Uelzener Feuerwehrleute üben Waldbrandbekämpfung im Landkreis Celle

Celle/Uelzen. Zu einer Großübung wurde Ende Oktober (18/19. Oktober 2019) die gesamte Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord in den Nachbarlandkreis Celle alarmiert. 111 ehrenamtliche Brandschützer mit über 30 Einsatzfahrzeugen waren zwei Tage im Einsatz, um einen Waldbrand südlich von Rebberlah nahe Eschede zu bekämpfen.

Bereits am Freitagabend machten sich die vier Uelzener Fachzüge der Kreisbereitschaft Nord auf nach Eschede, wo Sie später durch den landkreiseigenen Logistikfachzug der Kreisbereitschaft Süd versorgt wurden. „Die Versorgung der eigenen Einsatzkräfte ist ein wichtiges Training für den Versorgungszug. Hierbei werden zum Beispiel Erkenntnisse über Rüstzeiten gesammelt und Abläufe gefestigt“, lobte Zugführer Markus Vogel die Teilnahme an der Übung.

cof

Realitätsnah diente als Unterkunft die Sporthalle einer Schule nebst Vorhof. Der Fachzug Kommunikation nutzte das Gelände, um den Einsatzleitwagen 2 in Stellung zu bringen.

Am Samstagmorgen wurde der stellvertretenden Bereitschaftsführer Matthias Scheele zunächst durch die übungsverantwortlicher Celler Kreisfeuerwehrführung in die Lage eingewiesen. Ziel war es unter anderem die Ausbreitung eines Waldbrandes auf eine Bahnstrecke zu verhindern. Im Einsatzleitwagen wurden die Zugführer der Nordbereitschaft instruiert. Das Übungsziel sollte mit diversen Riegelstellungen erreicht werden.

 

Um das benötigte Löschwasser an die fiktiven Brandherde zu bringen, mussten durch die Uelzener Feuerwehren über 3.000 Meter Schlauchmaterial verlegt werden. Parallel pendelten wasserführende Fahrzeuge von Eschede aus in das Einsatzgebiet. Neben der Wasserförderung über lange Wegstrecken wurde auch die Entnahme aus verschiedenen Wasserentnahmestellen geübt.

Als die Waldbrände unter Kontrolle schienen, verschärfte sich die Lage noch einmal kurz. Aufgrund der starken Rauchentwicklung hatten sich zwei Jugendliche im Waldgebiet verirrt. Im Rahmen der Amtshilfe wurde die Polizei bei der Personensuche unterstützt, die durch zwei Uelzener Kradmelder schnell erfolgreich beendet werden konnte. Glücklicherweise stellte sich die Personensuche später als Teil der Übung heraus.

Gegen Mittag waren alle Übungsszenarien erfolgreich abgearbeitet. Neben den verantwortlichen Führungskräften war insbesondere der Uelzener Kreisbrandmeister Helmut Rüger mit der Leistungsfähigkeit seiner Feuerwehren zufrieden. Nach einem Mittagessen machten sich die Kreisfeuerwehreinheiten wieder auf den Rückweg nach Uelzen.

i.A. Arne Lehmann

(Referat Öffentlichkeitsarbeit)