Vier Neuzugänge aus der Jugendfeuerwehr – Altenmedinger Jugendarbeit trägt Früchte

Text und Foto: A. König

Altenmedingen (ffpr). Ortsbrandmeister Michael Alvermann eröffnet Anfang Juni im Feuerwehrhaus Altenmedingen die 127. Jahreshauptversammlung. Eher ungewöhnlich für diese Jahreszeit, kommt man mit diesem Termin in den Sommermonaten einer alten Tradition nach.

Voller stolz berichtet Alvermann von insgesamt fünf Neuaufnahmen bei den nun insgesamt 43 Aktiven. Neben Timo Boost kommen die weiteren Vier allesamt aus der eigenen Jugend. Vivien Dalmann, Pia Jeß, Tessa Pili und Pascal Orentat sind der Beweis einer gut funktionierenden Jugendarbeit. Aktuell besteht die Altenmedinger Jugendfeuerwehr aus 13 Mitgliedern. Mit Jugendwart Hauke Feddersen wurde der Jugendabteilung seinerzeit wieder neues Leben eingehaucht. Alvermann ist stolz auf die Entwicklung im Nachwuchsbereich und hofft auf weitere Neuzugänge. Nicht zuletzt wegen der zeitintensiven Jugendarbeit, aber auch wegen anderer Verdienste, wie dem absolvieren des Trupp- und Gruppenführerlehrgangs in Celle, wurde Hauke Feddersen zum Feuerwehrmann des Jahres ernannt.

Im Jahr 2016 rückte die Altenmedinger Wehr zu 14 Einsätzen aus. Neben Wohnungs- und Dachstuhlbränden, wurde die Wehr überwiegend zu technischen Hilfeleistungen alarmiert. Besonders in Erinnerung blieb eine nächtliche Tierrettung. Anfang Februar ist ein bis dato herrenloser Hund in einen Außenpool gefallen und konnte sich nicht mehr eigenständig aus der gefährlichen Situation befreien. Aufgrund der Temperaturen musste schnell gehandelt werden. Mit Hilfe von Watthosen näherten sich Feuerwehrleute vorsichtig dem Hund und konnten ihn wohlbehalten der Polizei übergeben. Insgesamt leistete die Wehr knapp 3.000 Einsatz- und Übungsstunden.

Die gemeinsame Ausbildung ist nicht mehr wegzudenken. Um die Tagesbereitschaft sicherzustellen, müssen die Feuerwehren zusammen arbeiten. Mit den umliegenden Wehren wird daher intensiv geübt und neue Standards erarbeitet – und das auch über die Kreisgrenzen hinaus. Aufgrund der örtlichen Lage mehren sich die Einsätze mit der befreundeten Feuerwehr Gienau aus dem Nachbarlandkreis Lüneburg, Samtgemeinde Dahlenburg. Um die technisch zum Teil anders ausgestatteten Gienauer in einem Ernstfall einsetzen zu können und umgekehrt, wird regelmäßig zusammen geübt.

Alvermann wünscht sich im Tagesbereich eine flächendeckende Alarmierung über digitale Meldeempfänger. Da nicht alle Feuerwehren über solche Meldeempfänger verfügen, wird zurzeit noch parallel über Sirene alarmiert. Diese ist bei den heutigen Baustandards aber nur noch selten zu hören. Um eventuell verfügbares Personal dennoch erreichen zu können, empfiehlt er weitere Meldeempfänger zu beschaffen.

Wahlen: Der Gerätewart Michael Jahrnke und die Festausschussmitglieder Horst Tomczak, Holger Hinrichs, Ulrich Gehrke, Jennifer Dittmer und Sven Hentze wurde in Blockwahl für weitere drei Jahre wiedergewählt.

Beförderungen: Yvonne Asch wurde zur Feuerwehrfrau ernannt, Pascal Orentat zum Feuerwehrmann. Neben der Ernennung zum Feuerwehrmann des Jahres wurde Hauke Feddersen noch zum Oberfeuerwehrmann befördert.

Ehrungen: Dem Hauptfeuerwehrmann Hartmut Theiding wurde das niedersächsische Feuerwehr-Ehrenzeichen für 50 Jahre Mitgliedschaft verliehen. Dem Löschmeister Karl-Heinz Schenk wurde das Ehrenzeichen für 60 Jahre Mitgliedschaft verliehen.