Alle Beiträge von Stefan Düsel ( Presseteam der FFw Barum )

Feuerwehr Barum / Presseteam und Gruppenführer der 1. Wettbewerbsgruppe

Brennt 1800m² großes Stoppelfeld bei Bienenbüttel

Text und Foto: Feuerwehr Bienenbüttel

Bienenbüttel, Landkreis Uelzen. Aufmerksame Anwohner meldeten am Samstagabend über den Notruf 112 einen Waldbrand nördlich des Wochenendgebiets der “Großen Heide”.

Brandeinsatz 28-2018

Vor Ort brannte neben einem Feldweg zum “Glück” nur ein ca. 1800 m2 großes Stoppelfeld. Der Brand konnte durch das schnelle eingreifen der Einsatzkräfte und der Hilfe von zwei Tanklöschfahrzeugen schnell unter Kontrolle gebracht werden.

Um ein neues entfachen zu verhindern, wurde die Brandfläche zusätzlich mit einem Grubber eines Landwirts durchpflügt.

Da die Brandfläche direkt neben einem Feldweg lag wird als Brandursache eine arglos weggeworfen Zigarette vermutet.

Nach ca. 1.5 Stunden konnten alle ehrenamtliche Einsatzkräfte wieder in Ihre Feuerwehrhäuser und zu ihren Familien zurückkehren.

Im Einsatz waren die Freiwillige Feuerwehr Hohenbostel, Feuerwehr Jelmstorf, Feuerwehr Wichmannsburg, Feuerwehr Bargdorf und Feuerwehr Bienenbüttel sowie die Polizei Bad Bevensen.

Aktuell besteht im Landkreis Uelzen der Waldbrandgefahrenindex 4!

Großbrand zwischen Medingen und Bruchtorf – Feuerwehren über 36 Stunden im Dauereinsatz

Fotos und Text: Feuerwehr

Unmittelbar nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte von Feuerwehr und DRK stand die 80 x 20m große Scheune im Vollbrand. Erst in den letzten Tagen wurden in der mit Photovoltaik eingedeckten Scheune große Mengen Stroh eingelagert. Aufgrund der massiven Rauchentwicklung und der Gefahr der Brandausbreitung musste die Bahnstrecke Hamburg-Hannover zeitweise für den Zugverkehr gesperrt werden.

Da während der ersten Stunden des Einsatzes nicht abzuschätzen war, ob bzw. wann die Scheune mit ihren Stahlelementen einzustürzen wird, entschloss Einsatzleiter Stefan Burmester mit seinen Führungskräften, das Gebäude samt Inhalt kontrolliert abbrennen zu lassen. „Das gepresste Stroh aus der Scheune zu bergen, war ein zu hohes Risiko für meine ehrenamtlichen Einsatzkräfte vor Ort, für die ich die Verantwortung trage“, so Burmester. Mit Strahlrohren und Wasserwerfern wurde das Ausbreiten der Flammen auf benachbarte Felder, dem Bahndamm sowie einer angrenzenden Birkenschohnung verhindert. Zum Schutz der eingesetzten Helfer der Freiwilligen Feuerwehren stand die DRK-Bereitschaft Uelzen mit Rettungswagen, Einsatzleitwagen

 

und Betreuungseinheiten vor Ort zur Verfügung. So wurden unter anderem die Kräfte über die Nacht versorgt. Als wertvolle Unterstützung zur Lagebeurteilung erwies sich zudem die Drohne der DRK Bereitschaft. Hiermit konnte Luftaufnahmen vom betroffenen Gebäude sowie der weitläufigen Umgebung aus der Vogelperspektive gemacht werden.

Zur Spitzenzeit waren über 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr und DRK an der Brandstelle tätig. Gegen Morgen konnten die ersten Einsatzkräfte aus dem Einsatz entlassen werden und durch weitere Ortsfeuerwehren aus der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf ergänzt werden. Besonders erwähnenswert sind die Bürgerinnen und Bürger, die die ehrenamtlichen Helfer bereits in der Nacht versorgt haben. Vielen Dank für die wertvolle Unterstützung. Ebenso unterstütze eine Bäckerei die zahlreichen Helfer mit Brötchen.

Die Wasserversorgung für die umfangreiche Abriegelung des Brandobjekts wurde über lange Wegstrecken aus Medingen und Bruchtorf herangeführt. Mit Unterstützung der Landwirte konnten zudem aus Brunnen für die Feldberegnung Wasser zum Brandort gepumpt werden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Im Verlauf des langwierigen Löscharbeiten kamen noch Bagger zum Einsatz. Mit ihnen wurde das Brandgut aus der Scheune geborgen und nach und nach durch die Brandschützer abgelöscht.

Immer wieder wurden Feuerwehren aus dem Einsatz herausgelöst und später wieder angefordert. Nach über 36 Stunden konnten die letzten ehrenamtlichen den Brandort wieder verlassen.

Im Einsatz:- FW Altenmedingen – FW Bad Bevensen – FW Jelmstorf – FW Seedorf – FW Barum – FW Bienenbüttel – FW Drögennottorf – FW Eddelstrof – FW Himbergen – FW Römstedt – FW Secklendorf – FW Tätendorf-Eppensen – FW Röbbel – FW  Hesebeck – FW Emmendorf – FW Gollern – FW Jastorf – FW Natendorf – FW Weste – FW Oetzendorf – FW Testorf – FW Hohenbünstorf – FW Ebstorf – DRK Rettungsdienst – DRK Bereitschaft – Polizei

Jugendfeuerwehr in Oetzendorf lebt wieder auf

Bild und Text: S.Düsel (Presseteam Feuerwehr Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf – Ortswehr Barum)

Am 03.02.2018 führten die freiwillige Feuerwehr Oetzendorf ihr Jahreshauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus durch.

Ortsbrandmeister Michael Behnke berichtete über zwei Einsätze im abgelaufenem Jahr. Neben der großen Sturmlage im November wurde man zu einem Scheunenbrand nach Gr. Hesebeck alarmiert.

Die Feuerwehr verfügt über 34 aktive Mitglieder, die sich bei zahlreichen Diensten stetig weiterbilden und auch durch verschiedenste Veranstaltung im Dorfleben einen wichtig Platz haben. So wurde beispielsweise ein eigener Pokalwettbewerb ausgerichtet mit anschließender Aftershowparty. Am 17.06.2018 möchte die Feuerwehr zusammen mit den Kameraden aus der Gemeinde Weste einen Blaulichttag durchführen. Dort sollen Fahrzeuge von Polizei, Rettungsdienst, Technischem Hilfswerk und Feuerwehr vorgestellt werden. Zudem wurden wie auch in der vergangenen Zeit Lehrgänge auf Kreis und Landesebene besucht.

Die Jugendfeuerwehr erlebte im Jahr 2017 eine Auferstehung. Nachdem man über Jahre hinweg keine Jugendlichen finden konnte, organisierten Inka Sackmann und Adriana Struve einen Schnuppernachmitttag. Neben dem neuem Tragkraftspitzen-fahrzeug begeisterte die Feuerwehr Bad Bevensen mit der Drehleiter die „Kids“ und auch die Eltern und Großeltern. Mit großem Erfolg! Vier Jugendliche konnten für die Jugendfeuerwehr gewonnen werden und zudem zwei weitere in die Kinderjugendfeuerwehr nach Bad Bevensen vermittelt werden.
Die Wettbewerbsgruppe nahm an insgesamt 7 Wettbewerben teil und freut sich nun schon auf die neuen Vergleichswettbewerbe die ab 2018 beginnen.

Wahlen: Zur neuen Jugendwartin wurde Inka Sackmann, Adriana Struve bekleidet nun das Amt der AGTBeauftragtin. Stefan Stähli wurde zum 1. Gerätewart gewählt und löst nun den 2. Gerätewart michael Dressner ab. Herbert Petersen wird neuer Kassenprüfer.

Beförderungen: Zum Oberfeuerwehrmann wird Michael Dressner, zum Hauptfeuerwehrmann Fabian Behnke, zu Hauptfeuerwehrfrauen Inka Sackmann und Adriana Struve befördert.

Ehrungen: Manfred Völz erhielt das Ehrenzeichen für 40 jahre Dienstzeit und Herbert Petersen wurde für 40Jahre lange Mitgliedschaft geehrt.

Jahrehauptversammlung der Barumer Ortswehr – Barum I für Landessieg geehrt!

Text und Foto: OrtsFw Barum

Rückblick
Ortsbrandmeister Henning Meyer konnte bei der 130. Jahreshauptversammlung auf ein ereignisreiches und zugleich erfolgreiches Jahr 2017 der Feuerwehr Barum zurückblicken. Jahrehauptversammlung der Barumer Ortswehr – Barum I für Landessieg geehrt! weiterlesen

Verkehrsunfall auf der Bundestraße 4

Text: Christoph Paul / Pressesprecher Feuerwehr – Fotos: Philipp Schulze / Pressesprecher Feuerwehr

Foto © Philipp Schulze / Pressesprecher Feuerwehr

Am 08.01.2018 kam es gegen 12.15 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der B4 in Höhe der Abfahrt Emmendorf.

Ein in Fahrtrichtung Lüneburg fahrender PKW kollidierte mit einem aus Emmendorf auf die B4 abbiegenden PKW. Aufgrund der Notrufe wurden die Feuerwehren Kirchweyhe, Westerweyhe, Tätendorf-

Foto © Philipp Schulze / Pressesprecher Feuerwehr

Eppensen, Bad Bevensen sowie der Rettungsdienst alarmiert. Glücklicherweise wurde entgegen der ersten Meldungen niemand in den Unfallfahrzeugen eingeklemmt.

Die drei leicht bis mittelschwer verletzten Personen wurden aus ihren Fahrzeugen gerettet und anschließend durch die Besatzungen von zwei Rettungswagen sowie dem Rettungshubschrauber Christoph 19 medizinisch versorgt. Durch

Foto © Philipp Schulze / Pressesprecher Feuerwehr

die Feuerwehr mussten im Verlauf des Einsatzes noch auslaufende Betriebsstoffe abgestreut werden. 

Die Polizei leitete den Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbei.  

Arbeitsreiches Jahr für die Feuerwehr Röbbel

Text und Foto: A. König (Samtg. Pressewart Bevensen-Ebstorf)

Röbbel (ffpr). Im Gasthaus Am Röbbelbach begrüßt Ortsbrandmeister Ulrich Meyer die Gäste, fördernden Mitglieder, die Altersabteilung und die Aktiven der Feuerwehr Röbbel.

Mit seinem Jahresrückblick berichtet Meyer von zwei Brandeinsätzen und zwei Hilfeleistungen, zu denen die Feuerwehr Röbbel alarmiert wurde. Die Brandeinsätze sind ihm dabei in besonderer Erinnerung geblieben. Zu einem Wohnhausbrand in der Bevensener Möllerstraße wurden viele umliegende Wehren alarmiert. Die Feuerwehr Röbbel kämpfte dabei mit der Feuerwehr Bad Bevensen an erster Front. Man bekam den bereits ausgedehnten Brand zügig unter Kontrolle. Nach einer Stunde wurde „Feuer aus“ gemeldet. Ähnlich in Groß Hesebeck. Beim Eintreffen der Feuerwehr brannte ein Teil einer Scheune bereits in voller Ausdehnung. Gemeinsam mit der Feuerwehr Gollern, richtete man eine stabile Wasserversorgung her und unterstütze die Löscharbeiten.

Bei den beiden Hilfeleistungseinsätzen handelte es sich um einen schweren Verkehrsunfall und um Unterstützung bei einer Personenrettung über die Bevensener Drehleiter.

Bei den Übungsdiensten wurden viele unterschiedliche Themen behandelt und geübt. Besonders freut Meyer das hohe Engagement von Stefan Augustin, der die Schulung der Atemschutzgeräteträger im weiter vorantreibt. Ein guter Ausbildungsstand liegt Meyer besonders in diesem Bereich am Herzen. Bei dieser Tätigkeit handelt es sich um die gefährlichste Art der Feuerwehrarbeit.

Im August richtete die Feuerwehr Röbbel Pokalwettbewerbe aus. Meyer dankte allen Helfern und Unterstützern die zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben. Insbesondere dankte er den Spendern, wodurch die Anmietung der Hüpfburg für die Kinder möglich war.

Die Wettbewerbsgruppe hat an vielen Wettbewerben teilgenommen. Der ganz große Erfolg blieb zwar aus, dennoch ist man mit den Leistungen insgesamt zufrieden. Die Qualifizierung zum Kreiswettbewerb in Dreilingen wurde durch einen sechsten Platz in Drögennottorf erreicht. Am Wochenende vor dem Kreiswettbewerb belegte man beim Pokal in Allenbostel noch den dritten Platz. In Dreilingen konnte diese Leistung nicht wiederholt werden und belegte einen dennoch guten 12. Platz.

Die Feuerwehr Röbbel konnte sich im zurückliegenden Jahr über eine neue Tragkraftspritze (TS) freuen. Die alte TS hatte diverse Probleme und war nicht mehr reparabel. Zudem erhielt die Wehr drei neue Handfunkgeräte. In diesem Jahr sollen vier neue Atemschutzgeräte übergeben werden. Dadurch wird die Schlagkraft der Wehr enorm gesteigert.

Aufgrund der bevorstehenden Kooperation im Rahmen des Feuerwehrbedarfsplanes, gibt es ab diesem Jahr monatlich einen gemeinsamen Ausbildungsdienst mit den Feuerwehren Gollern, Hesebeck und Röbbel. Meyer sieht dieses als große Chance für einen guten Start und hofft auf rege Teilnahme.

Die Kameraden Jürgen Pross und Wilhem Hinrichs wurden gebührend in die Altersabteilung übergeleitet. Meyer dankte für die jahrzehntelange und stets zuverlässige Arbeit der Beiden.

Wahlen: Zum Gerätewart Jens Bauer und Jan-Wilhelm Ripke. Zum Atemschutzgerätewart Stefan Augustin. Zum neuen Kassenprüfer Eric Lenzen. Alle Wahlen fielen einstimmig aus.

Beförderungen: Björn Brodkorb zum 1. Hauptfeuerwehrmann, Jan-Wilhelm Ripke zum Löschmeister und der stellv. Ortsbrandmeister Sven Kallnischkies zum 1. Hauptlöschmeister

Kooperation der Feuerwehren wirft Schatten voraus

Bild: Feuerwehr Gollern / Text: A.König (Samtg. Pressewart Bevensen-Ebstorf)

Gollern (ffpr). Im Gasthaus Schmidt in Groß Hesebeck begrüßt Ortsbrandmeister Andreas Schrötke die Gäste, Altersabteilung und aktiven Einsatzkräfte der Feuerwehr Gollern zur Generalversammlung. Nach einer Schweigeminute und Würdigung der Leistungen für den vor kurzem verstorbenen Ehrengemeindebrandmeister Carl-Friedrich Bautsch, blickt Schrötke mit seinem Jahresbericht wieder nach vorne.

Ende Oktober wurde die Gollerner Wehr zu einem nächtlichen Scheunenbrand nach Groß Hesebeck alarmiert. Beim Eintreffen der Wehr stand bereits ein Drittel der Scheune im Vollbrand. Die Feuerwehren Hesebeck und Bad Bevensen begannen zu diesem Zeitpunkt mit dem ersten Löschangriff. Die Gollerner Wehr unterstützte die Löscharbeiten und stellte zusammen mit der Feuerwehr Röbbel eine stabile Wasserversorgung aus einem Unterflurhydranten her. Durch ein Großaufgebot von Einsatzkräften konnte eine Brandausbreitung auf die gesamte Scheune verhindert werden. Gegen zwei Uhr wurde „Feuer aus!“ gemeldet. Die Feuerwehr Gollern war mit sieben Kameraden vor Ort.
Neben den monatlichen Übungsdiensten, wurden weitere Dienste mit den benachbarten Wehren durchgeführt. Gerade im Bereich der Atemschutzausbildung ist das gemeinsame Üben sinnvoll und effektiv. Aber auch in allen anderen Bereichen werden zukünftig gemeinsame Monatsdienste angeboten. Die Feuerwehren Gollern, Hesebeck und Röbbel werden auf Empfehlung des Feuerwehrbedarfsplanes voraussichtlich kooperieren. Bei diesem sogenannten Leuchtturmprojekt stellt die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf für die drei Wehren ein gemeinsames Feuerwehrhaus und einen gemeinsamen, erweiterten Fuhrpark an einem zentralen Ort zur Verfügung. Durch Bündelung der Kräfte verspricht sich die Samtgemeinde eine bessere Einsatzbereitschaft, gerade im Tagesbereich. Zudem werden die Unterhaltungskosten für ansonsten drei einzelne Standorte eingespart.
Bei ersten Gesprächen betreffend der anstehenden Kooperation, einigten sich die drei Ortsbrandmeister und weitere Führungskräfte auf eine Zusammenlegung der Monatsdienste. Dadurch kann man sich schon besser kennenlernen und erreicht einen einheitlichen Ausbildungsstand – wohlgemerkt vor der Kooperation, so Schrötke. Für das laufende Jahr wurde daher ein gemeinsamer Monatsdienstplan erstellt, mit wechselndem Ausbildungsort in Gollern, Groß Hesebeck oder Röbbel. Schrötke dankte den drei Gruppenführern für die Ausarbeitung des neuen Dienstplans und hofft auf rege Teilnahme aller Wehren.
Die Wettbewerbsgruppe Gollern übte viel und fleißig und wurde mit zwei zweiten Plätzen beim Gemeindefeuerwehrtag in Drögennottorf und beim Kreisfeuerwehrtag in Dreilingen belohnt.
Neben dem Besuch von überörtlichen Lehrgängen in Uelzen an der FTZ und in Celle bei der Nds. Akademie für Brand- und Katastrophenschutz, wurden aufgrund der steigenden Zahl von Unwettereinsätzen auch Motorsägen-Ausbildungen besucht.

Beförderung: Jonas Behne wurde zum Feuerwehrmann befördert
Ehrungen: Ortsbrandmeister Andreas Schrötke erhielt das Ehrenzeichen des Nds. Landesfeuerwehrverbandes für 25 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr. Rainer Arnold erhielt das Nds. Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes für 40 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr. Manfred Arnold und Reinhard Meier wurden für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt.

Sturmtief Xavier entwurzelt Bäume und lässt Äste brechen

Text: Matthias Wedel, OBM FF Bad Bevensen   Bilder: Feuerwehr

Gefahr durch herabstürzende lose Bäume und Äste. Die Zufahrt nach Medingen über die Medinger Allee und Waldstraße ist bis auf Weiteres gesperrt. 18 Gefahrenstellen durch lose Äste und umgestürzte Bäume galt es für die Freiwillige Feuerwehr Bad Bevensen zu beseitigen. Bis in den Landkreis Lüneburg wurde die Hilfe der Drehleiter angefordert. So galt es in Melbeck einen Baum abzutragen, welcher auf ein Haus zu stürzen drohte. In Jelmstorf zerstörte ein Baum den Dachstuhl eines Wohnhauses. Um mit einer Plane ein provisorisches Notdach zu installieren, kürzte die Freiwillige Feuerwehr Jelmstorf mit Motorkettensägen den Baum. Mit Unterstützung eines Absturzsicheres aus Bad Bevensen wurden die letzten Meter Stamm entfernt und die Plane über den defekten Dachstuhl gezogen. Im Birkenweg und in der Haydenstraße in Bad Bevensen begruben umgestürzte Bäume parkende Autos unter sich. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Die Bäume wurden durch die Einsatzkräfte mit Motorkettensägen entfernt. In der Medinger Straße stürzte ein entwurzelter Baum auf den Gehweg und Straße. Auch hier beseitigten die Brandschützer aus Bad Bevensen die Gefahrenstelle. Über acht Stunden zogen sich die Aufräumarbeiten für die 20 freiwilligen Feuerwehrfrauen- und Männer aus Bad Bevensen hin. Gesperrt bleiben vorerst die Zufahrtstraßen nach Medingen. Die Waldstraße ist durch umgestürzte große Eichen blockiert. Aus dem Waldstück drohen weitere Bäume auf die Medinger Allee und Waldstraße zu fallen.

Modernes Rettungsgerät für die Freiwillige Feuerwehr Bad Bevensen

Bericht und Bilder: A. König (SG-Pressesprecher)

Bad Bevensen (ffpr). Am 16. September war es endlich soweit. Die lang ersehnte Übergabe der neuen DLAK 23/12 prangte oben auf der Tagesordnung der offiziellen Einladung.

Ortsbrandmeister Matthias Wedel begrüßte eine Vielzahl von Gästen aus Politik, Verwaltung, Fördermitglieder, Feuerwehr und anderen Institutionen am Feuerwehrhaus Bad Bevensen, im Gewerbegebiet Kurze Bülten. Ganz besonders freute er sich über den Besuch des Ehepaares Kleemeier aus Kirchlengern. Denn die Kleemeiers hatten ein ganz besonderes Mitbringsel dabei – die allererste Drehleiter der Feuerwehr Bad Bevensen – eine DL 25. Familie Kleemeier führt seit Mitte der 90er ein Feuerwehrmuseum und darf das Schmuckstück ihr Eigen nennen. Zu diesem besonderen Anlass durfte die alte DL 25 nochmal „Bämser“ Luft schnappen. Im Jahr 1974 wurde die gebrauchte Drehleiter in Bevensen in Dienst gestellt und wurde 1987 von einer neuen DLK 23/12 abgelöst. Diese Drehleiter war bis zuletzt im Dienst und muss jetzt der neuen DLAK weichen. Die nun dritte Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Bad Bevensen beinhaltet ein umfangreiches Technikpaket und kann ein großes Einsatzspektrum abdecken. An dem innovativen 500 kg tragenden Korb, können viele Teile schnell und einfach an- oder umgebaut werden und die Drehleiter so für unterschiedlichste Aufgaben eingesetzt werden. Neben einer dritten Fahrzeugachse als Nachlaufachse und den damit einhergehenden phänomenalen Wendekreis von nur 15,5 m, ist die Drehleiter auch mit einer Vielzahl von Scheinwerfern mit neuester LED-Technik ausgestattet – die Lichtausbeute ist schier unglaublich.

Nach den offiziellen Reden kam es dann zu einer spektakulären Fahrzeugenthüllung. Unter einem riesigen blauen Vorhang, unter dem schon Disconebel waberte, befand sich das neue Fahrzeug. Die beiden alten Drehleitern standen mit halb aufgerichteten Leiterpark jeweils seitlich davon und waren über eine Vorrichtung mit dem Vorhang verbunden. Im Hintergrund war ein großer Gelenkmast aufgebaut, der später noch eine wichtige Rolle übernahm. Als es dann soweit war, kam es zum großen Showact. Mit stimmungsgeladener Musik hoben die beiden alten Drehleitern den Vorhang an und die neue DLAK 23/12 kam mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn im Disconebel zum Vorschein – ein Gänsehautmoment für viele Beteiligte. Von oben schwebte ein großer symbolischer Fahrzeugschlüssel mit Hilfe des Gelenkmasts ein, den der Samtgemeindebürgermeister Kammer entgegennahm und an die Feuerwehr weiter reichte. Im Leiterpark der DLAK waren Luftballons angebracht, die sich beim Ausfahren der Leiter lösten und gen Himmel stiegen. Anschließend wurden die Möglichkeiten des 650.00 Euro teuren Fahrzeuges vorgestellt und viele Fragen der Gäste beantwortet.

Wedel sprach der Samtgemeinde und den vielen Beteiligten seinen herzlichsten Dank aus, ohne die eine solche Beschaffung nicht möglich gewesen wäre. Ein besonderer Dank ging an die Fahrzeugplanungsgruppe, insbesondere Olaf Twellhegen, der mit viel Sachverstand und Ehrgeiz das Bestmögliche aus dieser Neuanschaffung holte. Auch die umfangreiche Ausbildung der Maschinisten zollt Wedel seinen höchsten Respekt ab. In unzähligen Stunden wurden und werden die zukünftigen Maschinisten und Korbfahrer akribisch mit dem Umgang der neuen Drehleiter geschult.

Nicht das die Drehleiterübergabe schon allein ein überaus seltenes Ereignis ist, es gab noch einen weiteren Höhepunkt. Auf der Tagesordnung stand auch noch das 20-jährige Jubiläum des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Bad Bevensen e.V.

Der neue Vorsitzende, Dieter Behne, gab einen Rückblick auf die Anfänge und welche Erfolgsgeschichte sich seitdem entwickelte. Unzählige Beschaffungen wurden durch den Verein realisiert und viele nützliche Gegenstände, sowie sicherheitsrelevante Kleidung, konnten der Feuerwehr übergeben werden. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Unterstützung der Kinder- und Jugendfeuerwehrarbeit gelegt – hier wird in die Zukunft investiert. Für das Zugehörigkeitsgefühl wurden alle Gruppen, von den Aktiven bis zur Kinderfeuerwehr, mit einheitlicher Teamkleidung ausgestattet. Von T-Shirt, Polo-Shirt, Fleece-Jacken, Kapuzenpullover und Base-Caps gibt es alles was zu einem ordentlichen Erscheinungsbild gehört.

Wedel dankte allen fördernden Mitgliedern und ganz besonders dem Vorstand, der diese wichtige Aufgabe bravourös meistert. „Die Arbeit kann gar nicht genug wertgeschätzt werden“, so Wedel.

Als Rednerpult während der ganzen Veranstaltung diente im Übrigen nichts Geringeres als das Floss, mit dem wenige Wochen zuvor das Bootsrennen „Crazy Crossing“ auf dem Maschsee in Hannover gewonnen wurde. Auch ein ganz besonderes Highlight im Jahre 2017.

Am Abend wurde für die Mitglieder anlässlich der Ereignisse und als Dankeschön für die geleisteten Einsätze, Dienste und Engagement, ein Sommerfest mit den Partnern ausgerichtet. Neben leckerem Essen, Getränken und Live-Musik, erfreute man sich zu späterer Stunde an einer atemberaubenden Feuershow. Ein ehrwürdiger Tag in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Bad Bevensen.

Großübung nach Gefahrgutunfall

Bericht: A.König (FF-Pressewart SG Bevensen-Ebstorf) Bilder: Feuerwehr

Barum (ffpr). Ein Gefahrgutunfall rief am Dienstagabend ein Großaufgebot an Einsatzkräften auf den Plan. Neben den beiden Gefahrgutzügen Nord und Mitte des Landkreises Uelzen, wurden auch die Freiwilligen Feuerwehren aus Barum, Bad Bevensen, Bargdorf und Wichmannsburg eingebunden. Des Weiteren wurde die gesamte Übungslage von der DRK Bereitschaft Uelzen begleitet. Die SEG des DRK ist auf solche Großschadenslagen vorbereitet und entsendet standardmäßig einen ganzen Pool aus Rettungswagen, Versorgungseinheiten und Fachkräften zur Einsatzstelle.

Das Szenario: Die eingesetzten Kräfte wurden mit den Stichworten „Auslaufen unbekannter Flüssigkeiten“ auf einen Bauernhof in Barum alarmiert. Ein Spediteur hat auf seinem LKW verschiedene Gebinde mit gefährlichen Stoffen in einer Mulde zum Bauernhof transportiert und war gerade dabei die abgesetzte Mulde mit einem Helfer zu entleeren. Der hiesige Landwirt rammte bei Rangierarbeiten mit seinem Trecker die Mulde und die Ladung kippte von der Ladefläche. Der Helfer der direkt auf der Ladefläche stand, wurde durch die umstürzende Ladung am Bein verletzt. Der Landwirt versuchte seinem Mitarbeiter aus der prekären Situation zu befreien. Der Spediteur wollte noch die leckgeschlagenen Fässer und Kanister sichern – vergeblich. Im Gegenteil, er verschlimmerte die Situation noch, da er mit den auslaufenden Flüssigkeiten in Berührung kam und sich kontaminierte. Ein Vorfall der so oder so ähnlich alltäglich passieren kann.

Die ersteintreffende Feuerwehr Barum erkundete die Einsatzstelle und sperrte den Gefahrenbereich großräumig ab. Die eingeleitete Menschenrettung wurde durch die nachrückenden Feuerwehren unterstützt. Der Gefahrgutzug Nord, bestehend aus den Feuerwehren Bad Bevensen, Bienenbüttel, Ebstorf und Wriedel-Schatensen spulte sein Programm für solche Fälle routiniert ab. Von der Stoffrecherche, dem Einrichten eines Dekontaminationsplatzes, bis hin zu Atemschutzgeräteträgern, die unter speziellen Chemikalienschutzanzügen versuchen die Schadenslage einzudämmen, lief alles Hand in Hand. Der Gefahrgutzug Mitte, bestehend aus den Feuerwehren Uelzen und Suderburg, unterstützte die Einsatzkräfte und brachte aus der FTZ Uelzen einen Wechsellader mit einem speziellen Gefahrgutabrollbehälter, sowie den Gerätewagen-Mess mit. Das auslaufende Medium wurde in dafür geeignete Behältnisse umgepumpt und alle betroffenen Personen dem DRK übergeben. Hilfreich war während des gesamten Übungsablaufes die Drohne des DRK. Ein dafür ausgebildeter Drohnenführer konnte der Einsatzleitung wertvolle Live-Bilder aus der Vogelperspektive zur Verfügung stellen. Das Unfallgeschehen konnte so aus sicherer Entfernung betrachtet und eingeschätzt werden. Im Anschluss wurden eine Nachbesprechung und eine Begehung der großräumigen Einsatzstelle durchgeführt. Im Einsatz waren über 100 Einsatzkräfte von den Feuerwehren und dem DRK.

Das Drehbuch für dieses Szenario hat der Zugführer des Gefahrgutzuges Nord, Mirco Feldmann geschrieben. Feldmann übt seit 10 Jahren diesen Posten mit viel Engagement aus, legt dieses Amt aus persönlichen Gründen aber nieder. Mit der Übung wollte er noch einmal den Leistungsstand seines Zuges testen. Voller Stolz schaut er auf die Früchte seiner Arbeit zurück und freut sich einen funktionierenden Zug übergeben zu können. Ende November finden die Wahlen eines neuen Zugführers statt.