Alle Beiträge von C. Paul - Pressesprecher Feuerwehr Hansestadt Uelzen

Zwei nächtliche Feuer fordern alle Feuerwehren der Hansestadt Uelzen

Am Abend des 15.04.2020 kam es gegen 23.15 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache zu einem Brand eines Pferdestalls im Uelzener Ortsteil Hambrock. Auf Grund der Vielzahl der Notrufe wurde umgehend die Alarmstufe von Feuer 1 auf Feuer 3 erhöht und somit Vollalarm für die Feuerwehr Uelzen gegeben. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand der betroffene Pferdestall bereits in Vollbrand. Durch den Einsatzleiter Jürgen Kaune wurde daher nochmals die Alarmstufe auf F4 erhöht – durch diese Erhöhung wurden alle Feuerwehren der Hansestadt Uelzen alarmiert.

Durch Besitzer und die Besatzung des ersteintreffenden DRK-Rettungswagens konnten in der Zwischenzeit weitere Pferde in Sicherheit bringen. Für zwei Pferde im betroffenen Stall kam leider jede Hilfe zu spät.

Durch den massiven Löschangriff konnte ein Übergreifen des Feuers auf die angrenzenden Stallungen sowie eine Reithalle verhindert werden. Während die Löscharbeiten in Hambrock noch andauerten wurde über die Rettungsleitstelle ein weiterer Brand im Stadtgebiet gemeldet. In einer Kleingartenkolonie im Bereich Am Stadtgut/Hauenriede stand eine leerstehende, ca. 20 m2 große, Gartenlaube in Vollbrand. Umgehend wurden einige abkömmliche Einsatzkräfte von Feuerwehr und DRK-Bereitschaft zur zweiten Einsatzstelle entsandt. Durch die Feuerwehren Hansen, Veerßen, Klein Süstedt sowie Kirchweyhe konnte auch dort ein Übergreifen auf die angrenzende Bebauung verhindert werden.

An beiden Einsatzstellen mussten zum Teil längere Schlauchleitungen für die Löschwasserversorgung verlegt werden.

Gegen 0.30 Uhr war das Feuer an beiden Einsatzstellen unter Kontrolle. Um ca. 1.30 Uhr war der Einsatz für alle Einsatzkräfte beendet.

Im Einsatz befanden sich alle Feuerwehren der Hansestadt Uelzen, der Rettungsdienst des DRK Uelzen, die DRK-Bereitschaft Kreis Uelzen sowie die Polizei Uelzen/Lüneburg.

 

Kräfte im Einsatz (für beide Einsatzstellen):

Alle Feuerwehren der Hansestadt Uelzen (121 Einsatzkräfte)

Rettungsdienst des DRK Uelzen (2 Einsatzkräfte)

DRK Bereitschaft Kreis Uelzen (14 Einsatzkräfte)

Polizei Uelzen sowie Kriminaldauerdienst der Polizei Lüneburg

 

 

Der „Osterhase“ besucht die Feuerwehr Uelzen…

…und lässt Brandschutzhandschuhe für die Atemschutzgeräteträger der Schwerpunktwehr dort. In diesem Falle ist es aber nicht der Osterhase mit den langen Ohren, sondern der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Uelzen e.V.! Nach individueller Anprobe und Festlegung der Größen konnten durch den Zuschuss des Fördervereins in Höhe von 4500 € rund 55 Paare des Modells „Elkdefender 2.0“ der Firma Penkert beschafft werden. Mit diesen modernen Schutzhandschuhen wird weiter in die Sicherheit der ehrenamtlichen Einsatzkräfte investiert.

Aber nicht nur zu Ostern investiert der Förderverein. Bereits im Rahmen der Beschaffung des neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges (HLF 20) der Feuerwehr Uelzen konnte einiges an Zusatzausrüstung durch die Mittel des Fördervereins erworben werden. Unter anderem wurde ein akkubetriebenes Hydraulikaggregat für den Rettungssatz des HLF 20 beschafft. Damit ist es möglich auch in schwer zugänglichen Bereichen schnelle Hilfe mit der Rettungsschere oder dem Spreizer leisten zu können. Da bei dieser Beschaffung auf ein einheitliches Akkusystem geachtet wurde, können viele Geräte des HLF 20 mit demselben Modell des Akkus betrieben werden. So zum Beispiel auch ein Beleuchtungssatz der Firma Weber Rescue („Quicklight“) – dieser wurde zusammen mit dem o.g. Hydraulikaggregat beschafft.

Zusätzlich zu dieser Ausrüstung wurde bereits im letzten Jahr für die Drehleiter der Uelzener Wehr ein Powermoon in LED-Technik durch den Förderverein bezuschusst. Diese Beleuchtungseinrichtung kann am Drehleiterkorb befestigt werden und ermöglicht so das Ausleuchten größerer Flächen. Im Gegensatz zu den Gerätschaften auf dem HLF 20 konnten die Brandschützer der Hansestadt den Powermoon bereits mehrfach im Einsatz einsetzen und sind von der Technik, der Handhabung und der Lichtausbeute in Höhe von 150.000 Lumen begeistert.

Bereits im Jahr 1994 gründeten Bürger der Hansestadt Uelzen den Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Uelzen e.V. Zielsetzung des Vereins ist die Förderung des Feuerwehrwesens in der Kernstadt Uelzen. Unterstützen kann die Feuerwehr jeder, egal ob Firma oder Privatperson. Durch die Mitgliedschaft im Förderverein und durch Spenden können Anschaffungen getätigt werden, die sonst für die Feuerwehr nicht beschafft werden könnten.

Information zum Förderverein und einen Aufnahmeantrag finden Sie auf der Internetseite der Feuerwehr Uelzen.

Edit: Auf Grund mehrerer Nachrichten möchten wir an dieser Stelle darauf hinweisen, dass das Foto im Februar bei der Verabschiedung unseres ehemaligen Stadtbrandmeisters Ziegeler entstanden ist.

 

Feuerwehr Uelzen übt gemeinsam mit der DRK Bereitschaft den Ernstfall

Freitag, der 06.03.2020, gegen 18 Uhr endet das Abendessen für rund 20 Einsatzkräfte der Feuerwehr Uelzen mit dem Ertönen ihres digitalen Meldeempfängers: „Einsatzalarm BMA – Ausgelöster Heimrauchmelder- Eckermannstraße“. Doch bereits kurz nach der ersten Alarmierung und noch auf der Anfahrt zum Einsatzort wird seitens der Einsatzleitstelle das Alarmstichwort auf F2Y erhöht. Dies resultiert durch weitere, in der Zwischenzeit eingegangene, Notrufe. Der Adrenalinspiegel bei den Einsatzkräften steigt. F2Y – diese Abkürzung sieht unscheinbar aus, bedeutet jedoch ein bestätigtes „mittleres“ Feuer mit Menschenleben in Gefahr.

Bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle rüsten sich die ersten Trupps im neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20) mit Atemschutz aus, um kurze Zeit später direkt die Menschenrettung in dem, mittlerweile fast komplett verrauchten, Mehrfamilienhaus durchzuführen. Durch die umfangreiche Erkundung des Einsatzleiters stellt sich heraus, dass mindestens sieben Personen in dem Gebäude vermisst werden. Umgehend veranlasst er eine Alarmstufenerhöhung und somit die Alarmierung weiterer Einsatzkräfte.

Während der Atemschutztrupp des HLF 20 bereits in den verrauchten Flur vorgedrungen ist, wird die Drehleiter der Uelzener Wehr in Stellung gebracht, um die an den Fenstern stehenden Personen zu retten. Quasi im Dauerbetrieb werden nacheinander die Opfer aus dem Gefahrenbereich gebracht.

Die Bereitschaft des DRK Kreisverbandes Uelzen, welche ebenfalls alarmiert wurde, übernimmt direkt im Anschluss der Rettung die weitere medizinische Versorgung der Opfer. Plötzlich taucht an dem Fenster einer anderen Wohnung eine weitere Person auf – die Rettung muss eingeleitet werden. Jedoch ist dieses Fenster nicht mit der Drehleiter erreichbar. Sofort entscheidet der Einsatzleiter sich für die Rettung mittels tragbarer Steckleiter. Nach kurzer Zeit ist auch diese Person in Sicherheit gebracht. Nachdem ausgeschlossen werden kann, dass sich weitere Personen in dem Gebäude aufhalten und das Feuer gelöscht ist, wird mit der Entrauchung parallel zur so genannten „Nachsuche“ begonnen. Dabei wird durch einen weiteren Trupp nochmals alles kontrolliert.

Kurz danach ertönt durch die Funkgeräte die erlösende Nachricht: „Übungsende“. Nachdem die genutzten Gerätschaften wieder ordnungsgemäß auf den Einsatzfahrzeugen verlastet und die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt wurde, steht eine Übungsnachbesprechung an. Es wurden bei diesem, erstmal nicht so spektakulär klingenden, Szenario diverse Fähigkeiten gefordert. Dabei wurden auch einige kleinere Defizite erkannt, welche in der nun folgenden Ausbildung im Rahmen von Diensten abgestellt und nachgebessert werden.

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle der gwk Uelzen für die Zurverfügungstellung des Übungsobjektes. Nur durch solche Übungen in realistischen Umgebungen wie diesem Mehrfamilienhaus kann unsere Einsatzbereitschaft auf dem Level bestehen bleiben.

 

Motorsägenausbildung für Arbeiten aus dem Drehleiterkorb

Jeder kennt das Szenario: Ein Baum liegt auf der Straße, die Feuerwehr ist mit Motorsägen beschäftigt, um die Straße für den Verkehr wieder passierbar zu machen.

Was, wenn aber ein Ast in der Krone eines Baumes auf die Straße oder ein Gebäude zu fallen droht?

Die Feuerwehr rückt mit einer Drehleiter an und sorgt dafür, dass auch diese Gefahr gebannt wird. Damit diese Arbeiten aus dem Drehleiterkorb auch mit einer Motorsäge ausgeführt werden können ist allerdings eine Zusatzqualifikation notwendig. Im Frühjahr 2020 wurden zusätzlich zu den bereits ausgebildeten Kameraden/innen sechs weitere Kameraden der Schwerpunktfeuerwehr Uelzen im geforderten Modul C (Arbeit mit Motorsägen in Arbeitskörben, ohne stückweisem Abtragen von Bäumen) der DGUV 214-059 ausgebildet.

Dabei wurde am ersten Ausbildungstag zunächst der theoretische Teil der Ausbildung, unter anderem mit den Themen „Maschinen und Geräte“, „Schutzausrüstung“ und „Arbeitstechniken“ durch Ausbilder Hans-Heiner Hupe vorgetragen und anhand von Beispielen verdeutlicht.

Anschließend ging es in die Stadtforst, um zunächst unter Anleitung des Ausbilders die Gefahren, die beim Schneiden von Ästen in Bäumen ausgehen können, zu begutachten und die entsprechenden Schnitttechniken zu erlernen.

Am zweiten Ausbildungstag wurden die erlernten Techniken durch die Teilnehmer dann in der Praxis umgesetzt und diverse Äste fachgerecht aus der Baumkrone entfernt. Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle auch an den THW Ortsverband Uelzen, mit dessen Hilfe das Ablassen eines großen Astes mittels eines Krans geübt werden konnte.

Zum Abschluss des Lehrganges stand die Prüfung auf dem Plan. Diese konnten alle Teilnehmer erfolgreich ablegen, sodass die Feuerwehr Uelzen nun über sechs zusätzlich ausgebildete Motorsägenführer für Arbeiten im Drehleiterkorb verfügt.

2020 wirft Schatten voraus – Generalversammlung der Feuerwehr Veerßen

Freitag, der 21. Februar 2020 – Jens Kötke, Ortsbrandmeister der Feuerwehr Veerßen, eröffnet die diesjährige Jahreshauptversammlung der Veerßer Wehr pünktlich um 19 Uhr. Gäste der Verwaltung, benachbarter Hilfsorganisationen und Feuerwehren, ortsansässiger Vereine sowie die Kameraden der Jugendfeuerwehr, Einsatzabteilung und Altersabteilung folgten der Einladung.

Nach der Begrüßung ließ Ortsbrandmeister Kötke das Jahr 2019 Revue passieren. Ende 2019 besteht die Wehr aus 19 aktiven, acht passiven und rund 93 Mitgliedern im Förderverein. Die Altersabteilung zählt zwölf Kameraden, welche sich regelmäßig zu gemeinsamen Aktivitäten treffen. In der Jugendfeuerwehr sind zum Jahresende fünf Mitglieder organisiert. Sehr erfreulich an dieser Stelle ist die Anzahl der Kinder in der Kinderfeuerwehr – mit 28 „Löschhelden“ ist die Kinderfeuerwehr, dessen Einzugsgebiet weit über die Grenzen des Ortsteils Veerßen hinaus geht, sehr gut besucht.

Im Jahr 2019 leisteten die Mitglieder Veerßer Wehr insgesamt 1.729 Stunden – eine stolze Zahl. Diese hohe Anzahl an Stunden setzt sich aus den allgemeinen Diensten, Lehrgängen auf Kreis- und Landesebene, Einsätzen und Brandsicherheitswachdiensten zusammen. Darin sind die Dienststunden der Kinder- und Jugendfeuerwehr noch nicht enthalten, aber auch hier kommt noch eine beachtliche Anzahl zusammen.

Insgesamt galt es für die Kameradinnen und Kameraden 20 Einsätze abzuarbeiten, besonders hervorzuheben sind die diversen Unwettereinsätze.

Für das Jahr 2020 werfen schon einige Aktivitäten ihre Schatten voraus. So wird auch in diesem Jahr das Osterfeuer stattfinden, die Ausbildung soll weiter intensiviert werden und auch beim Veerßer Adventsgeflüster wird wieder unterstützt. An dieser Stelle soll auch auf das fünfjährige Jubiläum der Löschhelden hingewiesen werden. Diesen „Geburtstag“ gilt es 2020 noch zu feiern.

Nach dem die Versammlung für einem gemeinsamen Essen unterbrochen wurde, konnten Marvin Penkert und Marcel Siebenbrodt als Neuaufnahmen in die Einsatzabteilung begrüßt werden. Zur Feuerwehrfrau wurde Nathalie Schwenkler ernannt. Der stellvertretende Ortsbrandmeister Tino Henkel wurde zum Löschmeister und Jens Kötke durch den scheidenden Stadtbrandmeister Axel Ziegeler zum Hauptbrandmeister befördert. Für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr wurde Ehrenortsbrandmeister Uwe Kötke mit dem Abzeichen des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen für langjährige Mitgliedschaft geehrt.

Nach den Grußworten der Gäste schloss Ortsbrandmeister Jens Kötke die Generalversammlung der Feuerwehr Veerßen gegen 21.10 Uhr.

 

 

Rückblick der Stadtjugendfeuerwehren

Am 18. Januar 2020 war es wieder soweit – Andreas Hartig eröffnet um kurz nach 15 Uhr die zehnte gemeinsame Generalversammlung der Kinder- und Jugendfeuerwehren der Hansestadt Uelzen. Die große Besonderheit in diesem Jahr: Es wird die letzte Generalversammlung mit Andreas Hartig als Stadtjugendfeuerwehrwart sein. Nach 12 Jahren in der Position wird er zum 01. März 2020 das Amt an seinen Nachfolger Oliver Badura übergeben.

Aus diesem Hintergrund ließ es sich Andreas Hartig auch nicht nehmen das letzte Jahr und die Entwicklungen in der Jugendarbeit ausführlich Revue passieren zu lassen.

Im Jahr 2019 fand wieder ausgezeichnete Jugendarbeit in den zwei Kinder- und sechs Jugendfeuerwehren statt. Die Mitgliederzahlen in den Kinderfeuerwehren sind auch im vergangenen Jahr weiter steigend gewesen. Die Jugendfeuerwehren verzeichneten einen leichten Rückgang. Somit bestanden die Kinder- und Jugendfeuerwehren zum Jahresende 2019 aus 33 weiblichen und 104 männlichen Mitglieder – besonders der Hohe Mädchenanteil ist erfreulich. Im Rahmen der Versammlung konnten auch wieder einige Übertritte von Kinderfeuerwehr in die Jugendfeuerwehr sowie von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung erfolgen – die Jugendarbeit wirkt!

An dieser Stelle liegt auch ein Hauptaugenmerk für die Zukunft, denn es gilt neue Mitglieder zu finden und für das Engagement in den Feuerwehren zu begeistern. Ein besonderer Dank gilt hier den insgesamt 37 Betreuern in den verschiedenen Ortsfeuerwehren.

Im Rahmen der durchgeführten Aktivitäten, wie zum Beispiel dem Kinovormittag, verschiedensten Sportwettkämpfen, den Wettbewerben der Jugendfeuerwehren auf

Gemeinde-, Kreis- oder Bezirksebene und einigen Orientierungsmärschen wurden insgesamt 831 Dienststunden geleistet. Hinzu kommen noch 37 Tage auf Fahrten oder Lagern. Um den Ablauf dieser vielfältigen Aktivitäten zu gewährleisten wurden durch die Betreuerinnen und Betreuer auch noch mal rund 744 Stunden abgeleistet.

Bei den Wettbewerben waren u.a. die Jugendfeuerwehr Oldenstadt, die sich sogar für den Bezirkswettbewerb qualifizierte und an diesem teilnahm, sowie die Jugendfeuerwehren Holdenstedt, Kirch-Westerweyhe und Uelzen erfolgreich.

Ein besonderes Highlight fand im August statt. Die Kinderfeuerwehr Kirch-Westerweyhe feierte ihr zehnjähriges Bestehen mit einem Wochenendausflug nach Oerrel. Bei vielen Aktivitäten und Spielen verbrachten die Kinder und deren BetreuerInnen schöne Stunden.

Zum Ende des Jahresrückblickes wagte der scheidende Stadtjugendfeuerwehrwart einen Ausblick in das Jahr 2020. Natürlich wirft der Führungswechsel bei der Stadtjugendfeuerwehr einen großen Schatten voraus. Oliver Badura als Stadtjugendfeuerwehrwart und Max Steinmann als sein Stellvertreter werden ab dem 01. März Geschicke der Jugendarbeit leiten. IM Dienstbetrieb werden auch Veränderungen stattfinden. Die Jugendfeuerwehr Hanstedt II wird zu Ende Februar 2020 den Dienstbetrieb mangels Mitglieder den Dienstbetrieb vorrübergehend ruhen lassen. Dies geschieht in der Hoffnung, dass sich neue Mitglieder finden und dann der reguläre Betrieb wieder aufgenommen werden kann. Parallel dazu laufen bereits Planungen eine weitere Jugendfeuerwehr in Molzen zu gründen.

Nach rund einer Stunde und einigen Grußworten der Gäste, bei denen explizit Andreas Hartig für seine hervorragende Arbeit als Stadtjugendfeuerwehrwart gedankt wurde, schloss er die zehnte Generalversammlung der Kinder- und Jugendfeuerwehren der Hansestadt Uelzen.

Feuerwehr Uelzen nutzt einmalige Gelegenheit

Gegen 19.30 Uhr sind die letzten Gäste an der Eisbahn bereits nach Hause gegangen und die Eisfläche ist leer. Dennoch ist an diesem Mittwoch, den 18.12.2019, reges Treiben – erst neben dem und danach auch auf dem Eis – zu vernehmen.

Die Feuerwehr Uelzen nutzte diese einmalige Gelegenheit der Stadtwerke Uelzen, um die praktische Handhabung der Eisrettungsgerätschaften unter reellen Bedingungen zu üben sowie um eine, so genannte, Standart-Einsatz-Regel zu erarbeiten. Eine Standart-Einsatz-Regel dient dazu, eine standardisierte Ausbildung für alle Einsatzkräfte zu gewährleisten und somit gerade für den Fall, dass eine Mannschaft aus wechselnden Einsatzkräften besteht, eine gewisse Sicherheit in Routinehandlungen zu bringen. Diese Regeln sind inhaltlich allgemein gefasst, auf das jeweilige Einsatzszenario zugeschnitten und beinhalten meistens mehrere Punkte, welche linear abgearbeitet werden.

Normalerweise werden Eisrettungseinsätze „trocken“ geübt, da oft keine zugefrorenen Seen zur Verfügung stehen und die dabei nicht ausbleibende Eigengefährdung ausgeschlossen werden soll. Umso besser konnte der Einsatz auf der Eisbahn geübt werden. Im Rahmen von drei Stationen wurden verschiedene Methoden geprobt und verglichen – das Szenario war jeweils gleich. So galt es eine, rund 30 m entfernte, Person zu retten. Bei der ersten Station wurde auf herkömmliche Art, mit zwei Steckleiterteilen, versucht zu dem eingebrochenen vorzudringen. Im Rahmen der zweiten Station wurde der Eisrettungssatz des Landkreises Uelzen beübt. Der Eisrettungsatz wurde ursprünglich durch den Landkreis für den Rüstwagen beschafft und ist seit rund einem Jahr auf dem Anhänger „Wasser- und Eisrettung“ der Feuerwehr Uelzen verlastet, um im Einsatzfalle mit dem erstausrückenden Fahrzeug zur Einsatzstelle gebracht zu werden. Beim Eisrettungssatz handelt es sich um ein Eisrettungsschlitten der Firma Marsars mit Rettungsschlaufe, schwimmfähiger Leine und ausgeklügelter Mechanik, um den Eingebrochenen auf den Rettungsschlitten zu ziehen.

An der dritten Station wurde das Vorgehen mit einem Steckleiterteil sowie einer Schleifkorbtrage geprobt. Zwischenzeitlich wurde hier das Steckleiterteil durch eine zweite Schleifkorbtrage ersetzt, um zu testen, wie man sich mit zwei Schleifkorbtragen fortbewegen kann. Im Rahmen der drei Stationen wurde gründlich auf die Eigensicherung durch Eisrettungsanzüge, Schwimmwesten und Seile geachtet.

Nach rund zweieinhalb Stunden zogen die beiden Zugführer der Schwerpunktwehr Torsten Strauer und Oliver Hanisch, welche den Dienst ausgearbeitet hatten, ein positives Fazit und beendeten den Dienst. Alle beteiligten Einsatzkräfte waren sich einig, dass die Übung auf echtem Eis ein voller Erfolg war. Trotz des intensiven Beübens der Einsatzlage „Person im Eis eingebrochen“ möchten wir an dieser Stelle darauf hinweisen, dass nur das Betreten von freigegeben Eisflächen erlaubt ist. Auch der vielfach in Deutschland herrschende Frost der vergangenen Tage garantiert nicht, dass die Eisdecke auf Seen oder Flüssen tragfähig ist – besonders Kinder lassen sich vom glitzernden Eis zu unvorsichtigem Verhalten verleiten.

Sollte es zu einem Unfall kommen, zögern sie NICHT die 112 zu wählen!

Rauchentwicklung im Elevatorturm am Pelletsilo in Uelzen

Am 13.12.2019 gegen 21.53 Uhr wurde die Feuerwehr Uelzen zu einem Brand bei der Firma Nordzucker alarmiert. Im weiteren Verlauf wurden noch die Feuerwehren aus Kirch- sowie Westerweyhe alarmiert. Ingesamt waren ca. 60 Einsatzkräfte der Feuerwehren, die DRK-Bereitschaft Kreis Uelzen sowie die Polizei im Einsatz.

Die Nordzucker AG veröffentlichte dazu eine Pressemitteilung:

Braunschweig/Uelzen, 14. Dezember 2019, Zeit: 00:45 Uhr

Gestern, am 13. Dezember 2019 wurde im Elevatorturm am Pelletsilo der Zuckerfabrik Uelzen Rauchentwicklung festgestellt. Die Feuerwehr wurde daraufhin umgehend um 21:53 Uhr alarmiert und ist vor Ort. Die Situation ist bereits unter Kontrolle. Die Restlöscharbeiten dauern noch an.

Polizei und Rettungsdienst sind ebenfalls vor Ort. Eine Gefahr für Mitarbeiter, Anwohner und andere Gebäude hat zu keiner Zeit bestanden.

Die Ursache des Brandes ist noch unklar. Insgesamt lagern im Pelletsilo derzeit circa 4.500 Tonnen Futtermittel. Zum aktuellen Zeitpunkt ist davon auszugehen, dass die Ware nicht beeinträchtigt ist. Die laufende Zuckerproduktion ist nicht beeinträchtigt.

Nächtlicher Verkehrsunfall ruft Rettungskräfte auf den Plan

Am Morgen des 06.12.2019 wurden gegen 3.10 Uhr die Feuerwehren Gr. Liedern und Uelzen sowie der Rettungsdienst des DRK zu einem LKW Brand auf die B71 Ortsverbindung Gr. Liedern-Uelzen alarmiert. Kurz nach der ersten Meldung erfolgte die Alarmstufenerhöhung, da davon ausgegangen werden musste, dass die Fahrer der zwei beteiligten LKW in ihren Zugmaschinen eingeklemmt waren und ein LKW bereits Feuer gefangen hatte. In Folge dessen wurde die Feuerwehr Kirchweyhe mit einem weiteren hydraulischen Rettungssatz sowie die DRK-Bereitschaft Kreis Uelzen nachalarmiert.

Nach Eintreffen der ersten Kräfte wurden beide Fahrer außerhalb der Fahrzeuge angetroffen – durch den Rettungsdienst wurde unmittelbar die medizinische Versorgung der Schwerverletzten eingeleitet. Im Anschluss wurden die beiden LKW-Fahrer in die Krankenhäuser Uelzen und Lüneburg eingeliefert.

Die Feuerwehren bauten einen massiven Löschangriff auf, um das Feuer schnell zu löschen. Durch den Einsatz von Löschschaum konnte das Feuer auf die betroffene Zugmaschine beschränkt werden. Nach dem Beenden der Löscharbeiten galt es für die eingesetzten Kräfte der drei Ortswehren noch die Einsatzstelle für den Gutachter auszuleuchten.

Nach rund 4 Stunden war der Einsatz beendet. Die Bundesstraße bleibt für die andauernden Bergungsmaßnahmen weiterhin gesperrt.

Bildmaterial: Philipp Schulze // Presseteam DRK Bereitschaft Kreis Uelzen

Text: Christoph Paul // Pressesprecher Feuerwehren Hansestadt Uelzen

 

Gemeinsamer Ausbildungsdienst aller drei Gefahrgutzüge des Landkreises Uelzen

Täglich werden etliche Tonnen und Liter Gefahrgüter auf den Verkehrswegen im Landkreis Uelzen transportiert. Hierzu kommen unzählige Firmen die mit Gefahrstoffen arbeiten.
Die Feuerwehr hat im Unglücksfall die Aufgabe zu gewährleisten, dass eine Bedrohung für Menschen, Tiere, Sachwerte und die Umwelt so gering wie möglich gehalten wird.
Daher erkannte man bereits zu einem frühen Zeitpunkt die Notwendigkeit, im Landkreis Uelzen drei Fachzüge für Gefahrstoffeinsätze zu schaffen. Diese drei Fachzüge setzen sich aus mehreren Ortsfeuerwehren der jeweiligen Gemeinden zusammen, welche regelmäßig eigenständige Ausbildungsdienst veranstalten.

Die Gefahrgutzüge werden bei Bedarf selbstständig von der Hansestadt Uelzen oder den Gemeinden eingesetzt und können separat über eigene Melderschleifen alarmiert werden. Bei größeren Schadenslagen kommt zusätzlich zum zuständigen Fachzug Gefahrgut der Gemeinde ein weiterer oder alle drei Züge zum Einsatz.
Damit im Einsatzfall die Zusammenarbeit zwischen den Zügen reibungslos abläuft, finden mehrmals im Jahr gemeinsame Ausbildungsdienste statt. Am Freitag, den 06.09.2019 war es wieder soweit – eine gemeinsame Stationsausbildung auf dem Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in der Kreisstadt stand auf dem Dienstplan.

Es galt im Rotationsverfahren fünf Stationen abzuarbeiten. Hierbei lag das Augenmerk weniger auf dem Praktischen Arbeiten mit dem Material, sondern mehr auf dem Vorstellen verschiedener Arbeitsweisen und Verfahrenstechniken.

So stand bei der ersten Station der neue Rüstwagen (RW) vom Landkreis Uelzen im Mittelpunkt der Ausbildung. Seit dem 01.01.2018 ist er im Dienst und führt neben modernster Technik zur technischen Hilfeleistung auch Material für Gefahrstoffeinsätze in seiner Beladung mit. Neben einer Druckluftmembranpumpe wird beispielsweise auch ein Bergesack für 200 Liter Fässer mitgeführt.

An der zweiten Station wurde auf den sogenannten Potenzialausgleich beim Um- und Abpumpen von Flüssigkeiten eingegangen. Der Potenzialausgleich wird bei Förderung brennbarer Flüssigkeiten nach Gefahrgutunfällen nötig, damit statische Aufladung abgeleitet werden kann. Hierbei müssen zur Ableitung der statischen Aufladung alle im Förderstrom integrierten Einrichtungen, wie das Saugrohr, das Auslaufrohr, die Behältnisse und die Gefahrgutpumpe leitend miteinander und mit der Erde verbunden werden. Ziel war es an dieser Station, die Vorgehensweise hierbei in allen Fahrzügen zu standardisieren.

Da auch Gefahrguteinsätze auf Gewässern zu den Aufgaben der Fachzüge Gefahrgut gehören, wurden an der dritten Station die Möglichkeiten der Ölsperren für unterschiedliche Gewässer erläutert. Diese kommen beispielsweise zum Einsatz, wenn ein Tankschiff im Elbe-Seitenkanal leckgeschlagen ist oder Öl in Kleingewässer läuft. Für diese Einsatzzwecke unterhält der Landkreis Uelzen u. a. auch einen Abrollbehälter (AB) mit Ölsperren. Aber auch die Schwerpunktfeuerwehr Uelzen hält auf dem Gerätewagen (GW) diverse Ölsperren vor.

In vielen Betrieben wird täglich mit Gefahrstoffen gearbeitet. Ob lose als Stückgut oder in großer Menge in Rohrleitungssystemen. Falls ein Gebinde oder eine Rohrleitung leck schlagen sollte, gibt es mehrere Möglichkeiten seitens der Feuerwehr die Leckage zu verschließen. Diese Möglichkeiten gehen von Holzstopfen die mit einem Hammer in die Leckage geschlagen werden und Abdichtpaste über Rohrdichtschellen bis hin zu Dichtkissen und Dichtschläuchen.
Letztere wurden an der vierten Station beübt. Hierfür stehen den Gefahrgutzügen mehrere Übungsanlagen auf dem Gelände der FTZ zur Verfügung. An einer dieser Anlagen, ein Rohrleitungssystem, sollte eine Leckage mithilfe der Dichtschläuche verschlossen werden.

Da beim Abdichten von Leckagen oder Umfüllen von Gefahrstoffen die eingesetzte Mannschaft mit dem Stoff kontaminiert werden kann, muss bei jedem Einsatz mit Gefahrstoffen eine Dekontaminationsstrecke aufgebaut werden. Um diese ging es bei der fünften und letzten Station. Diese Strecke besteht im groben aus vier Zonen. Einer Grobdekontamination und Geräteablage im Schwarzbereich, einer gründlichen Dekontamination in einer speziellen Dusche oder in einer Wanne, dem Bereich in dem sich die Träger der Chemikalienschutzanzüge auskleiden lassen und einem Schnelleinsatzzelt im Weißbereich.

Nachdem alle Teilnehmer die fünf Stationen durchlaufen hatten zogen die drei Fachzug Gefahrgut Zugführer – Horst-Günter Fabel, Torsten Strauer und Timo Schärling – erneut ein positives Feedback. Diese gemeinsamen Ausbildungsdienste sollen weiterhin fester Bestandteil der übergreifenden Ausbildung bleiben.