Archiv der Kategorie: Besondere Festlichkeiten

Langes Wochenende für die Röbbeler Brandschützer

Text: A. König  Fotos: Th. Pelchen und A. König

Röbbel. Einen wahren Marathon leistete die ausrichtende Feuerwehr Röbbel am zurückliegenden Wochenende. An drei aufeinanderfolgenden Tagen wurden dort Feuerwehrwettbewerbe ausgetragen. Bereits in den Wochen zuvor wurde viel Mühe und Zeit in die Vorbereitung investiert. Für das leibliche Wohl wurde ausreichend aufgefahren und auch die Kinder konnten sich an der großen Hüpfburg und anderen Angeboten erfreuen. Das bunte Rahmenprogramm und der gut hergerichtete Wettbewerbsplatz überzeugten die zahlreichen Teilnehmer, Zuschauer und Gäste.

Am Freitag ging es noch relativ entspannt mit den Stadtwettbewerben los. Hierzu wurden die Feuerwehren der Stadt Bad Bevensen geladen. Bei diesem Wettbewerb hatte die Feuerwehr Gollern mit 451,2 Punkten die Nase etwas vor der gastgebenden Wehr Röbbel mit 449,5 Punkten. Die Plätze drei bis fünf belegten die Feuerwehren Hesebeck (435,6 Punkte), Jastorf (434,3 Punkte) und Seedorf (431,1 Punkte). Auch beim anschließenden Tauziehen zeigten sich die Gollerner gewohnt stark und zogen alles vom Platz, was ihnen in die Quere kam. Dieser Doppelsieg wurde am Abend noch gebührend gefeiert. 

Sieger Stadtwettbewerb - FF Gollern

Am Samstagvormittag fand der Empfang der Wehren für den Gemeindewettbewerb der Wertungsgruppe 2 der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf statt. 17 Feuerwehren folgten der Einladung nach Röbbel und traten gegeneinander an. Der Gemeindewettbewerb hat einen hohen Stellenwert, zumal sich die Gruppen bei guter Leistung für den Kreisentscheid qualifizieren können. Am finalen Tag zählen die Ergebnisse vom Vortag also nichts und man fängt bei Null an. Mit 449,40 Punkten konnte sich die Feuerwehr Hesebeck vor der Feuerwehr Höver mit 447,47 Punkten behaupten und fuhr damit den Gesamtsieg ein. Die Gollerner Wehr konnte ihre starke Leistung vom Vortag nicht noch einmal abrufen und belegte mit 442,86 Punkten den immer noch guten dritten Platz. Die folgenden Plätze bis Platz 10 belegten die Wehren aus Secklendorf (440,86 Punkte), Gastgeber Röbbel (439,67 Punkte), Weste (438,71 Punkte), Drögennottorf (432,21 Punkte), Brockhimbergen-Kollendorf (421,06 Punkte), Hagen-Schlagte (420,61 Punkte) und Groß Thondorf (415,72 Punkte). Nach der Siegerehrung lud Ortsbrandmeister Ulrich Meyer noch alle zum Bleiben ein. Diesem Aufruf folgten viele, zumal eine große Leinwand mit Beamer, dass bevorstehende WM-Spiel der deutschen Mannschaft und einer Cocktailbar zum verweilen einluden.

Die ersten Drei beim Gemeindewettbewerb - Sieger FF Hesebeck (Mitte)

Am Sonntag standen noch die Pokalwettbewerbe an. Hier trafen die Gruppen teilweise das Dritte mal am Wochenende aufeinander. An diesem Wettbewerbstag haben 20 Gruppen von 19 Feuerwehren teilgenommen. Den Röbbeler Ausrichtern stand am letzten Tag somit nochmal ein Kraftakt bevor. Die Feuerwehr Höver zeigte sich dieses mal als stärkste Wehr und konnte mit 448,96 Punkten den Siegerpokal ihr Eigen nennen. Der Vortagessieger Hesebeck belegte mit 446,86 Punkten den zweiten Platz. Die Plätze drei bis fünf belegten die Feuerwehren Gollern (444,60 Punkte), Weste (441,96 Punkte) und Secklendorf (439,50 Punkte). 

Sieger Pokalwettbewerb - FF Höver

Ortsbrandmeister Ulrich Meyer dankte am Ende sichtlich erschöpft aber glücklich den ganzen Helfern und Unterstützern für ihre unermüdliche Arbeit. Auch der Wettergott hatte ein Nachsehen mit den Röbbeler Brandschützern. Abgesehen von zwei kleinen Schauern spielte das Wetter am ganzen Wochenende mit.  Einzig der kräftige Wind lies die aufgebauten Zelte etwas bedrohlich wirken. „Ansonsten war alles prima“ freut sich Meyer.

 

Kinderfeuerwehr in Bad Bevensen gegründet

Text A. König und Foto Philipp Schulze

Bad Bevensen. Voller stolz begrüßt Ortsbrandmeister Matthias Wedel bei der Gründungsveranstaltung der Kinderfeuerwehr am 07. Juni viele Eltern, zahlreiche Gäste und die Hauptpersonen des Tages. Die Kinder! Diese sind dem Aufruf, ins Feuerwehrhaus Bad Bevensen zu kommen, gefolgt und lauschten gespannt den Worten des Ortsbrandmeisters und der Gäste. Am meisten freuten sie sich aber auf das bunt gestrickte Rahmenprogramm mit unterschiedlichen Aufgaben und Spielen. Neben Geschicklichkeitsspielen, Aufgaben mit körperlichem Einsatz, Glücksrad und weiteren interessanten Stationen, war bei einem speziellen Parcours die Teamfähigkeit zwischen Jung und Alt gefordert. Auf zwei Wettbewerbsbahnen traten gemischte Teams, bestehend aus Kindern und Erwachsenen, gegeneinander an. Den Anfang machte das Team um Samtgemeindebürgermeister Hans-Jürgen Kammer. Sie traten gegen das Team mit Stadtbürgermeister Martin Feller an. Die beiden Bürgermeister mussten sich bei heißen Außentemperaturen schnellstmöglich die schwere Feuerwehrschutzkleidung überziehen und gemeinsam mit den Kindern verschiedene Aufgaben bewältigen. Ein Spaß für alle Beteiligten und Zuschauer.

Gründung / Kinderfeuerwehr / Bad Bevensen
Gruppenbild der Kinderfeuerwehr zur Gründung am 07.06.2014, mit den Betreuerinnen v.l. Gabriele Beckedorf und Stefanie Heilmann.

Mit der Abteilung Kinderfeuerwehr beschreitet die Feuerwehr Bad Bevensen neue Wege, wie einst mit der Jugendfeuerwehr. Im Jahre 1965, also vor 49 Jahren, wurde diese nämlich gegründet. Seit dem ist die Abteilung Jugendfeuerwehr nicht mehr wegzudenken. Die Jugendlichen nehmen an verschiedensten Aktivitäten teil und bereiten sich nach und nach auf die Aufgaben der Feuerwehr vor. Aus dieser Jugendarbeit werden auch immer wieder Übergänge in die Aktive Wehr verzeichnet. Das sorgt für einen gesunden Altersschnitt in der Feuerwehr und junge Leute treiben durch ihren Wissensdurst und Experimentierfreudigkeit auch die gestandenen Feuerwehrleute immer wieder zu Höchstleistungen an. Das kommt im Umkehrschluss allen Bürgern zugute. Der Schutz der Bevölkerung kann nur durch eine funktionierende Feuerwehr sichergestellt werden. Die Feuerwehr Bad Bevensen hat einen hohen Wissens- und Ausbildungsstand der jederzeit abgerufen werden kann. 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr… und das freiwillig. Ohne die Übergänge aus der Jugendfeuerwehr wäre das in dieser Form nicht leistbar. Die Jugendarbeit kann man daher gar nicht hoch genug ansiedeln.

Viele Kinder würden gerne in die Jugendfeuerwehr eintreten. Die Faszination Feuerwehr mit den roten Autos und dem Blaulicht auf dem Dach lässt viele Kinderaugen leuchten. Gerade wenn in der Grundschule die Brandschutzerziehung stattgefunden hat, fragen viele Eltern nach ob der Sprössling in die Jugendfeuerwehr aufgenommen werden kann. Dieses ist jedoch erst ab einem Alter von 10 Jahren möglich. Die Kinderfeuerwehr schließt diese Lücke und gibt nun auch der Altersgruppe 6 -10 Jahren die Möglichkeit der Feuerwehr beizutreten. Neben Bastelarbeiten und vielen tollen Aktionen lernen die Kleinsten in spielerischer Art und Weise wie man den Notruf richtig absetzt, Erste Hilfe Techniken anwendet und viele andere hilfreiche Sachen. Im Alter von 10 Jahren ist dann der Übergang in die Jugendfeuerwehr möglich. Dieser Übergang heißt aber nicht, dass man von einem auf den anderen Tag aus der Kinderfeuerwehr ausscheidet und nur noch in der Jugendfeuerwehr tätig sein darf. Bis zum 12. Lebensjahr kann man noch zusätzlich bei der Kinderfeuerwehr mitmachen und bei den gewonnenen Freunden bleiben.

Gründung / Kinderfeuerwehr / Bad Bevensen
Roland Krock vom Vorstand des Fördervereins Freiwillige Feuerwehr Bad Bevensen e.V. übergibt an die Betreuerinnen der Kinderfeuerwehr Bad Bevensen, v.l Stefanie Heilmann und Gabriele Beckedorf eine Spende des Vereins. Eine weitere Spende gab es von Herr Dornhöfer, Firma Hagebau.

Den beiden Betreuerinnen der Kinderfeuerwehr, Stefanie Heilmann und Gabriele Beckedorf, wurde von allen Seiten einen guter Start gewünscht und der Respekt für diese Aufgabe ausgesprochen. Neben Glückwünschen überreichten die beiden Bürgermeister Kammer und Feller, der Kreisbrandmeister Dieter Ruschenbusch, der Kinderkreisbrandmeister Markus Eisele, die Firma Hagebau Mölders GmbH Bad Bevensen und der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Bad Bevensen noch Sach- und Geldgeschenke. Die Betreuerinnen freuten sich über die großzügige Starthilfe und dankten allen für die Unterstützung und das in sie gesetzte Vertrauen.

Der Gemeindebrandmeister Wilhelm Ripke freut sich, dass sich neben der Feuerwehr Himbergen nun die zweite Kinderfeuerwehr in der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf etabliert. Er hofft, dass diese Beispiele die Runde machen und andere Feuerwehren noch nachlegen.

Gründung / Kinderfeuerwehr / Bad Bevensen
Bürgermeister Martin Feller spricht zur Gründungsveranstaltung

Alle reden vom demografischen Wandel, es wird Zeit zu handeln!

Löschfahrzeug findet neue Heimat

Feuerwehr Kronprinzenkoog kommt zur Übergabe ihres Sechs-Tonners nach Schwemlitz

Text und Foto: Jochen Frenz (Pressewart der Samtgemeinde Rosche)
aus AZ Uelzen, erschienen am 12. Mai 2014

Ein großer Augenblick für die Freiwillige Feuerwehr Schwemlitz-Bankewitz: Gestern Vormittag übergab die Samtgemeinde Rosche der Wehr ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug mit eigenem Löschwassertank (TSF-W) für 600 Liter. Kein fabrikneues, aber ein gut  gepflegtes und erhaltenes Sechs-Tonnen-Trägerfahrzeug von Mercedes, Baujahr 1999 mit Ziegler-Aufbau und einer Laufleistung von 16000 Kilometern. Es löst das betagte Einsatzfahrzeug ab, den TSF-T Fiat.

Fahrzeugübergabe in Schwemlitz
Fahrzeugübergabe an die Feuerwehr Schwemlitz-Bankewitz: Samtgemeindebürgermeister Herbert Rätzmann (v.l.), Gemeindebrandmeister Henning Räthke, Ortsbrandmeister Thomas Wannewitz, Gerätewart Bodo Seelig und Oliver Breuning aus Kronprinzenkoog.

Zur Verabschiedung mit anschließender Übergabe ihres bisherigen Löschfahrzeuges waren Vertreter der Feuerwehr Kronprinzenkoog im Landkreis Dithmarschen gekommen, von der die Samtgemeinde Rosche das Fahrzeug auf Initiative von Gemeindebrandmeister Henning Räthke erworben hat. „Wir gehen davon aus, dass Rat und Verwaltung mit diesem Fahrzeug eine gute Wahl getroffen haben und dass es seiner neuen Wehr lange dienen wird, zumal es nach erfolgter Umrüstung auf Digitalfunk jetzt auch dem neuesten Entwicklungsstand in der Samtgemeinde entspricht und als Sechstonner hervorragend den Fahrzeugpark der Samtgemeindewehren ergänzt“, zeigte sich  Samtgemeindebürgermeister Herbert Rätzmann überzeugt.

Einschließlich der vorgenommenen Bestückung unter anderem mit  Tragkraftspritze, Beleuchtungsmast und Generator habe das Fahrzeug die Samtgemeinde 35000 Euro gekostet. „Dieser Preis ist  angemessen und gerechtfertigt“, sagte der Roscher Verwaltungschef.

„Das Fahrzeug passt wie die Faust aufs Auge hier in die  Feuerwehr. Das hatten wir bereitsbei unserem ersten Besuch in Kronprinzenkoog festgestellt. Wir freuen uns, dass Rat und Ausschüsse bei allen notwendigen Beschlüssen unseren Vorstellungen jeweils einstimmig gefolgt sind“, betonte Räthke. Dem Rat  und der Verwaltung galt auch der Dank von Orts-brandmeister Thomas Wannewitz. „Insbesondere auch für die große Geduld trotz  aller anfänglichen Schwierigkeiten. Wir freuen uns sehr über dieses neue Fahrzeug.“

Den Übergabeakt vor dem Gerätehaus vollzog  Rätzmann vor Zuschauern aus Rat undVerwaltung und dem kompletten Gemeindekommando. Zu den Gästen gehörten zudem zahlreiche Führungskräfte aus den Feuerwehrzügen. Natürlich war auch die Gastgeberin mit ihren Aktiven, Senioren und der Kinderfeuerwehr zur Übergabe angetreten.

Hohenbünstorfer Kampagne um Mitglieder zu werben

Bereits am 01.11.2013 wurden in den Ortschaften Wessenstedt und Hohenbünstorf Haushalts-Löscheimer verteilt. Die roten Haushalts-Löscheimer wurden mit einem Flyer verteilt auf dem darauf hingewiesen wird, dass auch die Mitgliederzahlen bei der Feuerwehr Hohenbünstorf rückläufig sind. Zur Zeit sind die Mitgliederzahlen für die Ortschaft Hohenbünstorf sehr akzeptabel, da aber in den nächsten Jahren immer wieder ältere Kameraden aus dem aktiven Dienst ausscheiden werden, muss frühzeitig etwas gegen den Mitgliederrückgang getan werden. Hierzu wurde die Kampagne Haushalts-Löscheimer der Feuerwehr Vallstedt/Alvesse in ähnlicher Weise durchgeführt. Um die ganze Aktion weiter zu führen und so die Feuerwehr Hohenbünstorf vorzustellen bzw. die aktuelle Lage zu erläutern, wurde am Samstag den 16.11.2013 eine Info-Veranstaltung für Interessierte durchgeführt. Hierzu waren alle eingeladen, die an der Feuerwehr Hohenbünstorf, an aktiver oder passiver Mitgliedschaft interssiert sind oder sich einfach nur die aktuelle Lage erläutern lassen wollten. Den Flyer als Download stellen wir nur als Beispiel bereit, da die Nutzung vorher erst von der Feuerwehr Vallstedt/Alvesse genehmigt werden muss. Flyer vorne, Flyer hinten

 

Barumer erhalten Einsatzmedaillien

Barum. Ohne Fluthilfe ging es nicht. Die aufgrund Hochwassers ausgerufenen Katastrophenfälle im Juni 2013 führten viele Feuerwehrkameraden aus dem Landkreis Uelzen direkt an die Deiche der Elbe (mehr zum Einsatz der FFw Barum beim Elbhochwasser 2013). Neben diversen anderen Landkreisen brauchten auch die Nachbarlandkreise Lüneburg und Lüchow-Dannenberg Unterstützung. Für uns Feuerwehrkameraden war es selbstverständlich. Die Hilfe kam spontan und ohne Hintergedanken. “Genau dafür bin ich in die Wehr eingetreten”, dachte sicherlich so mancher Kamerad…

Diesen Grundgedanken will unser Bundesland Niedersachsen untermauern. Schon im Juli 2013 hat die Landesregierung sich dazu entschlossen für die Hilfe beim Elbhochwasser eine Einsatzmedaille zu stiften (Bericht zur Stiftung der Einsatzmedaille vom KFV). Beim vergangenem Dienstabend der Barumer Wehr, am 25. Januar 2014, wurden die ersten Medaillen verliehen. Der stellvertretende Ortsbrandmeister Henning Meyer verlas die Urkunden und bedankte sich stellvertretend noch einmal für die geleistete Hilfe. Die Verleihung für die restlichen bei den insgesamt fünf Einsatztagen helfenden Kameraden folgt bei nächster würdigen Gelegenheit.

Feuerwehr Nateln nimmt neues Gerätehaus in Obhut – Viel Eigenleistung

Text und Fotos: Jochen Frenz

Nateln. Ein großer und stolzer Augenblick für die Freiwillige Feuerwehr Nateln: Nach eineinhalbjähriger Bauzeit nahm sie in einer Feierstunde mit dem Musikzug Suhlendorf ihr neues Gerätehaus in Besitz und weihte es gemeinsam mit Vertretern aus Rat und Verwaltung der Samtgemeinde Rosche, mit Führungskräften der Ortswehren und mit den am Bau beteiligten Firmen und Personen ein und gab dem Gebäude den plattdeutschen Namen „Sprüttenhus“.


„Sprüttenhus“: Namenszug in Holz gebrannt über der einstigen Gerätehauseinfahrt

Ein schmuckes neues Feuerwehrdomizil, bei dem nur noch Insider das einstige kleine Gerätehaus vom Baujahr 1903 wiedererkennen dürften, das durch Umbau und Erweiterung ein neues und zweckdienliches Outfit mit Fahrzeug-und Gerätehalle, mit Schulungsraum und sanitären Anlagen erhalten hat. „Diesen Umbau haben wir vornehmlich der Natelner Dorferneuerung zu verdanken, an die wir uns erfolgreich angehängt haben“, erläuterte Samtgemeindebürgermeister Herbert Rätzmann. „Das betagte und künftigen Ansprüchen nicht mehr genügende aber ortstypische Gebäude wollten wir nicht einfach abreißen“, sagte er. Planer, Baufirmen und vor allem die Wehr mit ihrer erheblichen Eigenleistung hätten mitgezogen, und so habe eine gelungene bauliche Einbeziehung von Teilen des alten Gebäudes in das neue zur Zufriedenheit aller Beteiligten realisiert werden können.


Das neue Feuerwehrdomizil in Natelns Dorfmitte -zweckmäßig und Schmuckstück zugleich

Veranschlagt sei das Projekt mit 130.000 Euro.“Davon sind bisher 88.000 Euro abgerechnet. Aus der Dorferneuerung erwarten wir zugesagte Fördermittel von 25.000 Euro. Die Samtgemeinde wird einen Eigenanteil von 30 bis 40.000 Euro leisten“, listete Rätzmann auf und widersprach der einen oder anderen Kritik, das Bauprojekt sei für die kleine Feuerwehr überdimensioniert. „Die Wehr Nateln ist sehr aktiv und wäre ohnehin demnächst mit einem zeitgemäßen Fahrzeug auszustatten gewesen, das in eine DIN-gerechte Garage untergebracht werden muss. Spätestens da wäre ein Neubau fällig gewesen, dann allerdings ohne die Chance, dafür aus der Dorferneuerung Fördermittel zu erhalten,“ sagte er.

Im Übrigen, so der Verwaltungschef, habe Natelns Dorfbild enorm gewonnen durch den Abriss des hässlichen Trafoturms am alten Gebäude und mit dem Neubau und dessen neu gestalteter Außenanlage.

Mit der Übergabe des Gerätehauses sei eine wichtige Investition der Samtgemeinde im Bereich Feuerwehr abgeschlossen, stellte Gemeindebrandmeister Henning Räthke fest. „Der Neubau ist darüber hinaus ein Schmuckstück geworden, das vorzüglich in das idyllische Nateln hineinpasst“, bekräftigte er.


Zogen „Sprüttenhus“-Baubilanz – von links: Ortsbrandmeister Heiko Schwieder, Gemeindebrandmeister Henning Räthke, Kreisbrandmeister Dieter Ruschenbusch, Samtgemeindebürgermeister Herbert Rätzmann, Bürgermeister Michael Widdecke

Von der Jugendwehr über die Aktiven bis zu den Senioren sei am Bau und seinem Umfeld ehrenamtlich gearbeitet worden, erinnerte Ortsbrandmeister Heiko Schwieder. „Bis heute sind 1450 Stunden abgeleistet worden. Einige weitere werden noch dazukommen“, war der Wehrchef sicher und dankte der Samtgemeinde und den vielen fleißigen Helfern, ohne die dieser Bau nicht hätte realisiert werden können, wie er sagte. Dank und Anerkennung kamen unisono auch von Bürgermeister Michael Widdecke („Ein tolles Haus“) und Kreisbrandmeister Dieter Ruschenbusch („Ein wichtiger Mosaikstein zum Wohle der Bürger“).