Elbehochwasser 2013 – Bericht der Kreisfeuerwehr

von Andre Pieper, Stellv. Kreisbrandmeister

Landkreis Lüchow-Dannenberg

Personal / Einsatzplanung

Im Einsatzgebiet Lüchow-Dannenberg waren von Mittwochmorgen bis Freitagnachmittag je Schicht ca. 120 Kräfte der Feuerwehren aus dem LK Uelzen rund um die Uhr im Einsatz. Zum einen Einsatz kommen hierbei tagsüber jeweils drei Fachzüge der Kreisfeuerwehrbereitschaften (KFB) Nord und Süd und zum anderen in der Nachtschicht (19.00 – 07.00 Uhr) Einheiten aus den Feuerwehren aus allen Samtgemeinden und der Stadt Uelzen.
Die Motivation der ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden war bis zum Einsatzende außerordentlich hoch. Das Verständnis der Arbeitgeber für diesen Einsatz scheint vorhanden zu sein.
Von Seiten der Führung der Kreisfeuerwehr wurde zwischenzeitlich ein Dienstplan aufgestellt, der auch bei Wiederanforderung der Einsatzkräfte den 24-Stunden-Dienst der Uelzener Kräfte nach dem oben genannten Modell sicherstellt. Demnach sind bis dahin täglich ca. 240 Kräfte aus den Feuerwehren des LK Uelzen im Hochwassergebiet im Einsatz. Mit einer Anforderung unserer Einsatzkräfte ist nach den vorliegenden Lagemeldungen (Pegelstands-Voraussagen) Anfang der neuen Woche auszugehen.

Einsatzführung / Versorgung

Der Landkreis Uelzen hat mit der Fachgruppe Kommunikation der KFB Nord einen Meldekopf am Schützenhaus in Dannenberg eingerichtet. Es kam hierbei der Einsatzleitwagen 2 der Kreisfeuerwehr zum Einsatz. Die Aufgabe der Einheit war die Führung der Uelzener Kräfte und in der Dokumentation der durchgeführten Maßnahmen.
Ebenfalls am Schützenhaus Dannenberg war der Fachzug Logistik der KFB Süd im Einsatz. Aufgabe der ca. 20 Kameraden war es, die Versorgung der Kräfte mit Essen und Trinken rund um die Uhr sicherzustellen. Der Einkauf der Lebensmittel erfolgt dabei zum großen Teil im LK Uelzen, da die Beschaffung im Bereich Dannenberg bereits schwierig wird. Am Schützenplatz sind wechselweise drei Köche und entsprechende Helfer mit der Zubereitung der Speisen in einem Feldkochherd beschäftigt. Die Versorgung der Kräfte erfolgt dabei sowohl am Standort des Zuges als auch im Einsatzgebiet der jeweiligen Einheiten. Weiterhin ist es Aufgabe des Fachzugs Logistik sonstige Mittel bereitzustellen, hierzu zählen u.a. Sonnenschutz, Mückenspray, Treibstoffe, leichte Handschuhe, etc. Unterstützung hierbei erfolgt durch die Mitarbeiter der Kreisverwaltung in Uelzen. Auch diese Maßnahmen werden bei einem sehr wahrscheinlichen neuen Einsatz wieder aufgenommen.

Durchgeführte Maßnahmen:

Die Kräfte aus Uelzen sind im Bereich der Ortschaften um Hitzacker eingesetzt um den dortigen Deich aufzukaten. Hierbei werden Sandsäcke auf die Deichkrone gelegt um den Deich zu erhöhen. Von den Uelzener Kräften wurden in den Nachtstunden ca. 600m Deich um ca. 1 Meter erhöht. Weiterhin musste der Einsatzbereich ausgeleuchtet werden. Neben den hiesigen Kräften waren mehrere Privatpersonen mit Traktoren und Wagen und eine kleine Anzahl  Helfer des THW dort im Einsatz.

Landkreis Lüneburg

In der Nacht zu Donnerstag waren ca. 110 Kräfte aus dem Landkreis Uelzen im Bereich Sumte im Einsatz um dort in einer Kiesgrube ca. 5600 Sandsäcke zu befüllen. Das Befüllen der Sandsäcke erfolgt dabei händisch, ebenso das Verschließen. Die Arbeiten wurden die ganze Nacht fortgeführt, die Motivation der Helfer war auch dort außerordentlich hoch. Leider gab es Probleme bei der Versorgung der Einsatzkräfte, diese erfolgte kaum bis gar nicht. Da zwischenzeitlich Kreisfeuerwehrbereitschaften aus entfernteren Regionen Niedersachsens nach Lüneburg unterwegs und eingetroffen sind, wurden keine weiteren Kräfte aus UE im LK Lüneburg mehr eingesetzt.