Geduld und Eigenleistung – Geduld und Eigenleistung

Mit der Einweihung des Feuerwehrhauses in Wriedel endet eine langjährige Geschichte, die 2009 begann. „Man war sich einig, dass die Raummisere nur durch einen Neubau beseitigt werden kann“, resümiert Wriedels Ortsbrandmeister Hans-Werner Gade am vergangenen Sonnabend.

Auch Samtgemeindebürgermeister Hans-Jürgen Kammer erinnert daran, dass das Feuerwehrhaus in Wriedel eine der letzten Entscheidungen der ehemaligen Samtgemeinde Altes Amt Ebstorf war. Genauer gesagt:. Einen Tag vor der Fusion mit der Samtgemeinde Bevensen am 31. Oktober 2011 beschloss der Ebstorfer Samtgemeindeausschuss nach jahrelanger Diskussion die „Vergabe der Vorplanungen für einen Neubau des Feuerwehrhauses in Wriedel“. Seit dem haben die Wriedeler Brandschützer nicht nur viel Geduld aufgebracht, sondern auch 3800 Stunden Eigenleistung.

Im Juni 2015 wurde das alte Feuerwehrhaus an gleicher Stelle abgerissen. „Nach dem Richtfest im Juni 2016 habe ich eigentlich damit gerechnet, dass wir im Jahr drauf die Einweihung feiern“, ist sich Kammer sicher gewesen. Doch viele kleine Widrigkeiten haben die Fahrt ins Ziel ausgebremst; seien es der Baustopp durch die Schäden am Putz oder auch der personelle Engpass. Doch getreu dem Motto „Was lange währt, wird endlich gut“ gerät mit der Einweihung der teilweise mühsame Weg in Vergessenheit. Für 1,3 Millionen Euro hat die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf an der Wulfsoder Straße ein individuelles und modernes Feuerwehrhaus mit Verwaltungstrakt, Sanitärräumen, Umkleiden sowie Jugend- und Unterrichtsraum errichtet, in dessen Fahrzeughalle fünf Fahrzeuge ihren Platz finden. Das Wriedeler Feuerwehrhaus könnte allerdings der letzte individuell geplante Bau sein. In den Ausschüssen der Samtgemeinde wird derzeit über eine einheitliche Bauweise diskutiert, um den Brandschutzbedarfsplan umzusetzen.
„Die Einsätze und die Ansprüche werden anspruchsvoller. Und dafür müssen wir als Samtgemeinde den Feuerwehren die nötige Ausstattung zur Verfügung stellen, wenn wir die freiwilligen Feuerwehren in der Fläche erhalten wollen“, unterstreicht der Samtgemeindebürgermeister.

Für zwei hochrangige Feuerwehrvertreter wird die Einweihung in Wriedel noch länger in Erinnerung bleiben: Gemeindebrandmeister Wilhelm Ripke und der stellvertretende Gemeindebrandmeister Hans-Jürgen Cordes hatten ihren letzten offiziellen Auftritt in ihren Ämtern. Die Amtszeit der beiden endet am 31. März. Cordes wird allerdings weiterhin als stellvertretender Kreisbrandmeister und Abschnittsleiter Nord in der Feuerwehr-Führungsriege vertreten bleiben.