Archiv der Kategorie: SG Rosche

Löschfahrzeug findet neue Heimat

Feuerwehr Kronprinzenkoog kommt zur Übergabe ihres Sechs-Tonners nach Schwemlitz

Text und Foto: Jochen Frenz (Pressewart der Samtgemeinde Rosche)
aus AZ Uelzen, erschienen am 12. Mai 2014

Ein großer Augenblick für die Freiwillige Feuerwehr Schwemlitz-Bankewitz: Gestern Vormittag übergab die Samtgemeinde Rosche der Wehr ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug mit eigenem Löschwassertank (TSF-W) für 600 Liter. Kein fabrikneues, aber ein gut  gepflegtes und erhaltenes Sechs-Tonnen-Trägerfahrzeug von Mercedes, Baujahr 1999 mit Ziegler-Aufbau und einer Laufleistung von 16000 Kilometern. Es löst das betagte Einsatzfahrzeug ab, den TSF-T Fiat.

Fahrzeugübergabe in Schwemlitz
Fahrzeugübergabe an die Feuerwehr Schwemlitz-Bankewitz: Samtgemeindebürgermeister Herbert Rätzmann (v.l.), Gemeindebrandmeister Henning Räthke, Ortsbrandmeister Thomas Wannewitz, Gerätewart Bodo Seelig und Oliver Breuning aus Kronprinzenkoog.

Zur Verabschiedung mit anschließender Übergabe ihres bisherigen Löschfahrzeuges waren Vertreter der Feuerwehr Kronprinzenkoog im Landkreis Dithmarschen gekommen, von der die Samtgemeinde Rosche das Fahrzeug auf Initiative von Gemeindebrandmeister Henning Räthke erworben hat. „Wir gehen davon aus, dass Rat und Verwaltung mit diesem Fahrzeug eine gute Wahl getroffen haben und dass es seiner neuen Wehr lange dienen wird, zumal es nach erfolgter Umrüstung auf Digitalfunk jetzt auch dem neuesten Entwicklungsstand in der Samtgemeinde entspricht und als Sechstonner hervorragend den Fahrzeugpark der Samtgemeindewehren ergänzt“, zeigte sich  Samtgemeindebürgermeister Herbert Rätzmann überzeugt.

Einschließlich der vorgenommenen Bestückung unter anderem mit  Tragkraftspritze, Beleuchtungsmast und Generator habe das Fahrzeug die Samtgemeinde 35000 Euro gekostet. „Dieser Preis ist  angemessen und gerechtfertigt“, sagte der Roscher Verwaltungschef.

„Das Fahrzeug passt wie die Faust aufs Auge hier in die  Feuerwehr. Das hatten wir bereitsbei unserem ersten Besuch in Kronprinzenkoog festgestellt. Wir freuen uns, dass Rat und Ausschüsse bei allen notwendigen Beschlüssen unseren Vorstellungen jeweils einstimmig gefolgt sind“, betonte Räthke. Dem Rat  und der Verwaltung galt auch der Dank von Orts-brandmeister Thomas Wannewitz. „Insbesondere auch für die große Geduld trotz  aller anfänglichen Schwierigkeiten. Wir freuen uns sehr über dieses neue Fahrzeug.“

Den Übergabeakt vor dem Gerätehaus vollzog  Rätzmann vor Zuschauern aus Rat undVerwaltung und dem kompletten Gemeindekommando. Zu den Gästen gehörten zudem zahlreiche Führungskräfte aus den Feuerwehrzügen. Natürlich war auch die Gastgeberin mit ihren Aktiven, Senioren und der Kinderfeuerwehr zur Übergabe angetreten.

Atemschutzgeräteträgeausbildung im Landkreis Uelzen

Im Landkreis Uelzen gibt es 846 Atemschutzgeräteträger (Erhebung 2013). Für die Einsatzfähigkeit ist es unerlässlich in regelmäßigen Abständen die körperlichen Voraussetzungen zu belegen. Generelle Voraussetzung ist erstmal eine bestandene G26-Untersuchung (arbeitsmedizinsche Vorsorgeuntersuchung). Sie ist immer gültig zu halten, da sonst sofort die Einsatzfähigkeit und damit auch der Versicherungsschutz erlischt. Sie muss alle drei Jahre erneuert werden, ab dem 50. Lebensjahr sogar jährlich.

KFV Bericht1 (FILEminimizer)Weitere Voraussetzung ist das erfolgreiche Bestehen des Lehrgangs zum AG-Träger. In diesem Jahr findet noch einer statt. Vom 07.10. bis zum 16.10. werden in der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) , wie auch schon vom 18.03. bis zum 27.03., neue Atemschutzgerätetrräger ausgebildet. Sie erlernen dort sowohl den Umgang mit den umluftunabhängigen Geräten, als auch das Tragen eines Filtergerätes. Neben der Funktionsweise der Geräte wird vor allem der Umgang geschult.

Den Lehrgang abgeschlossen und bestanden kann man sich “Atemschutzgeräteträger” nennen. Nichts desto trotz endet hier nicht die Ausbildung. Innerhalb der verschiedenen Ortswehren muss weiter geschult werden. Eine jährliche Übung unter Atemschutz ist ebenso Bestandteil, wie der jährliche Übungsstreckendurchlauf in der FTZ Uelzen. Hier wird, wie auch schon beim AGT-Lehrgang , die kreiseigene Übungsstrecke benutzt, die sowohl dunkel wie auch warm den Ernstfall realitätsnah simuliert.

Im folgenden sind die noch ausstehenden Termine zur Wiederholungsübung genannt:

Montag 26.05.14         Rosche / BevensenKFV Bericht2 (FILEminimizer)
Montag 02.06.14         Ebstorf / Bevensen
Montag 16.06.14         Aue / Uelzen
Montag 23.06.14         Bienenbüttel / Rosche
Montag 30.06.14         Bodenteich / Bevensen
Montag 07.07.14         Bevensen / Uelzen
Montag 14.07.14         Ebstorf / Bienenbüttel
Montag 21.07.14         Aue / Rosche
Montag 28.07.14         Uelzen / Rosche
Montag 15.09.14         Bevensen / Rosche
Montag 22.09.14         Aue / BienenbüttelKFV Bericht3 (FILEminimizer)
Montag 29.09.14         Uelzen / Bevensen
Donnerstag 23.10.14   Bienenbüttel / Bevensen
Montag 10.11.14          Aue / Rosche
Samstag 15.11.14        Suderburg /Bevensen
Samstag 22.11.14        Bodenteich / Ebstorf
Freitag 05.12.14           Bevensen/ Uelzen

Bei jeder Wiederholungsübung können 12 Kameraden ihren Nachweis erbringen (nur in Einsatzjacke und Einsatzhose für AGT).
Beginn für die erstgenannte Samtgemeinde ist am Samstag ab 9:00 Uhr.
Beginn für die erstgenannte Samtgemeinde ist am Montag ab 18:45 Uhr.
Für die zweitgenannte Samtgemeinde ist Beginn ca. 30 Minuten später.

 

Herbstübung des ZUG MITTE der Samtgemeinde Rosche

Text und Bild: Henning Räthke, GemBM SG Rosche

Mit den Worten „So habe ich mir immer eine Übung vorgestellt!” eröffnete Gemeindebrandmeister Henning Räthke die Nachbesprechung vor 65 eingesetzten Kräften.
Aber was war passiert?
Am Mittwoch um 18:12 Uhr wurden die Wehren aus Nateln, Rosche-Prielip und Suhlendorf von der Einsatzleitstelle zu einem Verkehrsunfall mit einem Transporter und einem PKW in der Nähe von Nateln alarmiert.

PKW-Unfall

Vor Ort zeigte sich ein Schreckensszenario  mit einer Person unter dem Transporter und einer extrem eingeklemmten Person. Nach verschafftem Überblick wurde mit den Rettungsmaßnahmen begonnen.

Dann folgte die nächste Alarmierung um 18:18 Uhr durch die FEL. In einem landwirtschaftlichen Gebäude im Ortskern von Nateln waren mehrere Personen nach einer Explosion vermisst. Die alarmierten Wehren aus Teyendorf-Göddenstedt, Rätzlingen sowie die Ortswehr aus Nateln begannen unter Atemschutz mit der Personensuche, teilweise sogar über Steckleitern. Die Wärmebildkamera wurde ebenso intensiv eingesetzt. Zeitgleich wurden bessere Sichtverhältnisse mittels eines Hochleistungslüfters geschaffen. Nebenbei stellte sich die Aufgabe einer Brandbekämpfung eines offenen Feuers im äußeren Gebäudetrakt.

Gegen 19:30 Uhr war die recht anspruchsvolle Übung beendet. Bei der Nachbesprechung wurde vom Gemeindebrandmeister sowie von zwei eingesetzten Beobachtern intensiv über den Ablauf diskutiert. Henning Räthke bedankte sich bei allen Kameraden.
Aber das sollte noch nicht alles gewesen sein… Um 19:40 Uhr olgte ein realer Alarm in der Bevenser Strasse in Rosche.

Feuerwehr Nateln nimmt neues Gerätehaus in Obhut – Viel Eigenleistung

Text und Fotos: Jochen Frenz

Nateln. Ein großer und stolzer Augenblick für die Freiwillige Feuerwehr Nateln: Nach eineinhalbjähriger Bauzeit nahm sie in einer Feierstunde mit dem Musikzug Suhlendorf ihr neues Gerätehaus in Besitz und weihte es gemeinsam mit Vertretern aus Rat und Verwaltung der Samtgemeinde Rosche, mit Führungskräften der Ortswehren und mit den am Bau beteiligten Firmen und Personen ein und gab dem Gebäude den plattdeutschen Namen „Sprüttenhus“.


„Sprüttenhus“: Namenszug in Holz gebrannt über der einstigen Gerätehauseinfahrt

Ein schmuckes neues Feuerwehrdomizil, bei dem nur noch Insider das einstige kleine Gerätehaus vom Baujahr 1903 wiedererkennen dürften, das durch Umbau und Erweiterung ein neues und zweckdienliches Outfit mit Fahrzeug-und Gerätehalle, mit Schulungsraum und sanitären Anlagen erhalten hat. „Diesen Umbau haben wir vornehmlich der Natelner Dorferneuerung zu verdanken, an die wir uns erfolgreich angehängt haben“, erläuterte Samtgemeindebürgermeister Herbert Rätzmann. „Das betagte und künftigen Ansprüchen nicht mehr genügende aber ortstypische Gebäude wollten wir nicht einfach abreißen“, sagte er. Planer, Baufirmen und vor allem die Wehr mit ihrer erheblichen Eigenleistung hätten mitgezogen, und so habe eine gelungene bauliche Einbeziehung von Teilen des alten Gebäudes in das neue zur Zufriedenheit aller Beteiligten realisiert werden können.


Das neue Feuerwehrdomizil in Natelns Dorfmitte -zweckmäßig und Schmuckstück zugleich

Veranschlagt sei das Projekt mit 130.000 Euro.“Davon sind bisher 88.000 Euro abgerechnet. Aus der Dorferneuerung erwarten wir zugesagte Fördermittel von 25.000 Euro. Die Samtgemeinde wird einen Eigenanteil von 30 bis 40.000 Euro leisten“, listete Rätzmann auf und widersprach der einen oder anderen Kritik, das Bauprojekt sei für die kleine Feuerwehr überdimensioniert. „Die Wehr Nateln ist sehr aktiv und wäre ohnehin demnächst mit einem zeitgemäßen Fahrzeug auszustatten gewesen, das in eine DIN-gerechte Garage untergebracht werden muss. Spätestens da wäre ein Neubau fällig gewesen, dann allerdings ohne die Chance, dafür aus der Dorferneuerung Fördermittel zu erhalten,“ sagte er.

Im Übrigen, so der Verwaltungschef, habe Natelns Dorfbild enorm gewonnen durch den Abriss des hässlichen Trafoturms am alten Gebäude und mit dem Neubau und dessen neu gestalteter Außenanlage.

Mit der Übergabe des Gerätehauses sei eine wichtige Investition der Samtgemeinde im Bereich Feuerwehr abgeschlossen, stellte Gemeindebrandmeister Henning Räthke fest. „Der Neubau ist darüber hinaus ein Schmuckstück geworden, das vorzüglich in das idyllische Nateln hineinpasst“, bekräftigte er.


Zogen „Sprüttenhus“-Baubilanz – von links: Ortsbrandmeister Heiko Schwieder, Gemeindebrandmeister Henning Räthke, Kreisbrandmeister Dieter Ruschenbusch, Samtgemeindebürgermeister Herbert Rätzmann, Bürgermeister Michael Widdecke

Von der Jugendwehr über die Aktiven bis zu den Senioren sei am Bau und seinem Umfeld ehrenamtlich gearbeitet worden, erinnerte Ortsbrandmeister Heiko Schwieder. „Bis heute sind 1450 Stunden abgeleistet worden. Einige weitere werden noch dazukommen“, war der Wehrchef sicher und dankte der Samtgemeinde und den vielen fleißigen Helfern, ohne die dieser Bau nicht hätte realisiert werden können, wie er sagte. Dank und Anerkennung kamen unisono auch von Bürgermeister Michael Widdecke („Ein tolles Haus“) und Kreisbrandmeister Dieter Ruschenbusch („Ein wichtiger Mosaikstein zum Wohle der Bürger“).

Übung Wassertransport im Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen

Text und Bilder von Jörg-Michael Eggers

Am 29. Juni 2012 fand am Gelände von Agrinova bei Grabau eine Übung mit folgendem Ziel statt:

Wassertransport im Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen von Növenthien zur Biogasanlage Agrinova in Grabau. Zu überprüfen war die Sicherstellung von 800 Liter / min Löschwasser.

 

Aufmarsch Lagebesprechung zu Beginn der Übung
Folgendes Vorgehen war geplant:
  • Wasserpuffer:
    • TLF 24-50 Rosche-Prielip
  • Transport:
    • TLF 16-24 Oetzen
    • TLF 8-24 Suhlendorf
    • TLF 16-24 Kattien
  • Befüllstation in Növenthien sowie die Verkehrssicherung an der Keuzung B71 zur Agrinova:
    • TSF-T Növenthien
  • vor Ort außerdem:
    • ELW 1 Rosche-Prielip
    • LF 8 Suhlendorf
    • TSF-W Dalldorf-Grabau
  • Überwachung:
    • Gemeindebrandmeister Henning Räthke


TLF-24-50 im Einsatz

Nachfolgende Punkte mussten gezielt Beachtung finden:
  • Fahrzeiten der Tanklöschfahrzeuge mit leerem und gefülltem Löschwasserbehälter
  • Volumen der vorhandenen Löschwasserbehälter
  • Füllzeiten der Löschwasserbehälter
  • Entleerzeiten der Wasserbehälter
  • Rüstzeiten ( vor Ort durch den GemBM  erläutert )
  • Löschwasserbedarf vor Ort ( in diesem Fall 800 Liter / min )
  • Wegstrecke und durchschnittliche Geschwindigkeit der eingesetzten Fahrzeuge

Kalkulationsgrundlage (übernommen aus Führungslehrgängen):
Entleerzeit  + Fahrzeit  + Füllzeit +  Rüstzeit  geteilt durch Entleerzeit

Wasserspeicher TLF 24-50 von Rosche-Prielip Wasserübergabe vom TLF an den Speicher
Ergebnis der Zeitmessung während der Übung:
  • Entleerzeit: bei dieser Übung im Durchschnitt ca. 3 Minuten ( 2400 Liter bis 2700  Liter Unterschiede bei den Fahrzeugen )
  • Wegstrecke: 4 km
  • Ø-Geschwindigkeit: 4 Kilometer
  • Fahrzeit: ca. 6,5 Minuten
  • Füllzeit: ca. 2 Minuten
  • Rüstzeit: wie vor Ort besprochen 8 Minuten

Aufgrund der festgestellten Ergebnisse benötigen wir anhand der o.g. Formel 6,5 Tanklöschfahrzeuge!

Fazit der Übung:

Bei der Nachbesprechung wurde vom Gemeindebrandmeister ganz deutlich gemacht, dass die o.g. rechnerische Formel absolut mit der vor Ort ermittelten Situation übereinstimmt.
Das Resümee ist klar: wenn  eine Wassermenge von 800 Litern pro Minute  unter den gegebenen Verhältnissen vor Ort gewährleistet werden muss, fehlen für den Transport vor Ort drei Tanklöschfahrzeuge.