Archiv der Kategorie: Allgemein

In dieser Kategorie finden SIe alle Berichte auf dieser Website.

Jahresrückblick des Gefahrgutzuges Nord

Text: FF-Presseteam SG Bevensen-Ebstorf,  Fotos: Feuerwehr

Nordkreis. Im neunten Jahr seit der Gründung des Gefahrgutzuges Nord blickt Zugführer Mirco Feldmann auf ein ausbildungsintensives Jahr zurück. Neben den Diensten am eigenen Standort haben die Gefahrgutgruppen der Feuerwehren Bad Bevensen, Bienenbüttel, Ebstorf und Wriedel-Schatensen, die den Gefahrgutzug Nord bilden, im laufenden Jahr zwölf gemeinsame Dienste absolviert.

Foto © Philipp Schulze / phs-foto.de
Foto © Philipp Schulze / phs-foto.de

Ein Schwerpunkt war die Einweisung in das Anlegen der einheitlich neu beschafften Chemikalienschutzanzüge (CSA). Im Rückblick hob Feldmann insbesondere die drei großen Übungen in Bienenbüttel, in Ebstorf im eng bebauten Wohngebiet und in Gr. Hesebeck mit jeweils ca. 40 Feuerwehrleuten und anderen Blaulichtorganisationen wie DRK und Polizei hervor. Eine besondere Herausforderung bei der Übung im Ebstorfer Wohngebiet stellte wegen des knappen Platzes die effektive Aufstellung  der Großfahrzeuge und die Bereitstellung der Einsatzmittel dar. Außerdem war eine intensive Öffentlichkeitsarbeit erforderlich, weil das Großaufgebot an Einsatzkräften bei den Anwohnern großes Interesse weckte. Um dem Informationsbedarf gerecht zu werden, richtete das Presseteam der Feuerwehr vor Ort eine Pressestelle ein. Zugführer Feldmann ist dazu übergegangen, die Kommunikationsgruppen und das Presseteam der Feuerwehren standardmäßig zu den Diensten und Übungen des Gefahrgutzuges Nord einzuladen, weil so gewährleistet ist, dass im Einsatzfall die Zusammenarbeit gut funktioniert. Überregional nahmen die Führungskräfte der drei Gefahrgutzüge im Landkreis an dem 5. Symposium ABC-Gefahren der Universität  Siegen teil.

Foto © Philipp Schulze / phs-foto.de
Foto © Philipp Schulze / phs-foto.de

Außerdem wurde für den Gefahrgutzug des Nachbarlandkreis Heidekreis eine groß angelegte Gefahrgutübung ausgerichtet. Einsätze: Die realen Einsätze im laufenden Jahr beschränkten sich auf kleinere Umwelteinsätze, wie Öl auf Gewässer, bei Erdarbeiten beschädigte Gasleitung oder auslaufendes Hydrauliköl bei einem umgestürzten  Kartoffelroder. Diese kleinen Einsätze wurden von den jeweiligen Gefahrgutgruppen vor Ort abgearbeitet. Eine Alarmierung des Gefahrgutzuges Nord war im laufenden Jahr nicht erforderlich. Ausblick: Für das kommende Jahr ist eine gemeinsame Großübung mit den drei Gefahrgutzügen im Landkreis Uelzen (Mitte/ Nord/ Süd) geplant.

Feuerwehren beseitigen Äste

Text und Fotos: Philipp Schulze / Pressesprecher Feuerwehr

Knapp zwei Wochen nach den starken Schneefällen im Kreis Uelzen sorgen die Folgen vereinzelt immer noch für Einsätze der Feuerwehr. So forderte die Polizei am Sonntagnachmittag (20. November 2016) die ehrenamtlichen Kräfte der Feuerwehr an, da auf der Bundesstraße 4 (B4) mehrere Äste auf dem Fahrbahn zu stützen drohten.

03

Gemeinsam entfernten die Feuerwehrleute auf dem Boden und in luftiger Höhe über die Drehleiter mehr als ein Dutzend Äste. Für die Arbeiten an den Bäumen zwischen Jelmstorf und Bienenbüttel musste die B4 immer wieder halbseitig für den Verkehr gesperrt werden. Nach knapp drei Stunden war der Einsatz beendet.

01

Dienstbesprechung der Kreisbrandschutzerzieher Niedersachsens

iBericht & Foto: A. Lehmann (Referent des Kreisfeuerwehrverbandes Uelzen e.V.)

Uelzen. Die meiste Arbeit der Kreisbrandschutzerzieher läuft im Hintergrund ab. Sei es die Terminkoordination mit Kindergärten, die Organisation von Fortbildungen oder die Beschaffung von Unterrichtsmaterialien, als Kreisbrandschutzerzieher hat man ein vielseitiges Aufgabenspektrum. Einmal im Jahr wird sich auf Landesebene zur Dienstversammlung getroffen. Diese Veranstaltung bietet die Möglichkeit zum Austausch der Kreisverantwortlichen untereinander. Darüber hinaus werden neue Erkenntnisse gebündelt weitergegeben, diskutiert und optimiert.

Die diesjährige Dienstversammlung der Kreisbrandschutzerzieher fand am vergangenen Samstag, den 19. November 2016, in Uelzen statt. Kreisbrandmeister Helmut Rüger begrüßte zusammen mit dem Ortsbrandmeister der Scherpunktfeuerwehr Uelzen Reiner Seidel die Gäste. Meike Beinert führte die Anwesenden als Verantwortliche vom Landesfeuerwehrverband Niedersachsen e.V. durch die Tagesordnung.

2016-11-19-landestreffen-kreisbe-in-uelzen-gruppenbild
Die Kreisbrandschutzerzieher Niederschachsens in Uelzen… (Foto KFV Uelzen e.V.)

Die Brandschutzerzieher berichteten zunächst von Aktivitäten des vergangenen Jahres. Mit Ihrer Arbeit leisteten die Brandschutzerzieher einen wesentlichen Beitrag für die Brandsicherheit in ganz Niedersachsen. Von der Kinderkrippe bis zur Berufsschule wurden die Heranwachsenden für den Brandschutz sensibilisiert.

Nicht nur der Brandschutzerziehung, sondern auch der Aufklärung hatten sich die Brandschutzerzieher angenommen. Neben Brandschutzaufklärung bei Senioren und Menschen mit Behinderung berichteten die Brandschutzerzieher vermehrt auch von aktiver Aufklärung in Flüchtlingsunterkünften. Eine wichtige Sache, wie die Anwesenden bestätigten. Sprachliche Barrieren wurden mit Händen und Füßen überwunden. Die Aufklärungsmaßnahmen stoßen auf reges Interesse.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde als ausgewähltes Beispiel für die vielfältige Arbeit der Brandschutzerzieher das Uelzener Pilotprojekt „Feuerwehr AG“ in einer Kooperativen Gesamtschule präsentiert. Das Projekt befindet sich derzeit im dritten Durchführungsjahr. Schüler von der fünften bis zur achten Klasse werden im Rahmen eines freiwilligen Nachmittagsprogramms nicht nur an den Brandschutz, sondern auch an das Thema Feuerwehr herangeführt.

Vielfalt ist unsere Stärke! Mit diesem Jahresmotto umwirbt derzeit der Landesfeuerwehrverband Niedersachsen e.V. die Vielschichtigkeit unserer Feuerwehren. Bei der vergangenen Dienstversammlung der Kreisbrandschutzerzieher konnte man einen Teil dieser Vielschichtigkeit erleben.

Laternenumzug mit der Feuerwehr Ebstorf

Tom Reher (Pressesprecher FFw Bevensen-Ebstorf, OrsW Ebstorf), Fotos: Felix Wendlandt (Feuerwehr-Presseteam Ebstorf)

Ebstorf (fpr). 400 Besucher konnte die Freiwillige Feuerwehr Ebstorf in diesem Jahr bei ihrem traditionellen Laternenumzug Anfang November begrüßen. Um 18 Uhr startete der Zug unter Begleitung von Fackelträgern am Feuerwehrhaus in der Sprengelstraße und marschierte rund 40 Minuten durch den Klosterflecken. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Spielmannszug der Ebstorfer Schützengilde unter der Leitung ihres Obmanns Matthias Deneke.

Im Anschluss an den Umzug gab es im Feuerwehrhaus noch einen Imbiss mit heißem Kakao und Würstchen. Auf dem Hof standen die Einsatzfahrzeuge der Wehr aufgereiht und konnten besichtigt werden. Die jüngsten Besucher ließen es sich nicht nehmen, die Fahrersitze zu erklimmen, das Blaulicht einzuschalten und sich mit einem Feuerwehrhelm fotografieren zu lassen.
ff-laternenumzug-ebstorf-2016-11-04-02
Die freiwilligen Feuerwehrleute von Ebstorf verstehen ihren alljährlichen Laternenumzug als Beitrag zum kulturellen Leben im Klosterflecken. Denn: Neben ihren Einsätzen zum Retten, Löschen, Bergen und Schützen sehen die Einsatzabteilung und auch die Jugendfeuerwehr das ehrenamtliche Engagement als Teil ihrer Öffentlichkeitsarbeit.

Gemeinsam in die Zukunft – Feuerwehren gründen ortsübergreifende Jugendfeuerwehr

Text: Arne Lehmann (OrtsW Barum), Bilder:Feuerwehr Bevensen-Ebstorf

Vinstedt. Nun ist es kein Geheimnis mehr. Die Ortswehren Barum, Hohenbünstorf, Golste in Natendorf, Vinstedt sowie Tätendorf-Eppensen gehen zukünftig bei der Jugendarbeit gemeinsame Wege. Sie haben die „Jugendfeuerwehr um den Eschenberg„ gegründet.

Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren haben in der neuen Jugendfeuerwehr die Möglichkeit, mehrere Ortswehren gleichzeitig kennen zu lernen. Die gemeinsame Ausbildung der Feuerwehrmänner und -frauen von morgen schafft überörtliche Kameradschaft. Nebenbei wird wertvolles Hintergrundwissen zur Ausstattung der jeweiligen Nachbarwehren vermittelt. Der gemeinsame Übungsdienst bietet Abwechslung. Übungsabende werden in den verschiedenen Feuerwehrhäusern wechselseitig angeboten.

2016-11-04-jf-foto-feuerwehr-09
Foto Feuerwehr Bevensen-Ebstorf

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass sich die Jugendlichen gegenseitig ergänzen können. Denn auch bei der Jugendfeuerwehr hat die Löschgruppe als taktische Einheit Relevanz, weshalb man bei einem Übungsabend mindestens neun Jugendliche benötigt. Da sich in einem Ort aufgrund der vielseitigen Freizeitangebote nur selten diese Anzahl zusammenfindet, versprechen sich die Ortswehren durch die Bündelung ihrer Kompetenzen eine bessere Auslastung der Übungsabende. „Es ist für alle Beteiligten besser„, resümierte Jugendfeuerwehrwart Matthias Burmester bei der letzten Organisationssitzung. Eine höhere Teilnehmerzahl mache nicht nur den Erwachsenen, sondern vor allem den Jugendlichen mehr Spaß.

2016-11-04-jf-foto-feuerwehr-05
Foto Feuerwehr Bevensen-Ebstorf

Seit Anfang des Jahres trafen sich die Wehrführungen in regelmäßigen Abständen, um das visionäre Vorhaben in die Tat umzusetzen. Nachdem die Vorstellungen der einzelnen Ortswehren auf einen Nenner gebracht waren, wurden die jeweiligen Gemeindejugendwarte der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf um Rat gefragt. Die gewünschten Regelungen wurden protokollarisch festgehalten und in einer Absichtserklärung das Vorhaben dann schließlich der Samtgemeinde übergeben. Nachdem die Verwaltung kürzlich die offizielle Genehmigung erteilt hat, kann es nun endlich mit der eigentlichen Jugendarbeit losgehen.

Derzeit findet der regelmäßige Übungsabend der Jugendfeuerwehr jeden zweiten Donnerstag im Monat statt. Im Sommer wird dann regelmäßiger geübt. Der nächste Dienst ist am 10. November 2016. Interessierte Jugendliche können sich gerne bei den jeweiligen Ortswehren melden.

Jugendfeuerwehr Ebstorf backt mit Bürgermeister Uwe Beecken

Text und Fotos: Philipp Schulze / Pressesprecher Feuerwehr Ebstorf

Ebstorf. Vor einigen Wochen war es auf einem Freitagnachmittag irgendwie alles ein bischen anders als sonst bei der Feuerwehr Ebstorf. Was war passiert? Dort, wo sonst eines der    Einsatzfahrzeuge    der    ehrenamtlichen    Brandschützer    seinen    Stellplatz    in    der    großen    Fahrzeughalle    hat    und    an    Versorgungsleitungen    angeschlossen    ist,    standen    nun    Tische,    Wagen    mit    Blechen,    und    es    duftete    nach    frischem    Teig.    Der    Boden    war    leicht    bedeckt    mit    Mehlstaub.

    Doch    der    Reihe    nach.    Anfang    des    Jahres    hatte    der    ehemaligen    Gilde-Hauptmann    Uwe    Beecken    und    jahrlange    Förderer    der    Feuerwehr    des    Klosterfleckens    angeboten,    zusammen    mit    den    Kids    der    Jugendfeuerwehr    zu    backen.    Unter    anderem,    um    sich    für    die    Jahrzehnte    lange    Zusammenarbeit    zwischen    der    Gilde    und    Feuerwehr    zu    bedanken.    Gesagt,    getan,    so    ist    Uwe    wohl    treffend    zu    beschreiben.    Als    Bäckermeister    versteht    er    sein    Handwerk,    und    im    September    war    es    dann    soweit.    Mit    seinem    Trecker    und    einem    mobilen    Feldbackofen    rollte    Uwe    auf    den    Hof    der    Feuerwehr.    Ohne    viel    Gerede    ging    es    dann    auch    schon    los.    Zusammen    mit    seiner    Helferin    Kerstin    Frenzel    wurde    der    vorgefertigte    Teig    in    Form    von    Broten,    Schnecken    und    Pizzen    gebracht.    Wie    ein    Schwarm    von    fleißigen    Helfern    flitzen    die    Kids    samt    Betreuern    durch    die    Halle.    „Hier    noch    schnell    etwas    mehr“,    rief    Uwe.    An    anderer    Stelle    wies    er    kurz    darauf    hin,    den    Teig    nicht    allzu    lange    in    den    Händen    zu    halten,    da    er    sonst    zu    klebrig    wird.

Die    15    Jugendlichen    und    ihre    Betreuer    hatten    sichtlich    Spaß    beim    Backen.    Einer    der    Jugendlichen    sagte    mit    einem    Lächeln    im    Gesicht:    „Das    sieht    ja    hier    aus    wie    in    einer    großen    Bäckerei.“

Nach    und    nach    kamen    dann    die    prall    gefüllten    Backbleche    in    den    rund    200°C    heißen    Ofen.    Dann    hieß    es,    gespannt    auf    die    „Ergebnisse“    zu    warten.    Zwanzig    Minuten    später    war    es    dann    soweit.    Uwe    blickte    auf    die    ersten    Bleche.    Ein    kritischer    Blick    und    er    konnte    sagen:    „Es    ist    vollbracht.“    Nun    wurden    die    Bleche    wieder    aus    dem    Ofen    geholt.    In    der    „Feuerwehr-Backstube“,    in    der    bis    vor    wenigen    Augenblicken    noch    hektisches    Treiben    herrschte,    kehrte    Ruhe    ein.    Alle    Beteiligten    standen    mit    Tellern    in    der    Hand    vor    den    Blechen,    wo    ihre    Pizzen    warteten.    Am    Ende    waren    sich    alle    einig,    dass    das    Backen    mit    Uwe    einfach    klasse    war    und    gern    wiederholt    werden    könnte.    Auch    Uwe    freute    sich    sehr    über    die    positive    Resonanz    und    betonte    zugleich,    wie    wichtig    die    Arbeit    der    Jugendfeuerwehr    mit    den    Nachwuchsbrandschützern    ist.    „Ich    selbst    habe    vor    knapp    zwanzig    Jahren    bei    einem    Brand    feststellen    müssen,    wie    schnell    man    auf    die    ehrenamtlichen    Einsatzkräfte    angewiesen    sein    kann.    Ohne    Wenn    und    Aber    lassen    sie    oft    ihre    Arbeit    liegen,    um    anderen    Bürgern    zu    helfen.“    Das    war    allein    im    Klosterflecken    im    Jahr    2015    rund    80    Mal    der    Fall.

Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf
Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf
Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf
Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf

Uwe    Beecken,    der    zugleich    auch    als    Bürgermeister    im    Amt    ist,    betonte    zudem,    dass    er    sich    von    mehr Hausbesitzern wünschen würde, dem Förderkreis der Feuerwehr Ebstorf beizutreten. Oder sich gar selbst aktiv für seine Nachbarn und Mitmenschen einzusetzen.

Hinweis auf Blindensammlung 2016 im Landkreis Uelzen

Text: A. Lehmann & K. Meyer (KFV Uelzen e.V.), Bild  LZonline

Die “Woche für die Blinden” hat begonnen. Dies bedeutet für viele Feuerwehrleute unseres Landkreises Zusatzdienst. Denn die Feuerwehren unterstützen den Blinden- und Seebinhindertenverband Niedersachsen e. V. jährlich aktiv bei der Spendensammlung, welche in diesem Jahr dem Zweck “Blindheit als Unfallfolge” gewidmet ist- ein Thema, was jeden ohne Ankündigung betreffen kann.

Als Feuerwehrmann ist man sich der täglichen Unfallgefahren sehr bewusst. Vorbereiten kann man sich auf so ein einschneidendes Ereignis dennoch nicht. Menschen, die von einem zum anderen Moment eine Erblindung erleiden, müssen mit der neuen Lebenssituation umgehen lernen. Hierbei hilft der Blinden- und Sehbehindertenverbandes Niedersachsen. Es werden Angebote zur Selbsthilfe ermöglicht. Durch die Finanzierung einer fachgerechten Beratung können neue Perspektiven für jedermann aufgezeigt werden. Der Besuch von Rehabilitationseinrichtungen, die Teilhabe an sportlichen und kulturellen Aktivitäten sowie ein Netz an Ansprechpartnern in ganz Niedersachsen werden vom Verband ermöglicht. Die Unterstützung dieser Institution macht das Leben der Blinden lebenswerter…

In den nächsten Tagen und Wochen führen viele Ortsfeuerwehren die Blindensammlung als freiwillige Haussammlung in den Ortschaften durch. Im letzten Jahr konnten die Feuerwehren aus dem Landkreis Uelzen somit die wichtige Arbeit des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Niedersachsen mit insgesamt 14.373,45 Euro unterstützen. Die Spendengelder werden dabei ohne jeglichen Abzug an den Blindenverband weitergeleitet.

Weiterführende Informationen sind auf der offiziellen Website des   Blinden- und Seebinhindertenverband Niedersachsen e. V. .

Im Namen von Frau Petra Knobelsdorf vom Regionalverein Nord-Ost-Niedersachsen bedankt sich der Kreisfeuerwehrverband bei den beteiligten Feuerwehren und allen Spendern.

auftaktveranstaltung-woche-fuer-die-blinden
Die Redner der dreistündigen Auftaktveranstaltung am 29. Oktober 2016 in Lüneburg: (v.l.): Abschnittsbrandmeister Thomas Ruß aus dem Heidekreis als Moderator, Bürgermeisterin Regina Baumgarten, Geschäftsführer Hans-Werner Lange, Vorsitzende Helga Neumann, stellvertretende Landrätin Elke Stange und Regierungsbrandmeister Dieter Ruschenbusch. Foto: be (landeszeitung.de)

Nächtliches Feuer in Eitzen II

Unbekannter Brandstifter setzt Reisighecke in Flammen

Text: Tom Reher / Feuerwehr-Pressesprecher Ebstorf, Fotos: Philipp Schulze / Feuerwehr-Pressesprecher Ebstorf

Hanstedt I (fpr). Zu einem Brandeinsatz im Hanstedter Ortsteil Eitzen II wurden heute Nacht (25. Oktober) die Feuerwehren Hanstedt I und Ebstorf alarmiert. Gegen 1:20 Uhr hatte eine Anwohnerin das Feuer auf dem Grundstück ihres Nachbarn bemerkt und der Feuerwehreinsatzleitstelle Uelzen über den Notruf mitgeteilt. Geistesgegenwärtig klingelte sie auch noch ihren Nachbarn aus dem Bett, der seine beiden freilaufenden Hunde einsperrte. Bereits zu diesem Zeitpunkt stand die rund 40 Meter lange Reisighecke in unmittelbarer Nähe zum Gebäude in hellen Flammen. Die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr Hanstedt I, die nach weniger als zehn Minuten vor Ort eintrafen, sahen schon auf der Anfahrt den Flammenschein und begannen mit den Löscharbeiten.

Kurz danach erreichte auch das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Ebstorf den Einsatzort. Aus drei Strahlrohren wurde nun Wasser und spezielles Netzmittel auf die Hecke gegeben. Der stellvertretende Ortsbrandmeister von Hanstedt I, Jens Washausen, hatte die Führung der insgesamt knapp 30 Feuerwehrleute und fünf Einsatzfahrzeugen übernommen. Durch die massiven Löscharbeiten konnte ein Übergreifen der Flammen verhindert werden. Bereits um 1:50 Uhr war das Feuer dann unter Kontrolle.

Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf
Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf

Parallel zum Löschangriff wurde die Einsatzstelle mit Scheinwerfern ausgeleuchtet. Mit einer speziellen Wärmebildkamera konnte die Hecke nach Brandnestern abgesucht werden. Gut eine Stunde nach Brandausbruch rückten die Mannschaften wieder ab. Lediglich die Feuerwehr Hanstedt I stellte eine Brandwache. Nach ersten Ermittlungen der Polizei dürfte Brandstiftung die Ursache für das Feuer gewesen sein. Denn: In der Nacht herrschte diesiges, feucht-kaltes Wetter.

 

„Gebüffelt“, um zu helfen…

Grundausbildungslehrgang erfolgreich beendet

Text: Tom Reher, Feuerwehr-Pressesprecher Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf Foto. Philipp Schulze, Feuerwehr-Pressesprecher Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf

Bad Bevensen (fpr). Fünf anstrengende Wochen die „Paukens“ und Übens liegen nun hinter ihnen. Gestern (22. Oktober) konnten 25 Feuerwehr-Anwärter aus der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf ihren Grundausbildungslehrgang mit der praktischen Abnahme in der Kurstadt erfolgreich beenden. Nachdem am vergangenen Donnerstag bereits die schriftlichen Prüfungen mit Bravour gemeistert wurden, erfolgten die gruppenweisen Vorführungen eines Löscheinsatzes unter den kritischen Augen von Prüfern und Zuschauern rund um das Feuerwehrhaus im Gewerbegebiet „Kurze Bülten“.

Die 25 Lehrgangsteilnehmer im Alter zwischen 16 und 52 Jahren – darunter fünf Frauen – waren aus 17 der insgesamt 40 Ortsfeuerwehren der Samtgemeinde gemeldet worden. Seit 2011 finden sonst zwei Grundausbildungslehrgänge pro Jahr der fusionierten Samtgemeinden Bevensen und Altes Amt Ebstorf statt, jeweils im Frühjahr und im Herbst. Ortsbrandmeister Olaf Venske aus Brockhöfe-Lintzel kann dabei als Ausbildungsleiter auf ein gemeinsames Team von 15 Ausbildern aus verschiedenen Wehren zurückgreifen, um die Anwärter in Theorie und Praxis zu schulen. „Über noch mehr Ausbilder wäre ich allerdings nicht traurig“, verrät er mit einem Zwinkern bei der Werbung für diesen ehrenamtlichen „Job“.

Erstaunlich: Zum Glück finden sich dagegen immer noch Freiwillige, um in den Wehren der Samtgemeinde aktiv mitzuwirken. Das Motiv dafür ist nach wie vor neben dem geselligen Leben im Kreis der Kameraden: sich in den Kommunen zu engagieren und für Andere einzustehen, insbesondere wenn es um Hilfe in Notsituationen geht – getreu dem Motto „Retten, löschen, bergen, schützen“. Die Wehren profitieren nach wie vor von neuen Mitgliedern, die als so genannte „Quereinsteiger“ den Weg in die Einsatzabteilungen finden. Ein Bruchteil der Nachwuchsfeuerwehrleute des Grundlehrgangs kam aus den Jugendfeuerwehren.

Obgleich der anfängliche Weg, bis Mann oder Frau zum Einsatz kommt, lang und anstrengend ist. Dreimal wöchentlich haben sich die Lehrgangsteilnehmer abends und am Samstag in den vergangenen fünf Wochen getroffen. Insgesamt sind so 52 Ausbildungsstunden nach der Arbeit und in der Freizeit zusammen gekommen – inklusive eines Erste-Hilfe-Lehrgangs. Dabei standen Themen wie „Rechte und Pflichten“, „Fahrzeug- und Gerätekunde“, „Brennen und Löschen“, „Gefahren an der Einsatzstelle“ oder auch „Unfallverhütungsvorschriften“ auf dem Stundenplan.

Doch: Ende gut, alles gut. Lediglich zwei Teilnehmer mussten aus gesundheitlichen oder beruflichen Gründen zunächst ausscheiden und den Lehrgang zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen. Alle anderen hielten tapfer durch und fieberten den Abschlussprüfungen entgegen. Ausbildungsleiter Olaf Venske zeigte sich zufrieden mit seinen „Schützlingen“. “Es herrschte durchgängig eine gute Motivation, Lernbereitschaft und Kameradschaft”, erklärte er zum Abschluss des Lehrgangs und resümierte: „Die guten Ergebnisse sind vergleichbar mit denen der Vorjahre.“

Gemeindebrandmeister Wilhelm Ripke aus Bad Bevensen gratulierte den Absolventen und hob die gute Zusammenarbeit hervor, die durch diesen gemeinsamen Lehrgang erzielt worden ist. „Das sind ebenso ideale Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit der Wehren bei zukünftigen Einsätzen im Rahmen der nachbarschaftlichen Löschhilfe“, sagte er und appellierte an die Teilnehmer: „Bleibt auch weiterhin in den Wehren ‚bei der Stange‘!“
Die so genannte „Truppmannausbildung Teil 1“ vermittelt den Einsatzkräften von morgen zunächst ein grundlegendes Basiswissen. Der zweite Teil erfolgt über einen Zeitraum von zwei Jahren innerhalb der Wehren. Darüber hinaus besteht die „Feuerwehr-Laufbahn“ auch bei den Freiwilligen Feuerwehren aus weiterführenden technischen Speziallehrgängen oder Führungslehrgängen auf Kreis- und Landesebene. Darauf wies auch der Kreisausbildungsleiter Stefan Standke aus Uelzen, der mit seinen sechs Prüfern die Grundausbildung abnahm hin. „Genauso wichtig ist jedoch eine interessante Ausbildung bei den regelmäßigen Übungsdiensten in den Wehren“, merkte er an. Auch die wird bereits schon größtenteils ortsübergreifend organisiert und durchgeführt. „Das fördert ein Miteinander sowie die Kenntnis und das Erproben von Fahrzeugen und Geräten anderer Wehren.“

Schon heute stehen für Olaf Venske und sein Ausbilder-Team bereits drei neue Gruppen mit 20 weiteren Feuerwehr-Anwärtern für den nächsten Grundausbildungslehrgang 2017 in den Startlöchern.

Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf
Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf

Aus diesen Wehren kommen die Teilnehmer des diesjährigen Grundausbildungslehrgangs: Altenmedingen, Bad Bevensen, Drögennottorf, Ebstorf, Eddelstorf, Gollern, Golste in Natendorf, Hohenbünstorf, Hesebeck, Jastorf, Jelmstorf, Linden, Melzingen, Röbbel, Testorf, Velgen und Wriedel-Schatensen.

Ortswehren rund um Barum übten den realen Einsatz

Text: Stefan Düsel und Arne Lehmann (OrtsW Barum)

Barum. Am vergangenen Donnerstag, den 6. Oktober 2016, ertönten die Sirenen und Funkmeldeempfänger der Feuerwehren Barum, Golste in Natendorf, Hohenbünstorf, Seedorf, Vinstedt sowie Tätendorf-Eppensen zur alljährlichen Alarmübung. Zusätzlich wurde auch die Kommunikationsgruppe der Ebstorfer Brandschützer alarmiert, die in größeren Schadenslagen den Einsatzleitwagen besetzen und die Schnittstelle zwischen Leitstelle und Einsatzort bilden.

Um 18.38 Uhr wurde eine Rauchentwicklung in einer Scheune am Barumer Stapelberg mit sichtbaren Flammen an die Leitstelle gemeldet. Kurze Zeit später, so bestimmte es zumindest das vom Barumer Ortsbrandmeister Henning Meyer ausgearbeitete Szenario, brannte ein Teil der Scheune bereits lichterloh. Weiterhin gab die Leitstelle an die alarmierten Feuerwehrleute weiter, dass vermutlich mehrere Personen vermisst werden.

Als erste Wehr vor Ort stellten die Barumer fest, dass der gesamte linke Scheunenteil, der auch als Entladehalle für vier große Getreidesilos dient, im Vollbrand stand. Ein Übergreifen der Flammen auf die angrenzenden Getreidesilos konnte nicht ausgeschlossen werden. Somit begann umgehend die erste Brandbekämpfung. Zeitgleich machten sich die bereits ausgerüsteten Atemschutzgeräteträger auf den Weg in die rechte Scheunenseite, die akut verraucht war, um die vermissten Personen zu suchen.

Die nachrückenden Kräfte aus Hohenbünstorf und Tätendorf-Eppensen bauten zunächst eine zweite Wasserversorgung zum Brandobjekt auf. Bei der Erkundung des Einsatzleiters wurde auf der Gebäuderückseite ein großer Dieseltank vorgefunden, der über eine separate Wasserleitung gekühlt werden musste. Kurzerhand kämpften sich die Seedorfer Brandschützer mit einem C-Rohr zur Gebäuderückseite vor.

Die Ortswehren Golste in Natendorf und Vinstedt waren zunächst in Bereitstellung. Da der fiktiv angeforderte Schlauchwagen für eine dritte Wasserleitung nicht zur Verfügung stand, kamen Sie etwas zeitversetzt zum Einsatz. Mit der Wasserversorgung vom Barumer Löschgruppenfahrzeug (LF) verlegten Sie zunächst eine B-Leitung zur Rückseite der Scheune und bekämpften anschließend den Brandherd.

Parallel suchten weitere Atemschutzgeräteträger, die an die mit der Menschenrettung beauftragten Gruppenführer aus Barum und Hohenbünstorf unterstellt waren, die sehr große Fläche der Scheune ab. Am Ende wurden drei Personen gefunden und an den eingerichteten Verletztensammelplatz dem Rettungsdienst übergeben. Nach gut einer Stunde konnte der Übungseinsatz beendet werden.

Am Barumer Feuerwehrhaus besprachen die ehrenamtlichen Feuerwehrleute das absolvierte Übungsszenario. Das durch den Einsatzleitwagen protokollierte Geschehen wurde analysiert. Der Übungsverantwortliche Henning Meyer wünschte sich stellenweise etwas mehr Geschwindigkeit, was aber sicherlich dem fehlenden Einsatz-Adrenalin geschuldet war. Letztendlich waren alle Beteiligten mit den Ergebnissen zufrieden.

Eingesetzte Kräfte:

  • LF 10 Barum
  • TSF Tätendorf Eppensen
  • LF 8 Gut Golste Natendorf
  • TSF Hohenbünstorf
  • TSF Vinstedt
  • TSF Seedorf
  • ELW Ebstorf
  • Org. Leiter Rettungsdienst