Ausbildungsveranstaltung patientengerechte Unfallrettung

Technische Hilfeleistungen nach Verkehrsunfällen gehören seit Jahren als eines der aufwendigsten Themengebiete in das Einsatzspektrum der Schwerpunktfeuerwehr Uelzen.

Immer neuere Innovationen im Bereich der Kraftfahrzeugtechnik machen es daher unerlässlich, intensiv Ausbildung auf diesem Gebiet zu betrieben.

Im Rahmen der Beschaffung eines neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 (HLF 20), welches im Februar 2020 in Dienst gestellt werden konnte, wurde auch ein neuer hydraulischer Rettungssatz ausgeschrieben und beschafft. Dieser Rettungssatz umfasst neben dem bekannten hydraulischen Spreizer und der Schere auch diverse Rettungszylinder.

Dank der stetigen Weiterentwicklung durch die Automobilhersteller ist die Sicherheitstechnik in neuen Kraftfahrzeugen mittlerweile auf einem hervorragenden Stand, um die Insassen im Falle eines Unfalls adäquat schützen zu können.

Daher ist es nicht nur notwendig, neues Gerät vorzuhalten, sondern auch entsprechend an diesem Gerät ausgebildet zu sein, um es im Einsatz auch erfolgreich anwenden zu können.

Um dieses zu gewährleisten, wurde gemeinsam mit dem neuen Rettungssatz eine Ausbildungsveranstaltung durch den Hersteller ausgeschrieben. Wegen der weltweiten Pandemielage des SARS-CoV-2 Erregers und die damit einhergehenden Einschränkungen für den Dienst- und Ausbildungsbetrieb der Schwerpunktfeuerwehr Uelzen war es nun umso erfreulicher, dass am 19. Juni 2021 rund 30 Mitglieder der Feuerwehr Uelzen bei dem Tagesseminar „patientengerechte UNFALLRETTUNG“ der Firma Weber Rescue teilnehmen konnten.

Die Ausbildungsveranstaltung begann für alle Teilnehmer um 8.30 Uhr mit einem COVID-19- Schnelltest. Nachdem alle unauffälligen Testergebnisse vorlagen, konnte mit dem theoretischen Teil der Ausbildung begonnen werden. Rund zwei Stunden wurden durch die Ausbilder der Firma Weber Hydraulik die Besonderheiten der patientenorientierten Verkehrsunfallrettung sowie die Neuerungen in der Fahrzeugtechnik erläutert.

Im Anschluss, nach einer kleinen Pause, wurden die zur Verfügung stehenden Schrottautos in der Halle der Schwerpunktfeuerwehr in Stellung gebracht, um das in der Theorie vermittelte Wissen nun in praktischen Beispielen zu festigen. An drei Station konnten Kleingruppen von 10 Personen verschiedene Szenarien (Auto auf Dach, Auto auf Seite und Auto nach Überschlag in normaler Stellung) abarbeiten. Hier galt es Personen, dargestellt von Übungspuppen, möglichst schonend aus ihrer Zwangslage zu befreien.

Da die Ausbilder direkt ein Feedback zu den ergriffenen Maßnahmen gaben, stellte sich unmittelbar ein Lernerfolg für alle Beteiligten ein. Nach dem gemeinsamen Aufräumen wurde die Veranstaltung gegen 16 Uhr beendet. Für die Zukunft und die weitere interne Ausbildung innerhalb der Feuerwehr Uelzen konnte sehr fundiertes Wissen vermittelt werden. Die gewonnenen Erkenntnisse werden nun fortlaufend in den regulären Ausbildungsdienst einfließen, um alle Mitglieder der Schwerpunktfeuerwehr auf einen gemeinsamen Ausbildungsstand zu bringen.