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Einsatzübung: Calenberger Land in Flammen

Text und Fotos: Henk Bison,
Team Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadtfeuerwehr Barsinghausen

Kreisfeuerwehrbereitschaft Uelzen Süd auf dem Weg ins Calenberger Land.
Kreisfeuerwehrbereitschaft Uelzen Süd auf dem Weg ins Calenberger Land.

Am 15. September startete die Kreisfeuerwehrbereitschaft Uelzen Süd zu ihrer 24-Stunden-Übung ins Calenberger Land.

 

Folgende Ausgangslage wurde angenommen:
Seit mehreren Wochen herrscht im Calenberger Land rund um die Stadt Barsinghausen Trockenheit. Regen ist seit 2,5 Monaten ausgeblieben. Die Temperaturen bewegen sich kontinuierlich tagsüber um 30 Grad Celsius. Im gesamten Stadtgebiet kommt es immer wieder zu Flächen- und Waldbränden, bei denen auch Gebäude beschädigt werden. Die örtlichen Einsatzkräfte arbeiten größere Einsatze im Schichtsystem ab. Unterstützung aus anderen Kommunen ist nicht mehr möglich. Zur Verstärkung sind seit dem 12. September mehrere Feuerwehrbereitschaften aus Niedersachsen im Brandabschnitt 2 tätig. Am Freitagmittag, 15. September fordert die Einsatzleitung aus Barsinghausen mind. 2 weitere Feuerwehrbereitschaften an. Zur Unterstützung kommen die FB1 Region Hannover und die KFB Uelzen Süd nach Barsinghausen. Die KFB Uelzen Süd wird gegen Abend eintreffen. Die RFB1 erst gegen Samstagmorgen, da noch Erholungszeit aus vorangegangenen Einsätzen nötig ist. Die KFB Uelzen Süd steht am Freitag, 15. September ab 21:30 Uhr einsatzbereit im Bereitstellungsraum Schulzentrum Spalterhals zur Verfügung.

Essensausgabe in der Sporthalle am Schulzentrum Spalterhals
Essensausgabe in der Sporthalle am Schulzentrum Spalterhals

Der Fachzug Logistik hatte bereits am frühen Abend am Schulzentrum erreicht und die Verpflegung für die ca. 135 Feuerwehrleute vorbereitet.

Gegen 21:45 werden der Einsatzleitung Barsinghausen kurz nacheinander 3 weitere Einsätze per Fax aus der Regionsleitstelle gemeldet.

Bergung einer verletzten Person
Bergung einer verletzten Person

1. Landringhausen, Maschinenhalle Feldmark. Hier ist es nach Wartungsarbeiten in der Halle zu einem Feuer gekommen. 2 Arbeiter werden vermisst. Eingesetzt ist hier der 2. Zug (Wasserförderung) der Bereitschaft Uelzen Süd. 2 Trupps unter Atemschutz sind mit der Suche nach den beiden Arbeitern beauftragt. Die Wasserversorgung wird durch einen Löschwasserbrunnen auf dem Gelände und von einem Unterflurhydranten in ca. 600m Entfernung aufgebaut.
2. Kirchdorf, Angerstraße:
Feuer in einem Einfamilienhaus und ein durch Funkenflug entstandener Flächenbrand auf einem benachbarten Feld, mit Gefährdung eines abgestellten Gefahrgut LKW. Nachdem die FF Kirchdorf am Einsatzort angekommen ist, ergibt sich folgende Lage: der Dachstuhl des Hauses hat durchgezündet, 2 Personen werden vermisst, Zusammenbruch des Trinkwassernetzes. Durch die Einsatzleitung wird der erste Zug (Wassertransport) zur Unterstützung entsandt.

Einsatzkräfte unter Atemschutz
Einsatzkräfte unter Atemschutz

Mehrere Trupps unter Atemschutz unterstützen die Kirchdorfer Feuerwehr bei der Menschenrettung im Gebäude. Die Tanklöschfahrzeuge liefern das Löschwasser für die Brandbekämpfung am Haus und für den Flächenbrand. Eine Wasserentnahmestelle wird in Barsinghausen in der Röntgenstraße eingerichtet. Von hier bringen die Tanklöschfahrzeug im Pendelverkehr das Wasser zur Einsatzstelle.
3. Bantorf, Laverastraße:

Menschenrettung
Menschenrettung

nach einem Betriebsunfall ist es zu einem Brand gekommen. Die Feuerwehr Bantorf ist bereits im Einsatz. Da auch hier die Löschwasserversorgung zusammengebrochen ist, kommt es zu einer Explosion mit rasanter Brandausbreitung. 3 Angestellte und der Angriffstrupp der Feuerwehr werden vermisst. Der 3. Zug der Bereitschaft wurde hier zur Menschenrettung und zum Aufbau einer Wasserversorgung von einem Löschwasserteich in ca. 500m Entfernung eingesetzt.
Nachdem die Übungen abgearbeitet waren, fuhren die Züge wieder den Bereitstellungsraum am Schulzentrum an. Hier wurden die Feuerwehrleute dann verpflegt. Zwei Turnhallen waren für die Übernachtung bereitgestellt.
Am Morgen des 16.09.2017 erhält die Einsatzleitung Barsinghausen über die Regionsleitstelle die Nachricht, dass es im Gewerbegebiet Schacht IV zu einer starken Rauchentwicklung kommt. Passanten bestätigen dieses kurze Zeit danach und berichten von mehreren blutenden Personen, die sie gesehen hätten. Bereits 2 Tage zuvor war es in diesem Gebiet zu einem größeren Flächenbrand gekommen. Ein Kradmelder berichtet kurze Zeit später, dass der Brand deutlich ausgedehnter ist, als vor 2 Tagen. Von der Einsatzleitung wird ein Löschwasserbedarf von 2000l/ Minute am Werkstor, bzw. 800l/Min auf dem Hochplateau abgeschätzt.

Löchwaserbehälter
Löschwasserbehälter

Im Anfahrtsbereich befindet sich vom letzten Einsatz noch ein Löschwasserbehälter (5000 Liter), der noch teilweise gefüllt ist. An der Einsatzstelle muss von mehreren vermissten und verletzten Personen ausgegangen werden. Auf Grund der Größe Einsatzstelle wird die KFB Uelzen Süd um 09:00 Uhr in den Bereitstellungsraum Parkplatz Fa. Bergmann alarmiert. Bereitschaftsführer Gerrit Möhring begab sich dann zum Meldekopf im Feuerwehrhaus Großgoltern. Nach Einweisung in die Lage, durch den stellvertretenden Brandabschnittsleiter Sascha Krause, fuhr er zur Erkundung in das Einsatzgebiet. Folgende Lage stellte sich dar: Rauchentwicklung auf dem Haldenkegel, die Zufahrt ist durch umgestürzte Bäume und Baufahrzeuge blockiert,

PKW-Unfall
PKW-Unfall

ein verunfallter PKW liegt kurz vor der Einsatzstelle auf dem Dach, mehrere Personen sind darin eingeklemmt, die Wasserversorgung ist komplett zusammengebrochen. Als erste Maßnahme wurde die Rettung der eingeklemmten Personen aus dem PKW veranlasst. Dieses gestaltete sich schwierig, da das Fahrzeug auf dem Dach auf einer Leitplanke lag. Der Einsatzleitwagen der Kreisfeuerwehr wurde am Anfang der Schacht IV Straße aufgestellt und von dort der Einsatz geleitet.

Aufstauen des Kirchdorfer Mühlbaches
Aufstauen des Kirchdorfer Mühlbaches

Um eine Brandbekämpfung zu ermöglichen, wurde der ca. 3 Km entfernte Kirchdorfer Mühlbach an einer Brücke angestaut. Von dort wurde mit den beiden Schlauchwagen der Bereitschaft eine Schlauchleitung bis zur Schacht IV Straße verlegt. Hier wurde ein weiterer Wasserbehälter als Zwischenspeicher aufgebaut. Parallel dazu wurde durch die Tanklöschfahrzeuge des Wassertransportzuges ein Pendelverkehr zu einer weiteren Wasserentnahmestelle am Reitbach durchgeführt. Gegen 11:00 Uhr hatten die Feuerwehrleute die schweißtreibende Aufgabe erfüllt und vom ersten Strahlrohr auf der Halde konnte “Wasser Marsch” gegeben werden. Nach Übungsende und den abgeschlossenen Aufräumungsarbeiten begaben sich die Züge wieder zum Schulzentrum Barsinghausen. Nach dem Mittagessen, das der Fachzug Logistik zubereitet hatte, ging es am frühen Nachmittag wieder zurück in den Landkreis Uelzen.

Hier gibt es weitere Bilder vom Einsatz

Großübung nach Gefahrgutunfall

Bericht: A.König (FF-Pressewart SG Bevensen-Ebstorf) Bilder: Feuerwehr

Barum (ffpr). Ein Gefahrgutunfall rief am Dienstagabend ein Großaufgebot an Einsatzkräften auf den Plan. Neben den beiden Gefahrgutzügen Nord und Mitte des Landkreises Uelzen, wurden auch die Freiwilligen Feuerwehren aus Barum, Bad Bevensen, Bargdorf und Wichmannsburg eingebunden. Des Weiteren wurde die gesamte Übungslage von der DRK Bereitschaft Uelzen begleitet. Die SEG des DRK ist auf solche Großschadenslagen vorbereitet und entsendet standardmäßig einen ganzen Pool aus Rettungswagen, Versorgungseinheiten und Fachkräften zur Einsatzstelle.

Das Szenario: Die eingesetzten Kräfte wurden mit den Stichworten „Auslaufen unbekannter Flüssigkeiten“ auf einen Bauernhof in Barum alarmiert. Ein Spediteur hat auf seinem LKW verschiedene Gebinde mit gefährlichen Stoffen in einer Mulde zum Bauernhof transportiert und war gerade dabei die abgesetzte Mulde mit einem Helfer zu entleeren. Der hiesige Landwirt rammte bei Rangierarbeiten mit seinem Trecker die Mulde und die Ladung kippte von der Ladefläche. Der Helfer der direkt auf der Ladefläche stand, wurde durch die umstürzende Ladung am Bein verletzt. Der Landwirt versuchte seinem Mitarbeiter aus der prekären Situation zu befreien. Der Spediteur wollte noch die leckgeschlagenen Fässer und Kanister sichern – vergeblich. Im Gegenteil, er verschlimmerte die Situation noch, da er mit den auslaufenden Flüssigkeiten in Berührung kam und sich kontaminierte. Ein Vorfall der so oder so ähnlich alltäglich passieren kann.

Die ersteintreffende Feuerwehr Barum erkundete die Einsatzstelle und sperrte den Gefahrenbereich großräumig ab. Die eingeleitete Menschenrettung wurde durch die nachrückenden Feuerwehren unterstützt. Der Gefahrgutzug Nord, bestehend aus den Feuerwehren Bad Bevensen, Bienenbüttel, Ebstorf und Wriedel-Schatensen spulte sein Programm für solche Fälle routiniert ab. Von der Stoffrecherche, dem Einrichten eines Dekontaminationsplatzes, bis hin zu Atemschutzgeräteträgern, die unter speziellen Chemikalienschutzanzügen versuchen die Schadenslage einzudämmen, lief alles Hand in Hand. Der Gefahrgutzug Mitte, bestehend aus den Feuerwehren Uelzen und Suderburg, unterstützte die Einsatzkräfte und brachte aus der FTZ Uelzen einen Wechsellader mit einem speziellen Gefahrgutabrollbehälter, sowie den Gerätewagen-Mess mit. Das auslaufende Medium wurde in dafür geeignete Behältnisse umgepumpt und alle betroffenen Personen dem DRK übergeben. Hilfreich war während des gesamten Übungsablaufes die Drohne des DRK. Ein dafür ausgebildeter Drohnenführer konnte der Einsatzleitung wertvolle Live-Bilder aus der Vogelperspektive zur Verfügung stellen. Das Unfallgeschehen konnte so aus sicherer Entfernung betrachtet und eingeschätzt werden. Im Anschluss wurden eine Nachbesprechung und eine Begehung der großräumigen Einsatzstelle durchgeführt. Im Einsatz waren über 100 Einsatzkräfte von den Feuerwehren und dem DRK.

Das Drehbuch für dieses Szenario hat der Zugführer des Gefahrgutzuges Nord, Mirco Feldmann geschrieben. Feldmann übt seit 10 Jahren diesen Posten mit viel Engagement aus, legt dieses Amt aus persönlichen Gründen aber nieder. Mit der Übung wollte er noch einmal den Leistungsstand seines Zuges testen. Voller Stolz schaut er auf die Früchte seiner Arbeit zurück und freut sich einen funktionierenden Zug übergeben zu können. Ende November finden die Wahlen eines neuen Zugführers statt.

Erfolgreicher Landesentscheid für Barum und Testorf

Die Ortswehr Barum hat heute bei den 15. niedersächsischen Landeswettbewerben in Klein Meckelsen mit 449,41 Punkten den Landessieg in der Wertungsgruppe 1 errungen. Sie platzierten sich vor den Kameraden aus Woltersdorf (446,58 Punkte) und Dörrieloh (439,57 Punkte).

Ein tolles Ergebnis, mit dem der Kreisbrandmeister Helmut Rüger und Regierungsbrandmeister Dieter Ruschenbusch sichtlich zufrieden waren.

Daneben erreichten die Kameraden aus Testorf einen guten dritten Platz mit 439,45 Punkten in der Wertungsgruppe 2. Sie mussten dem anderen Landessieger Kalbe (448,85 Punkte) und dem Zweitplatzierten Wentorf (447,98 Punkte) den Vortritt lassen.

Die anderen Uelzener qualifizierten Gruppen aus Nateln und Höver platzierten sich auf dem 18. bzw. 20. Platz.

Der Landessieger der Wertrungsgruppe 1: Barum I
Der dritte Sieger der Wertungsgruppe 2 – Testorf

Hier die Gesamtergebnisse:

 

Übergabe von 2 Einsatzmappen an der Freiwillige Feuerwehr Oetzen.

Über 2 sogenannte Multiorganizer von Firma PAX freut sich die Feuerwehr Oetzen. Möglich wurde die Anschaffung durch eine Spende von Klaus Rumpenhorst, System- und Softwareentwicklung, Oetzen. In diesen Einsatzmappen befinden sich alle wichtigen Einsatzunterlagen für den Fahrzeugführer wie Einsatz- und Alarmpläne, Funkpläne, Hydrantenpläne, Objektschlüssel, Tabellen, Klemmbrett u.s.w. Die Feuertaufe erlebten die Einsatzmappen kürzlich beim Starkregeneinsatz in Oetzen.

Mit einem gemütlichen Grillabend bedankte sich die Wehr Oetzen bei ihrem Spender.

Oetzen, den 28.08.17

Hartmut Müller

Ortsbrandmeister FF Oetzen

Kreisfeuerwehrtag in Dreilingen ein voller Erfolg!

Dreilingen. Der Kreisfeuerwehrtag mit den Kreisleistungswettbewerben fand am 26. August 2017 in Dreilingen statt. Die ausrichtende Ortswehr hatte ein tolles Rahmenprogramm organisiert. Neben den Feuerwehrwettbewerben gab es unter anderem auch Rundfahrten durch Dreilingen, Vorführungen der Jugendfeuerwehr, eine Show der Sportjongleure Dreilingen und das Landesleistungshüten der Schäfer. Ein umfangreiches kulinarisches Angebot ließ es die Gäste darüber hinaus an nichts mangeln. Der Suhlendorfer Feuerwehrmusikzug begleitete am Nachmittag und zur Siegerehrung das Geschehen.

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Neue Shirts für die Sportabteilungen der Feuerwehr Bad Bevensen

Text und Foto: A. König

Bad Bevensen (ffpr.). Feuerwehrleute leisten bei schweren Einsätzen oftmals körperliche Höchstleistungen. Um diese Aufgaben erledigen zu können und den Herausforderungen im Feuerwehralltag gerecht zu werden, ist körperliche Fitness unverzichtbar.

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Feuerwehren probten für bevorstehende Kreisleistungswettbewerbe

Allenbostel. Als Generprobe für die bevorstehenden Kreisleistungswettbewerbe in Dreilingen lud die Feuerwehr Allenbostel am vergangenen Samstag (19.08.2017) interessierte Feuerwehren des ganzen Landkreises zu einem Pokalwettbewerb ein. 15 Wettbewerbsgruppen nahmen das Angebot an und testeten unter scharfer Beobachtung der Wertungsrichter um Bahnleiter Matthias Giere Ihre Leistungsfähigkeit.

Die beste Übung zeigte die Feuerwehr Hesebeck. Sie konnten sich dicht verfolgt von den Feuerwehren Brockhimbergen-Kollendorf und Röbbel über einen riesigen Pokal freuen. Aufgrund des schlechten Wetters in der Vorwoche war das Geläuf für die startenden Gruppen nicht optimal. Dies hinderte die Feuerwehrleute nicht daran, vereinzelnde Spitzenleistungen zu präsentieren. Die vielen Übungsstunden der vergangenen Wochen haben sich scheinbar ausbezahlt. Viele feuerwehrtechnischen Handgriffe sitzen bereits perfekt und lassen auf spannende Kreiswettbewerbe hoffen.

Diese finden am kommenden Samstag, den 26.08.2017, im Rahmen des Kreisfeuerwehrtages in Dreilingen statt. Für die über 500 startende Feuerwehrleute heißt es Spitzenleistungen abzurufen. Nur die besten können Gewinnen. Ab 9:00 Uhr beginnen die Wettbewerbe. Es wird in zwei Wertungsgruppen auf drei Wettbewerbsbahnen gestartet. Siegerehrung ist in den frühen Abendstunden geplant.

Neue Wege – Aus Leistungswettbewerben werden Stadtausbildungswettbewerbe

Bericht und Bilder: Matthias Vogel (FW-Pressesprecher Hansestadt Uelzen)

Besser konnte es gar nicht laufen, Petrus lieferte zeitweise leichten Regen als am Samstag, den 12. August die Generalprobe stattfand. Bei diesen Bedingungen kamen alle Feuerwehrkameraden während der Wettbewerbe, den die Feuerwehren der Hansestadt Uelzen in Riestedt ausrichteten, trotzdem ins Schwitzen und hatten ihren Spaß.
Ziel der Stadtausbildungswettwerbe ist es, so Uelzens Stadtbrandmeister Axel Ziegeler, die Leistung der Ortsfeuerwehren in der Hansestadt Uelzen nach jährlichen Ausbildungsvorgaben und Dienstplan zu überprüfen. So wurden zahlreiche Stationen, die von den Ortswehren besetzt wurden, mit feuerwehrspezifischen Aufgaben aufgebaut. So wurde der Qualifizierungs- und Ausbildungsstand im Bereich 1. Hilfe, wasserführende Armaturen, tragbare Leitern, Atemschutz, Digitalfunk, Verkehrssicherung, Gefahren an der Einsatzstelle, Knotenkunde, Wasserentnahmestelle offenes Gewässer und Schaumrohreinsatz überprüft und bewertet. Auch der Spaß dabei sollte dabei nicht fehlen.

Jugendfeuerwehren der Hansestadt Uelzen
Jugendfeuerwehren der Hansestadt Uelzen

Auch die sechs Jugendfeuerwehren der Hansestadt führten ihre Stadtleistungswettwerbe an diesem Tage in dem A- und B-Teil durch. So muss beim A-Teil ein Löschangriff nach FwDV 3, Wasserentnahme offenes Gewässer, ohne Wasser, mit Hindernissen durchgeführt werden. Beim B-Teil wird ein Staffellauf mit 400m länge durchgeführt. Dabei sind vier Feuerwehraufgaben eingebunden, wie z.B. einen C-Schlauch auf Zeit aufzurollen.

Pokalwettkämpfe „Alt“ und „Mittelalt“
Pokalwettkämpfe „Alt“ und „Mittelalt“

Im Anschluss zu den Stadtausbildungswettbewerben fanden die Pokalwettkämpfe „Alt“ und „Mittelalt“ statt.

Auch zahlreiche Gäste wie Uelzens Bürgermeister, Jürgen Markwardt, Uelzens Ordnungsamtsleiter Volker Leddin, Kreisbrandmeister Helmut Rüger und viele Bürger und Feuerwehrleute aus der Umgebung fanden den Weg nach Riestedt und waren zugegen. Für leibliche Wohl der Gäste sorgte die Feuerwehr Riestedt, die nicht nur Bratwurst und kalte Getränken anbot.
Die neuen Stadtausbildungswettbewerbe kamen bei den Teilnehmern richtig gut an und sorgte für eine positive Resonanz, Fazit: es gab nichts zu meckern.

Die Siegerehrungen führte Uelzen Stadtbrandmeister Axel Ziegeler durch, die Ergebnisse im Einzelnen:

Stadtausbildungswettbewerbe:

  1. Klein Süstedt
  2. Oldenstadt
  3. Kirchweyhe
  4. Hansen
  5. Uelzen

Pokalwettkämpfe „Alt“:

  1. Molzen
  2. Westerweyhe und Kirchweyhe

Pokalwettkämpfe „Mittelalt“:

  1. Hansen
  2. Kl. Süstedt
  3. Riestedt

Stadtleistungswettbewerbe JF Uelzen:

  1. Oldenstadt
  2. Veerßen und die Allstars
  3. Kirch-/ Westerweyhe
  4. Hanstedt II
  5. Holdenstedt
  6. Uelzen

Feuerwehr Hesebeck Stadtmeister 2017

Text: Feuerwehrpresseteam SG Bevensen-Ebstorf, Foto: Feuerwehr

Seedorf. Die Wettbewerbsgruppen von fünf Feuerwehren der Stadt Bad Bevensen stellten sich auf dem Wettkampfplatz der ausrichtenden Feuerwehr Seedorf zum Vergleich. Traditionell findet der Wettstreit seit 1981 jährlich – nach eigenen Regeln – parallel zu den Gemeindewettbewerben statt. Die Stadtbürgermeisterin Susanne Lühr-Peschke begleitete die Veranstaltung und übernahm beim anschließenden Tauziehen sogar die Rolle der Schiedsrichterin. Als Highlight in der Pause stellte die Feuerwehr Bad Bevensen ihre neue Drehleiter vor. Die Wettbewerbsgruppe Hesebeck wurde Sieger des Wettbewerbs, welcher der Kameradschaft unter den Wehren und dem Zusammengehörigkeitsgefühl dienen soll. Zweitplatzierter wurde Gollern, gefolgt von Jastorf, Röbbel und Seedorf. Sieger des anschließenden Tauziehens auf dem zwischenzeitlich durch Regen schlüpfrig gewordenen Platz wurde die Feuerwehr Gollern. Das Recht, den nächsten Stadtwettbewerb auszurichten nahm Hesebeck für sich in Anspruch. Seedorfs Ortsbrandmeister Henning Hartkopf bedankte sich bei allen Teilnehmern und Helfern für eine rundum gelungene Veranstaltung.

Bevenser Feuerwehrteam rockt den Maschsee

Grandioser Sieg bei fun-tastischem Bootsrennen

Text: Tom Reher / Pressesprecher Feuerwehr Klosterflecken Ebstorf Fotos: Kevin Münkel

Bad Bevensen (fpr). Tage-, nein wochenlang haben sie dafür entworfen, gebastelt und getüftelt. Ja, sogar auf ihrer Facebook-Seite haben sie für die Social Media-Community ein Rätsel ausgelobt. Und jetzt der ganz große Erfolg. Mit ihrem selbstgebauten Boot hat das „Firefun-Team“ aus Bad Bevensen am vergangenen Sonntag alle anderen ausgestochen und ist beim traditionellen Spektakel mit Kultcharakter als Gesamtsieger ins Ziel eingelaufen.

„Rund 50.000 begeisterte Zuschauer waren am Nordufer mit dabei und haben das verrückte Bootsrennen bei herrlichem Sonnenschein vor toller Atmosphäre verfolgt“, schwärmt Maschseefest-Veranstalter Hans Nolte. Bereits zum 19. Mal findet schon die Gaudi statt. In diesem Jahr stand das „Crazy Crossing“ ganz im Zeichen der niedersächsischen Feuerwehren. Zehn waghalsige Teams aus dem ganzen Land gingen an den Start. Sie kamen aus Flotwedel (Landkreis Celle), Diepenau (Landkreis Nienburg), Ohlum (Landkreis Peine), Höver, Wehmingen und Altwarmbüchen (Region Hannover), Cuxhaven, Cloppenburg, Oldendorf (Landkreis Osnabrück) sowie eben aus der hiesigen Kurstadt.

Die abenteuerlustige Truppe um Teamleiter Olaf Twellhegen und Gabriele Beckedorf startete mit einer gemischten Formation. Jung und Alt, Männer und Frauen, dazu eine riesige Playmobil-Figur als Maskottchen – alle elf in einem Boot, das sie mit Rohren, Platten, einer Signaleinrichtung sowie einer Leiter seetüchtig gemacht und ausstaffiert hatten. Ab 15 Uhr ging’s los. Dabei zählte nicht nur Schnelligkeit, sondern auch Kreativität und Einsatzbereitschaft wurden beurteilt. Bevor das eigentliche Rennen startete, konnten die Kandidaten bei einem Quiz noch Extrasekunden gewinnen.

Zu Wasser mussten sie nicht nur den Maschsee entlang des Nordufers überqueren, sondern auch getreu dem Motto „Retten, Löschen, Bergen, Schützen“ Spaßaufgaben lösen, wie Eisberge erklimmen, Feuer löschen, Hindernisse überqueren und Treffsicherheit unter Beweis stellen. Kaum zu glauben, aber wahr: Bei alledem erhielten Victor Barkowski, Gabriele Beckedorf, Jenny Dittmer, Tatjana Ebert, Patrick Franceson, Max Lehmann, Benjamin Thormählen, Olaf Twellhegen, Kai Warnecke und Philipp Zackariat aus Bad Bevensen stets die höchsten Punktzahlen.

Und das immerhin von niemand geringerem als Fußballtrainer Mirko Slomka, Schiedsrichterin Bibiana Steinhausen und Karl-Heinz Banse, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes, die in der Jury für die Bewertung zuständig waren. Alle drei waren von den Bevensern total begeistert. Kein Wunder, zeigten diese ganz nebenbei auch noch Fairness mit den Konkurrenten, indem sie andere Boote kurzerhand mit abschleppten. Im Endergebnis siegten die Bevenser haushoch verdient vor allen anderen. Freude, Jubel, Feierstimmung.

„Meine Leute haben grandios gezeigt, was alles möglich ist, wenn man es angeht“, sagt Ortsbrandmeister Matthias Wedel, der die Mannschaft am Abend mit den Kameraden gebührend am Feuerwehrhaus in Empfang nimmt. Und weiter: „Für uns war dies auch eine gelungene Aktion zur Teambildung bzw. -bindung.“ Dabei hat am Anfang niemand geglaubt, dass das Team aus der Kurstadt überhaupt zugelassen wird. „Kameraden der Schwerpunktwehr Bad Bevensen haben die Samtgemeinde und ihre Freiwillige Feuerwehr in der Landeshauptstadt bei einem Großevent gut vertreten. Wir sind stolz und gratulieren zum ersten Platz“, geben unisono Samtgemeindebürgermeister Hans-Jürgen Kammer und Bürgermeisterin Susanne Lühr-Peschke unumwunden zu.

Grenzenloser Jubel über den grandiosen Sieg: Tatjana Ebert, Jenny Dittmer, Victor Barkowski, Olaf Twellhegen, Max Lehmann, Kai Warnecke, Patrick Franceson, Gabriele Beckedorf, Benjamin Thormählen (v.l.) sowie Philipp Zackariat (vorn) vom Firefun-Team Bad Bevensen nach der Preisübergabe. Foto: Kevin Münkel

„Das ist Mitgliederwerbung par excellence!“, finden auch Kreisbrandmeister Helmut Rüger und Gemeindebrandmeister Wilhelm Ripke, „Da kann man jedes kostenintensive Konzept getrost in der Schublade liegen lassen.“ Tatsächlich steht es den Feuerwehren landauf, landab gut zu Gesicht, auch einmal alten Trott hinter sich zu lassen und traditionellen Staub
beiseite zu wischen, um nicht nur bei jüngeren Generationen zu punkten. „Dienst ist Dienst, aber auch der Spaßfaktor gehört schließlich mit dazu“, weiß Matthias Wedel den beispielhaften Motivationsschub zu schätzen. Da kommt die von einem Medienpartner und einem namhaften niedersächsischen Keksfabrikanten gesponserte Siegprämie von 2.500 Euro für die Kameradschaftskasse gerade richtig. Vielleicht animiert ja all‘ dies Nachahmer bei ähnlichen Veranstaltungen. Wir sind jedenfalls der Meinung: Das war Spitze!