Feuer im Uelzener Sägewerk

Text: Tom Reher, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr des Klosterfleckens Ebstorf , Fotos: Philipp Schulze, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehren der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf 

Silobrand legt Produktion lahm – acht verletzte Arbeiter vorsorglich im Klinikum

Uelzen (fpr). Aufgrund eines Feuers in einem holzverarbeitenden Betrieb im Uelzener Hafen muss die Produktion zunächst auf unbestimmte Sicht eingestellt werden. Der Brand war heute (09.12.2016) Vormittag gegen kurz nach 10 Uhr von Betriebsangehörigen bei einem Werkzeugwechsel in einem der Silos entdeckt worden. Durch die Strahlungshitze und überschlagende Flammen hatte sich das Feuer bereits von der Filteranlage auf Garagentore und das Dach einer angrenzenden Produktionshalle ausgeweitet. Während die automatische Löscheinrichtung ansprang, wurde der Alarm an die Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle des Landkreises gemeldet, die sofort die Freiwilligen Feuerwehren der Hansestadt Uelzen sowie aus Molzen, Riestedt, Oldenstadt und Emmendorf alarmierte.

Über den Korb der Drehleiter löschten die Feuerwehrleute den Brand aus einem Rohr. Einsatzleiter und Ortsbrandmeister Reiner Seidel hatte aus den fünf Wehren insgesamt rund 60 Einsatzkräfte mit zwölf Fahrzeugen vor Ort im Einsatz. Gegen 11:40 Uhr erfolgte die Meldung „Feuer aus“. Danach wurde der leere Silo stetig mittels einer Wärmebildkamera kontrolliert. Die Aufräumungsarbeiten dauerten bis 12:30 Uhr, einzelne Nachlöscharbeiten bis 13:15 Uhr an.

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Die Arbeiter der betroffenen Anlage hatten sich selbsttätig ins Freie begeben. 17 Betroffene klagten über Atemprobleme. Nach Sichtung durch einen Notarzt wurden acht von ihnen vorsorglich mit dem Verdacht auf leichte Rauchgasinhalationen mit Rettungswagen ins Klinikum Uelzen transportiert. Aufgrund der großen Anzahl von Verletzten hatte die Leistelle Großalarm für den Rettungsdienst ausgelöst, sodass die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) des DRK Uelzen hinzu kam. Fünf Rettungswagen, zwei Krankentransportwagen in Bereitstellung und ein Einsatzleitwagen mit insgesamt 19 Kräften unterstanden dem Organisatorischen Einsatzleiter Sascha Heinze.

Laut Jill Schenk, Prokuristin und Verwaltungsleiterin der Pfeifer Holz GmbH am Standort Uelzen, sorgte der Schaden an der betroffenen Anlage für einen Produktionsausfall des gesamten Sägewerks für mehrere Tage. Die genaue Brandursache und die Schadenshöhe stehen noch nicht fest. Die Kriminalpolizei hat ihre Ermittlungen aufgenommen.

Vor Ort verschafften sich Landrat Dr. Heiko Blume und Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt einen persönlichen Eindruck von der Einsatzlage.