Kategorie-Archiv: Allgemein

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Ortsdurchfahrt Medingen für Stunden gesperrt

Text: A. König – Fotos: Feuerwehr

Medingen. Zur Mittagszeit wurde der Feuerwehrleitstelle in Uelzen eine kleine Ölspur in der Mühlenstraße in Medingen gemeldet. Die alarmierte Feuerwehr Bad Bevensen rückte mit einer der Meldung entsprechenden Mannschaftsstärke aus. In der Mühlenstraße angekommen, verschaffte sich die Feuerwehr einen ersten Überblick. Schnell wurde das Ausmaß der Einsatzstelle klar und um welche ausgetretene Flüssigkeit es sich handelt.

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Auf einer länger von etwa 1.300 Meter verlor ein landwirtschaftliches Gespann synthetisches Hydrauliköl. In der Mühlenstraße beginnend, war hauptsächlich jedoch die Ortsdurchfahrt Medingen, die Kreisstraße 56 in Richtung Bruchtorf betroffen.

Bei lokal austretenden Betriebsstoffen wie Motoröl, Bremsflüssigkeit und dergleichen, verwendet die Feuerwehr in der Regel Bindemittel. Hydrauliköl hat jedoch die Eigenschaft auf dem Asphalt förmlich zu kleben und kann nicht so einfach aufgenommen werden. Hierfür werden Spezialreiniger und Hochdruckreinigungsgeräte benötigt.

Die Feuerwehr Bad Bevensen hat umgehend weitere Einsatzkräfte und das technische Gerät zur Einsatzstelle befördert und begann mit der zeitintensiven Reinigung der Straßen.

Zeitgleich wurde auf Anordnung der Polizei die Ortsdurchfahrt Medingen durch Mitarbeiter des städtischen Bauhofes und der Feuerwehr für die Zeit der Reinigung voll gesperrt. Durch einsetzenden Regen haben sich die betroffenen Straßen in gefährliche Rutschflächen verwandelt und es bestand höchste Unfallgefahr.

Über sechs Stunden war die Freiwillige Feuerwehr Bad Bevensen mit 15 Einsatzkräften im Einsatz um die Straßen wieder sicher befahrbar zu machen. Erschwert wurden die Arbeiten durch einsetzenden Starkregen.

Gollern und Barum sind Gemeindesieger

Text und Foto: A. König

Brockhimbergen. Anlässlich des 70-jährigen Bestehens richtete die Feuerwehr Brockhimbergen-Kollendorf den ersten von zwei Gemeindewettbewerben der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf aus. Am Samstag haben sich 15 Feuerwehren auf dem eigens dafür hergerichteten Wettbewerbsplatz in Brockhimbergen miteinander gemessen. Der sogenannte Kuppelplatz wurde noch kurz vor dem Wettbewerbstag gepflastert. In der Wertungsgruppe 1 starteten sechs LF-Gruppen (Löschfahrzeuge mit fest eingebauter Pumpe),  in der Wertungsgruppe 2 gingen neun TS-Gruppen (Tragkraftspritzenfahrzeuge) an den Start.

Der  Gemeindewettbewerb hat einen hohen Stellenwert, zumal sich die Gruppen bei guter Leistung einen der begehrten Plätze für den Kreisentscheid sichern können.

Entsprechend motiviert gingen ab 12 Uhr die einzelnen Feuerwehren auf den Platz. Bei teilweise bewölkten, aber trockenen Wetterverhältnissen ging es im Spitzenfeld denkbar knapp zu. Gegen Abend standen die Sieger fest. In der Wertungsgruppe TS sicherte sich die Feuerwehr Gollern mit 449,80 Punkten den Sieg vor den Wehren aus Höver (446,80 Punkte) und Testorf (446,76 Punkte). Die weiteren Plätze belegten die Feuerwehren Brockhimbergen-Kollendorf, Klein Thondorf, Röbbel, Weste, Jelmstorf und Velgen. Wer sich von den hinteren Plätzen noch für den Kreisentscheid in Wellendorf Anfang September qualifiziert, entscheidet sich später. Erst wenn die Ergebnisse vom zweiten Gemeindewettbewerb der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf vorliegen, stehen alle Teilnehmer aufgrund der erreichten Gesamtpunktzahl beider Wettbewerbstage fest. Der zweite Gemeindewettbewerb findet in zwei Wochen in Brockhöfe statt.

FF Gollern - Sieger TS
Gemeindesieger TS1 – Gollern

In der Wertungsgruppe LF belegte Barum I mit 440,80 Punkten den ersten Platz, dicht gefolgt von Römstedt (437,26 Punkte)  und Barum II (434,7 Punkte). Die weiteren Plätze belegten hier die Feuerwehren Golste-Natendorf, Altenmedingen und Wriedel-Schatensen.

FF Barum - Sieger LF
Gemeindesieger in der Wertungsgruppe I – Zum sechsten mal Infolge Barum I

Ortsbrandmeister Erhard Persiel freute sich nach fünf Jahren wieder den Gemeindewettbewerb ausrichten zu dürfen. Bei der Jubiläumsfeier zum 75-jährigen Bestehen hofft er auf eine Wiederholung. „Dann aber mit neuem Feuerwehrhaus“ fügt er augenzwinkernd hinzu. Nach jahrelangem hin und her, erfolgte erst vor kurzem der ersehnte symbolische Spatenstich. Ein spezieller Dank ging an die befreundete Feuerwehr Stapel/Altmark. Diese führte den Zuschauern in der Pause einen sogenannten „Löschangriff Nass“ vor. Die Freundschaft zu dieser Feuerwehr besteht seit mittlerweile 25 Jahren.

Am Sonntag wurde noch ein Pokalwettbewerb ausgetragen. Auch hier schenkten sich die Feuerwehren nichts. 17 Gruppen bemühten sich ähnlich gute Leistungen wie am Vortag abzurufen. Im Anschluss an die Wettbewerbe wurde noch ein Tauziehen durchgeführt. Hierbei konnte sich die Feuerwehr Allenbostel gegen die Kontrahenten durchsetzen und schlug im Finale die Gollerner Wehr. Den dritten Platz belegte die Feuerwehr Barum. Beim Pokalwettbewerb hatte die Feuerwehr Drögennottorf mit 447,06 Punkten die Nase vorn. Den zweiten Platz belegte die gastgebende Feuerwehr Brockhimbergen-Kollendorf (446,40 Punkte). Der dritte Platz ging an den Gemeindesieger Feuerwehr Gollern. (440,90 Punkte).

FF Drögennottorf - Pokalsieger
Siegreich beim Pokalwettbewerb am Sonntag – Die Drögennottorfer um Gruppenführer Heinrich Heuer

Persiel dankte allen Helfern, Unterstützern und Spendern, die dieses gelungene Wettbewerbswochenende erst ermöglichten. Insbesondere dankte er der Firma Gartebau Neumann für die Möglichkeit die Scheune mit zu nutzen, dem Hof Gafcke für die Hofnutzung und für die gute Herrichtung des Wettbewerbsplatzes.

Jugendfeuerwehr Varendorf-Bornsen fährt Doppelsieg ein

Text und Foto: A. König

Kreisjugendfeuerwehrwettbewerb und Abnahme Brandfloh in Bad Bevensen

Bad Bevensen. Ein gewisser Geräuschpegel und Kinderlachen ist für den Sportplatz der KGS Bad Bevensen nicht ungewöhnlich. Wenn es sich aber um einen Sonntag handelt und sich zu diesen Geräuschen noch das Geklapper von Kupplungen von Feuerwehrschläuchen mischt, lässt das auf eine besondere Veranstaltung schließen. Schallende Lautsprecherdurchsagen vom Platz, Bratwurstgeruch, Kaffeeduft und die Spitze einer Hüpfburg, die über die Baumwipfel ragt, lassen letzte Zweifel weichen: Hier findet eine Großveranstaltung statt. So geschehen vergangenen Sonntag auf dem Gelände der KGS Bad Bevensen und dem dazugehörigen Sportplatz.

Die Jugendfeuerwehr Bad Bevensen war anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens  der diesjährige Ausrichter der Kreisjugendfeuerwehrwettbewerbe des Landkreises Uelzen. Insgesamt folgten 19 Jugendfeuerwehren mit 23 startenden Gruppen der Einladung. Hunderte von Kindern und Jugendlichen bevölkerten den Sportplatz und das umliegende Gelände. Begleitet von vielen Betreuern, Elternteilen, Gästen oder einfach nur Zuschauern, die von dieser Veranstaltung erfahren haben.

Der Kreiswettbewerb ist für die jungen Brandschützer in zwei Aufgabengebiete aufgeteilt. Im sogenannten A-Teil muss die startende Jugendfeuerwehr möglichst fehlerfrei einen dreiteiligen Löschangriff aufbauen und dabei zeigen, dass alle feuerwehrtechnischen Kenntnisse vorhanden sind: Herrichten einer Wasserentnahmestelle, verlegen von Schlauchleitungen und anlegen von Knoten und Stichen sind nur einige Dinge der umfangreichen Tätigkeiten. Bei dieser Übung müssen die Trupps noch verschiedene Hindernisse überwinden wie zum Beispiel einen Graben überspringen, über eine Leiterwand klettern, durch einen Kriechtunnel kriechen und eine Hürde überqueren. Insgesamt also sehr anspruchsvoll. Beim B-Teil muss überwiegend das sportliche Können unter Beweis gestellt werden. Hier gilt es, bei einem Staffellauf über 400m eine möglichst schnelle Zeit zu erreichen. Auf dem Rundkurs müssen die neun Läufer neben dem Staffellauf verschiedenste Aufgaben aus dem Feuerwehralltag bewältigen. So zum Beispiel möglichst ordentlich einen C-Schlauch aufrollen, ein Strahlrohr an eine Schlauchleitung kuppeln oder mit einem Leinenbeutel ein Ziel treffen.

Gegen 10 Uhr startete die erste Gruppe in den Wettbewerb. Bei bewölktem Himmel, aber überwiegend gutem Wetter, konnten sich die Zuschauer ein Bild vom Leistungsstand der Jugendlichen machen. Alle Gruppen erfüllten mit beeindruckender Disziplin und hohem Ehrgeiz die geforderten Aufgaben. Am Ende konnte sich die Jugendfeuerwehr Varendorf-Bornsen mit 1410 Punkten durchsetzen. Stolz wurde bei der Siegerehrung der Wanderpokal entgegengenommen. Auf Platz zwei folgte die Jugendfeuerwehr Schwemlitz-Bankewitz mit 1385 Punkten. Die Jugendfeuerwehr Reinstorf schaffte mit 1382 Punkten den Sprung aufs Treppchen und belegte den dritten Platz.

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Zusätzlich zu den Wettbewerben gab es noch ein buntes Rahmenprogramm. Die Jugendfeuerwehr Feuerwehr Bad Bevensen hat eine Hüpfburg organisiert und ein Spiel ohne Grenzen mit insgesamt vier Stationen angeboten. Das kam bei den Kindern und Jugendlichen sehr gut an. Verschnauft wurde abseits des Sportplatzes auf den vielen Sitzgelegenheiten zwischen zahlreichen Speise- und Getränkeständen. Trotz des durchwachsenen Wetters war der Eisstand förmlich umzingelt und ständig belagert. Das Spiel ohne Grenzen konnte die Jugendfeuerwehr Varendorf-Bornsen ebenfalls für sich entscheiden und durfte sich verdienterweise Doppelsieger nennen.

Kurz nach 17 Uhr fand die Siegerehrung statt. Viele Gäste wie der Landrat Dr. Heiko Blume, der Kreisbrandmeister Helmut Rüger, Stadtbürgermeister Martin Feller und viele weitere, ließen es sich nicht nehmen Grußworte und Glückwünsche auszusprechen. Der ausgesprochene Dank und die Bewunderung für die vorbildliche Jugendarbeit richtete sich vor allem an die vielen Jugendwarte und Betreuer. Ebenso wurden die hervorragende Organisation und der reibungslose Ablauf der Veranstaltung gelobt. Die Jugendwarte der Schwerpunktfeuerwehr Bad Bevensen Benjamin Thormählen, Patrick Franceson und Annika Rühmann nahmen die anerkennenden Worte gerne entgegen. Ortsbrandmeister Matthias Wedel stellte nochmal klar, wie wichtig die Nachwuchsförderung ist. Nicht von ungefähr wird in Bad Bevensen auf eine erfolgreiche 50-jährige Jugendfeuerwehrgeschichte zurückgeblickt. „Die Kinder- und Jugendarbeit ist uns eine Herzensangelegenheit“ betonte Wedel. Insgesamt waren die Verantwortlichen der Kreisjugendfeuerwehr Uelzen mit den Ergebnissen der Gruppen und dem Verlauf des Wettbewerbs sehr zufrieden.

Am Vormittag wurde auf dem KGS-Sportplatz, neben dem laufenden Wettbewerb der Jugendfeuerwehr, noch der „Brandfloh“ der Kinderfeuerwehr abgenommen. Bei diesem Kinderfeuerwehr-Abzeichen handelt es sich um einen Ausbildungsnachweis für Mitglieder der Kinderfeuerwehren in Niedersachsen. Die Kinder mussten hierfür verschiedenste Aufgaben erledigen. An einer Station musste eine Kerze durch Entzug von Sauerstoff, unter zur Hilfenahme von einem Glas gelöscht werden. Der physikalische Vorgang musste zudem erklärt werden. Weiterhin sollten die Kinder drei brennbare Materialien einem geeigneten Löschmittel zuordnen. An einer anderen Station ging es um Erste-Hilfe-Maßnahmen. Die Teilnehmer sollten zeigen, dass sie einfache und wirksame Sofortmaßnahmen kennen und anwenden können, zum Beispiel wie die Notrufnummer lautet oder wie man kleine Schnittwunden erstversorgt. An drei weiteren Stationen mussten noch viele interessante Aufgaben gelöst werden. Bei allen Stationen stand der Spaß und das Teamwork an erster Stelle.

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Das Kinderfeuerwehrabzeichen Brandfloh wurde im Landkreis Uelzen erstmalig abgenommen. Anika Wolff, Fachbereichsleiterin Kinderfeuerwehr, freute sich fast 50 Kinder aus insgesamt sechs Kinderfeuerwehren begrüßen zu dürfen. Alle Kinder bestanden die Abnahme und erhielten zum Abzeichen eine entsprechende Urkunde.

Unterstützt wurde die Feuerwehr Bad Bevensen bei der Abnahme des Brandflohs von der Feuerwehr Röbbel. Hierfür einen recht schönen Dank. Ebenso geht der Dank an die Feuerwehr Jelmstorf. Diese begleitete am Sonntag zeitgleich den Gemeindewandertag. Dieser endete auf dem Gelände der KGS endete. Viele Wanderer bekamen so mehr zufällig einen Einblick in die Jugendarbeit der Feuerwehr.

126. Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Altenmedingen

Text und Foto: A. König

Altenmedingen. Ortsbrandmeister Michael Alvermann freute sich die 126. Jahreshauptversammlung im neu erbauten Feuerwehrhaus in Altenmedingen eröffnen zu dürfen. Traditionsgemäß findet die Versammlung in den Sommermonaten statt. Nachdem er die zahlreichen Gäste und Feuerwehrangehörigen begrüßte, berichtete er im Jahresrückblick von einem ereignisreichen Feuerwehrjahr. Es gab viele Höhepunkte die in die Geschichte der Wehr einfließen werden. Die Fertigstellung des neuen Feuerwehrhauses, die Übergabe des neuen HLF 10 und die Jubiläumsfeier zum 125. jährigen Bestehen der Wehr sind dabei die Highlights die Alvermann besonders hervorhob.
Auch einsatztechnisch wurde den Brandschützern aus Altenmedingen im Jahre 2015 einiges abverlangt. Die Wehr wurde zu insgesamt 19 Einsätzen gerufen, davon 15 Brandeinsätze. Der große Silobrand auf dem Gelände der Vereinigten Saatzuchten Ebstorf-Rosche blieb besonders in Erinnerung. Dort kam es an einem Freitagvormittag zu einem Schwelbrand, der einen Dachstuhlbrand auslöste. Aufgrund der Höhe des Silos konnte der Löschangriff vorerst nur über die Drehleiter der Feuerwehr Bad Bevensen vorgenommen werden. Im späteren Verlauf haben Atemschutztrupps die Brandnester gelöscht und das noch glimmende Getreide aus den Silos geholt und abgelöscht. Alvermann bedankte sich auf der Versammlung bei den Nachbarwehren für die gute Unterstützung, nicht nur bei diesem Einsatz.
Mit dem neuen HLF 10 der Firma Schlingmann wurden etliche Übungsdienste durchgeführt. Mit diesem Fahrzeug ist die Feuerwehr um einiges schlagkräftiger geworden. Die neue Technik hat sich schon vielfach bewährt. Besonders die Beleuchtungskomponenten wie pneumatischer Lichtmast und Umfeldbeleuchtung möchte niemand mehr missen. Insgesamt leistete die Wehr über 2.500 Stunden bei Arbeits- und Übungsdiensten.
Mit Stefan Asch, Yvonne Asch, Thies-Ole Hinrichs und Jannik Nagel stellte Alvermann der Versammlung die vier Neuzugänge in der Einsatzabteilung vor. Die Wehr besteht aktuell aus 43 aktiven Mitgliedern, 8 Mitgliedern der Altersabteilung und 10 Jugendlichen. Besonders die positive Entwicklung bei der Jugendfeuerwehr lässt Alvermann positiv in die Zukunft blicken. Unter neuer Führung ist die Jugendfeuerwehr wieder auf einem guten Weg.
Auf der Versammlung wurde Sven Hentze zum neuen Atemschutzbeauftragten und Bernd Schröder zum neuen Sicherheitsbeauftragten ernannt. Zum Feuerwehrmann des Jahres wurde David Täger nominiert. Durch seinen unermüdlichen Einsatz hat er sich diesen Titel trotz seiner jungen Feuerwehrkarriere verdient.

Wahlen:
Jannik Nagel wird zum Kassenprüfer gewählt

Ehrungen:
Michael Alvermann und Oliver Schäfer erhielten das Ehrenzeichen des Landesfeuerwehr-verbandes Niedersachsen für 25 Jahre aktiven Dienst im Feuerlöschwesen.
Michael Dittmer und Andreas Tomczak wurde das Ehrenzeichen des Landesfeuerwehr-verbandes Niedersachsen für 40 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr verliehen.

Wetter bedingte Einsätze der Feuerwehr am 1. Juni 2016

Text: & Fotos: P. Schulze (SG PW Bevensen-Ebstorf

Nach teilweise starken Regenfällen kam es in der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf zu zahlreichen Einsätzen der Feuerwehr. So wurden zum Beispiel die Rettungskräfte aus Stadorf gegen 16 Uhr alarmiert, da unter anderem die Ortsdurchfahrt an einigen Stellen beidseitig komplett unter Wasser stand. Die Einsatzkräfte sperrten vorübergehend Straßenteile, suchten entsprechenden Gullis und säuberten diese, damit das Wasser wieder abfließen konnte. Im Anschluss wurde die Ortsdurchfahrt noch vom Schlamm und Erde befreit.

Zu weiteren Einsätzen kam es im weiteren Verlauf des Nachmittags in Rohrstorf, Bad Bevensen, Medingen und Natendorf. Auch hierbei handelte es sich um Wetter bedingte Einsätze.

Testorfer siegen beim Pokalwettbewerb in Barum

Barum. Bei bestem Wetter richtete die Ortswehr Barum am Samstag, den 28. Mai 2016, einen Pokalwettbewerb der niedersächsischen Leistungswettbewerbe aus. Dieser Wettbewerb sollte den 17 teilnehmenden Gruppen zur Vorbereitung auf die bevorstehenden Gemeindeentscheide dienen, bei denen ein erfolgreiches Abschneiden zwingend notwendig für die Qualifikation zum Kreisentscheid am 3. September 2016 in Wellendorf ist.

Am Samstagvormittag wurde durch die Barumer Feuerwehrleute noch eifrig der Wettbewerbsplatz vom Vortag, wo die Ortswehr Traditionswettkämpfe um den Gasthaus-Wilhelms-Wanderpokal ausgetragen hatte, umpräpariert. Gegen 12:30 Uhr trudelten die ersten Gruppen am Übungsplatz im Hoopenweg ein. Um 12:45 Uhr führte der Kreiswettbewerbsleiter Uwe Löper durch eine Gruppenführerbesprechung, wo insbesondere auf im Vorjahr häufig gemachte Fehler eingegangen wurde. Pünktlich um 13:00 Uhr eröffneten, angefeuert von den ersten interessierten Bürgern und den anderen Gruppen, die zwei Barumer Wettbewerbsgruppen den Pokalwettbewerb.

Am Rande der Wettbewerbsbahn sorgten die Barumer für die nötige Verpflegung der Gäste. Ab 14:30 wurde auch Torte & Kuchen angeboten.

Nach den Wettbewerben konnte man resümieren, dass ein paar Gruppen bereits sehr gute Übungen präsentiert haben. Die anderen Gruppen bekamen, sicherlich dem frühen Zeitpunkt der Wettbewerbssaison geschuldet, den Übungsbedarf für die nächsten Wochen aufgezeigt. Über den Tag verteilt war ein gutes Zeittaktniveau zu sehen, individuelle Fehler minderten jedoch die meisten Punktergebnisse. Nur fünf Gruppen blieben letztendlich fehlerfrei.

Durch die Siegerehrung führte gegen 19:00 Uhr erstmals der neue Ortsbrandmeister Henning Meyer, welcher zunächst in würdigem Rahmen vor den angetretenen `Gruppen und Gästen durch den Samtgemeindebürgermeister Hans-Jürgen Kammer zum Brandmeister befördert wurde.

Unschlagbar war die Gruppe aus Testorf. Mit 449,50 Punkten zeigten Sie eine nahezu perfekte Übung und konnten sich somit über den ersten Platz freuen. Mit 447,90 Punkten folgte die Gruppe aus Brockhimbergen. Dritter Sieger wurde mit 446,30 Punkten die Gruppe aus Gollern.

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Henning Meyer war sichtlich stolz auf seine Ortswehr. Alle seien zufrieden gewesen. “Dank dem trockenen Wetter konnten den ganzen Tag über sehr gute Wettbewerbsbedingungen gewährleistet werden”, resümierte er noch am Abend. Besonders gefreut habe er sich außerdem über die Anwesenheit der befreundeten Ortswehr aus Groß Meckelsen, Landkreis Rotenburg. Der amtierende Landessieger konnte zwar leider nicht aktiv an den Start gehen, verbrachte aber mit einer Abordnung den Wettbewerbsnachmittag in Barum.

Ortsbrandmeisterdienstversammlung Samtgemeinde Rosche

Boecke. Am 2. Juni 2016 fand in Boecke die Ortsbrandmeisterdienstversammlung der Feuerwehren in der Samtgemeinde Rosche statt. In seinem Bericht hob Gemeindebrandmeister Henning Räthke hervor, dass an den diesjährigen Gemeindewettbewerben, die am 25. Juni 2016 in Groß Malchau stattfinden, alle 16 Ortswehren der Samtgemeinde teilnehmen werden. Insgesamt starten 18 Gruppen.
Außerdem wurde der langjährige Pressewart Jochen Frenz verabschiedet.  Wie Henning Räthke würdigte auch der Samtgemeindebürgermeister Herbert Rätzmann die jahrzehntelange Pressearbeit von Jochen Frenz, der auch außerhalb der Feuerwehren aus der Region eine zuverlässige und korrekte Berichterstattung ablieferte. Nachfolger von Jochen Frenz als Pressewart der Feuerwehren der Samtgemeinde Rosche wird Jörg-Michael Eggers aus der Ortswehr Dalldorf-Grabau. Des Weiteren wurde beschlossen, dass im Herbst 2016 eine Truppmannausbildung I durchgeführt wird.
Nach zwei Stunden schloss der Gemeindebrandmeister die Dienstversammlung.

Wieder Double für die Tätendorf-Eppensener

Barum. Bereits zum sechsten Mal wurden am vergangenen Freitag die Traditionswettkämpfe um den Gasthaus-Wilhelms-Wanderpokal ausgetragen. Die von den Ortswehren Hohenbünstorf und Barum wechseljährig ausgerichteten Feuerwehrwettkämpfe erfreuten sich wie in den Vorjahren großer Beliebtheit. Feuerwehrkameraden, Barumer Bürger und einige andere Interessierte folgten bei sommerlichen Temperaturen dem Wettstreit der teilnehmenden Gruppen. Ehrgeizig aber fair wurde um jede Sekunde gerungen. Die Barumer Ortswehr sorgte mit
einem umfangreichen Verpflegungsangebot für die passenden Rahmenbedingungen.

Ab 18:00 Uhr trudelten die 14 angemeldeten Ortswehren nach und nach auf dem Übungsplatz im Barumer Hoopenweg ein. Nachdem in einer kurzen Gruppenführerbesprechung die Startreihenfolge festgelegt wurde, eröffnete die gastgebende Wehr mit Ihrer Traditionsgruppe Barum III pünktlich um 18.30 Uhr die Wettkämpfe. Es galt einen dreiteiligen Löschangriff mit einer offenen Wasserentnahmestelle durchzuführen. Mit nur 43,6 Sekunden legten die Barumer eine gute aber schlagbare Zeit vor. Viele weitere gute Zeiten folgten. Bei der Siegerehrung konnte sich dann die Gruppe aus Tätendorf-Eppensen mit 41,3 Sekunden bereits das dritte Jahr infolge über den Sieg freuen. Zweiter Sieger wurde mit 43,0 Sekunden die Gruppe aus Eitzen I. Den dritten Platz erhielt die Barumer Gruppe.

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Auch bei der parallel durchgeführten Sonderwertung, wo ledigllich der Teil des dreiteiligen Löschangriffs vom Startkommando bis zum Eintauchen der Saugleitung in das offene Gewässer gemessen wird, konnten die Tätendorf-Eppenser wie in den drei Vorjahren gewinnen. Sie benötigten für diesen Teil der Gesamtübung lediglich 16,8 Sekunden, was eine historische Bestzeit bedeutete.

Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf investiert in Sicherheit

Text: A. König, T. Reher – Fotos: P. Schulze (SG PW Bevensen-Ebstorf)

Bevensen-Ebstorf (ffpr). „Das war knapp!“. Sichtlich erleichtert steigt ein Feuerwehrmann aus dem Führerhaus eines Tanklöschfahrzeuges der Feuerwehr Bad Bevensen. Soeben hat er das rund 18 Tonnen schwere Einsatzfahrzeug nach dem spontanen Ausweichen durch ein plötzlich auftretendes Hindernis zum Stehen gebracht. Und das nur durch eine Vollbremsung bei einer Geschwindigkeit von knapp 40 km/h. Abseits der Fahrstrecke klatschen elf Zuschauer begeistert in die Hände. Sie befinden sich nicht etwa an der Ortsdurchfahrt der B4 in Jelmstorf, sondern auf dem Übungsgelände des ADAC-Fahrsicherheitszentrums in Embsen bei Lüneburg und sind Teilnehmer eines speziellen Fahrsicherheitstrainings für Feuerwehrleute. Dieses wurde von der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf für insgesamt 48 Feuerwehrangehörige aus der ganzen Samtgemeinde finanziert. Das Geld für diese spezielle Ausbildung ist aber gut angelegt.

Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf
Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf

Ein Feuerwehrfahrzeug unter Einsatzbedingungen sicher zu führen stellt hohe Anforderungen an den Fahrer. Auf der Fahrt zum Einsatzort wirken viele Einflüsse auf den Fahrer ein. Nicht nur das Blaulicht und Martinshorn sind eine hohe Stressbelastung. Das unkalkulierbare Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer und oftmals wenig Fahrpraxis auf Großfahrzeugen stellen eine hohe Belastung dar. Oben drauf lastet die Verantwortung für Fahrzeug und Mannschaft auf den Schultern des Fahrers.

Bei jedem Einsatz steht die Sicherheit der Feuerwehrangehörigen an erster Stelle. Im Rahmen der Maschinistenausbildung und anderen Ausbildungsdiensten werden daher regelmäßige Übungsfahrten durchgeführt. Doch wie verhält sich ein Fahrzeug jenseits der 7,5 t mit hohem Schwerpunkt bei einer Vollbremsung, bei Glätte oder dem spontanen Ausweichen bei einem plötzlich auftretenden Hindernis?

Diese Erfahrung durften die 48 Feuerwehrangehörigen aus den Feuerwehren Altenmedingen, Bad Bevensen, Barum, Ebstorf, Himbergen, Römstedt und Wriedel im Mai machen. Unter der Leitung des Kreisbereitschaftsführers Nord, Dietmar Krause, wurde an zwei Abenden zuerst theoretisches Wissen zum sicherheitsrelevanten Verhalten und zur Fahrphysik vermittelt. Krause hat sich vor Jahren als Multiplikator beim ADAC fortbilden lassen und schult seit dem Fahrsicherheitstrainings für Feuerwehren.

An vier weiteren Abenden besuchten jeweils 12 Teilnehmer mit Ausbilder Krause das ADAC-Fahrsicherheitszentrum in Embsen. Die Teilnehmer aus den unterschiedlichen Feuerwehren brachten ihre eigenen Großfahrzeuge mit, um mit diesen ihre Erfahrungen zu sammeln. Feuerwehrautos sind keine Serienfahrzeuge die der Hersteller erst auf den Markt bringt, wenn das beste Fahrverhalten erprobt wurde. Abhängig vom Fahrgestell, Beladung, Größe des Wassertanks und vielen weiteren Faktoren hat jedes einzelne dieser Spezialfahrzeuge sein eigenes Fahrverhalten. Insbesondere in Grenzsituationen reagieren die Fahrzeuge völlig unterschiedlich.

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Um die Grenzen eines Fahrzeuges unter sicheren Bedingungen kennen und einschätzen zu lernen, bietet das ADAC-Fahrsicherheitszentrum Embsen verschiedene Module, mit denen unterschiedliche Situationen dargestellt werden können. Bei dem Modul „Bremsstrecke mit 5 Belegen“ können verschiedene Straßenverhältnisse simuliert werden, unter anderem Nässe und Eisglätte. Die Teilnehmer fahren bei diesem Modul mehrere Durchgänge mit steigender Geschwindigkeit und machen jeweils eine Vollbremsung. Hier wird deutlich wie drastisch sich der Bremsweg bei unterschiedlichen Straßenverhältnissen und Geschwindigkeiten verändert. Ein weiteres Modul beinhaltet eine lang gezogene Kurvenfahrt mit 7 % Gefälle bei Nässe und Glätte mit plötzlich auftretenden Wasserhindernissen. Trainiert wurde auch am speziellen LKW-Modul „Dynamikplatte mit Gleitfläche“. Unter Glättebedingungen wurden hier plötzliche Ausweichmanöver und Vollbremsungen abverlangt.

Alle Teilnehmer fühlten sich nach dem mehrstündigen Training deutlich sicherer im führen ihrer Fahrzeuge und waren dankbar um die Möglichkeit dieser Ausbildung. Die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf hat mit dieser Ausbildung sinnvoll in die Sicherheit der Feuerwehren investiert. In den Vorjahren wurden zwar auch schon immer wieder vereinzelt Feuerwehrangehörige zum Fahrsicherheitstraining geschickt. In dieser Größenordnung war es jedoch das erste und hoffentlich nicht letzte Mal.

Barumer Ortswehr zur Waldbrandausbildung in Bad Bevensen

Text und Bilder: Stefan Düsel (Presseteam Fw Barum)

Gollern. Am vergangenen Freitag stand eine Waldbrandausbildung auf dem Dienstplan. Um 19.30 Uhr trafen sich die Wehren aus Oetzen,Bad Bevensen und Barum am Feuerwehrhaus der Bevenser Schwerpunktwehr.

IMG_6593-2 (FILEminimizer)Nach kurzen einleitenden Worten durch Olaf Twelhegen rückten Fahrzeuge nach fiktiven Ausrückezeiten aus. Nahe Gollern brannte eine 6.000 qm großes Waldstück. Die erste Brandbekämpfung konnte eingeleitet werden. Rund 13.000 Liter Löschwasser wurden durch das TLF (Tanklöschfahrzeug)), HLF (Hilfeleistungsfahrzeug) und StLF (Staffellöschfahrzeug) aus Bad Bevensen, das TLF aus Oetzen, sowie das LF (Löschfahrzeug) aus Barum auf die Räder gebracht.

Der Waldbrand wurde zum größten Teil mit D-Hohlstrahlrohren bekämpft. Nur rund 360 Liter in der Minute verbrauchte man somit, was bei einem Waldbrannt ohne zentrale Wasserversorgung das IMG_6611-2Problem der Löschwasserversorgung zwar nicht komplett löst, aber einen gewissen „Puffer„ bringt. Unterdes wurden die „rollenden Wassertransporter„ aus Barum und Bad Bevensen für den Pendelverkehr eingesetzt. Das TLF aus Oetzen saugte aus einem 5000l-Faltbehälter.

Im Anschluss an die wirklich gelungene Übung konnten alle Kameraden bei noch aufgebautem Zustand den kompletten Übungsaufbau begutachten. Zudem wurde durch Olaf Twelhegen der Aufbau erklärt und auf spezifische Gefahren beim Waldbrand sowie notwendige Feuerschutzkleidung und Flüssigkeitsaufnahme der Einsatzkräfte bei hohen Temperaturen hingewiesen.

Bei einer Nachbesprechung im Bevenser Feuerwehrhaus beendete man gegen 22.15 Uhr den Dienst