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Kreisbereitschaft Süd zur nachbarschaftlichen Löschhilfe in Hildesheim

Meldung 27.07.2017, 20:10 Uhr:

Nun ist es doch schon Donnerstagnachmittag 15:30 Uhr. Nachdem die Kräfte unserer Kreisfeuerwehrbereitschaft (KFB) Uelzen gestern Abend gegen 22:00 Uhr die vorherige Kreisfeuerwehrbereitschaft aus Gifhorn abgelöst und mit den Arbeiten in den Einsatzabschnitten begonnen hatte, gab es nach einem langen Tag ab 1:00 Uhr nachts eine warme Mahlzeit von unserem Logistikzug. Auf dem Speiseplan stand Rindfleischnudeltopf. Danach ging es stramm weiter mit den Tätigkeiten. Die Lage vor Ort kann als angespannt bezeichnet werden. Daher wurde die Produktion der Sacksäcke an der Befüllstation erhöht. Einer unserer Züge wurde von hier aber in das Schadensgebiet am Ufer der Innerste verlegt, da hier die Reihen der Sandsackverwallungen erweitert bzw. erhöht werden sollten. Dafür mussten die Sandsäcke von den Abladestationen zum Weitertransport in Schaufellader verladen werden. Die Erschöpfung durch die körperlichen Arbeiten standen den Einsatzkräften zunehmend ins Gesicht geschrieben. Dazu die aufkommende Müdigkeit; denn – wenn überhaupt – war lediglich Zeit für ein abwechselndes kurzes Nickerchen.

 Dennoch: Die Motivation der Kräfte blieb erhalten, sowohl durch das Frühstück um 7:00 Uhr morgens, als auch durch den ungeheuer positiven Zuspruch der Bevölkerung. Lobenshymnen, Dankesworte und Verpflegung durch Kuchen und Süßigkeiten waren nur einige Beispiele hierfür. Bei einem am Morgen stark zunehmenden Medieninteresse hatten Einsatzkräfte unserer KFB nach Absprache mit der Berufsfeuerwehr Hildesheim die Gelegenheit, live in Wort und Bild über ihre einzelnen Tätigkeiten zu berichten und somit den Daheimgebliebenen zu zeigen, woraus ihre Unterstützung für die Stadt Hildesheim bestand. Eine tolle Form beispielhafter Öffentlichkeitsarbeit! Im Laufe des heutigen Vormittags gab es erste Signale für eine nahende Ablösung der KFB Uelzen. Ab 11:00 Uhr war es schließlich soweit. Eine KFB aus dem Kreis Northeim übernahm sukzessive die Ablösung unserer Einheiten in beiden Einsatzabschnitten, sodass um 13:00 Uhr der geordnete Abmarsch aus dem Bereitstellungsraum der Straßenmeisterei in Drispenstedt erfolgte. Inzwischen sind alle Einheiten wieder an ihre Standorte zurück gekehrt, und unsere Helfer können nun die langersehnte Erholungsphase antreten.

Meldung 26.07.2017, 23:07 Uhr:
Gegen 20:30 Uhr hat die Kreisfeuerwehrbereitschaft (KFB) des Landkreises Uelzen den Bereitstellungsraum der Straßenmeisterei in Drispenstedt erreicht.

Von hier aus ging es unmittelbar weiter zum Bauhof der Stadt Hildesheim. Dort sollen die Kräfte einer KFB aus dem Landkreis Gifhorn abgelöst werden. Nach einer Einweisung in die Lage und die Örtlichkeiten wird der Logistik-Zug unserer Kreisfeuerwehrbereitschaft die Versorgung und Verpflegungsstelle vorbereiten. Die Führungs- und Kommunikationskomponente ging in Stellung und baute sich auf dem Bauhofgelände auf. Hier übernehmen die Züge 1+2 die Befüllstation von Sandsäcken. Kräfte der Feuerwehr arbeiten dabei mit zivilen Helfern Hand in Hand.

Darüber hinaus kommt schweres Gerät wie Schaufellader zum Einsatz. Der Zug 3 wiederum verlegte seinen Standort an einen Einsatzort in der Südstadt, wo die Wohngebiete an den mit Sandsäcken geschützten Ufern der Innersten durch Patrouillengänge kontrolliert werden. Als Pressesprecher sind wir hier Ansprechpartner der Kreisfeuerwehrbereitschaft für Medienvertreter und die Bevölkerung. Sollte sich die Lage ändern oder es Neuigkeiten zu berichten gibt, melden wir uns im Laufe der Nacht wieder.

 Meldung 26.07.2017, 19:08 Uhr:
Um 17:30 Uhr rückten fünf Züge der Kreisfeuerwehrbereitschaft des Landkreises Uelzen zur Unterstützung der im Hochwassergebiet Südniedersachsen tätigen Einsatzkräfte aus. Ziel ist zunächst die Stadt Hildesheim, wo um 22 Uhr die Ablösung erfolgen soll. Insgesamt sind aus dem Kreis circa 130 ehrenamtliche Feuerwehrleute mit 30 Fahrzeugen unterwegs.
 
Weitere Infos folgen.

Vollsperrung nach schwerem LKW-Unfall auf der L233

Text: Tom Reher, Pressesprecher Freiwillige Feuerwehr Klosterflecken Ebstorf, Fotos: Philipp Schulze, Pressesprecher Feuerwehr SG Bevensen-Ebstorf

Oetzfelde (fpr). Zu einem schweren LKW-Unfall auf der Landesstraße L233 zwischen Oetzfelde und Velgen wurden heute (24. Juli 2017) am späten Nachmittag Feuerwehr- und Rettungskräfte alarmiert. Gegen 16:40 Uhr war kurz vor dem Ortseingang von Oetzfelde ein aus Richtung Lüneburg kommender Sattelzug in den rechten Seitenstreifen geraten, hatte Straßenbäume touchiert und war ins Schleudern gekommen. Geistesgegenwärtig versuchte der Fahrer gegenzulenken. Dabei stellte sich der Lastzug quer zur Fahrbahn und kollidierte auf der Gegenseite frontal mit einer Birke. Die Ladung des Sattelaufliegers – rund 2.600 Bierkisten auf Paletten von einer Brauerei aus dem Norden – rutschte von der Ladefläche und zerbarst auf der Fahrbahn.

Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf

Der 52-jährige Fahrer war in seiner Kabine eingeklemmt, da sich die Fahrertür aufgrund der Hanglage nicht öffnen ließ. Zum Glück hatte er nach erstem Augenschein nur eine leichte Kopfverletzung. Er wurde von Ersthelfern betreut, die auch den Notruf absetzten, bis nach kurzer Zeit die ersten Einsatzfahrzeuge am Unfallort eintrafen. Feuerwehrleute aus dem Klosterflecken sorgten zunächst mit Spaten und Schaufeln dafür, dass der LKW-Fahrer aus seiner Kabine befreit und dem DRK-Rettungsdienst übergeben werden konnte. Nach Aufnahme der Personalien durch Polizeibeamte aus Ebstorf wurde der Mann mit einem Rettungswagen zur weiteren Behandlung ins Uelzener Klinikum transportiert.

Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf

Aufgrund der Erstmeldung „Schwerer LKW-Unfall mit eingeklemmter Person“ wurden zusätzlich zur Freiwilligen Feuerwehr Ebstorf auch weitere Einheiten der Nachbarwehr Wriedel-Schatensen sowie aus Uelzen zur Einsatzstelle beordert. Letztere konnten jedoch auf der Anfahrt wieder umkehren. Auch der zunächst abgehobene Rettungshubschrauber aus Uelzen konnte beidrehen. Auslaufende Kühlflüssigkeit aus der Zugmaschine wurde aufgefangen. Nach den Rettungsmaßnahmen ergriffen die Feuerwehrkräfte beider Wehren bis 19:00 Uhr erste Aufräumarbeiten, indem sie die Bierkisten auf Paletten stapelten, die Fahrbahn fegten und Ölbindemittel ausstreuten.

Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf

Zusätzlich zur Straßenmeisterei Uelzen wurde zur Bergung des 40 Tonnen-Lasters eine Fachfirma aus Lüneburg mit einem Spezialkran hinzugezogen. Nach Einschätzung der Polizei werden die Bergungs- und Aufräumarbeiten, die derzeit noch andauern, aber nicht vor Mitternacht abgeschlossen sein. Es wurden örtliche Umleitungen eingerichtet. Besonders prekär ist, dass die L233 selbst eine aktuelle Umleitung in Richtung Süden der im Bau befindlichen Bundesstraße 4 von Uelzen nach Lüneburg darstellt. Der verunglückte Daimler-Sattelzug einer Spedition aus Schleswig-Holstein erlitt einen Totalschaden. Daher beziffern Polizei und Feuerwehr-Einsatzleitung den Sachschaden zusammen mit der Ladung auf mindestens 100.000 Euro.

Im Einsatz befanden sich fast 30 ehrenamtliche Feuerwehrleute mit sieben Fahrzeugen der Wehren Ebstorf und Wriedel-Schatensen, eine hauptamtliche Rettungswagenbesatzung aus Ebstorf und der organisatorische Leiter des DRK-Rettungsdienstes sowie zwei Streifenwagen der Polizei aus Ebstorf und Bad Bevensen. Dazu die auf Anfahrt befundenen Kräfte der Feuerwehr aus der Kreisstadt Uelzen.

Umfrage für Feuerwehrleute im Landkreis Uelzen

Als Feuerwehrmänner und -frauen sorgen wir Tag für Tag dafür, dass im Fall der Fälle schnelle Hilfe vor Ort eintrifft. Doch auch wir spüren den demografischen Wandel, die größer werdenden Belastungen durch das Ehrenamt und am Arbeitsplatz. Es stellt sich folglich die Frage, wie die Freiwilligen Feuerwehren dauerhaft in ihrem Bestand und ihrer Funktionsfähigkeit gesichert werden können. Was muss sich also ändern, damit auch in Zukunft die Feuwehr kommt wenn es brennt oder andere Hilfe gefragt ist.

Initiiert und unterstütztdurch durch den Beirat des Kreisfeuerwehrverbandes Uelzen (Vorsitzender Landrat Dr.Heiko Blume), begleitet von Regierungsbrandmeister Dieter Ruschenbusch und im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport erarbeitet die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in Suderburg daher Handlungsempfehlungen für Unternehmen, Gemeinden und Freiwillige Feuerwehren, die den Bestand und Funktionsfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr sichern sollen. Die Handlungsempfehlungen beziehen sich sowohl auf die Freiwilligen Feuerwehren selbst als auch insbesondere auf die Gemeinden und Unternehmen.

Die Teilnahme ist über den folgenden Link möglich und dauert ca. 15 Minuten: LINK ZUR UMFRAGE

Die Umfrage läuft bis zum 18. August 2017 und betrifft alle Feuerwehrmänner- und frauen aus dem Landkreis Uelzen. Die Angaben werden anonym erfasst und nur für dieses Projekt verwendet.

Ziel des Projekts ist es, Handlungsempfehlungen für Unternehmen (insbesondere KMU), Gemeinden und Freiwillige Feuerwehren zu erarbeiten, die dazu beitragen, die Akzeptanz des Engagements von Feuerwehrmännern und -frauen in Unternehmen zu erhöhen bzw. wie dieses Engagement als Wettbewerbsvorteil, bspw. in der Mitarbeiterakquisition, genutzt werden kann.

Als wesentliche Leitfragen sind folglich zu nennen:

  • Welche Probleme können in Unternehmen (v. a. KMU) durch das Engagement ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Freiwilligen Feuerwehren entstehen? Wie stark beeinträchtigen diese die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens?
  • Welche Faktoren führen zu einer Akzeptanz von ehrenamtlichen Feuerwehrmännern und -frauen in Unternehmen?
  • Welche innerbetrieblichen Abläufe und Strukturen müssen bzw. können angepasst werden, um die Akzeptanz zu erhöhen?
  • Wie lässt sich die Förderung der ehrenamtlichen Feuerwehrmänner und -frauen als Wettbewerbsvorteil für die Unternehmen nutzen? Welche Marketingstrategie ist hierfür zielführend?
  • Welchen Beitrag können Gemeinden und Freiwillige Feuerwehren selbst dazu leisten?
  • Welche übertragbaren Schlussfolgerungen lassen sich hieraus ziehen?

 

Fahrzeugführer war in der Nacht in Ebstorf mit einem Baum kollidiert

Warum? – Retter kämpfen vergeblich um das Leben eines verunglückten 30-Jährigen

Text: Tom Reher / Pressesprecher Feuerwehr, Fotos: Andreas Dehning / Feuerwehr Wriedel-Schatensen

Die drängende Frage nach dem „Warum?“ wird sich möglicherweise für Angehörige und Rettungskräfte nicht abschließend beantworten lassen. Die eingesetzten ehrenamtlichen Feuerwehrleute, die hauptamtlichen Mitarbeiter von DRK-Rettungsdienst und Polizei sowie auch Ersthelfer haben jedenfalls alles in ihrer Macht stehende unternommen, um den jungen Fahrzeugführer, der in der Nacht auf Samstag (22. Juli 2017) am Ortseingang von Ebstorf mit einem Baum kollidierte, am Leben zu halten – vergeblich. Der 30-Jährige verstarb aufgrund seiner schweren Verletzungen nach der Einlieferung im Uelzener Klinikum.

Gegen 0:38 Uhr waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Ebstorf und Wriedel-Schatensen sowie dem DRK-Rettungsdienst zu dem Verkehrsunfall in der Wessenstedter Straße alarmiert worden. Als sie unmittelbar danach am Unfallort eintrafen, waren Zeugen und Anwohner in vorbildlicher Weise bereits mit Erste-Hilfemaßnahmen tätig.

Den Einsatzkräften bot sich ein Bild des Grauens. Der Fahrer, der aus Richtung Wessenstedt kommend kurz hinter dem Ortsschild im Bereich einer Rechtskurve von der Fahrbahn abgekommen ist, stoß auf der Gegenseite mit einem Straßenbaum zusammen.

Durch die erheblichen Einklemmungen konnte er nur schwer aus dem völlig demolierten Opel Kombi befreit werden, sodass die Feuerwehrleute nach der Stabilisierung des Wagens hydraulische Rettungsgeräte einsetzen mussten. Mehrmals mussten die Arbeiten in Absprache mit dem eingetroffenen Notarzt unterbrochen werden, um den lebensbedrohlichen Zustand des Mannes zu stabilisieren. Nach rund 25 Minuten konnte der Mann aus seinem Fahrzeug befreit und mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden.

Für die eingesetzten Feuerwehrleute verblieb die Zeit der Aufräumarbeiten und des Rückbaus ihrer Gerätschaften, während Polizeibeamte die Unfallermittlungen einleiteten. Bis kurz vor 2:00 Uhr waren insgesamt rund 35 Kräfte von Feuerwehr, DRK-Rettungsdienst und Polizei im Einsatz. Den Ersthelfern gebührt für ihre Mithilfe der Dank von den professionellen Rettern.

 

Kreisfeuerwehrtag in Dreilingen

 Informationen zum Kreisfeuerwehrtag am 26. August 2017:

  • drei Bahnen für die Leistungswettbewerbe
  • Ausstellung Feuerwehrfahrzeuge aus dem Landkreis Uelzen – in der Mittagspause: Vorführungen der Jugendfeuerwehr und der Sport Jongleure Dreilingen
  • diverse Verkaufsstände, Kinderbelustigung
  • für das leibliche Wohl ist gesorgt, Kaffeetafel von den Dreilinger Sport Jongleuren e.V.
  • bereits erste Teilnehmer vom Landeshüten der Schäfer
  • Ausklang am Abend mit gemütlichem Beisammensein und Feuershow der Sport Jongleure Dreilingen

Anfahrtsskizze:

 Landesausscheidungshüten der Schäfer am 26./27. August 2017:

  • Unterstützung durch den Schäferhundeverein aus Munster
  • erste Wettbewerbe bereits am 26. August
  • diverse Verkaufsstände, Kinderbelustigung
  • für das leibliche Wohl ist gesorgt, Kaffeetafel von der Dorfgemeinschaft Dreilinge-Niebeck e.V.

Schwerer Verkehrsunfall in der Einheitsgemeinde Bienenbüttel

Bienenbüttel, Landkreis Uelzen. Zu einem schweren Verkehrsunfall (VU) kam es in den Nachmittagsstunden in der Einheitsgemeinde Bienenbüttel.

Auf der Ortsverbindungsstraße (OV) von der Bundesstraße 4 nach Bargdorf (Kirchweg) kam ein PKW Fahrer von der Fahrbahn ab und prallte seitlich gegen einen Baum, überschlug sich und blieb anschließend auf dem Dach liegen. Das Fahrzeug war an dem VU alleinbeteiligt.

Die sehr schnell eingeleiteten Rettungsmaßnahmen gestalteten sich aufgrund der Dachlage und der im Fahrzeug eingeklemmten Person ein wenig schwierig. Der Wagen musste im Frontbereich angehoben und anschließend gesichert und stabilisiert werden. Dann war es möglich mit hydraulischem Rettungsgerät das Fahrzeug zu öffnen und die Person notärztlich zu versorgen. Nach ca. 10 Minuten war die verletzte Person befreit und konnte dem Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben werden.

Die Unfallstelle wurde anschließend gereinigt und der Polizei übergeben. Die alarmierten Einsatzkräfte aus Bad Bevensen brauchten nicht mehr eingesetzt zu werden.

Einsatzleiter war der Ortsbrandmeister der Feuerwehr Bargdorf, Dirk Giere.

Einsatz: 29/2017

Datum: 18.07.2017

Alarmierung: 16.16 Uhr

Einsatzdauer: 1,25 Stunden

Einsatzkräfte:

  • Fw. Bienenbüttel: ELW, GWL-2 TH, TLF 16/25,
  • Feuerwehr Bargdorf,
  • Fw. Wichmannsburg
  • DRK Rettungsdienst RTW,
  • Polizei Bad Bevensen.

Malbücher können Leben retten

Kreisfeuerwehrverband Uelzen e.V. nahm Malbücher zur Förderung der Brandschutzerziehung in Empfang

von Helmut Rüger (KBM) & Daniela Gonsior (KBE)

Uelzen: Wie reagiert man, wenn es brennt? Die kindgerechte Beantwortung dieser Frage wird in dem neu angeschafften leichtverständlichen Mal- und Arbeitsbuch für Mädchen und Jungen im Kindergarten- und Grundschulalter beantwortet. Im Juni nahm der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes  KBM Helmut Rüger das Buch „Brandschutzerziehung für Kinder“ in einer Auflage von 1.480 Stück zur Verteilung in Empfang. Mehr als 120 Sponsoren aus dem Kreis Uelzen unterstützen das Projekt.

Den fast 200.000 Bränden im Jahr fallen auch immer wieder Kinder zum Opfer. Nicht selten sind sie gleichzeitig unfreiwillige Brandverursacher. Spiel- und Entdeckertrieb, ein falscher Umgang mit Kerze und Feuerzeug sind oftmals die Auslöser – mit fatalen Folgen. „Vor diesem Hintergrund ist die präventive Brandschutzerziehung eine wichtige Aufgabe“, erklärt Kreisbrandmeister Helmut Rüger. So entstand die Idee zu einem kindgerechten Mal- und Arbeitsbuch, das durch Unterstützung der  Feuerwehren zusammen mit Pädagogen ständig weiterentwickelt wird. Der Herausgeber vermittelt Vor- und Grundschulkindern spielerisch die Gefahren und Nutzen von Feuer.

Kindgerechte Inhalte, kindgerecht gezeichnet

Am 20.06.2017 war es soweit: Die Brandschutzerzieherinnen und Brandschutzerzieher im   Kreisfeuerwehrverband Uelzen konnten die Bücher in Empfang nehmen. Sie erzählen in kleinen Episoden Geschichten von Mario und seiner Schwester Olivia – jede versehen mit einem Mal-Motiv. Sie durchleben verschiedene Situationen und erfahren, wie sie sich im Notfall verhalten und Hilfe herbeirufen können. Sie lernen, Verantwortung zu übernehmen und achtsam mit Feuer umzugehen, um sich selbst und andere nicht zu gefährden. Die auszumalenden Bilder vertiefen richtiges Verhalten und machen es spielend erlernbar. Gleichzeitig können Pädagogen, Erzieher und Eltern die Abbildungen mit den Kindern besprechen und üben.

Mehr als 120 Sponsoren haben den Kreisfeuerwehrverband Uelzen dabei unterstützt, das Malbuch in einer Auflage von 1.480 Stück herauszugeben und wurden dafür auf einer „Dankeschön-Seite“ erwähnt. „Auf diese Weise möchten wir uns bei allen Unterstützern sehr herzlich bedanken“, so Helmut Rüger weiter. Die Feuerwehr verteilt die Malbücher kostenlos in Kindergärten und Grundschulen im Rahmen ihrer Brandschutzerziehung.

Bad Bevensen: Feuerwehren im dauerhaften Lenzeinsatz

Text: Tom Reher / Pressesprecher Feuerwehr, Fotos: Philipp Schulze / Pressesprecher Feuerwehr

„Das habe ich so seit 50 Jahren hier nicht erlebt“, schildert eine sichtlich geschockte Anwohnerin ihre ersten Eindrücke nach dem massiven Starkregen, der sich am Donnerstagabend über Bad Bevensen ergoss und die ganze Nacht lang als Dauerregen anhielt. Die Folge: Um 20:17 Uhr gab es für die Freiwillige Feuerwehr der Kurstadt die erste Alarmierung. Wieder einmal stand die Bahnunterführung unter Wasser. Doch dann ging es Schlag auf Schlag. Immer mehr Hausbesitzer meldeten ihre Keller voll Wasser. Ortsbrandmeister Matthias Wedel verschaffte sich einen Überblick und versuchte mit seinen Leuten, der Lage Herr zu werden. „Schon bald erkannte ich, dass wir es alleine nicht schaffen“, sagte der erfahrene Einsatzleiter und forderte die Wehren aus Jelmstorf, Römstedt und Barum, später sogar aus Ebstorf zur Unterstützung mit Lenzpumpen an. Mehr als 90 Kräfte der fünf Wehren befanden sich schließlich im Dauereinsatz und arbeiteten professionell die einzelnen Einsatzstellen ab.

Besonders prekär stellte sich die Lage in einer Schnapsbrennerei dar. Von zwei Seiten drückten die Wassermassen in das Firmengebäude, von der vorderen Laderampe und von hinten über einen Kellerzugang gegen die Brandschutztür. Diese hielt stand, doch das Wasser suchte sich seinen Weg durch das Zylinderschloss und die Türzargen. Meterhoch stand das Nass im Kellerabgang. Dort drohten die Lagerwaren Schaden zu nehmen. Dem schnellen und massiven Einsatz der freiwilligen Helfer mit ihren Pumpen gelang es, diesen abzuwenden.

Land unter auch im Ignaz-Semmelweis-Ring. Vom neuerschlossenen Baugebiet „In der Heese“ ergossen sich Schlamm- und Wassermassen in den Straßenzug und die Auffahrten. Anwohner hatten hier Erstmaßnahmen ergriffen, bis schließlich die Feuerwehr Gräben auspumpte und einen Damm errichtete.

Ähnliche Situation beim über die Grenzen Bevensens hinaus bekannten Lehrbienenstand im Hagen, wo ebenfalls Schlamm und Wasser das Haus komplett eingekreist hatte, bis auch hier die Retter mit den roten Autos unwiederbringlichen Schaden abwenden konnten.

Doch mit den unzähligen Kellern hatte man am Ende 19 Einsatzstellen zu bewältigen. „Das Gros dieser Schadensorte lag dieses Mal eher im Bereich der Stadtmitte“, resümierte Matthias Wedel im Laufe der Nacht. „Natürlich mussten sich einige Bewohner ein wenig gedulden, bis wir vor Ort sein konnten. Aber geholfen haben wir jedem, vor allem den älteren Herrschaften.“ Dafür zollte die Bevölkerung den ehrenamtlichen Helfern in jeglicher Form Dank. „Und sei es nur, dass meinen Leuten Verpflegung angeboten wurde oder ein Dankeschön mit auf den Weg gegeben wurde“, freut sich Wedel.

Die Kameraden der benachbarten Wehren konnte er bald mit einem Dank für ihre Unterstützung in deren Feuerwehrhäuser entlassen. Seine eigenen Mitglieder aber waren bis weit nach 1 Uhr auch noch mit Aufräumungs- und Säuberungsarbeiten beschäftigt. Denn schließlich muss die Einsatzbereitschaft von Fahrzeugen und Gerät noch in der Nacht wieder hergestellt werden. Bis zum nächsten Unwetter, was nach Aussagen von Matthias Wedel mehr und mehr für Feuerwehreinsätze sorgte.

Zweiter Teil der Gemeindewettbewerbe Bevensen-Ebstorf in Höver

Höver. Anlässlich des 90-jährigen Bestehens richtete die Feuerwehr Höver am vergangenen Samstag, den 24. Juni 2017, den zweiten Teil der Gemeindewettbewerbe der Feuerwehr Bevensen-Ebstorf aus. 11 TS-Gruppen (Wertungsgruppe 2; Tragkraftspritzenfahrzeuge) aus allen Teilen der Samtgemeinde gingen auf einem perfekt hergerichteten Wettbewerbsplatz an den Start. Mit einem großen Tortenbuffet und einem Eisstand war an Jung und Alt gedacht. Die restliche Versorgung übernahm der Grill- bzw. Getränkestand.

Die Gastgeber eröffneten pünktlich um 13:00 Uhr die Wettbewerbe. Mit 444,00 Punkten zeigten Sie gleich zu Beginn eine gute Leistung, welche am Ende mit einem dritten Platz belohnt wurde. Auch andere Gruppen ließen sich zu Spitzenleistungen motivieren. Die Brandschützer aus Hesebeck, welche mit 449,10 Punkten eine sehr gute Leistung gezeigt hatten, mussten sich den Testorfern am Ende geschlagen geben. Die Siegergruppe gewann mit sensationellen 450,30 Punkten. Auf den Plätzen vier bis sieben folgten Klein Thondorf (432,44 Punkte), Weste (424,96 Punkte), Hohenbünstorf (417,50 Punkte) und Jastorf (415,06 Punkte).


Insgesamt nahmen an beiden Gemeindeentscheiden 21 TS-Gruppen teil. Für alle zählten nur die harten Punkte. Die 15 punktbesten Gruppen haben einen Startplatz für die Kreisleistungswettbewerbe in Dreilingen am 26. August 2017 erhalten.

Neben den Leistungswettbewerben der Erwachsenen wurden auch die Jugendfeuerwehrwettbewerbe ausgerichtet. Gemeindejugendfeuerwehrwart Andreas Könnecke war sichtlich begeistert, als er bei der Siegerehrung trotz Ferienbeginn von neun teilnehmenden Gruppen berichten konnte. Die Jugendlichen brachten sehr gute Ergebnisse zu Papier. Mit 1.333,60 Punkten wurde die erste Gruppe aus Emmendorf erster Sieger. Denkbar knapp mit nur 3,3 Punkten weniger durfte sich die erste Gruppe der Schwerpunktwehr Bad Bevensen über den zweiten Platz freuen. Dritter wurden die Nachwuchsfeuerwehrleute aus Hanstedt 1 (1.320,90 Punkte). Erstmals war auch die Kinderfeuerwehr Himbergen dabei. Sie durfte den Älteren bei Ihren Übungen zuschauen und wurden bei der Siegerehrung für Ihr Interesse mit ein paar Süßigkeiten belohnt.

Ortsbrandmeister Jürgen Suhm führte zusammen mit Gemeindebrandmeister Wilhelm Ripke durch die Siegerehrung. Ripke bedankte sich besonders bei den Jugendfeuerwehren. Er hoffe, dass die Jugendlichen Ihre Freude an der Feuerwehr nicht verlieren und dass sie irgendwann die aktiven Kameraden der Einsatzabteilungen unterstützen werden.

Samtgemeindebürgermeister Hans-Jürgen Kammer nutzte die Chance, um sich bei den Feuerwehrleuten für ihre unermüdliche Bereitschaft zu bedanken.

Am Sonntag wurde noch ein Pokalwettbewerb ausgetragen. 11 Gruppen hofften auf ähnlich gute Leistungen wie am Vortag. Die Gastgeber beschenkten sich am Ende selbst und gingen mit 444,80 Punkten als Sieger vom Platz. Dicht dahinter platzierte sich die Feuerwehr Brockhimbergen-Kollendorf mit 444,30 Punkten. Den dritten Platz sicherte sich die Gruppe Barum I mit 443,30 Punkten.