Waldbrandübung in Barum

Bilder und Text: Stefan Düsel (Feuerwehr Barum)

Barum. Am vergangenen Freitagabend trafen sie die Ortswehren aus Barum, Hohenbünstorf, Tätendorf-Eppensen und Bad Bevensen um 19.30 Uhr zu einem gemeinsamen Übungsdienst.

Auch wenn das jetzige Wetter die Gedanken an eine Waldbrandgefahr schnell verfliegen lassen hat, so zeigten doch die vergangenen Wochen, dass es sehr schnell zu einem Waldbrand kommen kann und daher das taktische Vorgehen der Feuerwehrleute in dieser Jahreszeit besonderer Schulung bedarf.

 IMG_2879 (FILEminimizer)Angenommen wurde ein Unterholzbrand in der Barumer Gemarkung. Die Wehren wurden mit einem fiktiven WB2-Einsatz alarmiert. Die Barumer Wehr war zunächst als erstes vor Ort und erkundete die Lage. Über Funk wurden sowohl die Leitstelle als auch die sich auf Anfahrt befindenden Einsatzkräfte informiert, das sich ca. 400m⊃2; Unterholz in Brand befinden. Die Feuerwehr Hohenbünstorf traf als nächstes ein und bereitete am Barumer Mühlenbach alles vor, was für einen Tanklöschfahrzeugpendelverkehr benötigt wurde. Sie stauten den Bach an und stellten eine Wasserversorgung bis zum Stichwegende her.

IMG_2868 (FILEminimizer)Nun trafen auch die Brandschützer aus Bad Bevensen und Tätendorf-Eppensen ein. Das TLF mit 5000 Liter Wasser und das TSF der Nachbarkameraden fuhren unmittelbar bis in den Wald und begannen umgehend mit der Brandbekämpfung. Das HLF baute zusammen mit den Barumer Rotjacken ein 5000l-Wasserreservoir auf und befüllten diesen gleich. Das StLF fuhr ebenfalls in den Wald zur Bekämpfung der Flammen. Insgesamt waren 3 D- und 6 C-Hohlstrahlrohre im Einsatz. Diese bieten den groeßen Vorteil mit sehr wenig Wasser maximale Löschwirkung zu erziehlen. Sie benötigen zusammen weniger als 500 l/min. Der Pendelverkehr mit dem TLF und dem HLF kam ins stocken, da das nachfließende Wasser im Bach einfach nicht reichte. Schnell setzte man diese Wasserentnahmestelle um, zu einem in der Feldmark befindlichen Unterflurhydraten. Nach rund 2 ½ Std. beendete man diese Übung.

IMG_2901 (FILEminimizer)In der Nachbesprechung am Barumer Feuerwehrhaus stellte man fest, dass die Kommunikation, die so extrem wichtig ist, unter den Ortswehren sehr gut funktionierte. Auch stellte man fest, dass im Ernstfall zwei oder drei Tanklöschfahrzeug mehr durchaus von Nöten sind um im Einsatzbereich letztendlich nicht ohne Wasser am Strahlrohr zu stehen.

“Man ist gewappnet für einen solchen Einsatz”, urteilte Ortsbrandmeister Hans-Jürgen Lehman schließlich nach dem durchgeführten Dienst und hoffte zugleich, dass es hierzu nicht so schnell kommen werde.

In diesem Zusammenhang weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass in Wald und Feldgebieten bei warmen Temperaturen keine Zigaretten unachtsam weg geworfen oder Glasflaschen entsorgt werden sollten.