Vierter Flüchtlingszug am Uelzen Bahnhof angekommen

Bericht und Bild: Matthias Vogel (FW Pressesprecher)

Rund 460 Flüchtlinge, darunter 101 Kinder zwischen 0 bis 6 Jahren, kamen mit neun Stunden Verspätung gegen 21:00 Uhr mit dem Sonderzug aus Salzburg am Uelzener Bahnhof an. Viele Helfer hatten sich eingefunden um die Menschen zu begrüßen und sie zu versorgen. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst waren vor Ort.

Im Zug sah man erschöpfte Menschen, die zumeist noch schliefen als der Zug am Bahnsteig einrollte. Erst nach und nach bemerkten Ankunft Kindersie die Situation und das sie für heute am Endpunkt ihrer Reise angekommen waren. Sie verließen den Zug und kamen über den Bahnsteig in Uelzen an. Sie wurden dort von den Helfern empfangen und vom Rettungsdienst des Roten Kreuzes versorgt. Vor dem Bahnhof parkten Reisebusse, die sie in Erstaufnahmezentren bringen sollen. Im Zug waren hauptsächlich junge Männer die an diesem Abend in Uelzen ankommen sind, aber auch viele Frauen und Familien mit kleinen Kindern waren darunter.

Man sah nicht nur den Flüchtlingen die Strapazen ihrer langen Reise an. Auch die anwesenden Helfer vor Ort sah man die Strapazen an, die seit mehreren Stunden auf den Zug gewartet haben. Immer wieder wurden die Einsatzkräfte der freiwilligen Helfer der Feuerwehr und des DRK auf eine neue Ankunftszeit vertröstet. Der Landkreis Uelzen zieht daraufhin die Notbremse und sagt einen für Donnerstag geplanten neuen Zug ab, denn die eingesetzten Kräfte brauchen mal eine Pause.

Um für weitere geplante Flüchtlingszüge gewappnet zu sein, haben der Landkreis und die Stadt Uelzen einen Koordinierungsstab eingerichtet. Dem Stab gehören Vertreter der Stadt und des Landkreises Uelzen sowie der Feuerwehren, des DRK, sowie der Landes- und Bundespolizei an. Sie nennt sich: Task Force für Flüchtlinge.

Sie organisiert ausreichend Helfer für die Betreuung vor Ort und steht im engen Kontakt mit dem Innenministerium in Hannover.

Gegen 22:15 Uhr war der Einsatz für die eingesetzten Kräfte beendet und sie bereiten sich auf die nächsten Flüchtlingszüge vor.

Im Einsatz waren:

  • Feuerwehr Uelzen: 5 Einsatzfahrzeuge mit 14 Einsatzkräften
  • DRK Uelzen: 11 Einsatzfahrzeuge mit 30 Kräften
  • Regierungsbrandmeister
  • Vertreter der Stadt und des Landkreises Uelzen sowie zahlreiche Kräfte der Landes- und Bundespolizei und der Deutschen Bahn