Archiv der Kategorie: Jugendfeuerwehr

Spiel der Generationen

Text: Simon Steinwede (stellv. Jugendfeuerwehrwart)
Fotos: Jonas Schalwig

Am 30. April war es wieder einmal so weit. Alle zwei Jahre findet an
IMG_8117-1der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Uelzen ein „Spiel der Generationen“ statt. Worum es dabei geht? Die teilnehmenden
Gruppen setzen sich aus jeweils fünf Mitgliedern der Jugendfeuerwehr und vier Mitgliedern der Einsatzabteilung einer Wehr zusammen. Auch aus dem Klosterflecken Ebstorf startete eine Gruppe – unter Leitung von Hans-Günther Siewert.

Und das sogar recht erfolgreich. An den einzelnen Stationen war Teamwork gefordert und Spaß geboten. Denn: IMG_8162-8Schwammwurf, Saugkraft oder Balltransport waren nur einige der Leistungen, die von den Teilnehmern abgefordert wurden. Das Resultat: Die Ebstorfer belegten den 22. Von insgesamt 39 Plätzen und kamen erschöpft, aber glücklich um 18:30 Uhr am Standort in der Sprengelstraße wieder an.

Nachwuchsbrandschützer zeigen ihr Können

Abnahme    der    Jugendflamme    Stufe    1    in    Ebstorf   

Text und Fotos: Philipp Schulze / Gemeindepressewart, Bevensen-Ebstorf

Eine    Mischung    aus    Gelassenheit    und    Anspannung    war    in    den    29    Gesichtern    der    Jugendfeuerwehrleute    am    27.    Februar    im    Gerätehaus    Ebstorf    zu    sehen.    Doch    was    war    da    los?    Es    stand    die    Abnahme    der    „Jugendflamme,    der    Stufe    1“    auf    dem    Plan.    Eine    von    insgesamt    vier    Auszeichnungen,    die    die    ehrenamtlichen    Brandschützer    von    morgen    durch    Absolvieren    verschiedener    Aufgaben    verliehen    bekommen    können.        So    stellten    sich    die    Kids    aus    den    Jugendfeuerwehren    Ebstorf,    Hanstedt    I,    Himbergen    und    Wriedel-Schatensen    der    Herausforderung    und    den    kritischen    Blicken    der    „Prüfer“,    die    durch    ihre    gelassenen    und    ruhige    Art    den    Jugendlichen    die    teilweise    vorhandene    Anspannung    nahmen.        Als    Aufgaben    galt    es    unter    anderem    die    stabile    Seitenlage    durchzuführen,    das    Absetzen    eines    Notrufes    mit    den    sogenannten    fünf    W-Fragen    (Wo    ist    es    passiert,    Was    ist    Passiert    Wie    viele    Verletzte,    Welche    Verletzungen,    Warten    auf    Rückfragen),    fehlerfrei    drei    von    vier    Knoten    anzufertigen    und    das    Erklären    von    ausgewählten    Löscharmaturen.        Nach    knapp    vier    Stunden    löste    sich    dann    auch    beim    Letzten    die    Anspannung    und    Aufregung.    Allen    der    29    Jugendlichen    konnte    die    Jugendflamme    der    Stufe    1    nach    erfolgreichem    Absolvieren    der    Aufgaben    übergeben    werden.        Der    stellvertretende    Gemeindebrandmeister    und    Vater    eines    der    ausgezeichneten    Kinder,    Carsten    Mente,    verfolgte    die    Veranstaltung    mit    Begeisterung    und    erinnerte    sich    dabei    an    seine    eigene    Zeit    in    der    Jugendfeuerwehr    zurück:    „Die    Jugendfeuerwehr    ist    ein    Garant    für    unsere    Zukunft“,    so    Carsten.    Und    weiter:    „Wenn    motivierte    Jugendliche    ihr    Wissen    derart    erfolgreich    unter Beweis stellen und gleichzeitig schon einmal die Zusammenarbeit mit anderen Wehren proben, bin ich um nachfolgende Generationen von Einsatzkräften nicht Bange.”

24 Stunden Übung der Jugendfeuerwehr Ebstorf

Text und Fotos: Philipp Schulze / Pressesprecher Feuerwehr Ebstorf

„Einsatz für die Jugendfeuerwehr Ebstorf“ hieß es vor wenigen Tagen im Gerätehaus der Feuerwehr im Klosterflecken bei der diesjährigen 24 Stunden-Übung. Nach ersten Angaben soll ein Bauarbeiter in einem Kiesberg verschüttet worden sein, hieß es in der Alarmmeldung über Funk. Zusammen mit Helfern und den Jugendfeuerwehrwarten Nils und Simon machten sich die neun Nachwuchsbrandschützer mit den Einsatzfahrzeugen auf dem Weg zum Unglücksort.

Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf
Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf

Vor Ort erkundete die 14-jährige Yara als Gruppenführerin die Lage und befragte einen Zeugen, der vermutlich den Vorfall beobachtet hatte. Kurz danach machten sich die Kids mit ihren Händen und Schaufeln auf die Suche nach dem vermissten „Dummy“.

Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf
Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf

Nach rund 20 Minuten konnte dieser dann gerettet werden. Die acht Jungs und ihre Gruppenführerin waren sichtlich begeistert von der Einsatzübung und kehrten mit ausgelassener Stimmung zum Gerätehaus zurück.
Dort folgte dann am Nachmittag eine theoretische Ausbildung zum Thema “Verbrennungslehre” durch Rolf-Dieter Lüllau mit anschließender Vorführung einer Fettexplosion. Ein weiterer Ausbildungsteil war der Umgang mit den sogenannten Hebekissen.

Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf
Foto © Philipp Schulze / Feuerwehr Ebstorf

Gegen 20:30 Uhr ertönt dann erneut das Funkgerät – „Ein unbekanntes Feuer in Altenebstorf“ war hier die Einsatzmeldung. So ging es wieder rauf auf die Fahrzeuge und los zum Brandherd. Auf einem Feld stand ein Holzstapel im Vollbrand. Die Kids bekämpften mit zwei Strahlrohren die Flammen, während im Hintergrund die Blaulichter der Einsatzfahrzeuge zuckten. Parallel zu den Löscharbeiten kontrollierte Yara die Brandstelle mit der Wärmebildkamera auf weitere Glutnester.
Im weiteren Verlauf der 24-stündigen Übung, wo unter anderem der Freizeitanteil auch nicht zur kurz gekommen ist, fanden noch gemeinsame Essen statt sowie Fußballspiele und DVD-Abend.
Zwei weitere Übungseinsätze wurden dann bis zum darauffolgenden Nachmittag abgearbeitet. Dort galt es, im Dunkeln eine vermisste Person im Wald zu suchen und eine Person mit Hilfe von Hebekissen unter einem Pkw zu befreien.
Zum Abschluss der knapp 24 Stunden waren sich die Kids auf jeden Fall einig, dass es sehr viel Spaß gemacht hat und sie einen guten Einblick von den Tätigkeiten der „großen Brandschützer“ bekommen zu haben.
Ein Dank gilt an dieser Stelle nochmals allen Helfern sowie der Firma Kiess-Schulz und dem Landwirt Oelkers für die Unterstützung sowie die Bereitstellung des Geländes, das die Feuerwehr für die Übungen nutzten durfte.

Leistungsspangenabnahme in Suderburg

Text & Fotos: Philipp Schulze / Pressesprecher OrtsW Ebstorf

Teamgeist – Mit diesem einen Wort lässt sich wohl sehr schnell erklären, worauf es in der Feuerwehr unter anderem ankommt. Und Teamgeist wird schon bei den Jugendfeuerwehren sehr groß geschrieben. Vor wenigen Tagen machten sich insgesamt 32 Jugendfeuerwehr-Gruppen mit jeweils neun Jugendfeuerwehrleuten aus sieben Landkreisen auf dem Weg nach Suderburg, um sich bei der dortigen Abnahme der Leistungsspange den kritischen Augen des Abnahmeteams zu stellen.

Doch Vorweg gesagt: Die Leistungsspange ist das höchste Leistungsabzeichen für ein Mitglied innerhalb der Deutschen Jugendfeuerwehr.

Foto © Philipp Schulze / phs-foto.de
Foto © Philipp Schulze / phs-foto.de

In gleich fünf Disziplinen aus dem Bereich der Feuerwehr sowie dem Sport mussten die ehrenamtlichen Brandschützer von morgen ihr Können gemeinsam unter Beweis stellen. Dazu zählten: das Kugelstoßen, der 1.500-Meter-Staffellauf, ein Test mit Fragen, eine Löschübung und die sogenannte Schnelligkeitsübung mit Feuerwehrschläuchen.

Bei strahlendem Sonnenschein absolvierten die einzelnen Gruppen auf dem Sportplatz in Suderburg ihre Aufgaben. Die Aufregung einiger Jugendlichen war ihnen dabei sprichwörtlich ins Gesicht geschrieben. Doch die Anspannung war nach erfolgreichem Abschließen der fünf Station durch lautes Jubeln und Klatschen weit über den Sportplatz zu hören.

Foto © Philipp Schulze / phs-foto.de
Foto © Philipp Schulze / phs-foto.de

Zum Ende eines langen Tages konnten 30 Jugendfeuerwehr-Gruppen die teilweise lang ersehnte Leistungsspange mit nach Hause nehmen. Dazu gehörten auch Gruppen aus der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf, der Samtgemeinde Rosche sowie der Stadt Uelzen. Die zahlreichen Übungsdienste und die gute Ausbildung in den einzelnen Jugendfeuerwehren hatten dabei ihren positiven Anteil.

Feuerwehr-AG in der Schule…

Bericht & Bilder: A. König (PW FFw SG bevensen-Ebstorf

KGS Bad Bevensen unterstützt das Ehrenamt!

Bad Bevensen. In der KGS Bad Bevensen können sich die Schülerinnen und Schüler derzeit über die Angebote zu den unterschiedlichen Arbeitsgemeinschaften (AG´s) informieren. Bis Ende September müssen sich die Schüler dann entscheiden und können ihre Wunsch-AG wählen.

Besonders hervor sticht in diesem Jahr die AG der Feuerwehr. An zwei Schnuppertagen am 23. und 30. September können die Schülerinnen und Schüler erste Einblicke in die AG und ins Feuerwehrleben erlangen. Wer sich für diese AG entscheidet, den erwartet ab Oktober ein ganzes Schuljahr lang ein umfangreiches Programm. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler lernen und erleben was die Aufgaben der Feuerwehr sind, welche Technik sie einsetzt, was Kameradschaft und Ehrenamt bedeutet und wie viel Freude es machen kann, sich in den Dienst des Nächsten zu stellen.

Die Feuerwehr AG findet in der unmittelbaren Nähe der KGS, im Gerätehaus der Feuerwehr Bad Bevensen, mit Sitz im Industriegebiet Kurze Bülten statt. Einmal pro Woche trifft man sich dort unter der Leitung von Uwe Fromhagen, Ortsbrandmeister der Feuerwehr Wrestedt. Der 58-jährige Fromhagen ist schon seit über 42 Jahren in der Feuerwehr tätig und konnte sich in dieser Zeit ein umfangreiches Fachwissen aneignen. Er freut sich dieses altersgerecht weitergeben zu können und den AG-Mitgliedern die breite Palette an Feuerwehrarbeit näherzubringen. Unterstützend zur Seite steht ihm Nina Fromhagen von der Feuerwehr Uelzen.

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Bereits im vergangenen Halbjahr wurde in der KGS probeweise eine Feuerwehr AG mit einer geringen Teilnehmerzahl im laufenden Schuljahr gegründet. Diese AG wurde ebenfalls von Uwe Fromhagen geleitet, seinerzeit noch in den Räumlichkeiten der KGS mit besuchen bei der Feuerwehr Bad Bevensen. Die dabei gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse fließen jetzt in die ganzjährige AG mit ein und es wird ein abwechslungsreiches und spannendes Programm angeboten. Interessierte Schülerinnen und Schüler sollten die Möglichkeit der beiden Schnuppertage nutzen und sich ein eigenes Bild machen.

Jugendfeuerwehr Edendorf macht Radtour nach Süsel

Reisebericht. Die Startvorbereitungen wurden auf der Idee des Stellv. Jugendwartes Jens Fröhling basierend begonnen. Schnell waren die JF Mitglieder „Feuer und Flamme“ für diese Fahrradtour, dass es ca. 120 km Fahrstrecke sein sollten, war dabei nicht abschreckend. Der erste Elternabend führte dann alle in die grobe Streckenplanung ein und diente zum ersten Ideensammeln und Austausch über die Details die alle beachtet werden mussten.

Nach einigen Telefonaten und Streckenplanungen ging es dann zur ersten Besichtigungsfahrt der Strecke. Gescheckt wurden die Radwege, die Möglichkeiten auf der Strecke und die Unterkünfte.

Die weitere Planung ging dann in die Feinheiten, wer bringt was mit und was wird überhaupt alles benötigt. Es wurde eine detaillierte Liste geschrieben und an die Eltern verteilt, der zweite Elternabend klärte dann die noch offenen Fragen auf. An dem Abend wurde von der FF Führung und den Eltern einstimmig beschlossen, dass alle Mitfahrer Helme tragen müssen. Dieser Beschluss wurde von den Kindern und Jugendlichen nicht unbedingt mit großer Freude aufgenommen.

Die JF Gruppe hatte sich inzwischen auf einem Übungsabend mit dem Thema: „Das verkehrssichere Fahrrad“ beschäftigt, das Tragen von Helmen wurde dabei thematisiert und fand dann auch Akzeptanz. Eine von der Polizei durchgeführte Fahrradprüfung ergab dann auch keine Mängel an den teilweise neu beschafften Gefährten. Auch die vielen neuen Fahrradhelme machten ein schönes, buntes Bild.

Die zweite Besichtigungstour der Strecke durch den Jugendwart und den Ortsbrandmeister wurde dann genutzt um final an den Stationen der Tour alles abzuklären.

 Abfahrt Gruppenbild

Los ging es dann endlich am 27.07.15 um 10:00 Uhr, die Fahrräder „gesattelt“, das Versorgungsfahrzeug getankt, wurden wir von einigen Eltern verabschiedet. Die große Unbekannte „Wetter“ und den Tatendrang für die 1. Etappe im Gepäck, starteten wir Richtung Boizenburg. Jan Iwert (Jugendwart) als Versorgungsfahrer, Janien Bytyqi als Betreuerin für die Mädchen und ich waren uns sicher, als Team werden wir die Tour schaffen. Unter dem Motto: Hier geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern um Spaß und Kameradschaft in der Gruppe!

Über wunderschöne Feld- und Waldwege sind wir nach Bleckede gefahren und haben dort mit der Fähre die Elbe überquert. Nach den ersten 28 km auf dem Fahrrad und so einigen kleinen Regenschauern war diese Abwechslung bei allen willkommen. Unser Ziel war das 2003 eröffnete herrliche Naturbad in Schwartow. Nach insgesamt 49 km erreichten wir um 14:15 Uhr dieses Ziel. In einer idyllischen Umgebung, mit einem Campingplatz, bietet es auf ca. 2.200 qm eine Nichtschwimmer-, Schwimm- und Sprungfläche. Nach einem wirklich großen Regen und einem Gewitter konnten wir um ca. 18 Uhr unser Badeerlebnis in vollen Zügen genießen. Für das leibliche Wohl sorgten wir an diesem Abend mit dem Grill. Es gab zusätzlich Brot und Kartoffelsalat, wer wollte, konnte sich noch Pommes aus dem Kiosk dazu holen.

Ausweichquartier AnhängerNach einer Nacht mit starkem Regen, ab ca. 1:00 Uhr und ordentlich Wind, wurden die modernen Umkleide- und Sanitärräume dankbar genutzt. Als zusätzliche Schlafplätze wurden der JF Anhänger und das Fahrzeug entdeckt. Den Start am zweiten Tag haben wir dann nach dem Frühstück um ca. 11 Uhr in Richtung Farchau begonnen.

 Die 2. Etappe sollte uns zu dem Anfang des 20. Jahrhunderts gebauten Wasserkraftwerk in Schleswig-Holstein führen. Auch diese Etappe war wieder durch tolle Wege und auf den letzten 5 km durch Regen gekennzeichnet. Bei einem Zwischenstopp in Mölln haben wir uns mit einem leckeren Eis gestärkt, Till Eulenspiegel den Fuß gestreichelt und nochmals Kraft für den Rest der Strecke geschöpft. Nach insgesamt 42 km an diesem Tag haben wir dann unser Ziel in Farchau erreicht.

Farchau WK WerkAuf einer Führung durch das Wasserkraftwerk wurden uns dann die Bestrebungen unserer Vorfahren beim Bau der Anlage erläutert. Die Wasserkraft, die die Gewässer des Schaalseegebietes zur Erzeugung von Elektrizität nutzen sollte, sollte die Industrialisierung vorantreiben. Im Jahr 1909 wurde erstmals mit der Planung begonnen. Im Frühjahr 1923 wurde der Bau beschlossen, im Winter des gleichen Jahres begonnen und 1925 das Kraftwerk fertiggestellt. Das Einzugsgebiet des Schaalsees umfasst etwa 180 km². Über den Schaalseekanal und ein 146 Meter langes Druckrohr ist das Kraftwerk mit dem See verbunden. Der Höhenunterschied auf dieser Strecke beträgt 30 Meter. Aus diesem Gefälle ergibt sich die Leistung des Kraftwerks. Durch die beiden Turbinen können rund 200 Vier-Personen-Haushalte mit Strom versorgt werden. Neben der Stromerzeugung dient das Wasserkraftwerk auch zur Regelung der Wasserstände des Schaalsees.

 Zur Stärkung am Abend gab es Nudeln Bolognese. Die Nacht haben wir in dem wunderschönen alten Backsteinbau geschlafen, Wind und Wetter blieben draußen. Unsere Zusatzquartiere im Fahrzeug und Anhänger wurden wieder mit großer Begeisterung genutzt.

Leider hatten wir am nächsten Morgen einen Unfall, ein Jugendlicher knickte mit dem Fuß um und musste mit dem Versorgungsfahrzeug mitfahren.

Auch an diesem Tag stand wieder eine ordentliche Strecke auf dem Programm, die nächste Etappe sollte uns nach Ivendorf bei Travemünde führen.

Auf der 3. Etappe fuhren wir an dem schönen Ratzeburger See entlang, unser Kamerad Paul wurde zum Scout ernannt und leitete uns mit Google-Maps zu unserem 45 km entferntem Ziel in Ivendorf. Sein technisches Equipment reichte mit dem Fahrrad- Handyhalter, Telekommunikation via Knopf im Ohr, What‘s App mit Standortangabe zum Versorgungsfahrzeug, Kabelbindern und dünnen Seilen über das eingeplante Werkzeug hinaus. Die Seile taten unterwegs bei einer Abschleppaktion ihren guten Dienst.

Einige kleine Unfälle, weil der Drahtesel gebockt hatte, führten in die Hecke oder auf den Asphalt. Lennard stürzte leider mehrfach, mit seinen 7 Jahren hatte er mit seinem Fahrrad noch nie eine solch lange Strecke gefahren. Leon rammte ein Werbeaufsteller-schild, das trug zur Belustigung bei. Glücklicherweise gab es dabei nur Tränen und keine ernsthaften Verletzungen. Kleine Pflaster auf Grund von Blasen oder anderer Wehwehchen wurden zwischendurch verklebt.

Nachdem unser Versorgungsfahrzeug mit Mautgebühr den Herrentunnel in Lübeck passiert hatte, stand uns nun die Unterquerung der Trave noch bevor. Ohne Auto durch den Tunnel, wie sollte das gehen?

Mit dem Herrentunnel Bus-Shuttle! Der Bus-Shuttle befördert Fußgänger und Radler kostenlos zwischen den speziellen Haltestellen auf der Herreninsel und Lübeck Siems. Der Bus verfügt über 12 Sitzplätze. Der Rest des Fahrzeuges und ein spezieller Anhänger sind für den Transport von Fahrrädern und Mofas vorbereitet. Nach einer tollen, anstrengenden Waldstrecke war die Busfahrt eine sehr interessante Abwechslung.

Hansa Park Eingang GruppenbildAuf der insgesamt 45 km langen Etappe erwischte uns der Regen mehrfach, Sturzregen und ein Gewitter zwangen uns zu Zwischenstopps. Diese hatten wir in Bushaltestellen, unter Bäumen die Schutz boten und in einem Skymarkt. Dieser Aufenthalt wurde dann natürlich auch für einen Zwischensnack und zum Bunkern von „süßen Energiespendern“ für unterwegs genutzt. Am Abend wurde wieder gegrillt, die Zelte aufgestellt und der Regen genossen. Allmählich waren die meisten Klamotten nass, die Stimmung aber trotzdem heiter. Die Ausweichquartiere wurden wieder dankbar bezogen, bei dem nächtlichen Dauerregen keine schlechte Wahl. Den nächtlichen Weckruf um 4:38 Uhr: EDENDORFER AUFSTEHEN!!! Haben alle vernommen, auf Grund der Aufschrift auf unseren JF Anhänger hatten wir wohl einen Fan gefunden.

Beim Abbau hob unser Zelt ab, der Wind stellte größere Herausforderungen an den Abbau als wir sie gewohnt waren, alle mussten mit festhalten. Unser verletzter Kamerad wurde abgeholt, ein im Nachgang festgestellter Bänderriss und ein Wadenbeinbruch machte die weitere Teilnahme unmöglich. Super ärgerlich und super Schade, standen doch jetzt die echten Highlights der Tour an.

Die 4. Etappe auf den Weg nach Sierksdorf wurde dann von unserem Versorgungsfahrer auf dem Fahrrad begleitet, aus dem Busfahrer wurde ein Radfahrer, sehr zur Freude der Kinder. Auf der insgesamt 22 km langen Etappe legten wir einen Zwischenstopp in der Ostsee-Therme in Scharbeutz ein, der geplante Strandtag war auf Grund der Witterung leider nicht möglich. In der Therme wurde ausgiebig gebadet und geduscht, ein Genuss nach den letzten Tagen.

Als Herausforderung wurden die Rutschen „Green Mamba“ – Länge 145 m, Durchmesser 120 cm und die „Red Devil“ – Länge 59 m, Durchmesser 80 cm mit einem Gefälle von ca. 42° mehrfach genutzt.

An unserem Ziel auf dem Obstgut Mariashagen wurden wir von einer Kameradin empfangen. Kyra Conradi hatte alles vorbereitet um uns zu verwöhnen. Unsere nasse Wäsche wurde getrocknet, Getränke standen bereit, es gab „endlich“ mal Cola und Fanta, selbstgemachte Nudelsalate und Grillgut aus der Heimat ergänzten die Glückseligkeit.

Interessant war das Zusammentreffen mit einer Pfadfindergruppe aus Düsseldorf, die dort ebenfalls, allerdings in einem Zelt, Station machten. Die Gruppe war mit Gepäck und Zelt in Schweden gewandert und wollte nun, genau wie wir, am nächsten Tag den Hansa Park besuchen. Wir schliefen alle in der Scheune, außer einem dauerhaft brummenden Kühlschrank gab es diesmal keine Störungen. Um 7:00 Uhr wurden wir dann durch die Pfadfinder geweckt, die es sich nicht nehmen ließen ihren Tischspruch zu zelebrieren.

Rafting Hansa Park Die 5. Etappe ging es auf Schusters Rappen die 1000 Meter zum Hansa Park. Hier haben wir 2 Gruppen gebildet um somit altersgerecht die Fahrgeschäfte nutzen zu können. Um 20:00 Uhr kam unser Jugendbetreuer Jan Fröhlich dazu, zum Abendbrot gab es Spagetti Bolognese. Ein toller Tag ohne Regen, der durch super Kameradschaft und einen tollen Abend in der Scheune abgerundet wurde. Den Kühlschrank haben wir in der Nacht ausgeschaltet, Ruhe war!

 Die letzte und sechste Etappe ging dann mit 11 km nach Süsel an den See. Dort übernachteten wir dann wieder in Zelten, allerdings, das war neu, bei Sonnenschein. Vor Ort konnte dann im See gebadet werden, auch das Sonnenbaden war jetzt möglich. Als Vorbereitung für den nächsten Tag haben wir uns dann die Schleswig-Holstein Wakeboard Meisterschaften 2015 angesehen.

Bei diesen Meisterschaften werden aus den besten Wakeboardern und Wakeboarderinnen die Meister und Meisterinnen des Jahres 2015 ermittelt. Es starten nationale und internationale Wakeboarder von 6 – 66 Jahre in verschiedenen Klassen. Dieser Event wurde durch einen High Jump Contest am Abend abgerundet. Über einen bis zu 4,50 Meter hohen, waagerecht auf den See gerichteten Wasserstrahl aus einem B-Rohr springen die Wakeboarder rüber.

Zum Abendbrot und Stärkung für den nächsten Tag gab es Kartoffelsuppe mit Würstchen.

Wasserski Gruppenbild 2Das absolute Highlight für einige auf dieser Tour war dann am nächsten Morgen für 8:30 Uhr geplant. 11 Teilnehmer hatten sich für den Anfängerkurs im Wasserski angemeldet. Mit insgesamt 9 Teilnehmern sind wir dann auch aktiv geworden, wow. 2 Stunden lang im Anfängerkurs, wenn das man gut geht dachten wir uns. Es ging, alle haben es geschafft ihre Runde um den See zu fahren, ganz große Könner haben sich dann noch gesteigert. Auf einem viel schwerer zu fahrenden Wakeboard haben sie dann auch noch ihre Runden gedreht. Eine tolle Sache, das werden die Teilnehmer sicher unter der Begleitung ihrer Eltern wiederholen wollen.

Für die Rückfahrt nach Edendorf, die letzte gemeinsame Wegstrecke dieser Tour, ist dann noch ein Vater mit einem Pkw Anhänger nachgerückt. Mit dem von Jan Fröhlich mitgebrachten Anhänger stand nun genügend Transportfläche für alles bereit. Um 15:30 Uhr am Historischen Feuerwehrhaus, Unterkunft der Jugendfeuerwehr, wurden wir schon erwartet. Die Eltern freuten sich auf ihre Kinder und hatten für uns Pizza vorbereitet. Nach dem ganzen Grillen und Nudeln essen war das ein großer Wunsch von uns gewesen. Alle Sachen wurden wieder aufgeteilt, auch die Lost and Found Artikel – so etwas gibt es komischer Weise ja auch.

 Insgesamt sind wir mit 14 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 7 und 16 Jahren und 4 Betreuern unterwegs gewesen. Die Erlebnisse auf den fast 170 km mit dem Fahrrad werden wir alle nicht vergessen. Die Kameradschaft hat uns allen viel Spaß gebracht. Eines wird sicher allen im Gedächtnis bleiben, unser jüngster, Lennard. Mit einem Kinderrad, ohne Gangschaltung, ohne Mucken und Murren, immer an der Spitze der Truppe, er ist für uns der Iron Man aus Edendorf.

Ronald Müller

Ortsbrandmeister

Jugendfeuerweher der SG Bevensen-Ebstorf maßen sich…

Bericht: Simon Steinwede (stellv. Jugendfeuerwehrwart OrtsW Ebstorf), Fotos: Philipp Schulze (Presseteam, OrtsW Ebstorf)

Auch dieses Jahr fanden wieder die Bundeswettbewerbe der Jugendfeuerwehr der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf statt, bei den sich unsere Nachwuchskräfte für all das Üben selbst belohnten.

Am 06. Juni trafen sich die Jugendfeuerwehren in Hohenbünstorf, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Zahlreiche Eltern und Interessierte haben sich an diesem Tag auf den Weg nach Hohenbünstorf gemacht und konnten hier sehen, was die Kinder und Jugendlichen bei der Jugendfeuerwehr erlernt haben. Am Start waren sieben Gruppen aus fünf Jugendfeuerwehren gewesen. Neben den Nachwuchsbrandschützern aus Ebstorf haben sich die Jugendfeuerwehren Vinstedt/Hohenbünstorf, Bad Bevensen, Emmendorf und Himbergen/Höver-Oetzendorf dem Vergleich gestellt.

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Bei diesem Vergleich müssen die Gruppen zwei Übungen ablegen, welche als A-Teil und B-Teil bezeichnet werden. Beim A-Teil müssen die Jugendlichen einen dreiteiligen Löschangriff aufbauen und dabei verschiedene Hindernisse, wie einen Wassergraben, eine Leiter, eine Hürde und einen Kriechtunnel bezwingen. Zum Ende der Übung muss noch die Kenntnis der verschiedener Knoten bewiesen werden. Der B-Teil ist ein Staffellauf über 400m, bei dem es nicht nur um Schnelligkeit geht, sondern auch um das richtige Aufrollen eines Feuerwehr-Schlauches, das Anlegen der Schutzkleidung und das gezielte werfen einer Leine ging.

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Nach den zwei Prüfungen stieg die Spannung bei allen Anwesenden und die Siegerehrung wurde herbei gesehnt. Als dann der Gemeindebrandmeister Wilhelm Ripke das Wort ergriff, um den Sieger zu Küren stieg die Spannung nicht nur bei den Jugendlichen. Doch als klar gewesen ist, dass unsere Jugendlichen den Sieg errungen hatten, war die Freude groß.

Das Ergebnisse:

  1. JF Ebstorf
  2. JF Emmendorf 2
  3. JF Emmendorf 1
  4. JF Vinstedt/Hohenbünstorf
  5. JF Himbergen/Höver-Oetzendorf
  6. JF Bad Bevensen 1
  7. JF Bad Bevensen 2

Trotz Handicap Mitglied in der Jugendfeuerwehr

Bericht: C. König – GemPW Bevensen-Ebstorf, Bilder: OrtsW Himbergen

Himbergen. Mit der Aufnahme in die Jugendfeuerwehr Himbergen ging kürzlich für die elfjährige Kira Lenski, die auf einen Rollstuhl angewiesen ist, ein Herzenswunsch in Erfüllung. Als Zuschauerin hatte Kira ihre nicht behinderte Zwillingsschwester Emily ein Jahr lang zu den Diensten und Veranstaltungen der Jugendfeuerwehr begleitet. In Kira reifte der Wunsch ebenfalls Mitglied der Jugendfeuerwehr zu werden und sich entsprechend ihrer Möglichkeiten einzubringen. Die Jugendfeuerwehrwarte Claudia Hübner und Sven Nowak fanden entsprechende Lösungen. Mit leichter Unterstützung ist Kira seit Anfang des Jahres Gruppenführerin der Wettbewerbsgruppe und erteilt im Wettbewerb die Einsatzbefehle. Einmal wöchentlich kommt die Gruppe zusammen, um für den Wettbewerb zu üben. Auch für das anstehende Zeltlager und Orientierungsmärsche wurden entsprechende Lösungen gefunden, die es Kira ermöglichen als Mitglied der Jugendfeuerwehr an den Aktivitäten teilzunehmen. Im Kreise ihrer Jugendfeuerwehrkameraden nahm Kira stolz ihren Jugendfeuerwehrausweis entgegen, der ihr durch Himbergens Ortsbrandmeister Sven Lühr überreicht wurde.

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Kira bei der Überreichung ihres Jugendfeuerwehrausweises.

Auf die Dienstversammlung folgt die Delegiertenversammlung!

Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Uelzen in der Jabelmannhalle – Bericht A. Lehmann, Bilder KFV Uelzen

Auf die Dienstversammlung folgt die Delegiertenversammlung! So war es auch in diesem Jahr…

Am vergangenen Samstag, den 24. Januar 2015, eröffnete der 1. Vorsitzende Dieter Ruschenbusch direkt im Anschluss an die Dienstversammlung der Kreis-, Gemeinde- und Ortsbrandmeister des Landkreises Uelzen die Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Uelzen e.V..

In zukünftiger Funktion als Regierungsbrandmeister durfte Dieter Ruschenbusch noch ein letztes Mal durch die Versammlung führen, bevor ab dem 1. Februar 2015 Helmut Rüger als neuer Kreisbrandmeister und damit auch als neuer 1. Vorsitzender die Geschicke der Kreisfeuerwehr und des Verbandes übernehmen wird.

Neben Formalien wie Kassenbericht 2014, Genehmigung des Haushaltsplanes 2015 oder der Wahl des Kassenprüfers standen auch die Verabschiedung einer neuen Jugendfeuerordnung sowie die dazugehörige Bekanntgabe über Personalentscheidungen auf der Tagesordnung.

In seinem Jahresbericht beschrieb Dieter Ruschenbuschwie im Vorjahr das Feuerwehrjahr von A bis Z:

Neben der Ausbildung auf Kreisebene berichtete er über das Wachsen des Beirates durch die Vertreter für “Wissenschaft” (Dekan der Ostaflia in Suderburg Prof. Albrecht Meißner) und “Handwerk” (Kreishandwerksmeister Horst Saevecke) sowie über den Einsatz von 150 Einsatzkräften beim Brand einer Fermenters der Biogasanlage in Nassennottorf. Biogasanlagen besitzen ein Gefahrenpotenzial, welches noch abschließend beurteilt werden muss.

Unter dem Buchstaben D verwies Dieter Ruschenbusch auf den Abschluss der Umrüstung auf Digitalfunk.

Danach bedankte er sich bei der Fördermitgliedern und ProjektFörderern des KFV Uelzen e.V. für Ihre Unterstützung.

Er berichtete von einer im Frühjahr anlaufenden neuen Feuerwehr-SchulAG in der Fritz Reuter Schule Bad Bevensen, welche aus einem Workshop des Beirates entstanden sei und als Pilotprojekt zu verstehen sei.

Unter dem Motto “Gut aufgestellt” ging er auf die vergangenen Strukturveränderungen bei der Kreisfeuerwehr und beim dem Kreisfeuerwehrverband ein. Hier gelte es nicht nachlässig zu werden und stets weitere Verbesserungen anzustreben.

Bei der Interschutz im Juni 2015 werde das neue TLF der Ortswehr Bad Bevensen präsentiert.

Unter dem Buchstaben K berichtete der 1. vorsitzende über die Kinderfeuerwehren. Die mahnenden Worte des Vorjahres scheinen Gehör gefunden zu haben; 2014 haben sich die Mitgliederzahlen der Kinderfeuerwehren merklich erhöht.

Das Stichwort “Samtgemeinde Aue” nutzte Dieter Ruschenbusch um auf den veröffentlichten Bedarfsplan einzugehen. Die wichtigen Erkenntnisse für die Samtgemeinde Aue zum Feuerschutz müssen nun auch kompromisslos umgesetzt werden. In diesem Zusammenhang zitierte der scheidende Kreisbrandmeister noch einzelne Passagen, die den gesamten Landkreis angingen. Im Bedarfsplan heißt es sinngemäß, dass in Form eines “Rundumservices” die ehrenamtlichen Einsatzkräfte entlastet  werden müssen. Hierfür wären eine mit Bereitschaftsdiensten versehene FTZ, ein Schlauch- und Atemschutzverbund und ein Atemschutzgerätewagen für das Tauschen von Gerät noch bei der Einsatzstelle notwendig. Ein Zitat was Dieter Ruschenbusch mit Genugtuung verlas. Er wünschte dem neuen Kreisbrandmeister Helmut Rüger viel Erfolg bei der Fokussierung dieser Forderungen.

Unter dem Buchstaben W wurde auf den Jahresbericht im Berichtsheft zu den LeistungsWettbewerben verwiesen.

Zum Ende ging Dieter Ruschenbusch noch kurz auf die vergangenen Dienstjahre ein. Es gab Höhen und Tiefen; gemeinsam habe man aber viel erreicht. Er bedankte sich bei allen Mitstreitern, insbesondere bei den Kameraden, den Arbeitgebern, den Kommunen und dem Landkreis Uelzen für den kameradschaftlichen Zusammenhalt.

Nach dem Jahresbericht standen die Jugendfeuerwehren im Fokus. Der von der VGH gesponserte Preis für die Uelzener Jugendfeuerwehren konnte von den Jugendlichen aus Stadensen gewonnen werden. Zweiter wurde die Jugendfeuerwehr Hohenbostel. Den dritten Platz sicherte sich Varendorf.

Jugendfeuerwehrehrungen

Anschließend nahm der Kreisfeuerwehrverband weitere Ehrungen für herausragendes Engagement vor (Eine Aufstellung der einzelnen Ehrungen finden Sie am Ende des Berichts).

Es folgten diverse Grußworte. Regierungsbrandmeister Uwe Quante verwies in diesem Zuge auf eine laufende Debatte zur Änderung der Feuerwehrordnung, die Gründung des Vereins für Feuerwehrfreunde in Niedersachsen unter Federführung der VGH, den Stand zum Umbau der NABK, Bedenken bei der Umstrukturierung des Katastrophenschutzes und die einzuhaltende Professionalität bei der Verwendung der sozialen Netzwerke in der Öffentlichkeitsarbeit.

Annette Niemann (MdL) und Henning Otte (MdB) überbrachten die Grußworte der Politik. Sie lobten besonders die gute Jugendarbeit und bewunderten den Zusammenhalt der Feuerwehren im Landkreis.

Der Vertreter der NABK ging seinem Grußwort auf die Hauptberuflichen Perspektiven als Feuerwehrmann ein. Hierbei erwähnte er auch die Zusammenarbeit mit der Ostfalia Suderburg, wo erfolgreich eine Kombination aus Feuerwehrausbildung und Ingenieurstudium als neuer Bachelorstudiengang implementiert wurde.

Polizeioberrat Dieter Klingforth lobte das Ineinandergreifen der Blaulichtkräfte, welches wir eine Uhrwerk funktioniert. Seine persönliche Anerkennung brachte er den vielen Ehrenamtlichen Aktivitäten entgegen, die die Feuerwehren nicht nur für den Schutz der Bevölkerung, sondern auch für das gesellschaftliche Miteinander leisten.

Das letzte Grußwort sprach für alle Kameraden etwas überraschend Markus Hecker vom PSV Uelzen e.V.. Er lobte einmal generell dass ehrenamtliche Engagement der Feuerwehren bei den vielen Sportveranstaltungen im Landkreis. Neben dem O-See-Marathon, wo die beteiligten Ortswehren Emmendorf, Molzen und Hesebeck beachtliches für die Sicherheit der Sportler leisten, verwies er auf diverse andere Veranstaltungen wie beispielsweise den Triathlon in Bad Bodenteich.

Bevor die Versammlung zu Ende ging, stimmte der Musikzug Suhlendorf mit den  Delegierten zu Ehren des scheidenden Kreisbrandmeisters Dieter Ruschenbusch das Niedersachsenlied an.

Das Schlusswort übernahm Helmut Rüger. Er widmete seine ersten Worte Dieter Ruschenbusch, dem er im Namen aller Feuerwehrkameraden des Landkreises für das lange Engagement Dank aussprach. Er verwies auf die vielen guten Ideen, die Dieter Ruschenbusch in seiner 20-jährigen Amtszeit auf Kreisebene umgesetzt habe. Er habe stets alle Verantwortlichen von Politik und Verwaltung und die komplette Kreisfeuerwehrführung motiviert und mit viel Durchsetzungsvermögen dafür gesorgt, dass die gesteckten Ziele auch erreicht werden.

Außerdem bedankte sich Helmut Rüger für das eindeutige Wahlergebnis zum Vorschlag zur Benennung des neuen Kreisbrandmeisters. Er führte an, dass er an die positive Entwicklung der letzten Jahre anknüpfen wolle, hierfür aber die Unterstützung aller Kameraden benötige. Er bedankte sich bei den Anwesenden Kameraden, den Redner und gratulierte abschließend noch einmal den Beförderten und Geehrten.

Wieder musikalisch unterstützt vom Musikzug Suhlendorf wurde die Versammlung traditionsgemäß mit dem Singen der Nationalhymne beendet.

Besonderes Anliegen des Kreisfeuerwehrverbandes ist die Würdigung von herausragenden  ehrenamtlichen Engagement im Feuerwehrwesen. So konnten während der Versammlung die folgenden Kameraden geehrt werden:

Die Ehrennadel des Landesfeuerwehverbandes in Bronze, die an Kameraden mit besonderen Leistungen im Feuerwehrdienst oder der Verbandsarbeit verliehen wird, erhielten

Stephan Augustin,

Florian Menklein,

Cord Drieselmann.

(v.l.n.r.) Cord Drieselmann, Florian Menklein, Stephan Augustin
(v.l.n.r.) Cord Drieselmann, Florian Menklein, Stephan Augustin

Die Ehrennadel des Landesfeuerwehverbandes in Silber, die an Kameraden mit besondere Verdienste in der Verbandsarbeit verliehen wird, erhielten

Klaus Niebuhr,

Manfred Zaiser,

Helmut Heuer Jungemann.

(v.l.n.r.) Helmut Heuer Jungemann, Klaus Niebuhr, Manfred Zaiser
(v.l.n.r.) Helmut Heuer Jungemann, Klaus Niebuhr, Manfred Zaiser

Das Feuerwehr-Ehrenkreuz des deutschen Feuerwehrverbandes in Silber, das an Kameraden mit hervorragenden Leistungen im Feuerwehrwesen verliehen wird, erhielten

Reiner Seidel,

Frank Hagel.

(v.l.n.r.) Frank Hagel, Reiner Seidel
(v.l.n.r.) Frank Hagel, Reiner Seidel

Das Feuerwehr-Ehrenkreuz des deutschen Feuerwehrverbandes in Gold, dessen Verleihung erst nach der Stufe Silber und nur aufgrund neuer Verdienste an Kameraden mit hervorragenden Leistungen im Feuerwehrwesen verliehen wird, erhielt

Hans-Jürgen Cordes.

Hans-Jürgen Cordes
Hans-Jürgen Cordes

Die Deutsche Feuerwehr-Ehrenmedaille des deutschen Feuerwehrverbandes, die an verdiente Personen, die nicht aktiv der Feuerwehr angehören, verliehen wird erhielt

Henning Otte, MdB.

Henning Otte (MdB)
Henning Otte (MdB)

Feuerwehren üben Großeinsatz mit Rettungsdienst

Bericht:  S. Düsel Bilder: P. Schulze

Barum/ Hohenbünstorf. Um 16.12 Uhr ertönten am vergangenen Freitag, den 20. November 2014, für die Freiwillige Feuerwehr Barum die Sirenen. Erste Meldung über den Digitalmeldeempfänger lautete “Verkehrsunfall mit landwirtschaftlichem Zug und einer Fahrradgruppe”. Neben den Kameraden aus Barum alarmierte die Leitstelle auch die Ortswehren Hohenbünstorf, Ebstorf und Bad Bevensen. Da davon ausgegangen wurde, dass es sich um einen so genannten „MANV“ (Massenanfall von Verletzten) handelte, wurde auch der Rettungsdienst mit mehreren Fahrzeugen und Notärzten alarmiert. Auf dem Weg zum zunächst durch einen nicht ortskundigen Passanten gemeldeten Einsatzort Vinstedt wurde der Einsatzort korrigiert. Der Unfall ereignete sich nach Szenario zwischen Barum und Hohenbünstorf. Die Feuerwehr Hohenbünstorf erreichte die Unfallstelle als erstes. Nach und nach kamen immer mehr Fahrzeuge vor Ort an.

Nach der ersten Lage-Erkundung zählte man ca. 15 Unfallbeteiligte. Daraufhin wurden weitere Hilfskräfte vom Rettungsdienst alarmiert. Die Einsatzkräfte versuchten erstmal durch gezielte Befragung der „Leichtverletzten“ zu ermitteln, aus wie vielen Fahrradfahrern die verunfallte Gruppe tatsächlich bestand. Die Erstversorgung wurde mit den vorhandenen Mitteln der Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren vorgenommen. Dies waren überwiegend Decken um die unter Schock stehenden Personen auch vor der einsetzten abendlichen Kälte zu schützen.
Übung Feuerwehr / Rettungsdienst
Im Laufe des Übungseinsatzes wurden zwei Verletzensammelstellen errichtet. Auch ein Zelt, welches beheizt war, wurde vom Rettungsdienst aufgebaut. Zwei weitere Fahrzeuge errichteten auf einem angrenzenden Acker einen Landeplatz für den angeforderten Christoph Niedersachsen.

Wie sich aus der Befragung der beteiligten Unfallverletzten ergab, vermisste man noch mindestens eine Person. Die anliegenden landwirtschaftlichen Nutzflächen wurden daraufhin durch die Einsatzkräfte mit einer Helferkette systematisch abgesucht.

Nach dem Übungsende versammelten sich die Einsatzkräfte noch im Feuerwehrhaus der Ortswehr Barum. In einer Übungsnachbesprechung wurde festgestellt, dass die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst außerordentlich gut funktioniert hatte. Zu und Abfahrten für den Rettungsdienst wurden aufrecht erhalten, was im Erstfall extrem wichtig ist, um das schnelle Abrücken der Rettungswagen zum Krankenhaus zu gewährleisten.
Übung Feuerwehr / Rettungsdienst
Für alle Beteiligten stellte sich diese Übung als wirklich gute und wichtige Erfahrung heraus. Besonderer Dank galt den Jugendfeuerwehren Bevensen und Emmendorf, die die Verletzten simulierten. Gegen 18:30 Uhr war die Übung dann für alle Beteiligten beendet.