Waldbrandgefahr im Raum Uelzen steigt!
Kreiswaldbeauftragter mahnt angesichts hoher Waldbrandgefahrenindex-Werte zu besonderer Vorsicht.
Uelzen, Juni 2026 – Die Waldbrandgefahr in der Region Uelzen nimmt weiter zu. Darauf weist der Kreiswaldbrandbeauftragte Steffen Wolf angesichts der anhaltend warmen und trockenen Witterung hin. Nach der aktuellen Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes erreicht der Waldbrandgefahrenindex für die Station Uelzen in den kommenden Tagen die Stufe 4 und damit die zweithöchste Gefahrenstufe.
Der Waldbrandgefahrenindex beschreibt das wetterbedingte Risiko für die Entstehung und Ausbreitung von Waldbränden. Er wird in fünf Stufen angegeben: von Stufe 1 für eine sehr geringe bis Stufe 5 für eine sehr hohe Waldbrandgefahr. Neben Temperatur und Niederschlag werden unter anderem auch Luftfeuchtigkeit und Wind berücksichtigt. Gerade die Kombination aus hohen Temperaturen, geringen Niederschlägen und austrocknender Vegetation führt derzeit dazu, dass sich die Lage in den Wäldern der Region zunehmend zuspitzt.
Besondere Aufmerksamkeit ist im Raum Uelzen auch aufgrund der örtlichen Waldstrukturen geboten. Die Region ist in Teilen durch großflächige Nadelwaldbestände geprägt, insbesondere durch Kiefernwälder auf trockenen, sandigen Standorten. Trockene Nadelstreu, lichte Bodenvegetation und Wind tragen dazu bei, dass sich ein zunächst kleines Bodenfeuer rasch ausbreiten kann. In Nadelwaldbeständen besteht zudem die Gefahr, dass Feuer auf tiefhängende Äste und trockene Zweige übergreifen und sich dadurch intensivere Brandereignisse entwickeln.
„Der steigende Waldbrandgefahrenindex ist ein ernstzunehmendes Warnsignal. Schon eine weggeworfene Zigarette, Funkenflug oder ein heißes Fahrzeugteil können bei der aktuellen Trockenheit ausreichen, um einen Brand auszulösen. Wir bitten daher alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher eindringlich, sich im Wald und an Waldrändern besonders umsichtig zu verhalten“, erklärt Steffen Wolf, Kreiswaldbrandbeauftragter und Leiter des Forstamtes Uelzen.
Waldbrände entstehen nur selten durch natürliche Ursachen. Häufig sind menschliche Unachtsamkeit oder fahrlässiges Verhalten der Auslöser. Umso wichtiger ist es, bei erhöhtem Waldbrandgefahrenindex jede vermeidbare Zündquelle auszuschließen.
Der Kreisbrandmeister appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, folgende Hinweise unbedingt zu beachten:
„Im Ernstfall zählt jede Minute. Freie Zufahrten und eine schnelle Meldung über den Notruf 112 sind entscheidend, damit Feuerwehr und Einsatzkräfte rasch reagieren können“, betont Kreisbrandmeister André Pieper-Christensen.
In Zusammenarbeit mit dem Landkreis Uelzen stehen der Kreiswaldbrandbeauftragte und der Kreisbrandmeister im engen und regelmäßigen Austausch, um die Gefahrenentwicklung für die Wälder in der Region zu überwachen und eine verlässliche und flächendeckende Brandbekämpfung sicherzustellen.