Neues Einsatzfahrzeug für die Ortswehr Barum

Barum. In der vergangenen Woche war es soweit. Die Barumer Ortswehr holte Ihr neues Einsatzfahrzeug von den Magirus-Werken in Ulm ab. Über ein Jahr lang hatte eine extra für die Neuanschaffung gegründete Arbeitsgruppe den Fahrzeugbau des Löschfahrzeuges (LF 10) begleitet. „Die investierte Zeit hat sich gelohnt“, resümiert der Ortsbrandmeister Hans-Jürgen Lehmann: „Das Auto vervielfältigt unsere einsatztaktischen Möglichkeiten enorm! Im Einsatzfall können wir jetzt viel schneller vorgehen“.

Dass die Auslieferung noch 2015 erfolgte, freut die Brandschützer. Seit der Rohbaubesprechung im November war man nur bedingt einsatzbereit, da sich die wichtigsten Gerätschaften zur Montage in den Magirus-Werken in Ulm befanden.

Trotz Weihnachtszeit beginnt für die ehrenamtlichen Brandschützer jetzt eine zeitintensive Sonderausbildung. „Wir müssen unsere Vorgehensweise im Brandfall grundlegend ändern“, erläutert der Ortsbrandmeister. Für die Ehrenamtlichen seien es anstrengende Weihnachtstage, doch der Umgang mit dem Gerät müsse funktionieren. Der Einsatzfall kann jederzeit eintreten. In der vergangenen Woche wurde bis auf den vierten Advent jeden Tag geschult. „Unsere Kameraden stellen sich der neuen Verantwortung“, lobt der stellvertretende Ortsbrandmeister Henning Meyer seine Einsatzabteilung. Gewissenhaft wird sich die Anordnung im neuen Fahrzeug eingeprägt, die Materialentnahme geprobt und neue Vorgehensweisen besprochen.

2015-12-19 Sonderausbildung LF 10 (klein2)
Fotos : Stefan Düsel (OrtsW Barum)

Neu für die Barumer ist insbesondere der Löschwassertank. Mit 2.400 l Wasser kann man an der Einsatzstelle unverzüglich die Brandbekämpfung einleiten. Mit einem Wasserwerfer, der auch vom Dach des Fahrzeuges montiert werden kann, lässt sich nunmehr eine deutlich höhere Löschwirkung erzielen. In der Mannschaftkabine befinden sich vier Atemschutzgeräte, die bereits während der Anfahrt angelegt werden können. Für dunkle Einsatztage hält das Fahrzeug einen Lichtmast bereit. Die Einsatzstelle ist dadurch mit Ankunft des Fahrzeuges unverzüglich ausgeleuchtet.

Die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf hat mit der Investition nicht nur in einen zeitgemäßen Brandschutz, sondern auch in das Ehrenamt allgemein investiert. Die Arbeit der Feuerwehrleute ist sicherer geworden. Selbstverständlichkeiten wie Airbags und Anschnallgurte waren bei dem über 30 Jahre alten Vorgängerfahrzeug nur bedingt vorhanden. Auch ABS, Servolenkung und Fahrzeugrefelktoren gab es nicht. „Mit den LF 10 würdigt die Samtgemeinde auch unsere Leistung als Ehrenämtler“, bekräftigt der Ortsbrandmeister die Neuanschaffung. Eine feierliche Fahrzeugübergabe wird im Januar 2016 statt finden.