Dachstuhlbrand in Lehmke fordert Einsatzkräfte

Am 06.11.2021 wurden gegen 09.30 Uhr die Feuerwehren Lehmke, Kahlstorf, Wieren, Stederdorf, Wrestedt und Emern sowie die Drehleiter aus Uelzen zu einem gemeldeten Wohnungsbrand in der Ortsmitte von Lehmke alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte dramatisierte sich die Lage dahingehend, dass bereits der Dachstuhl in Vollbrand stand. Bevor mit der Brandbekämpfung begonnen werden konnte, mussten unmittelbar zwei betroffene Personen, welche sich im direkten Gefahrenbereich befanden, durch die ersteintreffende Wehr gerettet werden. Da zu diesem Zeitpunkt unklar war, ob sich in dem Gebäude noch weitere Personen befanden, wurde für den Rettungsdienst des DRK sowie die DRK Bereitschaft Kreis Uelzen die Alarmstufe Massenanfall von Verletzten 7 (ManV 7) ausgelöst. Die beiden geretteten Personen wurden durch einen Notarzt untersucht und verblieben an der Einsatzstelle. Um ggf. weitere vermisste Personen zu finden und zu retten, wurden zwei Trupps unter Atemschutz in das Gebäude geschickt – die erste Suche blieb ergebnislos. Durch die massive Einwirkung des Feuers auf die Gebäudestruktur war es nach einiger Zeit nicht mehr möglich, eine Brandbekämpfung im Innenangriff durchzuführen. Infolgedessen wurde die Fachgruppe Absturzsicherung des Landkreises Uelzen, bestehend aus Mitgliedern verschiedener Ortswehren, alarmiert. Nachdem die sogenannte „Toprope“-Sicherung der Fachgruppe Absturzsicherung über beide Drehleitern der Feuerwehr Uelzen aufgebaut war, wurde damit begonnen die Dachhaut zu öffnen und die weitere Brandbekämpfung durchzuführen. Durch den Einsatz der Drohne der DRK Bereitschaft konnten die Einsatzkräfte gezielt die Brandnester im Dachbereich ausfindig machen. Im weiteren Einsatzverlauf kam es zu Alarmierungen der Feuerwehren Stadensen, Kattien und Bodenteich, um dem hohen Kräfte- und Materialeinsatz gerecht zu werden.Nach Abschluss der Löscharbeiten wurde das Dachgeschoss nochmals durchsucht – weitere betroffene Personen wurden nicht gefunden.Gegen 14.30 Uhr war der Einsatz für die rund 20 Kräfte des Rettungsdienstes und der DRK Bereitschaft Kreis Uelzen sowie die rund 150 Einsatzkräfte der Feuerwehren beendet.