrettung

nach einem Betriebsunfall ist es zu einem Brand gekommen. Die Feuerwehr Bantorf ist bereits im Einsatz. Da auch hier die Löschwasserversorgung zusammengebrochen ist, kommt es zu einer Explosion mit rasanter Brandausbreitung. 3 Angestellte und der Angriffstrupp der Feuerwehr werden vermisst. Der 3. Zug der Bereitschaft wurde hier zur Menschenrettung und zum Aufbau einer Wasserversorgung von einem Löschwasserteich in ca. 500m Entfernung eingesetzt.
Nachdem die Übungen abgearbeitet waren, fuhren die Züge wieder den Bereitstellungsraum am Schulzentrum an. Hier wurden die Feuerwehrleute dann verpflegt. Zwei Turnhallen waren für die Übernachtung bereitgestellt.
Am Morgen des 16.09.2017 erhält die Einsatzleitung Barsinghausen über die Regionsleitstelle die Nachricht, dass es im Gewerbegebiet Schacht IV zu einer starken Rauchentwicklung kommt. Passanten bestätigen dieses kurze Zeit danach und berichten von mehreren blutenden Personen, die sie gesehen hätten. Bereits 2 Tage zuvor war es in diesem Gebiet zu einem größeren Flächenbrand gekommen. Ein Kradmelder berichtet kurze Zeit später, dass der Brand deutlich ausgedehnter ist, als vor 2 Tagen. Von der Einsatzleitung wird ein Löschwasserbedarf von 2000l/ Minute am Werkstor, bzw. 800l/Min auf dem Hochplateau abgeschätzt.

Löchwaserbehälter
Löschwasserbehälter

Im Anfahrtsbereich befindet sich vom letzten Einsatz noch ein Löschwasserbehälter (5000 Liter), der noch teilweise gefüllt ist. An der Einsatzstelle muss von mehreren vermissten und verletzten Personen ausgegangen werden. Auf Grund der Größe Einsatzstelle wird die KFB Uelzen Süd um 09:00 Uhr in den Bereitstellungsraum Parkplatz Fa. Bergmann alarmiert. Bereitschaftsführer Gerrit Möhring begab sich dann zum Meldekopf im Feuerwehrhaus Großgoltern. Nach Einweisung in die Lage, durch den stellvertretenden Brandabschnittsleiter Sascha Krause, fuhr er zur Erkundung in das Einsatzgebiet. Folgende Lage stellte sich dar: Rauchentwicklung auf dem Haldenkegel, die Zufahrt ist durch umgestürzte Bäume und Baufahrzeuge blockiert,

PKW-Unfall
PKW-Unfall

ein verunfallter PKW liegt kurz vor der Einsatzstelle auf dem Dach, mehrere Personen sind darin eingeklemmt, die Wasserversorgung ist komplett zusammengebrochen. Als erste Maßnahme wurde die Rettung der eingeklemmten Personen aus dem PKW veranlasst. Dieses gestaltete sich schwierig, da das Fahrzeug auf dem Dach auf einer Leitplanke lag. Der Einsatzleitwagen der Kreisfeuerwehr wurde am Anfang der Schacht IV Straße aufgestellt und von dort der Einsatz geleitet.

Aufstauen des Kirchdorfer Mühlbaches
Aufstauen des Kirchdorfer Mühlbaches

Um eine Brandbekämpfung zu ermöglichen, wurde der ca. 3 Km entfernte Kirchdorfer Mühlbach an einer Brücke angestaut. Von dort wurde mit den beiden Schlauchwagen der Bereitschaft eine Schlauchleitung bis zur Schacht IV Straße verlegt. Hier wurde ein weiterer Wasserbehälter als Zwischenspeicher aufgebaut. Parallel dazu wurde durch die Tanklöschfahrzeuge des Wassertransportzuges ein Pendelverkehr zu einer weiteren Wasserentnahmestelle am Reitbach durchgeführt. Gegen 11:00 Uhr hatten die Feuerwehrleute die schweißtreibende Aufgabe erfüllt und vom ersten Strahlrohr auf der Halde konnte “Wasser Marsch” gegeben werden. Nach Übungsende und den abgeschlossenen Aufräumungsarbeiten begaben sich die Züge wieder zum Schulzentrum Barsinghausen. Nach dem Mittagessen, das der Fachzug Logistik zubereitet hatte, ging es am frühen Nachmittag wieder zurück in den Landkreis Uelzen.

Hier gibt es weitere Bilder vom Einsatz

Großübung nach Gefahrgutunfall

Bericht: A.König (FF-Pressewart SG Bevensen-Ebstorf) Bilder: Feuerwehr

Barum (ffpr). Ein Gefahrgutunfall rief am Dienstagabend ein Großaufgebot an Einsatzkräften auf den Plan. Neben den beiden Gefahrgutzügen Nord und Mitte des Landkreises Uelzen, wurden auch die Freiwilligen Feuerwehren aus Barum, Bad Bevensen, Bargdorf und Wichmannsburg eingebunden. Des Weiteren wurde die gesamte Übungslage von der DRK Bereitschaft Uelzen begleitet. Die SEG des DRK ist auf solche Großschadenslagen vorbereitet und entsendet standardmäßig einen ganzen Pool aus Rettungswagen, Versorgungseinheiten und Fachkräften zur Einsatzstelle.

Das Szenario: Die eingesetzten Kräfte wurden mit den Stichworten „Auslaufen unbekannter Flüssigkeiten“ auf einen Bauernhof in Barum alarmiert. Ein Spediteur hat auf seinem LKW verschiedene Gebinde mit gefährlichen Stoffen in einer Mulde zum Bauernhof transportiert und war gerade dabei die abgesetzte Mulde mit einem Helfer zu entleeren. Der hiesige Landwirt rammte bei Rangierarbeiten mit seinem Trecker die Mulde und die Ladung kippte von der Ladefläche. Der Helfer der direkt auf der Ladefläche stand, wurde durch die umstürzende Ladung am Bein verletzt. Der Landwirt versuchte seinem Mitarbeiter aus der prekären Situation zu befreien. Der Spediteur wollte noch die leckgeschlagenen Fässer und Kanister sichern – vergeblich. Im Gegenteil, er verschlimmerte die Situation noch, da er mit den auslaufenden Flüssigkeiten in Berührung kam und sich kontaminierte. Ein Vorfall der so oder so ähnlich alltäglich passieren kann.

Die ersteintreffende Feuerwehr Barum erkundete die Einsatzstelle und sperrte den Gefahrenbereich großräumig ab. Die eingeleitete Menschenrettung wurde durch die nachrückenden Feuerwehren unterstützt. Der Gefahrgutzug Nord, bestehend aus den Feuerwehren Bad Bevensen, Bienenbüttel, Ebstorf und Wriedel-Schatensen spulte sein Programm für solche Fälle routiniert ab. Von der Stoffrecherche, dem Einrichten eines Dekontaminationsplatzes, bis hin zu Atemschutzgeräteträgern, die unter speziellen Chemikalienschutzanzügen versuchen die Schadenslage einzudämmen, lief alles Hand in Hand. Der Gefahrgutzug Mitte, bestehend aus den Feuerwehren Uelzen und Suderburg, unterstützte die Einsatzkräfte und brachte aus der FTZ Uelzen einen Wechsellader mit einem speziellen Gefahrgutabrollbehälter, sowie den Gerätewagen-Mess mit. Das auslaufende Medium wurde in dafür geeignete Behältnisse umgepumpt und alle betroffenen Personen dem DRK übergeben. Hilfreich war während des gesamten Übungsablaufes die Drohne des DRK. Ein dafür ausgebildeter Drohnenführer konnte der Einsatzleitung wertvolle Live-Bilder aus der Vogelperspektive zur Verfügung stellen. Das Unfallgeschehen konnte so aus sicherer Entfernung betrachtet und eingeschätzt werden. Im Anschluss wurden eine Nachbesprechung und eine Begehung der großräumigen Einsatzstelle durchgeführt. Im Einsatz waren über 100 Einsatzkräfte von den Feuerwehren und dem DRK.

Das Drehbuch für dieses Szenario hat der Zugführer des Gefahrgutzuges Nord, Mirco Feldmann geschrieben. Feldmann übt seit 10 Jahren diesen Posten mit viel Engagement aus, legt dieses Amt aus persönlichen Gründen aber nieder. Mit der Übung wollte er noch einmal den Leistungsstand seines Zuges testen. Voller Stolz schaut er auf die Früchte seiner Arbeit zurück und freut sich einen funktionierenden Zug übergeben zu können. Ende November finden die Wahlen eines neuen Zugführers statt.

Übergabe von 2 Einsatzmappen an der Freiwillige Feuerwehr Oetzen.

Über 2 sogenannte Multiorganizer von Firma PAX freut sich die Feuerwehr Oetzen. Möglich wurde die Anschaffung durch eine Spende von Klaus Rumpenhorst, System- und Softwareentwicklung, Oetzen. In diesen Einsatzmappen befinden sich alle wichtigen Einsatzunterlagen für den Fahrzeugführer wie Einsatz- und Alarmpläne, Funkpläne, Hydrantenpläne, Objektschlüssel, Tabellen, Klemmbrett u.s.w. Die Feuertaufe erlebten die Einsatzmappen kürzlich beim Starkregeneinsatz in Oetzen.

Mit einem gemütlichen Grillabend bedankte sich die Wehr Oetzen bei ihrem Spender.

Oetzen, den 28.08.17

Hartmut Müller

Ortsbrandmeister FF Oetzen

Neue Wege – Aus Leistungswettbewerben werden Stadtausbildungswettbewerbe

Bericht und Bilder: Matthias Vogel (FW-Pressesprecher Hansestadt Uelzen)

Besser konnte es gar nicht laufen, Petrus lieferte zeitweise leichten Regen als am Samstag, den 12. August die Generalprobe stattfand. Bei diesen Bedingungen kamen alle Feuerwehrkameraden während der Wettbewerbe, den die Feuerwehren der Hansestadt Uelzen in Riestedt ausrichteten, trotzdem ins Schwitzen und hatten ihren Spaß.
Ziel der Stadtausbildungswettwerbe ist es, so Uelzens Stadtbrandmeister Axel Ziegeler, die Leistung der Ortsfeuerwehren in der Hansestadt Uelzen nach jährlichen Ausbildungsvorgaben und Dienstplan zu überprüfen. So wurden zahlreiche Stationen, die von den Ortswehren besetzt wurden, mit feuerwehrspezifischen Aufgaben aufgebaut. So wurde der Qualifizierungs- und Ausbildungsstand im Bereich 1. Hilfe, wasserführende Armaturen, tragbare Leitern, Atemschutz, Digitalfunk, Verkehrssicherung, Gefahren an der Einsatzstelle, Knotenkunde, Wasserentnahmestelle offenes Gewässer und Schaumrohreinsatz überprüft und bewertet. Auch der Spaß dabei sollte dabei nicht fehlen.

Jugendfeuerwehren der Hansestadt Uelzen
Jugendfeuerwehren der Hansestadt Uelzen

Auch die sechs Jugendfeuerwehren der Hansestadt führten ihre Stadtleistungswettwerbe an diesem Tage in dem A- und B-Teil durch. So muss beim A-Teil ein Löschangriff nach FwDV 3, Wasserentnahme offenes Gewässer, ohne Wasser, mit Hindernissen durchgeführt werden. Beim B-Teil wird ein Staffellauf mit 400m länge durchgeführt. Dabei sind vier Feuerwehraufgaben eingebunden, wie z.B. einen C-Schlauch auf Zeit aufzurollen.

Pokalwettkämpfe „Alt“ und „Mittelalt“
Pokalwettkämpfe „Alt“ und „Mittelalt“

Im Anschluss zu den Stadtausbildungswettbewerben fanden die Pokalwettkämpfe „Alt“ und „Mittelalt“ statt.

Auch zahlreiche Gäste wie Uelzens Bürgermeister, Jürgen Markwardt, Uelzens Ordnungsamtsleiter Volker Leddin, Kreisbrandmeister Helmut Rüger und viele Bürger und Feuerwehrleute aus der Umgebung fanden den Weg nach Riestedt und waren zugegen. Für leibliche Wohl der Gäste sorgte die Feuerwehr Riestedt, die nicht nur Bratwurst und kalte Getränken anbot.
Die neuen Stadtausbildungswettbewerbe kamen bei den Teilnehmern richtig gut an und sorgte für eine positive Resonanz, Fazit: es gab nichts zu meckern.

Die Siegerehrungen führte Uelzen Stadtbrandmeister Axel Ziegeler durch, die Ergebnisse im Einzelnen:

Stadtausbildungswettbewerbe:

  1. Klein Süstedt
  2. Oldenstadt
  3. Kirchweyhe
  4. Hansen
  5. Uelzen

Pokalwettkämpfe „Alt“:

  1. Molzen
  2. Westerweyhe und Kirchweyhe

Pokalwettkämpfe „Mittelalt“:

  1. Hansen
  2. Kl. Süstedt
  3. Riestedt

Stadtleistungswettbewerbe JF Uelzen:

  1. Oldenstadt
  2. Veerßen und die Allstars
  3. Kirch-/ Westerweyhe
  4. Hanstedt II
  5. Holdenstedt
  6. Uelzen

Feuerwehr Hesebeck Stadtmeister 2017

Text: Feuerwehrpresseteam SG Bevensen-Ebstorf, Foto: Feuerwehr

Seedorf. Die Wettbewerbsgruppen von fünf Feuerwehren der Stadt Bad Bevensen stellten sich auf dem Wettkampfplatz der ausrichtenden Feuerwehr Seedorf zum Vergleich. Traditionell findet der Wettstreit seit 1981 jährlich – nach eigenen Regeln – parallel zu den Gemeindewettbewerben statt. Die Stadtbürgermeisterin Susanne Lühr-Peschke begleitete die Veranstaltung und übernahm beim anschließenden Tauziehen sogar die Rolle der Schiedsrichterin. Als Highlight in der Pause stellte die Feuerwehr Bad Bevensen ihre neue Drehleiter vor. Die Wettbewerbsgruppe Hesebeck wurde Sieger des Wettbewerbs, welcher der Kameradschaft unter den Wehren und dem Zusammengehörigkeitsgefühl dienen soll. Zweitplatzierter wurde Gollern, gefolgt von Jastorf, Röbbel und Seedorf. Sieger des anschließenden Tauziehens auf dem zwischenzeitlich durch Regen schlüpfrig gewordenen Platz wurde die Feuerwehr Gollern. Das Recht, den nächsten Stadtwettbewerb auszurichten nahm Hesebeck für sich in Anspruch. Seedorfs Ortsbrandmeister Henning Hartkopf bedankte sich bei allen Teilnehmern und Helfern für eine rundum gelungene Veranstaltung.

13 000 Quadratmeter Stoppelfeld brannten bei Seedorf

Text und Fotos: Philipp Schulze / Pressesprecher Feuerwehr

Über 25°C und strahlenden Sonnenschein ließen am Montagnachmittag ab 15:53 Uhr (07. August 2017) rund 50 ehrenamtlichen Einsatzkräften aus den Gemeinden Bevensen-Ebstorf und Bienenbüttel die Schweißperlen  ins Gesicht treiben.

Ausgelöst durch einen Pkw, kam es zu einem Stoppelfeld- und Getreidefeldbrand zwischen Seedorf und Addenstorf.

Gemeldet wurden am Anfang circa 100 Quadratmeter die brennen sollten. Nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte mussten dann weitere Feuerwehren nachalarmiert werden, da sich das Feuer auf letztendlich 13 000 Quadratmetern ausbreitete.

Mit zahlreichen Strahlrohren konnte das Feuer innerhalb von 40 Minuten unter Kontrolle gebracht werden. Parallel zu den Löschmaßnahmen der Feuerwehren grubberte ein Landwirt mit seinem Trecker Schneisen in das Feld, damit sich das Feuer nicht weiter ausbreiten konnte.

Im Einsatz:

  • FF Seedorf
  • FF Barum
  • FF Bad Bevensen
  • FF Bienenbüttel
  • FF Ebstorf
  • FF Hohenbostel
  • Polizei

 

Schreck in den Abendstunden: Küchenbrand schlägt auf Dachgeschoss über

Text: Tom Reher / Pressesprecher Feuerwehr Klosterflecken Ebstorf, Fotos: Philipp Schulze / Pressesprecher Feuerwehren Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf

Bad Bevensen (fpr). „Als die ersten unserer Einsatzkräfte vor Ort ankamen, schlugen die Flammen bereits aus dem Küchenfenster auf das Dach und die Dachgeschosswohnung über“, schilderte Ortsbrandmeister Matthias Wedel, der auch die Gesamteinsatzleitung hatte die Lage. Es war gegen 21:40 Uhr, als die Freiwillige Feuerwehr aus Bad Bevensen zu einem ausgedehnten Küchenbrand in die Sasendorfer Straße alarmiert wurde. Schnell war klar, dass das Feuer nicht allein mit den eigenen Kräften zu bewerkstelligen war. Also forderte Wedel die Nachbarwehren aus Seedorf, Jelmstorf und Barum hinzu – insbesondere mit Atemschutzgeräteträgern.

Mehr als 70 Feuerwehrleute, dazu Rettungsdienstkräfte und die Polizei waren schließlich am gestrigen Spätabend (6. August 2017) bis in die Nacht in der Kurstadt im Einsatz. Ob ein Wäschetrockner die Ursache für das Feuer ist, müssen die Brandermittlungen der Kriminalpolizei ergeben. Die Mieter der Erdgeschosswohnung, ein junges Pärchen, hatten jedenfalls noch einen lauten Knall gehört, bevor sie sich mit anderen Bewohnern vor den Flammen und dem beißenden Qualm noch rechtzeitig ins Freie retten konnten. Auch aus dem benachbarten Gebäude flüchteten die Menschen, darunter zwei Familien mit kleinen Kindern, sodass am Ende zum Glück keine verletzten Personen zu beklagen waren.

Foto © Philipp Schulze / Pressesprecher Feuerwehr

Zwei Katzen aus der betroffenen Wohnung allerdings überlebten das Feuer leider nicht; und das trotz Wiederbelebungsversuchen eines der Tiere durch den Rettungsdienst. Dieser war zunächst mit einer Rettungswagenbesatzung des DRK-Rettungsdienstes vor Ort. Später löste der organisatorische Leiter des Rettungsdienstes, Michael von Geyso, diese aus dem Einsatz heraus, damit sie für andere Notfalleinsätze zur Verfügung stehen konnten. Die weitergehende Betreuung übernahmen zwei Rettungs- und zwei Krankentransportwagen der DRK-Bereitschaft, die zeitgleich alarmiert worden waren und auch für die Feuerwehrleute des Einsatzes in Bereitstellung standen.

Die Feuerwehrleute indes löschten den Brand mit zwei Rohren von innen und von außen. Sie konnten verhindern, dass sich das Feuer auf die Dachgeschosswohnung ausbreitete. Gegen 22:30 Uhr war das Feuer bereits weitgehend unter Kontrolle. Allerdings flammten immer wieder Glutnester in der Zwischendecke auf. Vorsorglich hatte der Einsatzleiter die Drehleiter in Stellung bringen lassen, um einige Dachziegel aufzunehmen. Die Hohlräume wurden mit Hilfe einer Wärmebildkamera überprüft. So zogen sich die Nachlösch- und Aufräumungsarbeiten bis kurz vor Mitternacht hin.

Die Gaszufuhr hatten die Bewohner noch geistesgegenwärtig abgestellt und damit Schlimmeres verhindert. Mittels Druckbelüftern und durch natürliche Lüftung verzog sich nach und nach der Qualm. Trotzdem mussten mindestens zwei der Wohnungen zunächst für unbewohnbar erklärt werden. Hier durften die Mieter noch einmal ihre Habseligkeiten zusammen suchen, bevor sich Angehörige und auch die Samtgemeinde um eine vorübergehende Unterkunft bemühten. Im Nachbarhaus konnten die Familien wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Foto © Philipp Schulze / Pressesprecher Feuerwehr

Mit insgesamt elf Fahrzeugen waren die Feuerwehren am Einsatzort. Während der Löscharbeiten mussten die Sasendorfer Straße und weitere Seitenstraßen gesperrt werden. Anwohner, die durch das nächtliche Feuer in dem Wohngebiet aufgeschreckt waren und zusammengelaufen kamen, kümmerten sich einfühlsam um die Betroffenen. Die Höhe des Sachschadens stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

PKW-Brand in Tätendorf

Tätendorf. Um einen in Brand geratenen PKW zu löschen wurde die Ortswehr Barum am vergangenen Samstagvormittag um 10:53 Uhr nach Tätendorf gerufen. Die Lage war schnell unter Kontrolle. Die Polizei sperrte während der Löscharbeiten kurzweilig die Straße. Zunächst wurde mit einem C-Rohr das Ausbreiten der Flammen auf Stoppelfeld und Scheune verhindert. Parallel wurde ein Schaumrohreinsatz vorbereitet, mithilfe dessen die Flammen schnell gelöscht werden konnten.

Die ebenfalls alarmierte Ortswehr Tätendorf-Eppensen richtete die Wasserversorgung für das Barumer LF10 her. Glücklicherweise reichte der Wassertank aber aus, sodass diese nur noch zum Befüllen des Wassertankes benötigt wurde. Nach gut einer Stunde waren alle Brandschützer wieder zurück am Standort.

Im Einsatz:

OrtsW Barum
OrtsW Tätendorf-Eppensen
Polizei

Alarmübung in Eddelstorf mit neuen Erkenntnissen

Text + Fotos: Tom Reher / Feuerwehrpresse

Eddelstorf (fpr). Manch einer musste das heimische Abendbrot im Kreis seiner Familie stehen lassen, als am heutigen Freitagabend (4. August 2017) kurz nach 19 Uhr die Sirenen heulten. Nach und nach wurden die ehrenamtlichen Feuerwehrleute der Wehren Eddelstorf, Altenmedingen, Secklendorf, Aljarn-Bohndorf der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf sowie der Wehr Gienau aus der Nachbargemeinde Dahlenburg in Alarmstimmung versetzt, sodass sie sich an ihren Feuerwehrhäusern einfanden. Und dann ging es mit Blaulicht und Einsatzhorn los.

Ziel war die Straße „Zum Sportplatz“ in Eddelstorf. Was bis dahin noch niemand ahnte war, dass es sich um eine Alarmübung unter der erstmaligen Leitung des stellvertretenden Eddelstorfer Ortswehrführers Dieter Fabel handelte. Plan der gemeinsamen Übung war ein angenommener Waldflächenbrand, bei dem es nicht nur um das reine Löschen des simulierten Feuers ging. Als weiteres Ziel ging es auch um die Wasserförderung über längere Wegstrecken, bei der mehrere tragbare Pumpen zwischengeschaltet werden mussten.

Die insgesamt mehr als 50 Feuerwehrleute waren fix. Schnell waren die Flammen im Unterholz gelöscht. Dabei ergaben sich durch die Übung durchaus neue Erkenntnisse. So wurden erstmals Schläuche mit kleinerem Durchmesser, aber gleichem Löscheffekt erprobt, mit denen das Löschwasser sparsamer eingesetzt werden kann. Allerdings – so die Meinung vieler Führungskräfte bei der anschließenden Übungskritik – sei die Kommunikation aufgrund fehlender Handfunksprechgeräte verbesserungswürdig.

Dabei verstehen sich die benachbarten Feuerwehren untereinander hervorragend. Dies zeigt auch die kameradschaftliche Zusammenarbeit sowie die Motivation der Mannschaften und ist sicherlich ein Verdienst jahrelangen ortsübergreifenden Teamworks. So gab es dann nach dem Zusammenpacken von den Gerätschaften und der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft im Rahmen der Nachbesprechung am Eddelstorfer Feuerwehrhaus noch zur Zufriedenheit aller eine Grillwurst.

Fast 200 ehrenamtliche Feuerwehrleute – Männer wie Frauen – versehen in den fünf Freiwilligen Feuerwehren ihren Dienst und stehen damit an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr bereit, wenn es um Menschenleben, Brände und Unfälle sowie technische Hilfeleistungen, Umwelteinsätze und andere Notsituationen ihrer Mitbürger geht.