Archiv der Kategorie: Kreisfeuerwehr

Wertungsrichterkonferenz in Barum

Barum, Waldstadion. Am Freitag, den 31.03.2017, fand die Jahreshauptversammlung der Uelzener Wertungsrichter für die niedersächsischen Leistungswettbewerbe statt. Kreiswettbewerbsleiter Uwe Löper begrüßte über 30 Kameraden im neuen Vereinsheim des MTV Barum, welches der ausrichtenden Ortswehr Barum dankenswerterweise für diese Versammlung zur Verfügung gestellt wurde.

Nach einem gemeinsamen Essen, was den Wertungsrichtern auch als Dank für die geleisteten Dienststunden galt, präsentierte Löper zunächst die Fehlerstatistik 2016. Außerdem verdeutlichte er, dass für die Wettbewerbssaison 2017 keine Änderungen bei der Durchführung der Wettbewerbe geplant seien. Die Zeittakte werden, entgegen der neuen Regelungen für die Durchführung der Zeittakte drei und vier auf Regional- und Landesebene, unverändert bewertet. Auch der Leiteraufbau wird wie im Vorjahr durchgeführt. Ob und wie weit beim Aufstellen der Leiter rückwärts gegangen wird, bleibt im Landkreis Uelzen  ungeahndet.

Bezüglich der derzeit im Erstellungsprozess befindlichen neuen Wettbewerbsrichtlinien gab Löper bekannt, dass Ihm keine offiziellen Informationen zur Art, Umfang und Einführungszeitpunkt vorliegen. Kreisbrandmeister Helmut Rüger ergänzte, dass derzeit noch keine Gruppe für die Präsentation der neuen Wettbewerbe beim Landesentscheid im September 2017 in Klein Meckelsen gefunden werden konnte. Ob die neuen Richtlinien bis dahin finalisiert werden können, sei ebenfalls fraglich. Die derzeitige Informationslage deute darauf hin, dass sich die Einführung der neuen Bestimmungen verzögere. Genaue Informationen liegen aber leider noch nicht vor.

Für die Kreisleistungswettbewerbe am 26. August 2017 in Dreilingen gibt Uwe Löper die folgenden Qualifikationstermine bekannt:

Gemeindeentscheid SG Rosche am 10.06.2017 in Rätzlingen
Gemeindeentscheid SG Suderburg am 10.06.2017 in Bohlsen
Gemeindeentscheid SG Aue am 17.06.2017 in Bollensen
Gemeindeentscheid SG Bevensen-Ebstorf (TS II + LF) am 17.06.2017 in Drögennottorf
Gemeindeentscheid SG Bevensen-Ebstorf (TS I) am 24.06.2017 in Höver

Darüber hinaus wurden die folgenden Pokalwettbewerbe bei Uwe Löper angemeldet:

Pokalwettbewerb in Oetzendorf am 20.05.2017
Pokalwettbewerb in Drögennottorf am 18.06.2017
Pokalwettbewerb in Höver am 25.06.2017
Flutlichtwettbewerbe in Groß Hesebeck am 15.07.2017
Pokalwettbewerb in Röbbel am 12.08.2017
Pokalwettbewerb in Allenbostel am 19.08.2017

Kreisfeuerwehr hält Dienstversammlung ab

Dienstversammlung der Gemeinde- Stadt- und Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Uelzen

Uelzen. Am Samstag, den 18.02.2016, fand die alljährliche Dienstversammlung der Gemeinde- Stadt und Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Uelzen statt. Kreisbrandmeister Helmut Rüger führte die Führungskräfte der Ortswehren, Funktionsträger der Kreisfeuerwehr sowie Gäste aus Politik, Verwaltung und verwandter Organisationen durch die Versammlung. Umrahmt wurde die Veranstaltung durch den Suhlendorfer Feuerwehrmusikzug.

Der Landrat Dr. Heiko Blume verdeutlichte am Beispiel ausgewählter Einsätze den Dank für die erbrachten Leistungen im vergangen Jahr. Die Feuerwehren sind die größte soziale Organisation des Landkreises. Die Aufgaben seien vielfältig. Über die Kinder- und Jugendfeuerwehren werde wertvolle Jugendarbeit geleistet. Die Schließung einer Ortswehr in diesem Jahr sei nicht der Untergang der Welt, die richtigen Antworten werden mit dem Ausbau der Nachwuchsgewinnung durch beispielsweise Projekte wie der Feuerwehr-AG in mittlerweile drei Schulen im Landkreis bereits verfolgt.

Auch der Bürgermeister der Stadt Uelzen Jürgen Marquardt machte die Bedeutung der Feuerwehren deutlich. Er bekräftigte, dass die Feuerwehrleute das wichtigste Ehrenamt im Landkreis ausführen würden. Nicht nur die Einsätze, auch die dörfliche Mitgestaltung in den Ortschaften seien für das Dorfleben unverzichtbar.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Andre Pieper machte im Jahresbericht der Kreisfeuerwehr deutlich, dass die Mitgliederzahlen der Einsatzabteilung im vergangenen Jahr wieder gesunken sind. Die Mitglieder der Kinder- und Jugendabteilungen sind erfreulicherweise leicht gestiegen. Die 3.835 aktiven Feuerwehrmänner (Stand 31.12.2016) mussten eine Rekordanzahl von 1.255 Einsätzen abarbeiten. Darin enthalten waren auch 219 Fehlalarme von Brandmeldeanlagen. Entgegen pauschaler Forderungen der Öffentlichkeit resümierte Pieper, dass bei manchen Betrieben ein achtsamerer Umgang im Alltag bei den Anlagen erforderlich sei. Die reine Anpassung der Gebührensatzung und verpflichtende regelmäßigere Wartungsarbeiten seien nicht die Lösung. Im Zusammenhang mit dem Anstieg bei den Hilfeleistungseinsätzen stellte Pieper die Themenvielfalt der Einsätze heraus. Die Feuerwehr habe ein breites Einsatzspektrum. Solange dies so bleibt, sei auch jede kleine Ortswehr unverzichtlich.

Darüber hinaus ging Pieper auf die Notwendigkeit der Einführung des neuen Verwaltungsprogramms FireOn ein, welches die Verwaltungsarbeit der Ortsbrandmeister wesentlich vereinfachen soll. Das Fahrzeugkonzept der Kreisfeuerwehr wurde 2016 fortgeschrieben. Ein neuer Rüstwagen ist im Zulauf. Außerdem bedankte sich Pieper noch für die gute Arbeit der Kreisbereitschaften, der Fachgruppe Absturzsicherung, das ELW-Forum und der TEL (technischen Einsatzleitung) ein.

Zugführer Torsten Strauer berichtete als Impulsreferat über die Entwicklung der Gefahrgutzüge. Als eigenständige Einheiten der Gemeinden sind die drei Züge Nord, Mitte und Süd mittlerweile gut in die Führungsstrukturen der Kreisfeuerwehr eingebunden.

Regierungsbrandmeister Ruschenbusch überbrachte stellvertretend die Grußworte der Nachbarlandkreise. Aus aktuellem Anlass berichtete er auch über den Referentenentwurf zur Neunovellierung des niedersächsischen Brandschutzgesetzes.

Bei der TEL wurde der Leiter Frank Hagel auf eigenem Wunsch aus seinem Amt entlassen. Neuer Leiter wurde der bisherige Stellvertreter Friedrich Klasen. Als neue Stellvertreter stehen ab sofort Ralf Hübner und Thomas Pelchen zur Verfügung.

Im Rahmen der Versammlung wurden die folgenden Beförderungen durchgeführt:

Für die Kreisfeuerwehr (v.l.n.r.):

  • Martin Zettelmeyer zum 1. Hauptlöschmeister (Leiter Fachgruppe Absturzsicherung)
  • Markus Vogel zum Oberbrandmeister (Zugführer Fachzug Logistik)
  • Björn Brusenius zum 1. Hauptbrandmeister (Stellv. AL Süd)

Für die FFw Bienenbüttel (v.l.n.r.):

  • Dirk Giere zum Oberbrandmeister (Stellv. GemBM)
  • Philipp Paper zum Brandmeister (OrtsW Eitzen 1)

Übung des Gefahrgutzuges Nord in Groß Hesebeck

Text und Fotos: Philipp Schulze / Pressesprecher Feuerwehr

Ein auslaufendes Fass mit Salzsäure sorgte am 15. September in den Abendstunden um 18:06h für einen Großeinsatz von Feuerwehrkräften aus zwei Gemeinden. Während ein Hausbesitzer mit seinem Trecker, einen so genannten IBC-Behälter transportierte, kippte der Behälter in einer Kurve vom Frontlader auf die Straße und wurde dabei beschädigt.

Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf
Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf

Diese angenommene Übungslage sorgte dann für den Einsatz des Gefahrgutzuges Nord, der sich aus den Feuerwehren Bad Bevensen, Bienenbüttel, Ebstorf und Wriedel-Schatensen zusammensetzt. Ebenso rückten die ehrenamtlichen Kräfte der Feuerwehr Groß Hesebeck zum Unfallort aus.

Während die örtlichen Einsatzkräfte unter anderem den Gefahrenbereich weiträumig absperrten und weitere Maßnahmen eingriffen, rückten nach und nach die Fachkräfte des Gefahrgutzuges an.

Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf
Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf

Unter so genannten Chemikalienschutzanzügen (CSA) gingen die ersten Einsatzkräfte dann vor und fingen mit Behältern und Wannen den ätzenden Stoff provisorisch auf. Bei sommerlichen 26°C war dies für die Brandschützer keinesfalls ein leichtes Unterfangen. Im weiteren Verlauf musste dann der Stoff noch per Hand in ein Ersatzfass umgepumpt werden.

Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf
Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf

Parallel zu diesen Maßnahmen waren insgesamt 56 ehrenamtlichen Feuerwehrleute außerhalb des eigentlichen Gefahrenbereiches damit beschäftigt, unter anderem Informationen über den Stoff zu sammeln, einen Dekontaminationsplatz aufzubauen, Sicherheitstrupps in Bereitstellungen zu halten und vieles mehr.
„Ein Gefahrguteinsatz oder, wie in diesen Fall, „nur“ eine Übung ist sehr personal- und zeitintensiv“, berichtet Mirco Feldmann, der als Zugführer des Gefahrgutzuges die Übung mit Helfern ausgearbeitet hatte und an dem Abend als Beobachter das Geschehen verfolgte.
Feldmann zeigte sich mit dem Verlauf der Übung zufrieden und war sichtlich stolz auf seine motivierte Truppe. Der eine oder andere
Kritikpunkt, der bei der Übung aufgefallen war, wird im Rahmen der nächsten Ausbildungseinheiten aufgenommen und vertieft.

Kreisfeuerwehr trifft Bundespolitik

Text: Tom Reher / Pressesprecher Feuerwehr

Berlin. Im Meinungsaustausch: Beim 11. Berliner Abend der deutschen Feuerwehren in der Regierungsfeuerwache Berlin-Tiergarten traf Hans-Jürgen Cordes, stellvertretender Kreisbrandmeister aus Brockhöfe, gestern (07.09.2016) auf Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière. Beide unterhielten sich unter anderem über das beherrschende Thema in Politik und Nachrichten, zu dem sich auch viele Feuerwehren engagieren: die aktuelle Flüchtlingssituation.

Live im politischen Zentrum der Bundeshauptstadt bot sich für Cordes und die Delegation des KFV Uelzen die Gelegenheit zum Erfahrungsgespräch mit Bundestagsabgeordneten, Vertretern aus Wirtschaft und Verbänden sowie rund 150 Feuerwehr-Führungskräften aus ganz Deutschland.

Heute (08.09.2016) steht der 6. Bundesfachkongress des deutschen Feuerwehrverbandes auf dem Programm. Hier geht es darüber hinaus um Empfehlungen für EU-Beschaffungen, Herausforderungen bei belastenden Einsätzen, Konzepte zur Mitgliederwerbung und die Socail-Media-Nutzung durch Feuerwehren. „Tolles Ambiente, super Wetter, klasse Stimmung, viele Eindrücke und neue Impulse“, fasst Hans-Jürgen Cordes seine bisherigen Eindrücke zusammen.

Integration durch Ehrenamt

Text und Foto: O. Venske (Pressewart FFw Bevensen-Ebstorf)

Flüchtlinge besuchen die FTZ der Kreisfeuerwehr Uelzen

Am vergangenen Montag wurden, auf Veranlassung der Kreisfeuerwehrführung, 10 Männer aus der Flüchtlingsunterkunft Stadensen zur Feuerwehr – Technischen – Zentrale nach Uelzen abgeholt.

„Wir wollen den Menschen das Ehrenamt in der Feuerwehr näherbringen und eventuell vorhandenen Vorbehalten gegenüber uns Uniformträgern abbauen“, so Kreisbrandmeister Helmut Rüger bei der Begrüßung.

Den Gästen wurden die Führungskräfte der Kreisfeuerwehr, in den verschiedensten Outfits vorgestellt. Von der Ausgeh-Uniform über Arbeits- und Dienstkleidung bis hin zur vollständigen Einsatzkleidung wurde den Gästen gezeigt, dass es immer derselbe Feuerwehrmann bleibt.

Ein Rundgang durch die Fahrzeughallen und erklären der Fahrzeug- und Feuerwehrtechnik schloss sich an. Hier zeigten die Besucher ein reges Interesse an den technischen Geräten der Feuerwehr. Sie ließen sich Handhabung und Einsatzbereich erklären. Durch Dolmetscher wurde die Verständigung sichergestellt. Neben der Feuerwehrführung beteiligte sich auch die Freiwillige Feuerwehr Uelzen ebenso wie die Kreisjugendfeuerwehr Uelzen an der gelungenen Aktion. Das Interesse der Besucher ging sogar soweit, dass sie sich über die umfangreiche Grundausbildung (Truppmann-Ausbildung)  informierten.

Bei der Vorführung des MLF (mittleres Löschfahrzeug) der Freiwilligen Feuerwehr Uelzen, durch Jürgen Kaune, durften die Gäste auch Geräte und Ausrüstung begutachten und auch schon einmal einen Schlauch ausrollen. Dies wurde mit großem Interesse und Freude ausprobiert. Auch hier wurden verschieden Fachfragen gestellt und erklärt.

Nachdem sich die Gäste bei Kreisbrandmeister Helmut Rüger, seinem Stellvertreter Hans –Jürgen Cordes, stellvertretender Abschnittsleiter Süd Björn Busenius, Kreisjugendfeuerwehrwartin Marion Rühmann, stellvertretenden Ortsbrandmeister Uelzen Jürgen Kaune verabschiedet hatten wurden sie mit Fahrzeugen der Feuerwehr zurück  nach Stadensen gefahren.

Ein erster und wichtiger Schritt für eine mögliche Gewinnung von Einsatzkräften für unsere ehrenamtliche Feuerwehrstruktur im Landkreis, so der Kreisbrandmeister.  Auch wenn zunächst und allererst die sprachlichen Barrieren überwunden werden müssten, sind wir grundsätzlich für jeden, egal welcher Herkunft dankbar und offen, der in die freiwillige Feuerwehr möchte. Die Ausbildung in der Feuerwehr ist jedoch ohne ausreichende Sprachkenntnisse schwer möglich und kann vor allem auch zusätzliche Unfallgefahren mit sich bringen.

Letzteres ist jedoch erst einmal der zweite Schritt. Wir würden es nach den Erfahrungen dieser Veranstaltung jeder Ortsfeuerwehr empfehlen, auf die Flüchtlinge in Ihrem Zuständigkeitsbereichen zuzugehen, um selber die entsprechenden Kontakte aufzubauen und Erfahrungen zu sammeln.

Uelzener Ortswehren führen Dienstversammlung in der Jabelmannhalle durch

Uelzen. Am Samstag, den 20.02.2016 fand die alljährliche Dienstversammlung der Gemeinde- Stadt und Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Uelzen statt. Helmut Rüger führte erstmals in seiner neuen Funktion als Kreisbrandmeister durch die Versammlung. Führungskräfte der 112 Ortswehren, Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie Vertreter verwandter Organisationen bekamen einen umfangreichen Überblick über die Tätigkeiten der Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises.   Der Suhlendorfer Musikzug umrahmte wie gewohnt die Tagesordnungspunkte und sorgte für eine gebührende Atmosphäre.

Den Bericht der Kreisfeuerwehr hielt der stellvertretende Kreisbrandmeister Andre Pieper, welcher neben der personellen Entwicklung insbesondere das Einsatzjahr der 112 Ortswehren mit ein paar ausgewählten Einsätzen darstellte. 18 Großbrände waren zu bewältigen. Andre Pieper machte deutlich, dass die Ausrüstung stets den aktuellen technischen Entwicklungen anzupassen ist. Man könne nicht die Einsätze von heute mit den Mitteln von gestern bekämpfen. Mit der Anschaffung des ELW 2 habe man den Schritt in die richtige Richtung gemacht. Die Ausbildung auf dem Einsatzfahrzeug wurde 2015 erfolgreich umgesetzt. Regelmäßig finden weitere Foren zum Erfahrungsaustausch statt. Mit der Anschaffung eines Gerätewagen Logistik 1 wurde das Fahrzeugkonzept der Kreisfeuerwehr fortgeführt. Im Kalenderjahr 2016 soll ein neuer Rüstwagen, welcher insbesondere kreisweit fehlendes Gerät für die schwere technische Hilfeleistung transportieren soll, ausgeschrieben werden. Auch in der feuerwehrtechnischen Zentrale wurde 2015 investiert. Durch die Erneuerung des Pumpenprüfstandes wurde die Arbeit des Personals vor erleichtert. 2016 sind weitere Investitionen geplant. Andre Pieper machte deutlich, dass die FTZ ein Dienstleister für die Freiwilligen Feuerwehren sei. Es müsse aufgepasst werden, dass nicht zu viele Aufgaben auf die Ehrenamtlichen übertragen werden. Andre Pieper bedankte sich darüber hinaus bei den Führungskräften der Kreisbereitschaft, den Zugführern der Gefahrgutzüge und bei den Fachbereichsleitern der Gruppe Absturzsicherung. Hochmotivierte Kameraden und Führungskräfte, moderne Technik, fundierte Ausbildung und gute Kameradschaft sind die Grundlagen für die gute Einsatzfähigkeit der Kreisfeuerwehr.

Im Anschluss an den Bericht der Kreisfeuerwehr präsentierte Lars Neumann die Notfallseelsorge. Über 20 Notfallseelsorger stehen für die Bürger des Landkreises bereit. Man könne Sie jederzeit anfordern. Lars Neumann berichtete, dass man nicht nur in den akuten Notsituationen da sei, sondern auch den Einsatzkräften der Feuerwehren bei der Einsatznachbesprechung zur Hilfe stehe.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Ernennung von Führungskräften. Die Führungskräfte der Kreisfeuerwehrbereitschaft erhielten neue Ernennungsurkunden. Bei der Kreisjugendfeuerwehr wurden Klaus Engelhart zum Kreisjugendfeuerwehrwart und Oliver Mietzner zum stellvertretenden Jugendfeuerwehrwart ernannt.

Alle neu ernannten Führungskräfte der Kreisfeuerwehr.
Alle neu ernannten Führungskräfte der Kreisfeuerwehr.

Der Landrat Dr. Heiko Blume hatte ein gutes Gefühl, als er an der Redekanzel stand. Er fand es wieder einmal sehr beeindruckend, wie die Jabelmannhalle gefüllt mit Feuerwehrleuten wirke. Er fühle sich sicher und die Bürger können es dank der Arbeit der Anwesenden auch. Er bedankte sich für die Projektarbeit in der Feuerwehr-AG der Fritz Reuter Schule in Bad Bevensen und sprach das neue Verwaltungsprogramm der Feuerwehren an, welches gerade vor der Einführung in Niedersachsen steht. Er sei sich sicher, dass das in Hessen bereits benutzte Programm auch die Arbeit der ehrenamtlichen Feuerwehrleute in Niedersachsen erleichtere. Das freiwillige soziale Jahr im Feuerwehrwesen sei ein großer Erfolg für den Landkreis. Das Projekt gehe auf jeden Fall weiter. Man erwarte die Bewerbungen. Das Jahr 2015 hat gezeigt, dass für eine funktionierende Gefahrenabwehr auch die Infrastruktur vorhanden sein muss. Hierbei sei einerseits eine funktionierende NABK als Ausbildungsstätte der Feuerwehrleute genannt. Aber auch die Infrastruktur, welche die Ortswehren selber vor Ort schaffen. Feuerwehren sind eine Stütze der Gesellschaft und gestalten oftmals das Dorfleben aktiv mit. Zum Schluss ehrte der Landrat noch die Kameraden Marcus Daasch und Andreas Eder. Beide haben sich maßgeblich in die Umsetzung des neuen ELW2-Konzeptes mit einer neuen Software beteiligt.

Darüber hinaus wurden während der Versammlung noch Beförderungen durchgeführt. Die Kameraden Björn Brusenius und Axel Kelle wurden zum Hauptbrandmeister befördert. Uwe Hinrichs erhielt den neuen Dienstgrad des Oberbrandmeister. Markus Vogel und Klaus Engelhart wurden zum Brandmeister befördert. Timo Schorling wurde zum Hauptlöschmeister befördert. Oberlöschmeister dürfen sich ab sofort Timo Zettelmaier und Oliver Mietzner nennen.

Kreisfeuerwehr erhält neues Logistikfahrzeug

Pressemitteilung Landkreis Uelzen vom 14.12.2015

„Das beachtliche finanzielle Engagement des Landkreises für eine solide Ausstattung der Kreisfeuerwehr motiviert uns alle zusätzlich.“, betonte Kreisbrandmeister Helmut Rüger bei der Übergabe des neuen Gerätewagens Logistik 1 (GW-L1) durch Landrat Dr. Heiko Blume am vergangenen Montag auf dem Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale an den Bartholomäiwiesen in Uelzen. Nach dem Gerätewagen Logistik 2 (GW-L 2) im Jahr 2013 und dem   Einsatzleitwagen 2 im Vorjahr konnte nun der Fuhrpark der Kreisfeuerwehr um ein weiteres modernes Fahrzeug erweitert werden. Das finanzielle Engagement des Landkreises hierfür beläuft sich auf 149.000,00 Euro.

Landrat Dr. Blume erinnerte bei der Übergabe an den Einsatz der Kreisfeuerwehr beim Elbehochwasser vor zwei Jahren. „Dort war die Uelzener Kreisfeuerwehr schon mit ihrem Küchen-LKW bei der Verpflegung autark und wurde von den anderen Wehren darum beneidet. Durch den neuen Gerätewagen wird der Logistikzug technisch nochmals aufgewertet.“, so der Landrat.

Bei dem nun in Dienst gestellten Gerätewagen handelt es sich um ein Transportfahrzeug für den Fachzug Logistik in Ergänzung zu dem bereits vorhandenen Küchen-LKW. Er ist ausgestattet mit einem festen Kofferaufbau sowie einer hydraulischen Ladebordwand und wird ab sofort dem Transport von Ausrüstungsgegenständen und Materialien des Fachzuges dienen. Daneben kann das Fahrzeug aufgrund der vorhandenen Standheizung auf der Ladefläche auch bei Bedarf zum Aufwärmen durch die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr genutzt werden. Als zusätzliches Highlight ist das Fahrzeug mit einem ausfahrbaren Scheinwerfermast ausgestattet, welcher von Kreisschirrmeister Stefan Standke den sichtlich beeindruckten Anwesenden sogleich vorgeführt wurde.

Ministerpräsident gibt bekannt: NABK in zwei Wochen wieder im Schulbetrieb!!

Der Ministerpräsident Stephan Weil sicherte heute den Feuerwehrleuten in Niedersachsen über eine Statusmeldung bei Facebook die Wiederaufnahme des Schulbetriebs an den beiden Standorten der Niedersächsische Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NABK) in Celle und Loy in den nächsten zwei Wochen zu…
Hier die Statusmeldung des Ministerpräsidenten:
„Eine gute Nachricht für alle Aktiven bei Feuerwehr und Katastrophenschutz: Die Niedersächsische Akademie für Brand- und Katastrophenschutz wird in zwei Wochen wieder für ihren eigentlichen Zweck zur Verfügung stehen. Die Unterbringung von Flüchtlingen dort war vorübergehend zwingend notwendig und ist niemandem leicht gefallen. Klar ist aber auch: Die Ausbildung der Feuerwehren und Katastrophenschutzkräfte ist absolut wichtig und wird bald an der NABK wieder möglich sein.“
Foto: Weil bei der Kreisbereitschaft Uelzen im Zuge der Hochwasserkatastrophe 2013

Übung des Gefahrgutzuges Süd in Nateln

Bericht: Hartmut Müller (OrtsBM Oetzen); Bilder: OrtsW Nateln

Nateln. Zu einer Einsatzübung rückte am Dienstag, den 29. September 2015, der Gefahrgutzug Süd des Landkreises Uelzen nach Nateln bei Rosche aus. Ausgangslage war ein verunglückter Kleintransporter, welcher Gefahrgut als Stückgut geladen hatte. Die ersteintreffende Wehr aus Nateln sperrte den Unglücksort nach Erekennen der Gefahrenlage großräumig ab. Kurz darauf wurde der Gefahrgutzug alarmiert und eine Notdekontamination sowie ein Löschangriff aufgebaut. Der Zugführer des Gefahrgutzuges, Horst Günter Fabel, übernahm nach dem Eintreffen am Unglücksort den Einsatzabschnitt Gefahrguteinsatz. Unter Vollschutz gingen die Einsatzkräfte vor. Austretende Flüssigkeiten wurden aufgefangen, beschädigte Versandstücke in auslaufsichere Behältnisse geborgen. Gleichzeitig lief die Stoffidentifikation über die Gefahrstoffdatenbank im Einsatzleitwagen des Gefahrgutzuges. Nachdem die Lage unter Kontrolle war, wurde die Einsatzübung beendet.

Gefahrgutübung 01

Bei der anschließenden Abschlussbesprechung zeigte sich der Ortsbandmeister von Nateln, Heiko Schwieder, sichtlich beeindruckt von der Arbeit des Gefahrgutzuges. Zugführer Horst Günter Fabel zog ebenfalls eine positive Bilanz dieser Einsatzübung.

Oetzen, den 29.9.15

 

Landesfeuerwehrverband nimmt Stellung zur Schließung der NABK

Die Maßnahme des Innenministeriums zur vorübergehenden Schließung der Schulstandorte Celle und Loy zur Unterbringung von Flüchtlingen wird derzeit kontrovers unter Feuerwehrleuten, aber auch in Politik und Verwaltung, diskutiert. Nicht nur die CDU-Fraktion des niedersächsischen Landtags oder der innenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion Jan-Christoph Oetjen, sondern auch die Landesgeschäftstelle des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen haben mit einer Pressmitteilung nunmehr Stellung zu der Maßnahme des Innenministeriums genommen.

Folgend aufgeführt die Pressemitteilung des LFV:

Hannover. In der heutigen Sondersitzung des Präsidiums des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen wurde ausschließlich die kurzfristig angekündigte Schließung der NABK-Standorte Celle und Loy sehr intensiv erörtert und beraten.

Aufgrund der erfolgten äußerst überraschenden und einseitigen Entscheidung des Nds. MI besteht aus hiesiger Sicht die große Gefahr, dass in den nächsten Wochen, Monaten oder Jahren? wöchentlich 230 Feuerwehrangehörige der Freiwilligen-, Berufs- und Werkfeuerwehren nicht die zustehenden und notwendigen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen in Anspruch nehmen können.

Die vorliegende Entscheidung des Nds. MI ist insofern unverständlich, da sich auf Landesebene schon seit Monaten und Jahren ein massiver Ausbildungsstau im Brandschutzwesen entwickelt hat. So konnten bisher nur etwa 50 % aller Lehrgangsanforderungen bedient werden. Würde die Zuteilungsquote erheblich höher sein, so wäre die getroffene Entscheidung des Nds. MI möglicherweise etwas besser nachzuvollziehen gewesen.

Die Feuerwehren in Niedersachsen stehen zur humanitären Hilfe und haben dies insbesondere in den letzten Wochen und Monaten mit tausenden von Feuerwehr-Einsatzkräften vor Ort, u.a. bei der Einrichtung von Notunterkünften, bewiesen.

Der ersatzlose Ausfall der wichtigen Aus- und Fortbildung von Feuerwehr-Einsatz- und Führungskräften an den NABK-Standorten kann jedoch so nicht akzeptiert werden!

Das Präsidium des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen fordert daher Innenminister Boris Pistorius auf, sich unverzüglich mit dem Spitzenverband der Feuerwehren als auch den Kommunalen Spitzenverbänden an einen Verhandlungstisch zu setzen, um die zurzeit angespannte Lage innerhalb der Feuerwehren zu erörtern und nach anderweitigen Lösungsmöglichkeiten zu suchen.

Ferner wird das Nds. MI dringend aufgefordert, schnellstmöglich in den nächsten Tagen wenigstens an einem der NABK-Standorte den Lehrgangsbetrieb für die Feuerwehren wieder aufzunehmen und somit einen „Notbetrieb“ für die wichtigsten Feuerwehrwehrlehrgänge zu schaffen.

unterzeichnet mit LGeschSt des LFV-NDS

Einige Feuerwehrleute versuchen sich inzwischen selbst zu helfen! Mittels einer von der Kameradin Theresa Rettstadt aus dem Landkreis Celle gestarteten Online-Petition werden derzeit Stimmen gegen die vorübergehende Schließung der NABK gesammelt. Der Erfolg bleibt abzuwarten. Auf der Website der gemeinnützigen  GmbH open Petition kann man seine Stimme abgeben (LINK).