Alle Beiträge von C. Paul - Pressesprecher Feuerwehr Hansestadt Uelzen

Wiederaufnahme vom Dienstbetrieb der Schwerpunktfeuerwehr Uelzen

“N’Abend Kameraden: innen!” – Seit nun mehr als 14 Monaten schallte dieser Gruß zu Beginn eines jeden Ausbildungsdienstes von unserem Ortsbrandmeister Reiner Seidel nicht mehr über das Außengelände unserer Wache in den Bartholomäiwiesen. Die weltweite Pandemielage des SARS-CoV-2 Erregers zwang auch uns zu umfangreichen Vorsichtsmaßnahmen. So wurde schon frühzeitig im März 2020 entschieden, Ausbildungsdienste und andere dienstliche Veranstaltungen auszusetzen. Während einem regulären Dienstabend vor Corona fanden sich jeden zweiten Mittwoch rund 80 Frauen und Männer zusammen, um umfangreiche Ausbildung an verschiedensten Geräten durchzuführen.
Die stark steigenden Inzidenzzahlen und die Kontaktbeschränkungen machten solche Dienste aber unmöglich.
Besonders prekär in dieser Situation war, dass das im Februar 2020 in Dienst gestellte Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 (HLF20) mit seiner umfangreichen Beladung kaum bis gar nicht von den Mitgliedern der Einsatzabteilung beübt werden konnte. Wichtige Erfahrungen im Umgang mit dem Fahrzeug und den darauf verlasteten Gerätschaften konnten aber über Ausbildungsvideos und Ausbildungsmaterial im “Homeschooling” vermittelt werden.
Ein Lichtblick gab es dann im September 2020. Die lokalen Inzidenzzahlen und die geltenden Bestimmungen ermöglichten einen Ausbildungsdienst für Gruppen kleiner als 10 Personen. Diese mussten allerdings auch schon nach kurzer Zeit wieder ausgesetzt werden. Bis zum März 2021 war nicht an einen Dienstbetrieb zu denken und nur eine “Fahrt auf Sicht” möglich.
Da sich aber in den letzten Wochen die Zahlen im Landkreis Uelzen markant verringert haben und auf einem niedrigen Niveau stagnieren, konnten nun wieder die ersten Ausbildungsdienste in Präsenzform stattfinden. Möglich ist dies natürlich wegen der benannten positiven Entwicklung der Zahlen, aber auch durch ein strenges Hygienekonzept, eine begrenzte Anzahl an Mitgliedern und den gut angelaufenen Impfungen für Einsatzkräfte der Feuerwehr. Zunächst steht für alle sechs Dienstgruppen die klassische Fahrzeugkunde auf dem Plan, um wieder die Grundlagen an den Einsatzfahrzeugen aufzufrischen.
Wir blicken gespannt auf die weitere Entwicklung der Inzidenzzahlen und hoffen, den Dienstbetrieb möglichst aufrecht halten zu können.
Neben der Ausbildung am Gerät ist es vor allem für die Kameradschaft untereinander ein wichtiger Schritt in die Normalität.

Großangelegter Einsatz von DRK und Feuerwehr bei der Bundespolizei

Am Donnerstagabend kam es auf dem Gelände der Bundespolizei am Hainberg (Kreis Uelzen) zu einem größeren Einsatz von DRK Rettungskräften sowie der Feuerwehr.

In einer Unterkunft der Polizeischüler im Bereich einer Teeküche klagten sechs Personen aus bislang ungeklärter Ursache über Symptome wie Übelkeit und Schwindel. 30 Auszubildende mussten aus diesem Grund umgehend das Gebäude verlassen.

Die Rettungsleitstelle setzte daraufhin rund 30 Einsatzkräfte aus dem Haupt- und Ehrenamt des DRK in Bewegung. Darunter unter anderem den Organisatorischen Leiter im Rettungsdienst (OrgL), einen Leitenden Notarzt (LNA), zwei Notärzte und zehn Rettungswagen.

Kurze Zeit später wurden 46 Fachkräfte der Feuerwehren aus Uelzen, Kirchweyhe, Westerweyhe und Suderburg mit zur Einsatzstelle alarmiert. Diese gingen unter Atemschutz in die Unterkunft und nahmen mit einem Mehrgasmessgerät entsprechende Messungen vor.

Parallel wurden die betroffenen sechs Polizisten durch die Notärzte und den Rettungsdienst untersucht und versorgt. Mit leichten Atemwegsbeschwerden sowie Atemwegsreizungen wurden die Betroffenen zur weiteren Abklärung in das Klinikum Uelzen gefahren.

Währenddessen ergaben die Messungen der Feuerwehr keine Auffälligkeiten nach der Ursache der Atemwegsreizungen wird noch geforscht. Die betroffene Unterkunft wurde in Absprache mit der Einsatzleitung für die Nacht gesperrt. Die Polizeischüler wurden in einem anderen Gebäude auf dem Gelände untergebracht.

Gegen 22:10 Uhr konnten die Rettungskräfte den Einsatz beenden.

Text und Fotos: DRK Uelzen

 

Zwei nächtliche Feuer fordern alle Feuerwehren der Hansestadt Uelzen

Am Abend des 15.04.2020 kam es gegen 23.15 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache zu einem Brand eines Pferdestalls im Uelzener Ortsteil Hambrock. Auf Grund der Vielzahl der Notrufe wurde umgehend die Alarmstufe von Feuer 1 auf Feuer 3 erhöht und somit Vollalarm für die Feuerwehr Uelzen gegeben. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand der betroffene Pferdestall bereits in Vollbrand. Durch den Einsatzleiter Jürgen Kaune wurde daher nochmals die Alarmstufe auf F4 erhöht – durch diese Erhöhung wurden alle Feuerwehren der Hansestadt Uelzen alarmiert.

Durch Besitzer und die Besatzung des ersteintreffenden DRK-Rettungswagens konnten in der Zwischenzeit weitere Pferde in Sicherheit bringen. Für zwei Pferde im betroffenen Stall kam leider jede Hilfe zu spät.

Durch den massiven Löschangriff konnte ein Übergreifen des Feuers auf die angrenzenden Stallungen sowie eine Reithalle verhindert werden. Während die Löscharbeiten in Hambrock noch andauerten wurde über die Rettungsleitstelle ein weiterer Brand im Stadtgebiet gemeldet. In einer Kleingartenkolonie im Bereich Am Stadtgut/Hauenriede stand eine leerstehende, ca. 20 m2 große, Gartenlaube in Vollbrand. Umgehend wurden einige abkömmliche Einsatzkräfte von Feuerwehr und DRK-Bereitschaft zur zweiten Einsatzstelle entsandt. Durch die Feuerwehren Hansen, Veerßen, Klein Süstedt sowie Kirchweyhe konnte auch dort ein Übergreifen auf die angrenzende Bebauung verhindert werden.

An beiden Einsatzstellen mussten zum Teil längere Schlauchleitungen für die Löschwasserversorgung verlegt werden.

Gegen 0.30 Uhr war das Feuer an beiden Einsatzstellen unter Kontrolle. Um ca. 1.30 Uhr war der Einsatz für alle Einsatzkräfte beendet.

Im Einsatz befanden sich alle Feuerwehren der Hansestadt Uelzen, der Rettungsdienst des DRK Uelzen, die DRK-Bereitschaft Kreis Uelzen sowie die Polizei Uelzen/Lüneburg.

 

Kräfte im Einsatz (für beide Einsatzstellen):

Alle Feuerwehren der Hansestadt Uelzen (121 Einsatzkräfte)

Rettungsdienst des DRK Uelzen (2 Einsatzkräfte)

DRK Bereitschaft Kreis Uelzen (14 Einsatzkräfte)

Polizei Uelzen sowie Kriminaldauerdienst der Polizei Lüneburg

 

 

Der „Osterhase“ besucht die Feuerwehr Uelzen…

…und lässt Brandschutzhandschuhe für die Atemschutzgeräteträger der Schwerpunktwehr dort. In diesem Falle ist es aber nicht der Osterhase mit den langen Ohren, sondern der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Uelzen e.V.! Nach individueller Anprobe und Festlegung der Größen konnten durch den Zuschuss des Fördervereins in Höhe von 4500 € rund 55 Paare des Modells „Elkdefender 2.0“ der Firma Penkert beschafft werden. Mit diesen modernen Schutzhandschuhen wird weiter in die Sicherheit der ehrenamtlichen Einsatzkräfte investiert.

Aber nicht nur zu Ostern investiert der Förderverein. Bereits im Rahmen der Beschaffung des neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges (HLF 20) der Feuerwehr Uelzen konnte einiges an Zusatzausrüstung durch die Mittel des Fördervereins erworben werden. Unter anderem wurde ein akkubetriebenes Hydraulikaggregat für den Rettungssatz des HLF 20 beschafft. Damit ist es möglich auch in schwer zugänglichen Bereichen schnelle Hilfe mit der Rettungsschere oder dem Spreizer leisten zu können. Da bei dieser Beschaffung auf ein einheitliches Akkusystem geachtet wurde, können viele Geräte des HLF 20 mit demselben Modell des Akkus betrieben werden. So zum Beispiel auch ein Beleuchtungssatz der Firma Weber Rescue („Quicklight“) – dieser wurde zusammen mit dem o.g. Hydraulikaggregat beschafft.

Zusätzlich zu dieser Ausrüstung wurde bereits im letzten Jahr für die Drehleiter der Uelzener Wehr ein Powermoon in LED-Technik durch den Förderverein bezuschusst. Diese Beleuchtungseinrichtung kann am Drehleiterkorb befestigt werden und ermöglicht so das Ausleuchten größerer Flächen. Im Gegensatz zu den Gerätschaften auf dem HLF 20 konnten die Brandschützer der Hansestadt den Powermoon bereits mehrfach im Einsatz einsetzen und sind von der Technik, der Handhabung und der Lichtausbeute in Höhe von 150.000 Lumen begeistert.

Bereits im Jahr 1994 gründeten Bürger der Hansestadt Uelzen den Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Uelzen e.V. Zielsetzung des Vereins ist die Förderung des Feuerwehrwesens in der Kernstadt Uelzen. Unterstützen kann die Feuerwehr jeder, egal ob Firma oder Privatperson. Durch die Mitgliedschaft im Förderverein und durch Spenden können Anschaffungen getätigt werden, die sonst für die Feuerwehr nicht beschafft werden könnten.

Information zum Förderverein und einen Aufnahmeantrag finden Sie auf der Internetseite der Feuerwehr Uelzen.

Edit: Auf Grund mehrerer Nachrichten möchten wir an dieser Stelle darauf hinweisen, dass das Foto im Februar bei der Verabschiedung unseres ehemaligen Stadtbrandmeisters Ziegeler entstanden ist.

 

Feuerwehr Uelzen übt gemeinsam mit der DRK Bereitschaft den Ernstfall

Freitag, der 06.03.2020, gegen 18 Uhr endet das Abendessen für rund 20 Einsatzkräfte der Feuerwehr Uelzen mit dem Ertönen ihres digitalen Meldeempfängers: „Einsatzalarm BMA – Ausgelöster Heimrauchmelder- Eckermannstraße“. Doch bereits kurz nach der ersten Alarmierung und noch auf der Anfahrt zum Einsatzort wird seitens der Einsatzleitstelle das Alarmstichwort auf F2Y erhöht. Dies resultiert durch weitere, in der Zwischenzeit eingegangene, Notrufe. Der Adrenalinspiegel bei den Einsatzkräften steigt. F2Y – diese Abkürzung sieht unscheinbar aus, bedeutet jedoch ein bestätigtes „mittleres“ Feuer mit Menschenleben in Gefahr.

Bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle rüsten sich die ersten Trupps im neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20) mit Atemschutz aus, um kurze Zeit später direkt die Menschenrettung in dem, mittlerweile fast komplett verrauchten, Mehrfamilienhaus durchzuführen. Durch die umfangreiche Erkundung des Einsatzleiters stellt sich heraus, dass mindestens sieben Personen in dem Gebäude vermisst werden. Umgehend veranlasst er eine Alarmstufenerhöhung und somit die Alarmierung weiterer Einsatzkräfte.

Während der Atemschutztrupp des HLF 20 bereits in den verrauchten Flur vorgedrungen ist, wird die Drehleiter der Uelzener Wehr in Stellung gebracht, um die an den Fenstern stehenden Personen zu retten. Quasi im Dauerbetrieb werden nacheinander die Opfer aus dem Gefahrenbereich gebracht.

Die Bereitschaft des DRK Kreisverbandes Uelzen, welche ebenfalls alarmiert wurde, übernimmt direkt im Anschluss der Rettung die weitere medizinische Versorgung der Opfer. Plötzlich taucht an dem Fenster einer anderen Wohnung eine weitere Person auf – die Rettung muss eingeleitet werden. Jedoch ist dieses Fenster nicht mit der Drehleiter erreichbar. Sofort entscheidet der Einsatzleiter sich für die Rettung mittels tragbarer Steckleiter. Nach kurzer Zeit ist auch diese Person in Sicherheit gebracht. Nachdem ausgeschlossen werden kann, dass sich weitere Personen in dem Gebäude aufhalten und das Feuer gelöscht ist, wird mit der Entrauchung parallel zur so genannten „Nachsuche“ begonnen. Dabei wird durch einen weiteren Trupp nochmals alles kontrolliert.

Kurz danach ertönt durch die Funkgeräte die erlösende Nachricht: „Übungsende“. Nachdem die genutzten Gerätschaften wieder ordnungsgemäß auf den Einsatzfahrzeugen verlastet und die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt wurde, steht eine Übungsnachbesprechung an. Es wurden bei diesem, erstmal nicht so spektakulär klingenden, Szenario diverse Fähigkeiten gefordert. Dabei wurden auch einige kleinere Defizite erkannt, welche in der nun folgenden Ausbildung im Rahmen von Diensten abgestellt und nachgebessert werden.

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle der gwk Uelzen für die Zurverfügungstellung des Übungsobjektes. Nur durch solche Übungen in realistischen Umgebungen wie diesem Mehrfamilienhaus kann unsere Einsatzbereitschaft auf dem Level bestehen bleiben.

 

Motorsägenausbildung für Arbeiten aus dem Drehleiterkorb

Jeder kennt das Szenario: Ein Baum liegt auf der Straße, die Feuerwehr ist mit Motorsägen beschäftigt, um die Straße für den Verkehr wieder passierbar zu machen.

Was, wenn aber ein Ast in der Krone eines Baumes auf die Straße oder ein Gebäude zu fallen droht?

Die Feuerwehr rückt mit einer Drehleiter an und sorgt dafür, dass auch diese Gefahr gebannt wird. Damit diese Arbeiten aus dem Drehleiterkorb auch mit einer Motorsäge ausgeführt werden können ist allerdings eine Zusatzqualifikation notwendig. Im Frühjahr 2020 wurden zusätzlich zu den bereits ausgebildeten Kameraden/innen sechs weitere Kameraden der Schwerpunktfeuerwehr Uelzen im geforderten Modul C (Arbeit mit Motorsägen in Arbeitskörben, ohne stückweisem Abtragen von Bäumen) der DGUV 214-059 ausgebildet.

Dabei wurde am ersten Ausbildungstag zunächst der theoretische Teil der Ausbildung, unter anderem mit den Themen „Maschinen und Geräte“, „Schutzausrüstung“ und „Arbeitstechniken“ durch Ausbilder Hans-Heiner Hupe vorgetragen und anhand von Beispielen verdeutlicht.

Anschließend ging es in die Stadtforst, um zunächst unter Anleitung des Ausbilders die Gefahren, die beim Schneiden von Ästen in Bäumen ausgehen können, zu begutachten und die entsprechenden Schnitttechniken zu erlernen.

Am zweiten Ausbildungstag wurden die erlernten Techniken durch die Teilnehmer dann in der Praxis umgesetzt und diverse Äste fachgerecht aus der Baumkrone entfernt. Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle auch an den THW Ortsverband Uelzen, mit dessen Hilfe das Ablassen eines großen Astes mittels eines Krans geübt werden konnte.

Zum Abschluss des Lehrganges stand die Prüfung auf dem Plan. Diese konnten alle Teilnehmer erfolgreich ablegen, sodass die Feuerwehr Uelzen nun über sechs zusätzlich ausgebildete Motorsägenführer für Arbeiten im Drehleiterkorb verfügt.

Neue Löschfahrzeuge und Verabschiedung des Stadtbrandmeisters und des Stadtjugendwartes der Hansestadt Uelzen

Am Samstag, den 29. Februar 2020 konnte Uelzens Ortsbrandmeister und stellv. Stadtbrandmeister Reiner Seidel rund 280 Gäste in der geschmückten Fahrzeughalle der Schwerpunktfeuerwehr Uelzen begrüßen.

Gäste aus Rat, Verwaltung, Fördervereinen, Kreisfeuerwehr und den 13 Ortsfeuerwehren sowie den 8 Kinder- und Jugendfeuerwehren der Hansestadt waren der Einladung an diesem besonderen Tag gefolgt.
Auf der Tagesordnung standen Fahrzeugübergaben an zwei Ortsfeuerwehren sowie Verabschiedungen und Ernennungen aus und in Führungsfunktionen.

Aber der Reihe nach:

Das „Arbeitstier“ LF 16 der Schwerpunktfeuerwehr Uelzen war nach 27 Dienstjahren zu ersetzen. Im Februar 2020 konnte ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 (HLF 20) als Nachfolger von einer Delegation beim Hersteller Ziegler abgeholt werden.

Ebenso groß war die Freude bei den Kameradinnen und Kameraden der Ortsfeuerwehr Riestedt. Hier wurde das alte TSF durch ein modernes KLF ersetzt. Beide Fahrzeuge wurden mit Konfettiregen und Musik in der Fahrzeughalle den stauenden Gästen präsentiert und zogen interessierte Blicke auf sich.
Der Bürgermeister der Hansestadt Uelzen, Herr Jürgen Markwardt, übergab dem scheidenden Stadtbrandmeister Axel Ziegler die Schlüssel für die beiden Fahrzeuge, welche er an die Ortsfeuerwehren Uelzen und Riestedt weitergab.

Als letzte Amtshandlung in der Funktion als Stadtbrandmeister verabschiedete Axel Ziegler den Stadtjugendfeuerwehrwart Andreas Hartig nach 12 Jahren aus dem Dienst. Er betont: „Wenn man jemand wie ihn an der Seite hat, dann macht es richtig Spaß“. Als Nachfolger von Andreas Hartig konnte Axel Ziegeler den bisherigen stellvertretenden Stadtjugendfeuerwehrwart Oliver Badura ernennen. Den somit freigewordenen Posten des Stellvertreters übernimmt Max Steinmann.
Oliver Badura gab einen Rückblick über die verschiedenen Aktivitäten und Ausflüge, die in den vergangenen 12 Jahren von Andreas Hartig organisiert wurden. Es wurden zwei Kinderfeuerwehren in Kirch- / Westerweyhe und Veerßen gegründet. Andreas Hartig dankte für die Unterstützung von Stadt und Stadtbrandmeister.

Im Anschluss trat erneut der Bürgermeister Jürgen Markwardt ans Rednerpult und entließ den Stadtbrandmeister Axel Ziegeler auf dessen Wunsch aus seinem Amt. Er sprach dem scheidenden Stadtbrandmeister seien tiefsten Respekt für die geleistete Arbeit aus und ließ die vergangenen Jahre Revue passieren:

In den neun Jahren als Stadtbrandmeister setzte er sich neben dem stetig fortgeschriebenen Fahrzeugkonzept zur Beschaffung der Einsatzfahrzeuge auch für die Einführung des Digitalfunks und die Umsetzung der Alarm- und Ausrückeordnung (AAO) ein. Ebenso lag ihm die Einführung der neuen Stadtausbildungswettbewerbe in der Hansestadt am Herzen.

Axel Ziegeler bedankte sich bei allen Führungskräften der Feuerwehren der Hansestadt für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und sagte: „Ich habe mich immer für die Belange der Feuerwehr eingesetzt und ich möchte jetzt gehen“. Als neuen Stadtbrandmeister wurde der bisherige Stellvertreter Jens Kötke durch den Bürgermeister ernannt. Kötke ist seit 1998 in der Feuerwehr Veerßen und hat sein Hobby zum Beruf gemacht: Er ist Brandamtmann bei der Berufsfeuerwehr Kiel. Zum neuen Stellvertreter konnte Steffen Schultz aus Hanstedt II ernannt werden.

Der Vorsitzende des Ausschusses für Feuerwehr und Ordnungswesen, Joachim Delekat, bedankte sich bei Axel Ziegeler und Andreas Hartig für ihren Einsatz für die Hansestadt Uelzen. Kreisbrandmeister Helmut Rüger dankte für die Einladung und sprach Andreas Hartig für die geleistete Arbeit in den Jugendfeuerwehren der Hansestadt besonderen Dank aus. Er lobte das Fahrzeugbeschaffungskonzept der Hansestadt Uelzen – bei Ersatzbeschaffungen von Fahrzeugen wird hier auf wasserführende Fahrzeuge gesetzt.

Im Anschluss an den offiziellen Teil wurden die Anwesenden zu einem gemeinsamen Essen eingeladen und konnten die neuen Fahrzeuge bestaunen.

2020 wirft Schatten voraus – Generalversammlung der Feuerwehr Veerßen

Freitag, der 21. Februar 2020 – Jens Kötke, Ortsbrandmeister der Feuerwehr Veerßen, eröffnet die diesjährige Jahreshauptversammlung der Veerßer Wehr pünktlich um 19 Uhr. Gäste der Verwaltung, benachbarter Hilfsorganisationen und Feuerwehren, ortsansässiger Vereine sowie die Kameraden der Jugendfeuerwehr, Einsatzabteilung und Altersabteilung folgten der Einladung.

Nach der Begrüßung ließ Ortsbrandmeister Kötke das Jahr 2019 Revue passieren. Ende 2019 besteht die Wehr aus 19 aktiven, acht passiven und rund 93 Mitgliedern im Förderverein. Die Altersabteilung zählt zwölf Kameraden, welche sich regelmäßig zu gemeinsamen Aktivitäten treffen. In der Jugendfeuerwehr sind zum Jahresende fünf Mitglieder organisiert. Sehr erfreulich an dieser Stelle ist die Anzahl der Kinder in der Kinderfeuerwehr – mit 28 „Löschhelden“ ist die Kinderfeuerwehr, dessen Einzugsgebiet weit über die Grenzen des Ortsteils Veerßen hinaus geht, sehr gut besucht.

Im Jahr 2019 leisteten die Mitglieder Veerßer Wehr insgesamt 1.729 Stunden – eine stolze Zahl. Diese hohe Anzahl an Stunden setzt sich aus den allgemeinen Diensten, Lehrgängen auf Kreis- und Landesebene, Einsätzen und Brandsicherheitswachdiensten zusammen. Darin sind die Dienststunden der Kinder- und Jugendfeuerwehr noch nicht enthalten, aber auch hier kommt noch eine beachtliche Anzahl zusammen.

Insgesamt galt es für die Kameradinnen und Kameraden 20 Einsätze abzuarbeiten, besonders hervorzuheben sind die diversen Unwettereinsätze.

Für das Jahr 2020 werfen schon einige Aktivitäten ihre Schatten voraus. So wird auch in diesem Jahr das Osterfeuer stattfinden, die Ausbildung soll weiter intensiviert werden und auch beim Veerßer Adventsgeflüster wird wieder unterstützt. An dieser Stelle soll auch auf das fünfjährige Jubiläum der Löschhelden hingewiesen werden. Diesen „Geburtstag“ gilt es 2020 noch zu feiern.

Nach dem die Versammlung für einem gemeinsamen Essen unterbrochen wurde, konnten Marvin Penkert und Marcel Siebenbrodt als Neuaufnahmen in die Einsatzabteilung begrüßt werden. Zur Feuerwehrfrau wurde Nathalie Schwenkler ernannt. Der stellvertretende Ortsbrandmeister Tino Henkel wurde zum Löschmeister und Jens Kötke durch den scheidenden Stadtbrandmeister Axel Ziegeler zum Hauptbrandmeister befördert. Für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr wurde Ehrenortsbrandmeister Uwe Kötke mit dem Abzeichen des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen für langjährige Mitgliedschaft geehrt.

Nach den Grußworten der Gäste schloss Ortsbrandmeister Jens Kötke die Generalversammlung der Feuerwehr Veerßen gegen 21.10 Uhr.

 

 

Rückblick der Stadtjugendfeuerwehren

Am 18. Januar 2020 war es wieder soweit – Andreas Hartig eröffnet um kurz nach 15 Uhr die zehnte gemeinsame Generalversammlung der Kinder- und Jugendfeuerwehren der Hansestadt Uelzen. Die große Besonderheit in diesem Jahr: Es wird die letzte Generalversammlung mit Andreas Hartig als Stadtjugendfeuerwehrwart sein. Nach 12 Jahren in der Position wird er zum 01. März 2020 das Amt an seinen Nachfolger Oliver Badura übergeben.

Aus diesem Hintergrund ließ es sich Andreas Hartig auch nicht nehmen das letzte Jahr und die Entwicklungen in der Jugendarbeit ausführlich Revue passieren zu lassen.

Im Jahr 2019 fand wieder ausgezeichnete Jugendarbeit in den zwei Kinder- und sechs Jugendfeuerwehren statt. Die Mitgliederzahlen in den Kinderfeuerwehren sind auch im vergangenen Jahr weiter steigend gewesen. Die Jugendfeuerwehren verzeichneten einen leichten Rückgang. Somit bestanden die Kinder- und Jugendfeuerwehren zum Jahresende 2019 aus 33 weiblichen und 104 männlichen Mitglieder – besonders der Hohe Mädchenanteil ist erfreulich. Im Rahmen der Versammlung konnten auch wieder einige Übertritte von Kinderfeuerwehr in die Jugendfeuerwehr sowie von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung erfolgen – die Jugendarbeit wirkt!

An dieser Stelle liegt auch ein Hauptaugenmerk für die Zukunft, denn es gilt neue Mitglieder zu finden und für das Engagement in den Feuerwehren zu begeistern. Ein besonderer Dank gilt hier den insgesamt 37 Betreuern in den verschiedenen Ortsfeuerwehren.

Im Rahmen der durchgeführten Aktivitäten, wie zum Beispiel dem Kinovormittag, verschiedensten Sportwettkämpfen, den Wettbewerben der Jugendfeuerwehren auf

Gemeinde-, Kreis- oder Bezirksebene und einigen Orientierungsmärschen wurden insgesamt 831 Dienststunden geleistet. Hinzu kommen noch 37 Tage auf Fahrten oder Lagern. Um den Ablauf dieser vielfältigen Aktivitäten zu gewährleisten wurden durch die Betreuerinnen und Betreuer auch noch mal rund 744 Stunden abgeleistet.

Bei den Wettbewerben waren u.a. die Jugendfeuerwehr Oldenstadt, die sich sogar für den Bezirkswettbewerb qualifizierte und an diesem teilnahm, sowie die Jugendfeuerwehren Holdenstedt, Kirch-Westerweyhe und Uelzen erfolgreich.

Ein besonderes Highlight fand im August statt. Die Kinderfeuerwehr Kirch-Westerweyhe feierte ihr zehnjähriges Bestehen mit einem Wochenendausflug nach Oerrel. Bei vielen Aktivitäten und Spielen verbrachten die Kinder und deren BetreuerInnen schöne Stunden.

Zum Ende des Jahresrückblickes wagte der scheidende Stadtjugendfeuerwehrwart einen Ausblick in das Jahr 2020. Natürlich wirft der Führungswechsel bei der Stadtjugendfeuerwehr einen großen Schatten voraus. Oliver Badura als Stadtjugendfeuerwehrwart und Max Steinmann als sein Stellvertreter werden ab dem 01. März Geschicke der Jugendarbeit leiten. IM Dienstbetrieb werden auch Veränderungen stattfinden. Die Jugendfeuerwehr Hanstedt II wird zu Ende Februar 2020 den Dienstbetrieb mangels Mitglieder den Dienstbetrieb vorrübergehend ruhen lassen. Dies geschieht in der Hoffnung, dass sich neue Mitglieder finden und dann der reguläre Betrieb wieder aufgenommen werden kann. Parallel dazu laufen bereits Planungen eine weitere Jugendfeuerwehr in Molzen zu gründen.

Nach rund einer Stunde und einigen Grußworten der Gäste, bei denen explizit Andreas Hartig für seine hervorragende Arbeit als Stadtjugendfeuerwehrwart gedankt wurde, schloss er die zehnte Generalversammlung der Kinder- und Jugendfeuerwehren der Hansestadt Uelzen.

Feuerwehr Uelzen nutzt einmalige Gelegenheit

Gegen 19.30 Uhr sind die letzten Gäste an der Eisbahn bereits nach Hause gegangen und die Eisfläche ist leer. Dennoch ist an diesem Mittwoch, den 18.12.2019, reges Treiben – erst neben dem und danach auch auf dem Eis – zu vernehmen.

Die Feuerwehr Uelzen nutzte diese einmalige Gelegenheit der Stadtwerke Uelzen, um die praktische Handhabung der Eisrettungsgerätschaften unter reellen Bedingungen zu üben sowie um eine, so genannte, Standart-Einsatz-Regel zu erarbeiten. Eine Standart-Einsatz-Regel dient dazu, eine standardisierte Ausbildung für alle Einsatzkräfte zu gewährleisten und somit gerade für den Fall, dass eine Mannschaft aus wechselnden Einsatzkräften besteht, eine gewisse Sicherheit in Routinehandlungen zu bringen. Diese Regeln sind inhaltlich allgemein gefasst, auf das jeweilige Einsatzszenario zugeschnitten und beinhalten meistens mehrere Punkte, welche linear abgearbeitet werden.

Normalerweise werden Eisrettungseinsätze „trocken“ geübt, da oft keine zugefrorenen Seen zur Verfügung stehen und die dabei nicht ausbleibende Eigengefährdung ausgeschlossen werden soll. Umso besser konnte der Einsatz auf der Eisbahn geübt werden. Im Rahmen von drei Stationen wurden verschiedene Methoden geprobt und verglichen – das Szenario war jeweils gleich. So galt es eine, rund 30 m entfernte, Person zu retten. Bei der ersten Station wurde auf herkömmliche Art, mit zwei Steckleiterteilen, versucht zu dem eingebrochenen vorzudringen. Im Rahmen der zweiten Station wurde der Eisrettungssatz des Landkreises Uelzen beübt. Der Eisrettungsatz wurde ursprünglich durch den Landkreis für den Rüstwagen beschafft und ist seit rund einem Jahr auf dem Anhänger „Wasser- und Eisrettung“ der Feuerwehr Uelzen verlastet, um im Einsatzfalle mit dem erstausrückenden Fahrzeug zur Einsatzstelle gebracht zu werden. Beim Eisrettungssatz handelt es sich um ein Eisrettungsschlitten der Firma Marsars mit Rettungsschlaufe, schwimmfähiger Leine und ausgeklügelter Mechanik, um den Eingebrochenen auf den Rettungsschlitten zu ziehen.

An der dritten Station wurde das Vorgehen mit einem Steckleiterteil sowie einer Schleifkorbtrage geprobt. Zwischenzeitlich wurde hier das Steckleiterteil durch eine zweite Schleifkorbtrage ersetzt, um zu testen, wie man sich mit zwei Schleifkorbtragen fortbewegen kann. Im Rahmen der drei Stationen wurde gründlich auf die Eigensicherung durch Eisrettungsanzüge, Schwimmwesten und Seile geachtet.

Nach rund zweieinhalb Stunden zogen die beiden Zugführer der Schwerpunktwehr Torsten Strauer und Oliver Hanisch, welche den Dienst ausgearbeitet hatten, ein positives Fazit und beendeten den Dienst. Alle beteiligten Einsatzkräfte waren sich einig, dass die Übung auf echtem Eis ein voller Erfolg war. Trotz des intensiven Beübens der Einsatzlage „Person im Eis eingebrochen“ möchten wir an dieser Stelle darauf hinweisen, dass nur das Betreten von freigegeben Eisflächen erlaubt ist. Auch der vielfach in Deutschland herrschende Frost der vergangenen Tage garantiert nicht, dass die Eisdecke auf Seen oder Flüssen tragfähig ist – besonders Kinder lassen sich vom glitzernden Eis zu unvorsichtigem Verhalten verleiten.

Sollte es zu einem Unfall kommen, zögern sie NICHT die 112 zu wählen!