Brennender Tannenbaum in Klein Bünstorf verursacht fast Wohnhausbrand

Klein Bünstorf. Vom Glück im Unglück kann man ruhig sprechen. Denn aufgrund der schnellen Reaktion der Bewohner konnte im Wohnhaus schlimmeres verhindert werden. An der überdachten Terrasse kam es trotzdem zu massiven Schäden.

Doch von Anfang an… Die beiden Bewohner des Wohnhauses hatten in ihrem Wohnzimmer einen Tannenbaum mit echten Kerzen stehen. Die Kerzen brannten ganz normal, als der Ehemann plötzlich bemerkte, dass der Tannenbaum im unteren Bereich brannte. Der Mann konnte noch die 2-flügelige Terrassentür öffnen und den Tannenbaum geistesgegenwärtig auf die überdachte Terrasse des Bungalows zerren. Dort zündete der trockene Tannenbaum komplett durch. Löschversuche mit einem Wassereimer zeigten bei dem Baum zwar Wirkung, aufgrund der hohen Energie hat sich das Feuer jedoch schon in die Terrassenüberdachung gefressen.

Am Sonntagabend, den 4. Juni 2015, um 21:46 Uhr lief mit dem Einsatztext „Einsatzalarm F2 – Schwelbrand in der Decke in Klein Bünstorf“ der Alarm bei den Feuerwehren Jastorf und Bad Bevensen auf.

04.01.15_SPH_6688-5Beim eintreffen der ersten Kräfte zeigten sich deutliche Brandspuren an der Außenfassade des Bungalows, an der Wandvertäfelung und der Deckenpaneele der überdachten Terrasse. Aus der Deckenkonstruktion schwelte es noch massiv heraus und Glutnester waren deutlich erkennbar. Der Tannenbaum selber brannte nicht mehr. Einige der bodentiefen Wohnzimmerscheiben sind von der Strahlungswärme gerissen. Die Terrassentür war noch offen. Das Wohnzimmer und angrenzenden Räume waren stark verqualmt.

Nach der Erkundung gab Einsatzleiter Matthias Wedel eine Lagemeldung an die FEL mit dem Hinweis, dass die alarmierten Kräfte ausreichen. Die anschließend eingesetzten Trupps haben unter Atemschutz die offensichtlich schwelenden Holzteile mit einem Hydrofix gelöscht und das Wohnhaus mit Hochdrucklüftern rauchfrei gemacht. Eine vorbereitete C-Leitung kam nicht mehr zum Einsatz. Im Anschluss wurden die Wandvertäfelung und Deckenpaneele der Terrasse großflächig aufgenommen. Das Dämmmaterial wurde der Deckenkonstruktion entnommen und einzelne Glutnester wurden gezielt gelöscht. Mit der Wärmebildkamera wurden der Dachboden und die Terrasse abschließend auf etwaige Wärmequellen überprüft.

Nach etwa zwei Stunden war der Einsatz beendet. Im Einsatz waren insgesamt 42 Kräfte aus Jastorf, Bad Bevensen und der KOM-Gruppe. Vom DRK war ein RTW der SEG und von der Polizei ein Fahrzeug vor Ort.

Text: A. König

Fotos: Philipp Schulze