Archiv der Kategorie: LK Uelzen

Warum sind Feuerwehrautos rot? Brandschutzerziehung in Bevensen

Text & Bilder: A. König (Pressewart FFw Bevensen-Ebstorf)

Bevensen. 44 Kinder aus den Klassen 3a und 3b der Waldschule Bad Bevensen waren im Rahmen der Brandschutzerziehung im Feuerwehrhaus Bad Bevensen zu Besuch. Unsere ehrenamtlich zum Brandschutzerzieher ausgebildeten Feuerwehrmänner Michael Hinz und Christian Hinrichs wurden extra von ihren Arbeitgebern für diesen spannenden Vormittag bei der Freiwilligen Feuerwehr freigestellt. Der Besuch der Schulklassen bei der Feuerwehr knüpft an einen Besuch der Brandschutzerzieher in der Schule an. Sie beantworteten Fragen wie “Warum sind Feuerwehrautos rot” und “Was macht ihr wenn es nicht brennt?” Der Unterschied zwischen Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr wurde erklärt und eine Staubexplosion  in einem kleinen Holzhaus demonstriert. Unterstützt von weiteren Feuerwehrmännern ging es anschließend zu den Einsatzfahrzeugen in die Fahrzeughalle. Bei der Demonstration der Atemschutzausrüstung durfte der Vergleich mit „Darth Vader“ von Star-Wars nicht fehlen.  Unter staunenden Kinderaugen wurde mit Blaulicht und Martinshorn das große Tanklöschfahrzeug im Einsatz gezeigt. Zum Abschluss wurden Malbücher, Luftballons, Karten „Wie setze ich einen Notruf ab“ und ein Info-Flyer über die Freiwillige Feuerwehr Bad Bevensen verteilt. Ein Vormittag bei der Freiwilligen Feuerwehr der allen Beteiligten sichtlich Spaß gemacht hat.

Verkehrsunfall zwischen Hansen und Bohlsen

Text: Christoph Paul / Pressesprecher Feuerwehr

Am Morgen des 07.05.2017 kam es gegen 04.20 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der Ortsverbindung zwischen Hansen und Bohlsen. Ein PKW war von der Straße abgekommen, gegen einen Baum geprallt und auf der Seite liegen geblieben. Im PKW befanden sich zum Unfallzeitpunkt zwei Personen. Der Fahrer konnte das Unfallfahrzeug selbstständig verlassen. Der Beifahrer musste durch die Feuerwehr mit hydraulischem Rettungsgerät befreit werden. Beide Insassen wurden mit Verletzungen ins Krankenhaus Uelzen eingeliefert. Der Einsatz unter Einsatzleiter Reinhard Sopniewski dauerte bis ca. 06.00 Uhr an.

 

Im Einsatz waren:

  • Feuerwehr Hansen
  • Feuerwehr Gerdau
  • Feuerwehr Uelzen
  • DRK Rettungsdienst
  • Polizei Uelzen

Gasaustritt sorgt für Feuerwehr Einsatz in Wriedel

Text und Fotos: Philipp Schulze / Pressesprecher Feuerwehr

Bei Bauarbeiten in der Ortschaft Wriedel kam es am 03. Mai 2017 zu einem versehentlichen Anbohren einer Hauptgasleitung. Mit einem sogenannten Horizontalbohrgerät wurde die Gasleitung in der Hauptstraße beschädigt und es kam zum Austritt von Erdgas.

Die sofort alarmierten Feuerwehren aus Wriedel-Schatensen und Ebstorf sperrten die Schadensstelle großräumig ab und nahmen parallel Messungen mit entsprechenden Gasmessgeräten vor.

Zusätzlich wurde die Hauptstraße in Wriedel durch die Einsatzkräfte für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Zur Absicherung der Einsatzstelle wurde durch die ehrenamtlichen Kräfte der Brandschutz um die Austrittsstelle sichergestellt. In einem Umkreis von circa 100 Metern wurden zudem Anwohner über den Einsatz informiert und in enger Absprache mit dem Energieversorger gebeten Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Während der weiteren Behebung der Schadensstelle durch eine Baufirma und dem Energieversorger stellte die Feuerwehr weiter den Brandschutz sicher.

Der Einsatz der Feuerwehr dauerte bis circa 16 Uhr an.

 

Einwandfrei abgearbeitet

Die Kreisbereitschaft Uelzen Nord übt im Nachbarkreis

Autor: Johann Fritsch, Pressesprecher KFV DAN, Bilder: FF Gartow

Wenn bei Naturkatastrophen und Großschadenslagen die eigenen Feuerwehrkräfte nicht ausreichen oder zusätzliches Spezialgerät benötigt wird, kann auf die Kreisfeuerwehrbereitschaften (KFB) anderer Landkreise und Bundesländer zurückgegriffen werden. In Lüchow-Dannenberg war dies während der letzten Hochwasser regelmäßig der Fall. Die entsprechenden Einheiten der beiden Landkreise arbeiten aber nicht nur im Ernstfall zusammen, sondern auch im Rahmen von Übungen.

Übung des KFB Uelzen Nord am 28./29.04.2017
Übung des KFB Uelzen Nord am 28./29.04.2017

Während mehrerer Szenarien bewies sich im Raum Gartow/Lüchow die KFB Uelzen Nord. So mussten die Kameraden am Freitag bei einem Unglück mit einem Binnenschiff im Schnackenburger Hafen Menschen retten und Technische Hilfe leisten. Während die Kräfte noch rund um das durch Schuten des Wasser- und Schifffahrtsamtes dargestellten Binnenschiff arbeiteten, brach ein Brand in einer Biogasanlage aus. Nun waren die Blauröcke gezwungen, an einer zweiten Unglücksstelle zu retten und zu löschen. Um den Brand zu bekämpfen wurde eine Wasserförderung mit Schläuchen über lange Wegstrecke aufgebaut.
Am Sonnabend war die KFB auf dem Gelände der Lüchower Stärkefabrik gefordert. Im Mittelpunkt standen dabei erneut Menschenrettung und Technische Hilfeleistung. Zusätzliche Anforderungen stellten Metallbrände und pyrotechnische Gefahren.

FZ Logistik KFB Uelzen Süd und FB FuK KFB Uelzen Nord
FZ FuK KFB Uelzen Nord und FZ Logistik KFB Uelzen Süd. Foto: Annika Kämper, FZ Logistik

Verpflegt wurden die Kameraden wie immer professionell vom Fachzug Logistik der KFB Uelzen Süd auf dem Gartower Schulhof.

Der komplette Bericht ist auf der Homepage des Kreisfeuerwehrverbandes Lüchow Dannenberg zu finden.

Großangelegte Fahr- und Funkübung in der Gemarkung Wieren

Text und Fotos: Philipp Schulze / Pressesprecher Feuerwehr

Während der April wettertechnisch seinen Namen alle Ehre macht und von Regen, Frost und Sonnenschein alles zu bieten hatte, bereiteten sich Ende des Monats 150 Feuerwehrkräfte auf den Ernstfall vor. „In den kommenden Monaten steigt wieder die Gefahr von Wald- und Flächenbränden teilweise extrem an“, sagt Gemeindebrandmeister Henning Tipp. Und genau darauf zielte eine großangelegte Fahr- und Funkübung mit Feuerwehren aus den Landkreisen Uelzen, Gifhorn und Celle am 30. April 2017 ab. Die Teilnehmer fuhren mit ihren Einsatzfahrzeugen markante und einsatztaktisch wichtige Punkte in der Samtgemeinde Aue ab.

So ging es unter anderem in die Wierener Berge, über Waldwege, mal breit, mal schmal, so dass den Fahrern, der teilweise sehr großen Feuerwehrfahrzeugen, einiges abverlangt worden ist. An verschiedenen Stationen wurden dann den Übenden verschiedene Besonderheiten der Umgebung bzw. der Örtlichkeit erläutert. Sogenannte Löschwasserbehälter vorgeführt, Probleme der Wasserversorgung erläutert und vieles mehr. „Genau solch Hintergrundwissen hilft uns als Einsatzkräften im Ernstfall sehr“, erklärt der stellvertretene Gemeindebrandmeister Torsten Sawalski. Und ergänzt, „Entstanden ist diese regelmäßig stattfindende Fahr- und Funkübungen der drei beteiligten Landkreise nach den verheerenden Waldbränden im August 1975“. Damals gab es unter anderem Verständigungs- und Kommunikationsprobleme.

Während 1975 nicht alle Einsatzfahrzeuge über Funkgeräte verfügten, ist dies heutzutage zum Glück ganz anders. Auf dem ehemaligen BGS Gelände in Bad Bodenteich wurden die insgesamt 35 beteiligten Feuerwehrfahrzeugen und ihre Mannschaften von sogenannten Einsatzleitwagen (ELW) aus über Digitalfunk koordiniert. Hier arbeiteten die beiden ELW 1 der Samtgemeinde Aue dem ELW 2 des Landkreises Uelzen zu. „Wir verfügen in der Feuerwehr über teilweise sehr moderne Kommunikationsmittel, doch diese erfordern auch regelmäßige Fortbildungen, damit im Ernstfall alles gut aufeinander abgestimmt ist,“ berichtet Torben Oetzmann. Torben gehörte neben Henning und Torsten zum Team, dass die Übung ausgearbeitet hatte.

Parallel zu den ehrenamtlichen Kräften, die durch die Gemeinde gefahren sind, trafen sich zudem die Führungskräfte der beteiligten Gemeinden und Landkreise zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch. So wurde durch den stellvertretenen Kreisbrandmeister André Pieper das Funkkonzept des Landkreises Uelzen vorgestellt. Regierungsbrandmeister Dieter Ruschenbusch berichtete über den Saisonstart vom Feuerwehrflugdienst, wo unter anderem eine Maschine vom Typ Cessna 206 in Lüneburg stationiert ist. „Der Flugdienst ist aus meiner Sicht durch aktuell keine andere Technik zu ersetzen“, bestätigt Henning Tipp.

 Zudem führte die DRK Bereitschaft, die ebenfalls auf dem Gelände eine mehrtägige Übung absolvierten, ihre Drohne vor. Mit der Drohne ist es unter anderem möglich sich einen gewissen Lageüberblick aus der Luft zu verschaffen, um somit taktische Entscheidungen verfeinern zu können.

Im Anschluss der Übung trafen sich alle Einsatzkräfte auf dem ehemaligen BGS Gelände zum gemeinsamen Mittagessen. Dieses wurde wie auch ein Frühstück, durch die DRK Bereitschaft Uelzen hergerichtet und durch die Samtgemeinde Aue finanziert.

 

Zweitägige Heißausbildung in der SG Bevensen-Ebstorf

Text: A. König Fotos: Ph. Schulze

Bad Bevensen (ffpr). Eine Brandbekämpfung im Innenangriff realistisch und sicher zu üben, gestaltet sich für Feuerwehren in der Regel schwer bis unmöglich. Für 60 Atemschutzgeräteträger der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf hat sich Ende April die seltene Gelegenheit ergeben an einer sogenannten „Heißausbildung“ teilzunehmen. Die Firma DELTA Safety & Protection aus Sulingen hat für zwei Tage einen mobilen Brandcontainer auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Bad Bevensen aufgebaut. Am Freitag und Samstag wurden jeweils 30 Teilnehmer, in einer vierstündigen Ausbildung in Theorie und Praxis geschult. Aufgeteilt in einen Vormittags- und einen Nachmittagskurs, wurden jeweils 15 Teilnehmer fortgebildet.

Kernstück der Ausbildung ist ein feststoffbefeuerter Brandcontainer. In diesem Container werden in einem abgetrennten Bereich Holzpaletten verbrannt. Durch das Öffnen der Tür zu diesem Brandraum gelangen der Brandrauch und somit auch brennbare Gase in den restlichen Container. Durch das Öffnen dieser Tür kommt ebenfalls Luft in den Brandraum und führt zu einer Entzündung des gesamten – bis dahin schwelenden – Brandrauches. Dabei entzündet sich der Brandrauch so schlagartig und intensiv, dass ein deutlicher Druckanstieg spürbar ist. Diesen Vorgang nennt man auch Rauchgasdurchzündung.

Den Brandrauch richtig zu deuten und eine mögliche Gefahr zu erkennen ist das Entscheidende. Denn daraus ergibt sich das weitere Vorgehen und richtige Verhalten. Dabei sind die Farbe und Intensität des Rauches ebenso aufschlussreich, wie die Dynamik in der Rauchschicht. Aus dem Rauch lassen sich viele Rückschlüsse auf den Brandverlauf und die Gefährlichkeit schließen. Werden diese Zeichen einer bevorstehenden Rauchgasdurchzündung nicht erkannt, kann es im wahren Einsatz unter Umständen lebensgefährlich werden.

Im Container selber werden genau diese Rauchgasdurchzündungen provoziert, allerdings sitzen die Teilnehmer gut 40 cm tiefer als der Raum in dem die Holzpaletten verbrannt werden. In dieser Zone herrschen Temperaturen von etwa 70 bis 80 Grad. Im Deckenbereich können es bis zu 800 Grad sein. Die erste Lektion wird den Teilnehmern nach der ersten Durchzündung schnell klar. Je tiefer man sich aufhält umso kühler ist es. Ohne ihre Schutzkleidung wäre ein Überleben in diesem Bereich nicht möglich.

Insgesamt drei Ausbilder der Firma DELTA geben das Wissen und ihre Erfahrung an die Teilnehmer weiter. Hinter den Schlagworten Temperaturcheck, Rauchgaskühlung, Türprozedere und indirekte Brandbekämpfung verbergen sich viele Abläufe die für diesen gefährlichen Job bei der Feuerwehr beherrscht werden müssen. Diese Abläufe zu automatisieren ist wesentliches Ziel der Atemschutzausbildung. Wenn der Trupp diese Techniken beherrscht, kann er relativ sicher Vorgehen und ohne große Wasserschäden einen Löscherfolg erzielen. Im Brandcontainer werden diese Abläufe unter realistischen Bedingungen ausprobiert und man sieht und spürt sofort die Effektivität der einzelnen Techniken. Auch wird den Teilnehmern der sparsame Umgang mit Wasser schnell klar. Denn der Wasserdampf schlägt auch durch die speziellen, dicken Feuerwehrjacken durch und verursacht schmerzhafte Hautrötungen bis hin zu Verbrühungen.

Diese Eindrücke kann man auch unter besten Übungsbedingungen im normalen Dienst nicht vermitteln. Wer diese Erfahrung aber mal gemacht und gespürt hat, wird es auch so schnell
nicht vergessen. Das macht die Ausbildung an einem feststoffbefeuerten Container so wertvoll und wichtig. Für einige Atemschutzgeräteträger war es sogar der erste Kontakt mit dem Medium Feuer im Innenangriff. Gerade für diese Atemschutzgeräteträger war es ein äußerst lehrreiches Wochenende. Aber auch die gestandenen Feuerwehrleute waren schwer beeindruckt von der Ausbildung. Alle konnten von dem großen Erfahrungsschatz der Ausbilder profitieren.

Organisiert hat die Ausbildung das Atemschutz-Ausbilderteam der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf. Viele Stunden Planung und Vorbereitung ließen das Wochenende zu einem vollen Erfolg werden. Einen ganz besonderen Dank spricht das Ausbilderteam dem Feuerwehrausschuss und der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf aus. Ohne deren Fürsprache und Unterstützung wäre dieses Ausbildungswochenende nicht zustande gekommen. Die Samtgemeinde übernimmt die gesamten Ausbildungskosten in Höhe von etwa 8.000 Euro und investiert so in die Sicherheit aller Feuerwehren.

Am Wochenende wurden über 200 Holzpaletten in der Anlage verfeuert. Diese wurden von der Firma Melosch aus Uelzen angeliefert und gesponsert. Die Feuerwehr dankt für diese tolle Unterstützung.

Auch die Ausbilder der Firma DELTA Safety & Protection wurden am Wochenende von allen Seiten für ihr gute und kompetente Ausbildung anerkennend gelobt. Diesen Danksagungen kann sich das Ausbilderteam der Samtgemeinde nur anschließen. Das DELTA-Team um Uwe Rohlfs blickt nicht nur auf jahrelange Erfahrungen im Bereich der Heißausbildung zurück, sie können dieses Wissen den Teilnehmern auch sehr gut vermitteln und weitergeben. Ein rundum gelungenes Wochenende für alle Beteiligten!

Die 60 teilnehmenden Atemschutzgeräteträger stammen aus den Feuerwehren Altenmedingen, Bad Bevensen, Barum, Brockhimbergen-Kollendorf, Drögennottorf, Ebstorf, Eddelstorf, Emmendorf, Gollern, Hesebeck, Himbergen, Hohenbünstorf, Jastorf, Jelmstorf, Linden, Melzingen, Röbbel, Secklendorf, Tätendorf-Eppensen und Wriedel-Schatensen.

Leerstehende Scheune in nächtlichem Vollbrand

Text: Tom Reher / Pressesprecher Feuerwehr, Fotos: Philipp Schulze / Pressesprecher Feuerwehr und Karl Harleß / Feuerwehr Linden

Linden (fpr). Eine leerstehende Scheune am Ortsausgang von Linden stand in der vergangenen Nacht (28.04.2017) in Vollbrand. Der bereits teilweise eingestürzte Unterstand mit einer Grundfläche von rund 100 Quadratmetern brannte dabei komplett nieder. Genau um 1:00 Uhr löste die Leitstelle die Funkmeldeempfänger und Sirenen für die Feuerwehren Linden, Stadorf, Ebstorf und Eimke aus. Heller Feuerschein im dunklen Nachthimmel wies den anrückenden Löschmannschaften schon von weitem den Weg zum Einsatzort.

Insgesamt 56 Feuerwehrleute der vier Wehren bekämpften unter der Einsatzleitung des Lindener Ortsbrandmeisters Bernd Becker die Flammen und löschten mit Wasser und Netzmittel aus drei Rohren. Die Wasserversorgung wurde von einem Hydranten in der Oberen Dorfstraße über 600 Meter in die Feldmark aufgebaut. In Bereitstellung für die eingesetzten freiwilligen Helfer befand sich eine Rettungswagenbesatzung des hauptamtlichen Regelrettungsdienstes aus Bahnsen. Verletzte gab es nicht zu beklagen. Die Brandursache und die Höhe des Sachschadens konnten bislang nicht beziffert werden. Beamte des Polizeikommissariats aus Uelzen nahmen noch in der Nacht die Ermittlungen auf. Nach rund einer Stunde war das Feuer gelöscht, sodass die Wehren aus Eimke und Ebstorf, später auch die Stadorfer, aus dem Einsatz entlassen werden konnten. Die Ortsfeuerwehr Linden übernahm noch bis zirka 3:00 Uhr morgens die Brandwache.

 

Feuerwehr-Flugdienst wieder einsatzbereit für die bevorstehende Waldbrandsaison

Text und Fotos: Olaf Rebmann, LFV-NDS

Landtagsvizepräsident Klaus-Peter Bachmann informierte sich über den Feuerwehr-Flugdienst Niedersachsen

Feuerwehr-Flugdienst des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen wieder einsatzbereit für die bevorstehende Waldbrandsaison

Hildesheim (Lk. Hildesheim) / Lüneburg (Lk. Lüneburg). Die Flugbeobachter und Piloten und des Feuerwehr-Flugdienstes (FFD) des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen (LFV-NDS), sowie die mitwirkenden Mitarbeiter der Niedersächsischen Landesforsten sind auf die kommende Waldbrandsaison wieder gut vorbereitet und trainierten den Einsatz.

Beim den traditionellen „Anfliegen“ der FFD-Stützpunkte in Hildesheim/Peine (08.04.17) und Lüneburg (29.04.17) erhielten die Besatzungsmitglieder Einweisungen und Hinweise für neue Gerätschaften und vertieften ihr Wissen rund um die vorhandene Technik und Einsatztaktikten.

Die FFD-Stützpunktleiter Rainer Pflugradt (Stützpunkt Hildesheim/Peine) und Torsten Hensel (Stützpunkt Lüneburg) begrüßten neben den Flugbeobachtern auch einige Gäste an den jeweiligen Tagen, sowie selbstverständlich die Piloten und mitwirkenden Förster zum ersten offiziellen Arbeitstag“ in diesem Jahr. Nach einigen Mitteilungen der Stützpunktleiter und Fragen durch die Mitglieder des FFD, ging es daran, die praktischen Fähigkeiten zu vertiefen. Jeweils Teams aus Pilot, Flugbeobachter und Förstern führten Trainingsflüge durch und testeten ausgiebig die vorhandene Technik.

Der Feuerwehr-Flugdienst des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen ist ab sofort wieder einsatzbereit für die bevorstehende Waldbrandsaison.

Der Vizepräsident des Niedersächsischen Landtages, Klaus-Peter Bachmann (MdL), und Karten Becker (MdL), Mitglied im Ausschuss für Inneres und Sport, informierten sich auf dem Flugplatz in Hildesheim beim Stützpunktleiter Pflugradt, dem Referenten des FFD und Vorsitzender des Arbeitskreis FFD im LFV-NDS, Kreisbrandmeister Hans-Hermann Fehling sowie dem Landesgeschäftsführer Michael Sander über die Arbeit und Ausstattung des Feuerwehr-Flugdienstes des LFV-NDS. Weiter wurden vergangene Einsätze und Sonderlagen besprochen, wo der FFD im Einsatz war. Hier sei die Suche nach dem Wolf „Kurti“ zu nennen, sowie bei unzähligen größeren und kleinen Wald- und Flächenbrände in Niedersachsen in den zurückliegenden Jahrzehnten.

Trotz des diesigen Wetters war das Schloss Marienburg, südlich von Hannover, gut beim Überflug zu erkennen. An solch markanten Punkten, können sich die Flugbeobachter gut orientieren.

Der Feuerwehr-Flugdienst des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen ist eine einmalige Einrichtung in Deutschland und wird auf Anforderung der Polizeidirektion bei entsprechenden Wetterlagen tagsüber im Einsatz sein und ihre Überwachungsflüge über große Teile Niedersachsens absolvieren.

Die Hauptaufgabe des FFD ist die Unterstützung der Einsatzleitung auf der Erde durch detaillierte Lagemeldungen aus der Luft, gerade bei Wald- und Flächenbränden. Der FFD übermittelt als „fliegendes Auge des Einsatzleiters“ weiter einsatzkritische Informationen über den Verlauf eines Feuers oder anderer Großschadenslagen und führt die am Boden befindlichen Einsatzkräfte zum genauen Einsatzort.

Landtagsvizepräsident Klaus-Peter Bachmann (MdL) (von rechts) während des diesjährigen traditionellen Anfliegens des Feuerwehr-Flugdienstes Niedersachsen, Stützpunkt Hildesheim/Peine, mit dem FFD-Stützpunktleiter Rainer Pflugradt, dem FFD-Referenten Hans-Hermann Fehling und dem Mitglied des Ausschusses für Inneres und Sport des Niedersächsischen Landtages, Karsten Becker (MdL).

Der LFV-NDS unterhält zurzeit zwei Maschinen vom Typ Cessna 206 mit der Unterstützung der öffentlichen Versicherer und des Landes Niedersachsen. Die beiden Fluggeräte sind mit BOS-Digitalfunk, GPS-Geräten zur Satellitennavigation, sowie Tablet-PC‘s und weiteren Einsatzmaterial ausgestattet.

Keine Übung wie jede andere: Gefahrgutzug Nord übt in Ebstorf

Text: Tom Reher / Pressesprecher Feuerwehr – Fotos: Philipp Schulze / Pressesprecher Feuerwehr

Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr des Klosterfleckens Ebstorf trafen sich heute Abend (24.04.2017) zu ihrem regulären Übungsdienst. Was niemand ahnte: Der stellvertretende Ortsbrandmeister René Ohland hatte eine spezielle Übung ausgearbeitet, bei der es um den Fund eines Gefahrguts – in diesem Fall einem unbekannten atomaren Stoff – ging. Ort des Szenarios: am Wittmersweg nahe des Wiesensees.

Nachdem die Ebstorfer Wehr um Einsatzleiter und Ortsbrandmeister Carsten Mente weiträumig abgesperrt und Erstmaßnahmen ergriffen hatte, kam auch der Gefahrgutzug Nord der Kreisfeuerwehr unter der Leitung des Zugführers Mirko Feldmann mit hinzu. Dieser besteht aus zusätzlichen Einheiten der Ortsfeuerwehren Bad Bevensen, Bienenbüttel, Wriedel-Schatensen und einer Kommunikationsgruppe und führt unter anderem spezielle Spür- und Messtechniken mit sich. Ziel dieser nicht alltäglichen Übung war, das Zusammenspiel zwischen der örtlichen Feuerwehr und eben dieses Zuges zu trainieren. Mehrmals im Jahr finden derartige Dienste statt, die darüber hinaus auch der Bevölkerung die Einsatzmöglichkeiten der Feuerwehren und den Ausbildungsstand der ehrenamtlichen Helfer nahebringen. So ließen sich auch in Ebstorf eine Reihe von interessierten Anwohnern gerne über Sinn und Zweck des heutigen Manövers informieren.

Und am Ende konnte seitens der Übungsleitung, des Einsatzleiters und vom Zugführer ein durchaus positives Fazit dieser gelungenen Übung verkündet werden.

 

Wohnhausbrand in Bad Bevensen

Text: Tom Reher / Pressesprecher Feuerwehr – Fotos: Philipp Schulze / Pressesprecher Feuerwehr und Jan Krützfeld /Feuerwehr Bad Bevensen

Offene Flammen schlugen am heutigen Abend kurz nach 20 Uhr aus dem Dachstuhl eines Wohnhauses in der Bevenser Möllerstraße. Den neun Ortsfeuerwehren aus Bad Bevensen, Altenmedingen, Barum, Hesebeck, Himbergen, Jastorf, Jelmstorf, Röbbel und Römstedt wies eine weithin sichtbare Rauchsäule den Weg zum Einsatzort in der Kurstadt. Eine Bewohnerin aus dem Obergeschoss konnte sich unverletzt ins Freie retten. Das ältere Ehepaar aus dem Erdgeschoss kam erst im Laufe der Löscharbeiten von einer Familienfeier hinzu und musste betreut werden. Nachdem erste Trupps sich zunächst von innen dem Feuer nähern konnten und die Flammen weitgehend unter Kontrolle brachten, war die weitere Brandbekämpfung dann nur noch von außen möglich. Dabei kamen fünf Rohre und ein zusätzliches über die Bevenser Drehleiter zum Einsatz. Insgesamt 120 Feuerwehrleute, davon viele unter Atemschuttzgeräten, mit 18 Fahrzeugen waren unter der Leitung von Ortsbrandmeister Matthias Wedel vor Ort.

Dazu ein Rettungswagen des hauptamtlichen Regelrettungsdienstes sowie die ehrenamtlichen DRK-Bereitschaften aus Bad Bevensen und Uelzen mit weiteren acht Fahrzeugen, dem Organisatorischen Leiter und knapp 20 Helfern in Bereitstellung. Ein Feuerwehrmann aus Bad Bevensen verletzte sich während der Löscharbeiten leicht am Handgelenk und wurde mit einem Rettungswagen ins Klinikum nach Uelzen gebracht.

Die Löschwasserversorgung wurde aus mehreren Hydranten gewährleistet. Dafür mussten die Medinger Allee und weitere Anliegerstraße weiträumig gesperrt werden. Als nach rund einer Stunde die Meldung „Feuer aus“ erfolgte, konnte zur Vermeidung von Wasserschäden das Löschwasser für die Nachlöscharbeiten deutlich verringert werden. Die beiden Wohnungen indes sind vorerst für unbewohnbar erklärt, sodass die Bewohner anderweitig untergebracht werden müssen. Nachdem erste Wehren nach und nach aus dem Einsatz entlassen wurden, dauerten die Aufräumungsarbeiten bis Mitternacht an.

Angaben zur Schadenshöhe und zur Brandursache können nicht gemacht werden. Beamte des Polizeikommissariats Uelzen nahmen die Ermittlungen auf