Archiv der Kategorie: Einsätze & Übungen

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350 Einsatzkräfte üben in der Göhrde den Ernstfall

Bericht & Bilder: Ph. Schulze (Pressteam FFw Bevensen-Ebstorf), C. Paul (Pressesprecher FFw Uelzen)

Am 13.10.18 kam es zu einem Waldbrand im Bereich der Revierförsterei Röthen / Göhrde. Gegen 8 Uhr wurden die Feuerwehren Metzingen (LK DAN) und Himbergen (LK UE) mit dem Einsatzstichwort Waldbrand 1 (WB 1) in die Forstabteilung 179 alarmiert. Durch den aufkommenden Wind hat sich das Feuer bereits massiv ausgebreitet – die angeforderten Feuerwehren finden beim Eintreffen eine brennende Fläche von rund 3000 Quadratmetern vor. Auf Grund der Abgelegenheit der Brandstelle und der schlechten Wasserversorgung wurden weitere Feuerwehreinheiten nachgefordert.

Da zur gleichen Zeit auch eine großangelegte Kommunikationsübung der Kreisfeuerwehrbereitschaften Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen stattfindet, konnten durch die Feuerwehr-Einsatz-Leitstelle umgehend weitere Kräfte zur Unterstützung beordert werden.

Die Bereitschaftsführer der drei Kreisbereitschaften treffen sich in Röthen mit dem Einsatzleiter, um eine Lageeinweisung zu erhalten und anschließend den Einsatz von Mannschaft und Gerät zu planen.

Um Wasser in ausreichender Menge an die Einsatzstelle zu bringen, werden die Wassertransportzüge der Kreisbereitschaften gemeinsam eingesetzt. Jedem eingesetzten Zug wird ein Löschwasserbehälter als Entnahmestelle zugewiesen – aus diesem werden die Tanklöschfahrzeug gefüllt. Das aufgenommene Wasser wird daraufhin im Pendelverkehr zu den jeweiligen Brandstellen gebracht.

Mittlerweile hat sich das Feuer auf rund 4 Hektar ausgebreitet, wobei es auch zu Flugfeuer kommt. Dadurch ausgelöst entwickelt sich ein Folgebrand in der Abteilung 190.

Aufgrund dieser Lageentwicklung werden zwei Wasserförderzüge durch die Einsatzleitung in den Einsatz gebracht. Vom Forsthaus Röthen wurde eine Förderstrecke zu der betreffenden Abteilung aufgebaut, um eine effiziente Brandbekämpfung durchzuführen.

Gegen 13 Uhr ist das Übungsziel erreicht. Die rund 350 Einsatzkräfte bauen ihre eingesetzten Geräte zurück und sammeln sich anschließend in Röthen. Dort haben bereits die Fachzüge Logistik aus Lüchow-Dannenberg und Uelzen Essen für alle Kräfte gekocht.

Gerrit Möhring, Kreisbereitschaftsführer der KFB Uelzen – Süd, zieht im Anschluss eine positive Bilanz und bedankt sich zugleich bei allen eingesetzten Kräften: „Ich bin stolz auf unsere motovierten Einsatzkräfte, die ehrenamtlich hier am Samstag bei strahlendem Sonnenschein an dieser Übung teilnahmen.“

Auch die Bereitschaftsführer Michael Schulze (Lüchow – Dannenberg) und Uwe Rahlfs (Lüneburg) schlossen sich diesem Lob an.

Kleinere Defizite, wie Wartezeiten der einzelnen Einheiten, wurden unter anderem erkannt und werden im Rahmen der kommenden Ausbildungen von Führungs- und Einsatzkräften besprochen und überdacht.

Ortsfeuerwehr Barum beseitigt Bauschutt von Straße

Fotos und Text: Philipp Schulze (Samtg.-Pressewart)

Verlorener Bauschutt von einem Lkw hat am frühen Montagnachmittag den Einsatz der Ortsfeuerwehr Barum zur Folge. Feld- und Ziegelsteine sowie Sand liegen im Kurvenbereich der Ebstorfer Straße /Bevenser Straße auf einer Länge von rund 200 Meter auf der Fahrbahn verteilt.

Mit Schaufeln und Besen beseitigen die zehn Einsatzkräfte die Gefahrenstellen. Ein Barumer Landwirt kommt den Feuerwehrleuten mit einem Trecker samt Frontlader zur Hilfe.

Nach rund einer Stunde ist die Fahrbahn soweit wieder geräumt.

 Im Einsatz:

–       Feuerwehr Barum

–       Polizei

Feuerwehren aus Bienenbüttel bei Großübung gefordert

Bargdorf/Bienenbüttel. Für die Feuerwehren der Einheitsgemeinde Bienenbüttel galt es am vergangenen Donnerstag, den 11. Oktober 2018, bei zwei ineinandergreifenden Übungsszenarien Ihr Können unter Beweis zu stellen. Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Matthias Scheele testete insbesondere die Führungskräfte, die gelerntes aus einer vorangegangenen theoretischen Weiterbildung einmal in die Praxis umsetzen sollten. Insgesamt nahmen 84 Kameraden an den Übungen teil. Neben dem Aufbau einer funktionsfähigen Führungsstruktur mithilfe der gemeindeeigenen Kommunikationsgruppe wurde auch die Einsatzorganisation durch verschiedene Einsatzabschnittsleiter geübt.

 Die Ruhe des Abends wurde zunächst mit einem Einsatz für die Feuerwehren aus Bargdorf, Bienenbüttel und Wichmannsburg gestört. Gegen 18:03 Uhr alarmierte die Leitstelle Uelzen die freiwilligen Brandschützer zu einem PKW-Unfall nach Bargdorf. Das Übungsszenario stellte einen Gefahrgutunfall mit einem PKW da. “Die Schwierigkeit liegt hier im Erkennen der Gefahr”, waren sich die Feuerwehrleute vor Ort einig. Während der Gefahrenbereich umfangreich abgesperrt wurde, leitete der Bargdorfer Gruppenführer die Menschenrettung mit Atemschutzgerät ein. Anschließend wurden Spezialkräfte zur Beseitigung des Gefahrguts angefordert, die aufgrund der fiktiven Lage aber vom Ausrücken verschont blieben.

 Noch parallel zum Gefahrguteinsatz, um 18:43 Uhr, begann das zweite Einsatzszenario. Die Feuerwehren Beverbeck, Eitzen, Edendorf, Hohenbostel, Hohnstorf, Rieste und Varendorf-Bornsen wurden zum Brand einer Gewerbehalle alarmiert. Zwei Personen wurden vermisst. Damit waren alle 10 Ortswehren der Bienenbüttler Gemeinde parallel im Einsatz. Unterstützend wurde auch der erste Zug der Kreisbereitschaft Nord in den Übungsablauf integriert.

 Gemeindebrandmeister Dirk Giere bedankte sich im Anschluss an die Übungen bei den freiwilligen Brandschützern. In der Gesellschaft sei ehrenamtliches Engagement nicht mehr selbstverständlich. Solche größeren Übungseinsätze würden aber zeigen, dass die Einheitsgemeinde Bienenbüttel eine leistungsfähige Feuerwehr habe.

Bericht: A. Lehmann (Referat Öffentlichkeitsarbeit KFV Uelzen e.V.)

Kreisfeuerwehrbereitschaft nahm an Stader Übung teil

Bild und Text: Timo Bohn (FFw Uelzen)

Schon seit mehreren Stunden zog eine Unwetterfront mit starken Sturmböen und Starkregen über den Landkreis Stade.

Dies war das Ausgangsszenario für die Stabsrahmenübung vom Landkreis Stade am Samstag, den 8. September 2018.

An dieser Funk- und Fernmeldeübung nahmen neben dem Fachzug Führung und Kommunikation der Kreisfeuerwehrbereitschaft Uelzen Nord, noch weitere Fernmeldeeinheiten anderer Hilfsorganisationen aus dem gesamten Bundesland Niedersachsen teil.

Vollgelaufene Keller, teilweiser Zusammenbruch der Kommunikations- sowie der Versorgungs- und Verkehrsinfrastruktur in vielen Bereichen waren die unmittelbaren Folgen des Unwetters.

Für den Krisenstab des Landkreises Stade galt es nun die Lage in den Griff zu bekommen, schlimmeres zu verhindern und weitere Gefahren abzuwenden.

Als dem Stab untergeordnete Führungsebene, wurde der Einsatzleitwagen 2 des Landkreises Uelzen als Einsatzabschnittsleitung für die externen Feuerwehrkräfte eingesetzt.

Erkundungsmaßnahmen beispielsweise bei beschädigten Funkmasten, einleiten von Reparaturmaßnahmen und die Dokumentation dieser Geschehnisse galt es zu koordinieren.

Von den, am ELW2 eingesetzten Kräften, wurde ihr gesamtes fachliches Wissen abverlangt, um die immense Flut an ein- und ausgehenden Aufträgen, Lagemeldungen und Anforderungen zu bewältigen.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen, mit anschließendem Gruppenfoto, konnten sich alle Einheiten bei einer Einsatznachbesprechung untereinander austauschen und Erfahrungswerte teilen.

Bei dieser Übung konnten die diversen Abläufe in der Führungs- und Fernmeldestruktur geübt und kleinere Optimierungen vorgenommen werden.

Bildrechte: Jan Müller-Tischer

Nach rund elf Stunden waren die acht Einsatzkräfte aus dem Landkreis Uelzen wieder zurück an ihrem Standort.

Nächtlicher Einsatz für Uelzener Wehren bei Nordzucker

Am 22. September kam es gegen 21.22 Uhr zu einem Feuer bei der Nordzucker AG im Werk Uelzen. Durch den Ausfall des Antriebsmotors einer Trockentrommel kam diese zum Stillstand – infolgedessen entzündeten sich die in der Trockentrommel befindlichen getrockneten Schnitzel durch Überhitzung. Unmittelbar nach Ausbruch des Feuers leiteten die Mitarbeiter erste Löschmaßnahmen ein.

Die Feuerwehr Uelzen wurde mit dem Einsatzstichwort F3 – Vollalarm alarmiert.

Nach Eintreffen des Einsatzleiters Torsten Strauer und dessen Erkundung wurde zusammen mit leitenden Mitarbeitern die weiteren Maßnahmen besprochen. Aufgrund des zu erwartenden Einsatzes unter Atemschutz wurden umgehend die Feuerwehren Oldenstadt, Kirchweyhe, Westerweyhe sowie die DRK Bereitschaft Uelzen nachalarmiert.

Zwei Trupps unter Atemschutz gingen in die Halle vor, um mittels Strahlrohr und mobilen Wasserwerfern die Trocknungstrommel zu kühlen. Im Verlaufe des Einsatzes konnte die Trommel geöffnet und Wasser direkt in den Brandherd eingebracht werden. Die Kühlung zeigte ihre Wirkung – relativ schnell entspannte sich die Lage. Durch den schnellen Einsatz wurde die Trocknungsanlage bei dem Brandereignis nicht beschädigt. Für die Umwelt und Anwohner bestand zu keiner Zeit eine Gefahr. Nach rund drei Stunden war der Einsatz für die eingesetzten Einsatzkräfte beendet.

Text: C. Paul // Pressesprecher Feuerwehr Hansestadt Uelzen

Fotos: P. Schulze // Presseteam Feuerwehr

Übung des 2. Fachzuges Nord der Uelzener Kreisfeuerwehrbereitschaft

Text:  Arne Lehmann (Referat Öffentlichkeitsarbeit) / Bilder. Feuerwehr

Der 2. Fachzug der Kreisfeuerwehrbereitschaft Uelzen Nord übte am 30. August 2018 zusammen mit der Feuerwehr Golste in Natendorf am Vereinsheim des SV Frischauf Natendorf e.V..

Für die Spieler des SV Frischauf Natendorf e.V. bot sich am vergangenen Donnerstag während des regulären Fußballtrainings ein ungewohntes Schauspiel. Kurz nachdem durch eine Nebelanlage das Obergeschoss des Vereinsheimes vollständig unzugänglich gemacht wurde, ertönte im Natendorfer Ortskern die Feuerwehrsirene. Während der Vereinsvorsitzende Mathias Plank seine Vereinskameraden beruhigte, zeichnete sich für den Natendorfer Ortsbrandmeister Volker Meyer ein aufregender Abend ab.

Glücklicherweise handelte es sich bei dieser Alarmierung um ein Übung. Die Feuerwehr Golste in Natendorf wurde gegen 19.30 Uhr über die Feuerwehreinsatzleitstelle (FEL) Uelzen alarmiert. Die Löschwasserversorgung gestaltete sich wie gewohnt sehr schwierig. Bis die Brandbekämpfung aufgenommen werden kann, müssen zunächst mehrere hundert Meter B-Schlauch verlegt werden.

Da der 2. Fachzug Nord (bestehend aus Fahrzeugen der Feuerwehren Wriedel-Schatensen, Barum, Hanstedt und Hohenbünstorf) gerade in Velgen seinen Übungsdienst absolvierte, konnte der Feuerlöschzug vom Natendorfer Ortsbrandmeister zur Verstärkung angefordert. Im echten Einsatzfall wären die umliegenden Ortsfeuerwehren alarmiert worden.

Passanten meldeten zwei vermisste Personen. Außerdem galt es aufgrund unklarer Rauchentwicklung im Sportlerheim die Brandbekämpfung einzuleiten. Die Natendorfer waren als erstes vor Ort. Der Einsatzleiter Volker Meyer erteilte zielstrebig die ersten Einsatzbefehle.

Der Kreisbereitschaftszug wurde vom stellvertretenden Zugführer Joachim Dierksen geführt. Nach Rücksprache mit dem Einsatzleiter unterstützten die nachrückenden Kräfte der Kreisbereitschaft zunächst bei der Menschenrettung. Parallel wurde das Verlegen einer weiteren B-Leitung zur Wasserversorgung simuliert. Die verbliebenen Kräfte halfen den Natendorfern bei der Brandbekämpfung von außen.

Geleitet wurde die Übung von Heiko Gonsior, dem Zugführer des 2. Fachzug Nord. Er zeigte sich bei der anschließenden Besprechung sichtlich zufrieden vom Vorgehen der ehrenamtlichen Brandschützer.

Verkehrsunfall zwischen Ebstorf und Wessenstedt

Text und Fotos: Philipp Schulze / Pressesprecher Feuerwehr Ebstorf

Ein Verkehrsunfall auf der Kreisstraße 20 zwischen Ebstorf und Wessenstedt rief am Freitagnachmittag (31. August 2018) Einsatzkräfte von der Feuerwehr, dem Rettungsdienst sowie der Polizei auf den Plan.

Eine Frau war mit ihrem Geländewagen zwischen Ebstorf und Wessenstedt unterwegs, als sie nach links von der Fahrbahn abkam, mit einem Baum kollidierte und schließlich im Grünstreifen zum Stehen kam.

Während sich Ersthelfer um die verletzte Fahrerin kümmerten, rückten zeitgleich die Rettungskräfte an und übernahmen die Versorgung. Für eine schonende Rettung wurde das Fahrzeug durch die Feuerwehren aus Ebstorf und Wriedel-Schatensen stabilisiert und gesichert. Im weiteren Verlauf wurde das Dach des Fahrzeuges mit hydraulischen Rettungsgeräten entfernt um die Frau aus ihrem Fahrzeug zu retten.

Im Einsatz:

  • Ortsfeuerwehr Ebstorf
  • Ortsfeuerwehr Wriedel-Schatensen
  • DRK Rettungsdienst
  • Polizei

Einsatzübung in Ebstorf

Text und Fotos: Meike Karolat / Pressesprecherin DRK Uelzen

Uelzen/Ebstorf. Mit der Einsatzinformation „Einsatz SEG-B3Y-B4“ – unklare Rauchentwicklung, mehrere Verletzte in 29574 Ebstorf, Hans-Rasch-Weg, Waldbad“ wurden die Mitglieder der SchnellEinsatzGruppe (SEG) der DRK-Bereitschaften gerufen. Dass es sich um eine Übung handeln sollte, erfuhren die Einsatzkräfte erst viel später.
Aber nicht nur die SEG wurde gerufen, auch die Ortsfeuerwehr Klosterflecken Ebstorf wurde alarmiert. Als erstes am Schadensort eingetroffen, verschafften sie sich einen Überblick über die Lage und die Verletzten. Diese wurden unter Atemschutz aus dem verrauchten Technikraum und anderen Bereichen des Wald e Mar (Hallen- und Freizeitbad Ebstorf) gerettet, zeitgleich wurde das „Feuer“ gelöscht. „Das war eine Herausforderung für uns“, sagte Einsatzleiter René Ohland, da man sich bis zum Eintreffen der SEG um die Verletzten habe kümmern müssen.

Die SEG rollte in Zugstärke (30 Einsatzkräfte) an und begann umgehend mit der Versorgung der verletzten Personen. Ebenfalls am Einsatzort eine Notärztin. Insgesamt waren 16 Verletzte zu versorgen und betreuen. Sechs von ihnen erlitten schwere, vier weniger schwere, weitere sechs Personen kamen mit leichten Verletzungen davon. Alle wurden erstversorgt und wären im Einsatzfall in die jeweiligen Krankenhäuser gefahren worden. In der Opferrolle übrigens alles Mitglieder der SEG DRK Lüneburg. Sie haben sich dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt und spielten ihre Rollen perfekt.
Ausgearbeitet wurde die Übung vom DRK-Bereitschaftsleiter Sascha Heinze. „Im Großen und Ganzen wurde der Einsatz professionell von uns abgearbeitet“, sagte er. Natürlich gebe es immer Dinge, die man besser oder anders machen könne.

Auch seitens der Feuerwehr zeigte man sich zufrieden mit dem Verlauf der Übung. Insgesamt waren 17 Einsatzkräfte der Feuerwehr Ebstorf vor Ort.

Einsatz in Zahlen
DRK:
– 3 Rettungswagen (RTW)
– 4 Krankentransportwagen (KTW)
– Notarzteinsatzeinsatzfahrzeug (NEF)
– Vier-Tragewagen
– Einsatzleitwagen
– Orgaleiter (OrgL)
– Gerätewagen Sanität (GW San)
– Wechselladerfahrzeug Abrollbehälter ManV (WLF ABManV)
– Kommandowagen
Feuerwehr:
– Tanklöschfahrzeug (TLF)
– Staffellöschfahrzeug (STLF)
– Einsatzleitwagen (ELW)

Feuer im Lintzeler Wald

Text und Foto: Olaf Venske, Fw-Pressewart SG Bevensen – Ebstorf

Am Sonntagnachmittag um 15.34 Uhr wurden die ersten Einsatzkräfte zu einem Einsatz „unklare Rauchentwicklung“ alarmiert. Schnell setzten sich die Kräfte, die zum Teil mit ihren Familien am Kaffeetisch saßen in Bewegung. Noch auf der Anfahrt wurde die Alarmstufe auf Waldbrand 4 heraufgesetzt. Es brannte 5000m²Unterholz und Bäume auf einer Breite von ca. 100m. Da die Wegführung für die Tanklöschfahrzeuge nicht so einfach zu befahren war, wurde erst einmal ein Quad zur Erkundung der Wegstrecke genutzt. Nachdem die Anfahrt über ein Zwiebelfeld als einzige Möglichkeit gefunden wurde, konnte ein Löschangriff von wasserführenden Fahrzeugen erfolgen. Parallel wurde von der Ortsfeuerwehr eine Wasserentnahmestelle für einen eventuellen Pendelverkehr eingerichtet. Der Löschangriff und die Riegelstellungen wurden zum Teil von 6 Strahlrohren, diversen Feuerpatschen und Kleinlöschgeräten zeitgleich durchgeführt. Auf Grund der Rauchentwicklung war es zeitweise notwendig Atemschutzgeräte zu tragen. Wegen dieser Belastung und der hohen Temperaturen wurde ein Rettungswagen des DRK dem Einsatz zugeordnet. Die Feuerwehr Brockhöfe / Lintzel brachte Getränke für die eingesetzten Einsatzkräfte an die Einsatzstelle.

Insgesamt waren ca. 100 Kräfte der Feuerwehren aus Brockhöfe / Lintzel, Wriedel-Schatensen, Ebstorf, Bode, Allenbostel, Eimke, Ellerndorf, DRK, Polizei Uelzen und der stellv. Waldbrandbeauftragte vor Ort im Einsatz. Gegen 20.00 Uhr wurde die Einsatzstelle noch einmal durch die Ortsfeuerwehr Brockhöfe / Lintzel mit der Wärmebildkamera überprüft, es wurden aber keine Brandnester mehr entdeckt.

Tragischer Verkehrsunfall zwischen Velgen und Oetzefelde

Zu einem tragischen Verkehrsunfall kam es in den Mittagsstunden des 21. August 2018 auf der Landesstraße 233 zwischen Velgen und Oetzfelde. Nach derzeitigen Ermittlungen der Polizei, hatte ein aus Richtung Velgen kommender 33 Jahre alter Fahrer eines Pkw gegen 13:00 Uhr die Kontrolle verloren, kam in einer leichten Rechtskurve nach links von der Fahrbahn ab und kollidierte frontal mit einem Baum. Der Mann verstarb noch am Unfallort und musste durch die alarmierten Feuerwehren aus Ebstorf, Wriedel-Schatensen und Velgen aus dem Fahrzeugwrack geborgen werden. Seine 26 Jahre alte Beifahrerin sowie ein 4 Monate alter Säugling erlitten ebenfalls schwerste Verletzungen und wurden mit einem Rettungswagen ins Klinikum nach Lüneburg gebracht.

Parallel zu den Maßnahmen versuchten Feuerwehrkräfte noch einen Hund einzufangen, der sich ebenfalls im Fahrzeug befand. Dieses gelang jedoch nicht, da das Tier immer wieder davonrannte.

An dieser Stelle gilt trotz allen Umständen ein Dank an die Ersthelfer, die den Notruf absetzen und im Rahmen ihrer Möglichkeiten vorbildlich Hilfe leisteten.

Text: Kai Richter, Pressesprecher Polizei und Philipp Schulze, Pressesprecher Feuerwehr Ebstorf
Foto: Tom Reher, Pressesprecher Feuerwehr Ebstorf