Kategorie-Archiv: Allgemein

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Großaufgebot von Feuerwehren, Rettungsdienst und Polizei bei Personensuche am Elbe-Seitenkanal

Tom Reher (Feuerwehr-Pressesprecher Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf)

Schiffsverkehr kommt zum Erliegen – Leiche am Montagmorgen geborgen

Bad Bevensen (ffpr). Der 87-jährige Rentner aus Bad Bevensen, nach dem am vergangenen Freitag fieberhaft im Bereich des Elbe-Seitenkanals gesucht wurde, ist tot. Gestern früh (25.07.2016) um 6:30 Uhr fand man seinen lebloser Körper auf der Wasseroberfläche in Höhe der Brücke „Römstedter Straße“ treibend. Erneut wurde die Freiwillige Feuerwehr der Kurstadt alarmiert, um die Leiche zu bergen. Laut Aussage der Polizei ist von einem Suizid auszugehen.

Mit einem Großaufgebot hatten sich die Feuerwehren Bad Bevensen, Bienenbüttel, Uelzen und Lüneburg zusammen mit dem Rettungsdienst am Freitag ab 11:10 Uhr bei der Suche nach dem Senior beteiligt. Der ältere Mann war am Morgen von zuhause aufgebrochen und im Laufe der Vormittagsstunden von Angehörigen bei der Bevenser Polizei als vermisst angezeigt worden. Hinweisen des Kriminal- und Ermittlungsdienstes Uelzen zufolge konzentrierte sich die Suche auf den Bereich des Kanals. In Höhe der Brücke nach Secklendorf (Landesstraße L232) positionierte sich die Einsatzleitung.

Hier standen ein Rettungswagen nebst Leitender Notärztin sowie der Organisatorische Leiter von der DRK-Bereitschaft Uelzen in Bereitstellung. Auch der Rettungshubschrauber Christoph 19 aus Uelzen kreiste anfangs über dem Kanal, bis er zu einem anderen Notfalleinsatz beidrehen musste. Insgesamt fünf Rettungsboote befanden sich zunächst im Einsatz. Während die Bevenser Feuerwehrleute ihr Boot vor Ort zu Wasser ließen, kamen drei Boote der Feuerwehr Uelzen (Stadt und Landkreis) von Klein Bünstorf und das Boot der Feuerwehr Bienenbüttel von Hohnstorf aus hinzu. Somit konnten rund 20 Kilometer des Elbe-Seitenkanals zwischen Emmendorf und Wulfstorf vom Wasser aus abgesucht werden. In Höhe der Kurstadt starteten landseitig weitere Suchtrupps der Feuerwehr zu Fuß und per Fahrzeuge, um die Uferbereiche und anliegende Waldstücke zu durchkämmen.

Auch der Schiffsverkehr war von der Suchaktion betroffen. Denn: Kurz nach 12:00 Uhr wurde der Kanal durch einen Vertreter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Uelzen für die Rettungsmaßnahmen für rund acht Stunden gesperrt. Die Schiffe kamen in den Liegestellen bei Wulfstorf und Bad Bevensen zum Halten. Weitere Verbände wurden später schon in Uelzen und Lüneburg gestoppt.

Nachdem die Feuerwehren aus Bienenbüttel und Uelzen mittags aus dem Einsatz entlassen werden konnten, forderte die Einsatzleitung noch ein Boot der Feuerwehr Lüneburg  mit Sonartechnik (so genanntes Fishfinder) an, das per Drehleiter im Bereich der Brücke der L232 zu Wasser gelassen wurde. Am Abend kam hier aufgrund von Auffälligkeiten schließlich auch eine Tauchergruppe der Feuerwehr aus Lüneburg hinzu, die die Fahrrinne des Kanals absuchte. Ohne Erfolg, sodass die Suchaktion an dem Tag um 20:30 Uhr zunächst ergebnislos abgebrochen wurde.

Mehr als 80 Kräfte der Feuerwehren, des Rettungsdienstes und der Polizei waren bei der Suche nach dem Mann im Einsatz. Die Angehörigen des Vermissten wurden durch das DRK, die Notfallseelsorge des Kirchenkreises sowie eine Mitarbeiterin des Landkreises betreut. Die Freiwillige Feuerwehr Bad Bevensen wurde zudem noch während der Suchaktion am Freitag in den Nachmittagsstunden zum Fehlalarm durch die Brandmeldeanlage eines Hotels im Lerchenweg abgerufen.

Unfallopfer aus PKW-Wrack befreit

Text: Tom Reher Fotos: Philipp Schulze

Zu einem schweren Verkehrsunfall wurden am heutigen Mittwochvormittag (20.07.2016) um 11:38 Uhr die Feuerwehren des Klosterfleckens Ebstorf und aus Wriedel-Schatensen alarmiert. Kurz zuvor war ein 63-Jähriger aus dem Landkreis Lüneburg mit seinem VW Golf Variant auf der Landesstraße L233 von Ebstorf kommend vor dem Ortseingang Oetzfelde aus bislang ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Straßenbaum geprallt. Dabei wurde der Fahrer schwer verletzt in seinem PKW eingeklemmt. Erste Meldungen, wonach sogar zwei Personen in dem Fahrzeugwrack befinden sollten, bestätigten sich zum Glück nicht.

Mitarbeiter des Rettungsdienstes und eine Notärztin versorgten den verletzten Mann und stabilisierten seinen Gesundheitszustand. Neben einem Rettungswagen war auch der Rettungshubschrauber aus Uelzen auf einem angrenzenden Feld gelandet. Parallel bereiteten die Einsatzkräfte der Feuerwehr die Rettung mit hydraulischem Rettungsgerät vor. Nach rund 30 Minuten konnte der Fahrzeugführer so aus dem stark demolierten Wrack befreit werden. Er wurde in das Klinikum nach Uelzen transportiert. Insgesamt waren von den Feuerwehren 20 ehrenamtliche Helfer im Einsatz.

Für die Unfallaufnahme und Bergung blieb die Landesstraße für mehr als eine Stunde voll gesperrt. An dem PKW entstand Totalschaden.

Großbrand in Suhlendorf – Tischlerei steht in Flammen

Text und Bilder von Jörg-Michael Eggers, Pressewart SG Rosche

Die Drehleiter aus Uelzen
Die Drehleiter aus Uelzen
Die angrenzenden Gebäude konnten geschützt werden.
Die angrenzenden Gebäude konnten geschützt werden.
Die Fenser einiger angrenzender Häuser sind gesprungen.
Die Fenser einiger angrenzender Häuser sind gesprungen.

Der Alarm kam um 2:27. Zu diesem Zeitpunkt standen Teile des Werkstattbereichs bereits in hellen Flammen. Alarmiert wurden der Zug Süd, der Zug Mitte und das TLF aus Oetzen der Samtgemeinde Rosche sowie die Drehleiter und das TLF-4000 aus Uelzen. Die Löscharbeiten gestalten sich schwierig, da die Tischlerei mitten im alten Dorf eng an benachbarte Häuser grenzt. Durch überlegten Einsatz der 150 Feuerwehrkameradinnen und Kameraden kann ein  Übergreifen verhindert werden. Die Tichlerei jedoch und ein davor geparktes Auto werden ein Raub der Flammen, es sind auch Fensterscheiben von angrenzenden Häusern gesprungen. In einem Wohnhaus, von wo aus Löscharbeiten aus einem Dachfenster vorgenommen wurden, entsteht Wasserschaden. Weitere Einzelheiten sind auf der Homepage der Feuerwehr Suhlendorf zu finden (Einsätze 2016 -> Vollbrand eines Handwerksbetriebs).

^Ein vor der Tischlerei abgestelltes Auto wurde ebenfalls ein Raub der Flammen.
Ein vor der Tischlerei abgestelltes Auto wurde ebenfalls ein Raub der Flammen.
Auch die Natur hat gelitten: der Bratapfelbaum
Auch die Natur hat gelitten: der Bratapfelbaum

PKW-Brand in Suhlendorf

Text und Bilder sind von der Freiwilligen Feuerwehr Suhlendorf

Beim Brötcheneinkaufen am Sonntagmorgen wurde ein Suhlendorfer Autofahrer böse überrascht als er seinen PKW auf dem Parkplatz des Einkaufzentrums abstellte. Als er den aufsteigenden Rauch und die ersten Flammen aus dem Motorraum bemerkte rief er sofort über den Notruf 112 die Leitstelle der Feuerwehr an.

PKW-Brand in Suhlendorf
PKW-Brand in Suhlendorf

Die daraufhin alarmierte Suhlendorfer Feuerwehr war binnen 5 Minuten vor Ort und konnte durch den schnellen Einsatz des Tanklöschfahrzeuges Schlimmeres verhindern. Mit der Schnellangriffseinrichtung und Schaumpistole wurde das Feuer rasch unter Kontrolle gebracht, eine Ausbreitung des Feuers zu einem Vollbrand konnte damit abgewehrt werden.

Neues TLF für Suhlendorf

Am Dienstag, 28. Juni, morgens um 06:00 Uhr machte sich eine kleine Mannschaft der Feuerwehr Suhlendorf auf den Weg nach Dissen um das neue TLF abzuholen. Das Fahrzeug ist in Anlehnung an ein TLF 3000 nach DIN 14530-22 aufgebaut und besitzt als Sonderausstattung eine Doppelkabine für eine Staffel (1:5). Zwei Feuerwehrleute können sich darin bereits während der Fahrt mit Atemschutzgeräten ausrüsten.
Weitere Informationen sind auf Facebook (Schlingmann GmbH & Co. KG) zu finden. Außerdem findet Ihr weitere Bilder und Informationen auf der Homepage der Freiwilligen Feuerwehr Suhlendorf (Menüpunkt TLF3000).

Text (auszugsweise) und Foto von Schlingmann GmbH & Co. KG

FEUERWEHREN – Sind wir wirklich Mädchen für ALLES ?

Begrüßungsrede von GemBM Henning Räthke zum Gemeindefeuerwehrtag 2016 der Samtgemeinde Rosche in Gr. Malchau

Das Feuerwehrwesen steht und fällt mit dem Idealismus unserer Kameraden. Wären alle unsere Männer und Frauen nicht mit Leib und Seele bei der Sache, so wäre unser System wohl kaum (über)–lebensfähig. Weder in der Samtgemeinde Rosche , noch irgendwo sonst. Unser System der Freiwilligkeit ist einzigartig in Europa. Dabei stellt sich kritisch betrachtet für mich aber auch die Frage: Sind wir immer Mädchen für Alles?
Ist der boomende Rundum – Service durch Feuerwehren wirklich notwendig? Hier sind wir ALLE meiner Meinung nach besonders gefordert, dort zu überzeugen, wo sich bürgerliches Selbstverständnis eher an Bequemlichkeit als an den tatsächlichen Anforderungen der Feuerwehren orientiert.
Zweige so groß wie eine Vase, liegen auf der Straße, kein Autofahrer hält an, aber auf der Leitstelle gehen per Handy diesbezüglich 5 Anrufe ein. Ist mir passiert auf dem Weg nach Lüneburg….
Aus einem Getreideschlag laufen 9 Pferde über eine Landstraße. Ein Autofahrer hinter mir stehend, ruft sofort die Leitstelle an. Auf meine Frage, warum die Feuerwehr? “Die sind doch IMMER da und zuständig.”
Ich will einfach damit sagen, dass in vielen Situationen einfach etwas mehr persönliches Engagement gefragt ist.
Ich begrüße Sie – Euch recht herzlich.

Gemeindewettbewerb 2016 der SG Rosche in Gr. Malchau

Text und Bilder von Reinhard Carl

„Feuerwehren – sind wir wirklich Mädchen für alles?“ Mit diesen Worten eröffnete Gemeindebrandmeister Henning Räthke den Gemeindewettbewerb 2016.
Unter dem Motto „111 Jahre Feuerwehr in der Gemeinde Stoetze“ gingen alle 16 Feuerwehren der Samtgemeinde Rosche in Gr. Malchau mit 18 Gruppen an den Start.
In seiner Begrüßungsrede stellte Henning Räthke die Freiwilligkeit der Kameraden in den Vordergrund, da die Feuerwehr mittlerweile von der Bevölkerung als selbstverständlich wahrgenommen wird.
Leider spielte das Wetter nicht so ganz mit. Während der Wettbewerbe ging ein Gewitter über dem Samtgemeindegebiet nieder. Das hatte zur Folge, dass einige Wehren zur Beseitigung der Gewitterschäden (umgestürzten Bäume) in den Einsatz gerufen wurden.
Trotz der widrigen Wetterverhältnisse fanden die Wettbewerbe in einer harmonischen Atmosphäre statt. Höhepunkt des Nachmittages war die Siegerehrung in der Festscheune. Der Feuerwehrmusikzug Suhlendorf lief zur Höchstform auf und trug ganz erheblich zu diesem stimmungsvollen Abschluss bei. Das fanden auch die Mitglieder einer Abordnung der Feuerwehr Gr. Buchholz aus Brandenburg, die seit 1990 partnerschaftliche Beziehung zur Feuerwehr Gr. Malchau-Boecke unterhält.

Feuerwehr Rosche-Prielip
Feuerwehr Rosche-Prielip

In der Wertungsgruppe 1 siegte die Gruppe Rosche-Prielip 1, die auch den Gerd-Behr-Pokal für die schnellste Zeit erhielt, vor Gr. Malchau-Boecke 1, Oetzen und Gr. Malchau-Boecke 2.

Nateln
Feuerwehr Nateln

Die Feuerwehr aus Nateln gewann die Wertungsgruppe 2. Es folgten die Gruppen aus Jarlitz, Teyendorf Göddenstedt und Stöcken.
Mit dem Niedersachsenlied klang der Gemeindewettkampf 2016 dann aus.
Zur Begrüßungsrede von Henning Räthke.

Ortsdurchfahrt Medingen für Stunden gesperrt

Text: A. König – Fotos: Feuerwehr

Medingen. Zur Mittagszeit wurde der Feuerwehrleitstelle in Uelzen eine kleine Ölspur in der Mühlenstraße in Medingen gemeldet. Die alarmierte Feuerwehr Bad Bevensen rückte mit einer der Meldung entsprechenden Mannschaftsstärke aus. In der Mühlenstraße angekommen, verschaffte sich die Feuerwehr einen ersten Überblick. Schnell wurde das Ausmaß der Einsatzstelle klar und um welche ausgetretene Flüssigkeit es sich handelt.

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Auf einer länger von etwa 1.300 Meter verlor ein landwirtschaftliches Gespann synthetisches Hydrauliköl. In der Mühlenstraße beginnend, war hauptsächlich jedoch die Ortsdurchfahrt Medingen, die Kreisstraße 56 in Richtung Bruchtorf betroffen.

Bei lokal austretenden Betriebsstoffen wie Motoröl, Bremsflüssigkeit und dergleichen, verwendet die Feuerwehr in der Regel Bindemittel. Hydrauliköl hat jedoch die Eigenschaft auf dem Asphalt förmlich zu kleben und kann nicht so einfach aufgenommen werden. Hierfür werden Spezialreiniger und Hochdruckreinigungsgeräte benötigt.

Die Feuerwehr Bad Bevensen hat umgehend weitere Einsatzkräfte und das technische Gerät zur Einsatzstelle befördert und begann mit der zeitintensiven Reinigung der Straßen.

Zeitgleich wurde auf Anordnung der Polizei die Ortsdurchfahrt Medingen durch Mitarbeiter des städtischen Bauhofes und der Feuerwehr für die Zeit der Reinigung voll gesperrt. Durch einsetzenden Regen haben sich die betroffenen Straßen in gefährliche Rutschflächen verwandelt und es bestand höchste Unfallgefahr.

Über sechs Stunden war die Freiwillige Feuerwehr Bad Bevensen mit 15 Einsatzkräften im Einsatz um die Straßen wieder sicher befahrbar zu machen. Erschwert wurden die Arbeiten durch einsetzenden Starkregen.

Gollern und Barum sind Gemeindesieger

Text und Foto: A. König

Brockhimbergen. Anlässlich des 70-jährigen Bestehens richtete die Feuerwehr Brockhimbergen-Kollendorf den ersten von zwei Gemeindewettbewerben der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf aus. Am Samstag haben sich 15 Feuerwehren auf dem eigens dafür hergerichteten Wettbewerbsplatz in Brockhimbergen miteinander gemessen. Der sogenannte Kuppelplatz wurde noch kurz vor dem Wettbewerbstag gepflastert. In der Wertungsgruppe 1 starteten sechs LF-Gruppen (Löschfahrzeuge mit fest eingebauter Pumpe),  in der Wertungsgruppe 2 gingen neun TS-Gruppen (Tragkraftspritzenfahrzeuge) an den Start.

Der  Gemeindewettbewerb hat einen hohen Stellenwert, zumal sich die Gruppen bei guter Leistung einen der begehrten Plätze für den Kreisentscheid sichern können.

Entsprechend motiviert gingen ab 12 Uhr die einzelnen Feuerwehren auf den Platz. Bei teilweise bewölkten, aber trockenen Wetterverhältnissen ging es im Spitzenfeld denkbar knapp zu. Gegen Abend standen die Sieger fest. In der Wertungsgruppe TS sicherte sich die Feuerwehr Gollern mit 449,80 Punkten den Sieg vor den Wehren aus Höver (446,80 Punkte) und Testorf (446,76 Punkte). Die weiteren Plätze belegten die Feuerwehren Brockhimbergen-Kollendorf, Klein Thondorf, Röbbel, Weste, Jelmstorf und Velgen. Wer sich von den hinteren Plätzen noch für den Kreisentscheid in Wellendorf Anfang September qualifiziert, entscheidet sich später. Erst wenn die Ergebnisse vom zweiten Gemeindewettbewerb der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf vorliegen, stehen alle Teilnehmer aufgrund der erreichten Gesamtpunktzahl beider Wettbewerbstage fest. Der zweite Gemeindewettbewerb findet in zwei Wochen in Brockhöfe statt.

FF Gollern - Sieger TS
Gemeindesieger TS1 – Gollern

In der Wertungsgruppe LF belegte Barum I mit 440,80 Punkten den ersten Platz, dicht gefolgt von Römstedt (437,26 Punkte)  und Barum II (434,7 Punkte). Die weiteren Plätze belegten hier die Feuerwehren Golste-Natendorf, Altenmedingen und Wriedel-Schatensen.

FF Barum - Sieger LF
Gemeindesieger in der Wertungsgruppe I – Zum sechsten mal Infolge Barum I

Ortsbrandmeister Erhard Persiel freute sich nach fünf Jahren wieder den Gemeindewettbewerb ausrichten zu dürfen. Bei der Jubiläumsfeier zum 75-jährigen Bestehen hofft er auf eine Wiederholung. „Dann aber mit neuem Feuerwehrhaus“ fügt er augenzwinkernd hinzu. Nach jahrelangem hin und her, erfolgte erst vor kurzem der ersehnte symbolische Spatenstich. Ein spezieller Dank ging an die befreundete Feuerwehr Stapel/Altmark. Diese führte den Zuschauern in der Pause einen sogenannten „Löschangriff Nass“ vor. Die Freundschaft zu dieser Feuerwehr besteht seit mittlerweile 25 Jahren.

Am Sonntag wurde noch ein Pokalwettbewerb ausgetragen. Auch hier schenkten sich die Feuerwehren nichts. 17 Gruppen bemühten sich ähnlich gute Leistungen wie am Vortag abzurufen. Im Anschluss an die Wettbewerbe wurde noch ein Tauziehen durchgeführt. Hierbei konnte sich die Feuerwehr Allenbostel gegen die Kontrahenten durchsetzen und schlug im Finale die Gollerner Wehr. Den dritten Platz belegte die Feuerwehr Barum. Beim Pokalwettbewerb hatte die Feuerwehr Drögennottorf mit 447,06 Punkten die Nase vorn. Den zweiten Platz belegte die gastgebende Feuerwehr Brockhimbergen-Kollendorf (446,40 Punkte). Der dritte Platz ging an den Gemeindesieger Feuerwehr Gollern. (440,90 Punkte).

FF Drögennottorf - Pokalsieger
Siegreich beim Pokalwettbewerb am Sonntag – Die Drögennottorfer um Gruppenführer Heinrich Heuer

Persiel dankte allen Helfern, Unterstützern und Spendern, die dieses gelungene Wettbewerbswochenende erst ermöglichten. Insbesondere dankte er der Firma Gartebau Neumann für die Möglichkeit die Scheune mit zu nutzen, dem Hof Gafcke für die Hofnutzung und für die gute Herrichtung des Wettbewerbsplatzes.

Jugendfeuerwehr Varendorf-Bornsen fährt Doppelsieg ein

Text und Foto: A. König

Kreisjugendfeuerwehrwettbewerb und Abnahme Brandfloh in Bad Bevensen

Bad Bevensen. Ein gewisser Geräuschpegel und Kinderlachen ist für den Sportplatz der KGS Bad Bevensen nicht ungewöhnlich. Wenn es sich aber um einen Sonntag handelt und sich zu diesen Geräuschen noch das Geklapper von Kupplungen von Feuerwehrschläuchen mischt, lässt das auf eine besondere Veranstaltung schließen. Schallende Lautsprecherdurchsagen vom Platz, Bratwurstgeruch, Kaffeeduft und die Spitze einer Hüpfburg, die über die Baumwipfel ragt, lassen letzte Zweifel weichen: Hier findet eine Großveranstaltung statt. So geschehen vergangenen Sonntag auf dem Gelände der KGS Bad Bevensen und dem dazugehörigen Sportplatz.

Die Jugendfeuerwehr Bad Bevensen war anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens  der diesjährige Ausrichter der Kreisjugendfeuerwehrwettbewerbe des Landkreises Uelzen. Insgesamt folgten 19 Jugendfeuerwehren mit 23 startenden Gruppen der Einladung. Hunderte von Kindern und Jugendlichen bevölkerten den Sportplatz und das umliegende Gelände. Begleitet von vielen Betreuern, Elternteilen, Gästen oder einfach nur Zuschauern, die von dieser Veranstaltung erfahren haben.

Der Kreiswettbewerb ist für die jungen Brandschützer in zwei Aufgabengebiete aufgeteilt. Im sogenannten A-Teil muss die startende Jugendfeuerwehr möglichst fehlerfrei einen dreiteiligen Löschangriff aufbauen und dabei zeigen, dass alle feuerwehrtechnischen Kenntnisse vorhanden sind: Herrichten einer Wasserentnahmestelle, verlegen von Schlauchleitungen und anlegen von Knoten und Stichen sind nur einige Dinge der umfangreichen Tätigkeiten. Bei dieser Übung müssen die Trupps noch verschiedene Hindernisse überwinden wie zum Beispiel einen Graben überspringen, über eine Leiterwand klettern, durch einen Kriechtunnel kriechen und eine Hürde überqueren. Insgesamt also sehr anspruchsvoll. Beim B-Teil muss überwiegend das sportliche Können unter Beweis gestellt werden. Hier gilt es, bei einem Staffellauf über 400m eine möglichst schnelle Zeit zu erreichen. Auf dem Rundkurs müssen die neun Läufer neben dem Staffellauf verschiedenste Aufgaben aus dem Feuerwehralltag bewältigen. So zum Beispiel möglichst ordentlich einen C-Schlauch aufrollen, ein Strahlrohr an eine Schlauchleitung kuppeln oder mit einem Leinenbeutel ein Ziel treffen.

Gegen 10 Uhr startete die erste Gruppe in den Wettbewerb. Bei bewölktem Himmel, aber überwiegend gutem Wetter, konnten sich die Zuschauer ein Bild vom Leistungsstand der Jugendlichen machen. Alle Gruppen erfüllten mit beeindruckender Disziplin und hohem Ehrgeiz die geforderten Aufgaben. Am Ende konnte sich die Jugendfeuerwehr Varendorf-Bornsen mit 1410 Punkten durchsetzen. Stolz wurde bei der Siegerehrung der Wanderpokal entgegengenommen. Auf Platz zwei folgte die Jugendfeuerwehr Schwemlitz-Bankewitz mit 1385 Punkten. Die Jugendfeuerwehr Reinstorf schaffte mit 1382 Punkten den Sprung aufs Treppchen und belegte den dritten Platz.

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Zusätzlich zu den Wettbewerben gab es noch ein buntes Rahmenprogramm. Die Jugendfeuerwehr Feuerwehr Bad Bevensen hat eine Hüpfburg organisiert und ein Spiel ohne Grenzen mit insgesamt vier Stationen angeboten. Das kam bei den Kindern und Jugendlichen sehr gut an. Verschnauft wurde abseits des Sportplatzes auf den vielen Sitzgelegenheiten zwischen zahlreichen Speise- und Getränkeständen. Trotz des durchwachsenen Wetters war der Eisstand förmlich umzingelt und ständig belagert. Das Spiel ohne Grenzen konnte die Jugendfeuerwehr Varendorf-Bornsen ebenfalls für sich entscheiden und durfte sich verdienterweise Doppelsieger nennen.

Kurz nach 17 Uhr fand die Siegerehrung statt. Viele Gäste wie der Landrat Dr. Heiko Blume, der Kreisbrandmeister Helmut Rüger, Stadtbürgermeister Martin Feller und viele weitere, ließen es sich nicht nehmen Grußworte und Glückwünsche auszusprechen. Der ausgesprochene Dank und die Bewunderung für die vorbildliche Jugendarbeit richtete sich vor allem an die vielen Jugendwarte und Betreuer. Ebenso wurden die hervorragende Organisation und der reibungslose Ablauf der Veranstaltung gelobt. Die Jugendwarte der Schwerpunktfeuerwehr Bad Bevensen Benjamin Thormählen, Patrick Franceson und Annika Rühmann nahmen die anerkennenden Worte gerne entgegen. Ortsbrandmeister Matthias Wedel stellte nochmal klar, wie wichtig die Nachwuchsförderung ist. Nicht von ungefähr wird in Bad Bevensen auf eine erfolgreiche 50-jährige Jugendfeuerwehrgeschichte zurückgeblickt. „Die Kinder- und Jugendarbeit ist uns eine Herzensangelegenheit“ betonte Wedel. Insgesamt waren die Verantwortlichen der Kreisjugendfeuerwehr Uelzen mit den Ergebnissen der Gruppen und dem Verlauf des Wettbewerbs sehr zufrieden.

Am Vormittag wurde auf dem KGS-Sportplatz, neben dem laufenden Wettbewerb der Jugendfeuerwehr, noch der „Brandfloh“ der Kinderfeuerwehr abgenommen. Bei diesem Kinderfeuerwehr-Abzeichen handelt es sich um einen Ausbildungsnachweis für Mitglieder der Kinderfeuerwehren in Niedersachsen. Die Kinder mussten hierfür verschiedenste Aufgaben erledigen. An einer Station musste eine Kerze durch Entzug von Sauerstoff, unter zur Hilfenahme von einem Glas gelöscht werden. Der physikalische Vorgang musste zudem erklärt werden. Weiterhin sollten die Kinder drei brennbare Materialien einem geeigneten Löschmittel zuordnen. An einer anderen Station ging es um Erste-Hilfe-Maßnahmen. Die Teilnehmer sollten zeigen, dass sie einfache und wirksame Sofortmaßnahmen kennen und anwenden können, zum Beispiel wie die Notrufnummer lautet oder wie man kleine Schnittwunden erstversorgt. An drei weiteren Stationen mussten noch viele interessante Aufgaben gelöst werden. Bei allen Stationen stand der Spaß und das Teamwork an erster Stelle.

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Das Kinderfeuerwehrabzeichen Brandfloh wurde im Landkreis Uelzen erstmalig abgenommen. Anika Wolff, Fachbereichsleiterin Kinderfeuerwehr, freute sich fast 50 Kinder aus insgesamt sechs Kinderfeuerwehren begrüßen zu dürfen. Alle Kinder bestanden die Abnahme und erhielten zum Abzeichen eine entsprechende Urkunde.

Unterstützt wurde die Feuerwehr Bad Bevensen bei der Abnahme des Brandflohs von der Feuerwehr Röbbel. Hierfür einen recht schönen Dank. Ebenso geht der Dank an die Feuerwehr Jelmstorf. Diese begleitete am Sonntag zeitgleich den Gemeindewandertag. Dieser endete auf dem Gelände der KGS endete. Viele Wanderer bekamen so mehr zufällig einen Einblick in die Jugendarbeit der Feuerwehr.