Uelzener Ortswehren führen Dienstversammlung in der Jabelmannhalle durch

Uelzen. Am Samstag, den 20.02.2016 fand die alljährliche Dienstversammlung der Gemeinde- Stadt und Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Uelzen statt. Helmut Rüger führte erstmals in seiner neuen Funktion als Kreisbrandmeister durch die Versammlung. Führungskräfte der 112 Ortswehren, Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie Vertreter verwandter Organisationen bekamen einen umfangreichen Überblick über die Tätigkeiten der Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises.   Der Suhlendorfer Musikzug umrahmte wie gewohnt die Tagesordnungspunkte und sorgte für eine gebührende Atmosphäre.

Den Bericht der Kreisfeuerwehr hielt der stellvertretende Kreisbrandmeister Andre Pieper, welcher neben der personellen Entwicklung insbesondere das Einsatzjahr der 112 Ortswehren mit ein paar ausgewählten Einsätzen darstellte. 18 Großbrände waren zu bewältigen. Andre Pieper machte deutlich, dass die Ausrüstung stets den aktuellen technischen Entwicklungen anzupassen ist. Man könne nicht die Einsätze von heute mit den Mitteln von gestern bekämpfen. Mit der Anschaffung des ELW 2 habe man den Schritt in die richtige Richtung gemacht. Die Ausbildung auf dem Einsatzfahrzeug wurde 2015 erfolgreich umgesetzt. Regelmäßig finden weitere Foren zum Erfahrungsaustausch statt. Mit der Anschaffung eines Gerätewagen Logistik 1 wurde das Fahrzeugkonzept der Kreisfeuerwehr fortgeführt. Im Kalenderjahr 2016 soll ein neuer Rüstwagen, welcher insbesondere kreisweit fehlendes Gerät für die schwere technische Hilfeleistung transportieren soll, ausgeschrieben werden. Auch in der feuerwehrtechnischen Zentrale wurde 2015 investiert. Durch die Erneuerung des Pumpenprüfstandes wurde die Arbeit des Personals vor erleichtert. 2016 sind weitere Investitionen geplant. Andre Pieper machte deutlich, dass die FTZ ein Dienstleister für die Freiwilligen Feuerwehren sei. Es müsse aufgepasst werden, dass nicht zu viele Aufgaben auf die Ehrenamtlichen übertragen werden. Andre Pieper bedankte sich darüber hinaus bei den Führungskräften der Kreisbereitschaft, den Zugführern der Gefahrgutzüge und bei den Fachbereichsleitern der Gruppe Absturzsicherung. Hochmotivierte Kameraden und Führungskräfte, moderne Technik, fundierte Ausbildung und gute Kameradschaft sind die Grundlagen für die gute Einsatzfähigkeit der Kreisfeuerwehr.

Im Anschluss an den Bericht der Kreisfeuerwehr präsentierte Lars Neumann die Notfallseelsorge. Über 20 Notfallseelsorger stehen für die Bürger des Landkreises bereit. Man könne Sie jederzeit anfordern. Lars Neumann berichtete, dass man nicht nur in den akuten Notsituationen da sei, sondern auch den Einsatzkräften der Feuerwehren bei der Einsatznachbesprechung zur Hilfe stehe.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Ernennung von Führungskräften. Die Führungskräfte der Kreisfeuerwehrbereitschaft erhielten neue Ernennungsurkunden. Bei der Kreisjugendfeuerwehr wurden Klaus Engelhart zum Kreisjugendfeuerwehrwart und Oliver Mietzner zum stellvertretenden Jugendfeuerwehrwart ernannt.

Alle neu ernannten Führungskräfte der Kreisfeuerwehr.
Alle neu ernannten Führungskräfte der Kreisfeuerwehr.

Der Landrat Dr. Heiko Blume hatte ein gutes Gefühl, als er an der Redekanzel stand. Er fand es wieder einmal sehr beeindruckend, wie die Jabelmannhalle gefüllt mit Feuerwehrleuten wirke. Er fühle sich sicher und die Bürger können es dank der Arbeit der Anwesenden auch. Er bedankte sich für die Projektarbeit in der Feuerwehr-AG der Fritz Reuter Schule in Bad Bevensen und sprach das neue Verwaltungsprogramm der Feuerwehren an, welches gerade vor der Einführung in Niedersachsen steht. Er sei sich sicher, dass das in Hessen bereits benutzte Programm auch die Arbeit der ehrenamtlichen Feuerwehrleute in Niedersachsen erleichtere. Das freiwillige soziale Jahr im Feuerwehrwesen sei ein großer Erfolg für den Landkreis. Das Projekt gehe auf jeden Fall weiter. Man erwarte die Bewerbungen. Das Jahr 2015 hat gezeigt, dass für eine funktionierende Gefahrenabwehr auch die Infrastruktur vorhanden sein muss. Hierbei sei einerseits eine funktionierende NABK als Ausbildungsstätte der Feuerwehrleute genannt. Aber auch die Infrastruktur, welche die Ortswehren selber vor Ort schaffen. Feuerwehren sind eine Stütze der Gesellschaft und gestalten oftmals das Dorfleben aktiv mit. Zum Schluss ehrte der Landrat noch die Kameraden Marcus Daasch und Andreas Eder. Beide haben sich maßgeblich in die Umsetzung des neuen ELW2-Konzeptes mit einer neuen Software beteiligt.

Darüber hinaus wurden während der Versammlung noch Beförderungen durchgeführt. Die Kameraden Björn Brusenius und Axel Kelle wurden zum Hauptbrandmeister befördert. Uwe Hinrichs erhielt den neuen Dienstgrad des Oberbrandmeister. Markus Vogel und Klaus Engelhart wurden zum Brandmeister befördert. Timo Schorling wurde zum Hauptlöschmeister befördert. Oberlöschmeister dürfen sich ab sofort Timo Zettelmaier und Oliver Mietzner nennen.